Platzhalter für Profilbild

maggiem

Lesejury Star
offline

maggiem ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit maggiem über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2025

empfehlenswerte Totengräber-Reihe

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
0

Dies ist nun mein vierter „Totengräber“ Krimi um das Ermittler-Duo Oberinspektor Leopold von Herzfeldt und Totengräber Augustin Rothmayer, der Ende des 19. Jahrhunderts in Wien beheimatet ist und mir wieder ...

Dies ist nun mein vierter „Totengräber“ Krimi um das Ermittler-Duo Oberinspektor Leopold von Herzfeldt und Totengräber Augustin Rothmayer, der Ende des 19. Jahrhunderts in Wien beheimatet ist und mir wieder ausgesprochen gut gefallen hat.
Man springt gleich mit einem Mord im Prater in die Geschichte. In seinem vierten Fall muss Leopold von Herzfeldt aufklären, ob die zersägte Jungfrau des amerikanischen Zauberers Charles Banton ein Unfall oder Mord war. Des Weiteren stellt sich heraus, dass im Prater immer wieder Frauen verschwinden. Hängen diese Morde zusammen? Während der Totengräber Augustin Rothmayer an einem weiteren Buch 'Was uns die Toten erzählen' schreibt, kann er dank seiner Forschungsergebnisse den Inspektor wieder tatkräftig unterstützen. Auch Julia, die sich von Leopold getrennt hatte und nun als Reporterin und Fotografin arbeitet, steuert ihm wichtige Hinweise zum Lösen der Fälle bei.
Die Hauptprotagonisten wirken sympathisch, authentisch und sind facettenreich beschrieben. Der wienerische Dialekt des Totengräbers mit seinen Flüchen, die man problemlos verstehen kann, passt wunderbar zur Geschichte. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss gehalten. Die Auflösung des raffinierten Falles hat mich überrascht.
Der Schreibstil von Oliver Pötsch ist – wie immer - einfach und flüssig zu lesen. Die etwas längeren Kapiteln werden durch viele Abschnitte unterteilt, so dass sich dadurch wieder eine angenehme Leselänge ergibt. Als Goodies gibt es wieder einen historischen Stadtplan von Wien und ein erläuterndes Nachwort.
Fazit:
Absolute Kauf- und Leseempfehlung für historisch interessierte Krimifans.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2025

Empfehlenswerte Trilogie

Der Weg der Frauen
0

Dieser historische Roman ist der Abschluss der Trilogie „das Pensionat an der Mosel“ über die engagierte und sehr sympathische Pensionatsleiterin Pauline Martin.
Als eine Schülerin aus dem Mädchenpensionat ...

Dieser historische Roman ist der Abschluss der Trilogie „das Pensionat an der Mosel“ über die engagierte und sehr sympathische Pensionatsleiterin Pauline Martin.
Als eine Schülerin aus dem Mädchenpensionat in Metz verhaftet wird, muss sie notgedrungen in ihre alte Heimat reisen und wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ihr ehemaliger Verlobter wirbt wieder um sie und würde sie gerne heiraten. In Thionville hat sie in den letzten Jahren zu dem preußischen Hauptmann Erich von Pliesnitz eine vertrauensvolle, platonische und diskrete Beziehung aufgebaut. Pauline liebt ihren Beruf über alles und ist auf ihren guten Ruf bedacht. Entscheidet sie sich für das Pensionat oder für eine Heirat und eigene Kinder?
Die Struktur des Buches mit den angenehm kurzen Kapiteln hat mir sehr gut gefallen. Der Autorin gelingt es wunderbar, mit ihrem flüssigen Schreibstil und ihrer Erzähltechnik den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. Ich fand alle Szenen sehr interessant und es gab keine Durchhänger oder Ähnliches. Die einzelnen Protagonisten sind sehr lebendig beschrieben, so dass ich sie mir bildlich sehr gut vorstellen konnte.
Die Hauptprotagonistin Pauline, die aus gehobenen Verhältnissen kommt, war mir bereits im ersten Band dieser Trilogie sehr sympathisch. Sie hat Durchsetzungskraft und setzt sich bedingungslos für ihre Schülerinnen ein. Unterstützung findet sie hier bei ihrem sympathischen Personal. Besonders gut fand ich, dass ich den Thionviller Dialekt in Gestalt des jungen Thomas und den Elsässischen Dialekt in Gestalt der liebenswürdigen Köchin Lisbeth wieder lesen durfte. Des Weiteren wurden auch französische Redewendungen geschickt in die Handlungen eingeflochten und sofort übersetzt.
Auch in diesem Buch fügt die Autorin im Anschluss noch ein sehr ausführliches Nachwort und sonstiges Bonusmaterial hinzu, das ich total genossen habe.
Fazit:
Wie auch die ersten Teile dieser Trilogie bot sich mir dieses Buch nicht nur sehr interessante historische Fakten, es hat mich außerdem auch sehr gut unterhalten. Von mir also eine klare Kauf- und Leseempfehlung für die vollständige Trilogie.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2025

Starker Auftakt der Montmartre-Reihe

Montmartre - Licht und Schatten
0

Mein erster Eindruck über diesen Roman, der den Auftakt der Montmartre-Reihe darstellt, war gleich sehr positiv. Das Buchcover mit der eleganten jungen Dame und dem historischen Montmartre sieht sehr künstlerisch ...

Mein erster Eindruck über diesen Roman, der den Auftakt der Montmartre-Reihe darstellt, war gleich sehr positiv. Das Buchcover mit der eleganten jungen Dame und dem historischen Montmartre sieht sehr künstlerisch aus und gefällt mir sehr gut.
Dieser historische Roman, der Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris spielt, erzählt auf sehr unterhaltsame Weise die Geschichte zweier weiblichen Personen, die am gleichen Tag in Paris geboren wurden. Anhand der reichen Valérie wird das Künstlerviertel Montmartre dem Leser nahe gebracht. Hier lernen wir die berühmten Maler Henri de Toulouse-Lautrec und Vincent van Gogh näher kennen. Weitere bekannte Maler wie zum Beispiel Paul Gauguin werden immer wieder passend in die Handlungen mit eingeflochten. Die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene Elise arbeitet als Tänzerin in Moulin de la Galette und wir lernen das Nachtleben von Montmartre kennen. Elend und Prostitution gehen manchmal Hand in Hand, manchmal gibt es jedoch aus dem Elend ein Entrinnen. Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen, sowohl die fiktiven als auch die damals real existierenden.
Als Bonusmaterial gibt es einen historischen Stadtplan von Montmartre anno 1880 in der vorderen Innenseite des Buches. Ich genieße es immer, wenn ich die Laufwege der Protagonisten gedanklich mitgehen kann. Dank des ausgiebigen Personenverzeichnis fiel es mir leicht die handelnden Personen richtig zuzuordnen. Im Internet habe ich mir dann auch die im Buch erwähnten Kunstwerke angeschaut, die ebenfalls im Anhang aufgelistet wurden. Im Nachwort gibt es eine ausführliche Erläuterung, was real und was fiktiv ist.
Fazit:
Ich habe das Buch verschlungen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. Meiner Meinung nach ist der Autorin Marie Lacrosse mit diesem historischen Roman wieder ein Bestseller gelungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2025

Ein Neubeginn für Europa

Maikäferjahre
0

Per Zufall habe ich den Klappentext gelesen, da ich weder anhand des Buchcovers noch des Buchtitels sofort erkannte, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Ich wäre vermutlich in einer Buchhandlung ...

Per Zufall habe ich den Klappentext gelesen, da ich weder anhand des Buchcovers noch des Buchtitels sofort erkannte, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Ich wäre vermutlich in einer Buchhandlung daran vorbei gegangen. Sarah Höflich hat einen flüssigen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt. Man springt sofort in die Geschichte und würde am liebsten nur noch weiterlesen, um zu erfahren, wie es mit Anni und ihrem Zwillingsbruder Tristan weitergeht. Die Autorin verwebt dabei meisterhaft gut recherchierte historische Fakten mit fesselnder Fiktion.
Es gibt als Bonusmaterial eine Musikliste, die mit einem bekannten digitalen Musikdienst per QR-Code verlinkt ist. Mir hat diese außergewöhnliche Idee sehr gut gefallen und ich denke, dass Abonnent:innen von diese Plattform davon sicherlich begeistert sind. Ich hatte anfänglich einen historischen Stadtplan von Dresden vermisst, da ich so die Laufwege von Anni mit ihrem Vater nicht ohne weiteres verfolgen konnte. Letztendlich fand ich es dann doch ok, da mein Lesevergnügen nicht getrübt wurde.
Mir hat auch die Originalität des Romans (kurze Zusammenfassungen der geschichtlichen Ereignisse bzgl. des zweiten Weltkriegs und Bezug zur fiktiven Geschichte sowie die Briefwechsel) sehr gut gefallen.
Fazit:
Ich vergebe die volle Punktzahl, da mir das Buch sehr gut gefallen hat und spreche eine Leseempfehlung aus.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2025

Eine Hommage an Agnes von Habsburg und Ungarn

Ein geschwind listig Wib
0

Der Buchtitel „ein geschwind listig Wib“ mit der mittelhochdeutschen Schreibweise und dem Kirchenfenster der Heiligen Clara (nicht von Agnes) hat meine Aufmerksamkeit sofort bekommen. Ich kannte die Autorin ...

Der Buchtitel „ein geschwind listig Wib“ mit der mittelhochdeutschen Schreibweise und dem Kirchenfenster der Heiligen Clara (nicht von Agnes) hat meine Aufmerksamkeit sofort bekommen. Ich kannte die Autorin vorher nicht. Die Leseprobe hat mich begeistert und so war ich froh, dass ich das Buch bei einer Verlosung von lovelybooks gewonnen habe. Als ich das Buch in den Händen hielt, war mein erster Eindruck sofort sehr positiv und dieser Eindruck blieb auch bis zum Ende des Buches. Die optische Aufmachung (Buchcover, die vordere Buchinnenseite enthält eine historische Karte vom Habsburger Reich zum Zeitpunkt von Agnes, Struktur mit Aufteilung in 4 Teile sowie Nennung der Jahreszahlen und des jeweiligen Ortes) und das Bonusmaterial (Personenverzeichnis, Ortsverzeichnis, Worterklärungen, Abbildungen, Zeittafel, der 'Agnesenmantel' und das Nachwort der Autorin) hat mich begeistert. Vor allem anhand des Bonusmaterials habe ich das Herzblut der Autorin gespürt. Besonders hervorheben möchte ich noch die visuelle Trennung der Kapiteln in Zwischenabschnitte mit einem Abbild des heraldischen Adlers, das mir sehr gefiel.
Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen und meine uneingeschränkte Sympathie galt hierbei Agnes, die eine starke Persönlichkeit war. Der zweite Erzählstrang wird aus der Perspektive des einfachen Salzhändler(gehilfen) Lajos erzählt, der die Wahrnehmung der Bevölkerung zu den politischen Ereignissen beschreibt. Die Verknüpfung von beiden Erzählsträngen fand ich sehr gelungen, vor allem weil der Schwerpunkt auf dem ersten Erzählstrang mit Agnes von Ungarn lag.
Ich fühlte mich direkt in die damalige Zeit versetzt. Dies lag unter anderem auch an den historischen Bezeichnungen (z.B. die Stadt 'Ofen' statt 'Buda'). Da lateinische Formulierungen anschließend erläutert wurden, blieb mein Lesefluss weiterhin flüssig. Meine Lesegeschwindigkeit an sich war aufgrund der vielen interessanten Informationen, die in den Seiten gepackt wurden, im Vergleich zu sonstigen „leichten“ historischen Romanen, automatisch etwas langsamer, was mich jetzt aber absolut nicht störte.
Fazit:
Es ist eine sehr empfehlenswerte niveauvolle Romanbiographie über Agnes von Ungarn

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere