„Heartsick“ trifft mitten ins Herz
Heartsick„Heartsick“ ist ein zutiefst ehrliches, schmerzhaft schönes und berührendes Buch darüber, was passiert, wenn Liebe endet.
Jessie Stephens erzählt in diesem Roman die wahren Geschichten von drei sehr unterschiedlichen ...
„Heartsick“ ist ein zutiefst ehrliches, schmerzhaft schönes und berührendes Buch darüber, was passiert, wenn Liebe endet.
Jessie Stephens erzählt in diesem Roman die wahren Geschichten von drei sehr unterschiedlichen Menschen : Claire, Patrick und Ana, welche ihre Leser*innen mit auf eine Reise durch Liebesglück, Selbstzweifel, Verlust und vor allem: Herzschmerz nimmt.
Dabei geht es nicht um Kitsch oder romantische Idealisierung, sondern um die rohe, ungefilterte Realität von Beziehungen. Um die Momente, in denen Hoffnung umschlägt in Angst, in denen Nähe zu Distanz wird und in denen Menschen plötzlich mit sich selbst und ihren tiefsten Ängsten konfrontiert sind.
Was dieses Buch so besonders macht, ist die große Empathie, mit der Jessie Stephens schreibt. Sie urteilt nicht. Sie erklärt nicht, wer „Recht“ oder „Unrecht“ hat. Anstattdessen beschreibt sie und lässt den Lesenden Raum.
Claires Suche nach Liebe, verbunden mit Depression, Unsicherheit und dem Gefühl, nicht genug zu sein, war aufwühlend und gleichzeitig heilsam zu lesen. Aber auch Patricks erste Liebe und Anas innerer Konflikt inmitten einer langjährigen Ehe zeigen auf eindringliche Weise, wie komplex Beziehungen sind und wie sehr Liebeskummer jeden treffen kann, egal in welcher Situation.
Der Schreibstil von Stephens ist leicht zugänglich. Es liest sich schnell, aber oft bleibt man auch an Sätzen hängen, weil sie einen mitten ins Herz treffen.
„Heartsick“ ist daher ein Buch, das nicht nur vom Liebeskummer erzählt, sondern auch von persönlichem Wachstum, Selbstliebe und der Möglichkeit, inmitten des Schmerzes neue Kraft zu finden.
Das einzige, was mich so wirklich störte (schon beim ersten Eindruck), war das Cover. Es ist mir persönlich zu schlicht und passt nicht unbedingt zum Stil des Verlags, wie ich finde.
Dennoch ist es ein bewegendes, ehrliches und unglaublich menschliches Buch über Liebe, Verlust und Heilung. Definitiv lesenswert für alle, die verstehen wollen, wie sehr uns das Lieben und das Loslassen prägt.