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Veröffentlicht am 08.06.2025

Das Ringen um die Macht

Das Erbe der Karolinger
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Kaiser Ludwig, der Sohn von Karl dem Großen, führt sein Land mit Weitsicht und dem unbedingten Wunsch eines friedlichen Miteinanders. Er muss sich nun, da seine drei Söhne nach und nach in ein regierungsfähiges ...

Kaiser Ludwig, der Sohn von Karl dem Großen, führt sein Land mit Weitsicht und dem unbedingten Wunsch eines friedlichen Miteinanders. Er muss sich nun, da seine drei Söhne nach und nach in ein regierungsfähiges Alter kommen, um die Nachfolge kümmern. Er teilt sein Reich in drei Teile auf und mach seinen ältesten Sohn Lothar zum Mitkaiser. Dieser strebt eher nach seinem Großvater, das Reich mit Stärke und Gewalt zu regieren, was schnell zu Konflikten im Kaiserreich führt. Droht ein Krieg und ein Familienstreit um die Macht im Reich?

Ich habe bereits einen hervorragenden historischen Roman aus der Feder vom Autor Claudius Crönert gelesen und bin daher mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk, dem Karolinger-Epos, eingestiegen. Er erzählt die Geschichte in einem bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mir die Geschehnisse der damaligen Zeit lebendig vor Augen führte. Das direkt zu Beginn aufgeführte Personenregister und die gute Erzählstruktur haben es mir leicht gemacht, trotz einiger handelnden Personen, stets den Überblick zu behalten. Der Spannungsbogen wird mit der nicht ganz einfachen Erbfolge und den damit verbundenen politischen Konflikten aus meiner Sicht auf einem hohen Niveau gehalten. Die Protagonisten werden umfangreich beschrieben und charakterisiert, was im Verlauf deren Handeln immer nachvollziehbar erscheinen lässt und dem Roman zusätzliche Tiefe verleiht. Die historischen Hintergrundinformationen wirken sehr gut recherchiert und geben so noch spannende Einblicke in die damalige Zeit.

Insgesamt ist "Das Erbe der Karolinger" ein für mich mehr als gelungener historischer Roman, der mit der fesselnden Handlung, der lebendigen Erzählweise und den gut recherchierten Protagonisten eine mehr als spannende Reise in die Vergangenheit darstellt. Ich empfehle den lesenswerten Roman daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Der Millionen-Coup

Jagd unter Palmen
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In einem Einsatz wurde die Kriminalkommissarin Sofia Bitter angeschossen und überlebte nur knapp. Grund genug für sie, ihr Leben umzukrempeln und auf Gran Canaria im Haus ihrer Großeltern einen Neustart ...

In einem Einsatz wurde die Kriminalkommissarin Sofia Bitter angeschossen und überlebte nur knapp. Grund genug für sie, ihr Leben umzukrempeln und auf Gran Canaria im Haus ihrer Großeltern einen Neustart zu wagen. Als sie im Rahmen der Renovierungsarbeiten einen Baumarkt aufsucht, schnappt sie durch Zufall ein Gespräch auf, in dem heimlich über die Entsorgung eines Leichnams gesprochen wird. Ihre kriminalen Instinkte sind geweckt und so gerät sie auch ohne ihr heimisches Kriminalamt in heikle Ermittlungen, die, wie sich schnell herausstellt, durchaus gefährlich werden können...

Ich habe bereits mehrere Kriminalromane aus der Feder des Autors Thilo Scheurer gelesen, welche mich jedes mal begeistern konnten. Ich bin daher mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet. Er erzählt die Geschichte in einem sehr zugängigen und temporeichen Schreibstil, der mich schnell auf die kanarische Insel entführte. Der Spannungsbogen wird mit dem rätselhaften Verschwinden des Iberia-Mitarbeiters und dem spektakulären Raubüberfall gut aufgebaut und über die mit einigen überraschenden Wendungen versehenden Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die Protagonisten sind interessant gezeichnet und tragen mit ihren Charakteren zum Gelingen des Buches bei. Der Fall, der auf wahren Begebenheiten beruht, konnte mich bis zum Finale in den Bann ziehen, welches die Geschichte mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen abrundet.

Insgesamt ist "Jagd unter Palmen" ein für mich sehr gelungener Regionalkrimi aus der beleibten Urlaubsregion der kanarischen Inseln, welcher mich in erster Linie mit einer gut durchdachten und spannenden Geschichte, einem wohldosierten Lokalkolorit und dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen und bin gespannt, ob wir noch einmal von Sofia Bitter hören werden. Ich empfehle den Kriminalroman daher auch sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Packender Justiz-Krimi

Der zweite Verdächtige
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Der Strafverteidiger Rocco Eberhardt bekommt einen neuen kniffligen Fall. Sein Mandant Jan Staiger wird verdächtigt einen anderen jungen Mann in einer Location für Homosexuelle vergiftet zu haben. Es sprechen ...

Der Strafverteidiger Rocco Eberhardt bekommt einen neuen kniffligen Fall. Sein Mandant Jan Staiger wird verdächtigt einen anderen jungen Mann in einer Location für Homosexuelle vergiftet zu haben. Es sprechen lediglich Vermutungen und der definitiv stattgefundene Kontakt der beiden für den Tötungsvorwurf. Rocco Eberhardt sieht gute Chancen für seinen Mandanten, was sich aber abrupt ändert, als es vor Ort zu einem erneuten Tötungsdelikt kommt und die Indizien erneut auf Jan Staiger weisen. Kann Rocco den Unschuldsbeteuerungen glauben? Wird es ihm gelingen dem Staatsanwalt bei dem scheinbar aussichtslosen Fall Paroli bieten zu können? Er holt sich Hilfe beim renommierten Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer...

"Der 2. Verdächtige" ist bereits der fünfte Band aus der Reihe um den charismatischen Strafverteidiger Rocco Eberhardt. Ich bin mit dem aktuellen Fall in die Reihe eingestiegen und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme. Das Autoren-Duo kann aus meiner Sicht mit ihrem praktischen Erfahrungsschatz als Strafverteidiger und Rechtsmediziner punkten und verleiht dem Kriminalroman damit einen sehr authentischen Anstrich. Sie erzählen die Geschichte in einem temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der den Leser in die Welt der Justiz entführt. Der Spannungsbogen wird mit den beiden rätselhaften Todesfälle zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die fortlaufenden Ermittlungen und strategischen Umsetzungen vor Gericht auf einem für mich hohen Niveau gehalten. Sehr schön herausgearbeitet wird dabei der Gewissenkonflikt eines Strafverteidigers, eventuell für die Freilassung eines Straftäters verantwortlich zu sein und der Blick der Gesellschaft auf spektakuläre Gerichtsfälle. Mich konnte das ganze bis zum Finale, welches eine für mich überraschende, aber gut nachvollziehbare Auflösung parat hält, in den Bann ziehen.

Insgesamt ist es dem Autoren Duo Schwiecker / Tsokos aus meiner Sicht gelungen, einen packenden Justiz-Krimi zu schreiben, der mit einer gefühlt hohen Realitätsnähe, interessanten Protagonisten und dem Erzähltalent der beiden überzeugen kann. Ich bin gespannt auf weitere Fälle, empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Fiktion oder Realität?

Die Mündung
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Die Kommissarin Lena Funk ist mit ihrer eigenen traumatischen Vergangenheit überfordert und sucht an der Nordseeküste Ablenkung und eine Neujustierung für ihr Leben. Gerade der Tod ihrer Schwester hat ...

Die Kommissarin Lena Funk ist mit ihrer eigenen traumatischen Vergangenheit überfordert und sucht an der Nordseeküste Ablenkung und eine Neujustierung für ihr Leben. Gerade der Tod ihrer Schwester hat ihr zugesetzt, und die schweren Vorwürfe ihres Vaters wiegen ebenfalls schwer. So kann sie es kaum fassen, dass sie in den Taschen eines angespülten Leichnams Schmuckstücke von Opfern des Gezeitenmörders findet, der auch für den Tod ihrer Schwester verantwortlich gemacht wird. diese neue Spur setzt in ihr neue Energie frei, um sich auf die Suche nach dem Serientäter zu machen. Sie muss aber schnell erkennen, dass die Abgründe in diesem Fall viel tiefer sind, als sie jemals geahnt hat...

Der Autor Tim Pieper hat mit "Die Mündung" einen fesselnden Thriller veröffentlicht, der mir einige spannende Lesestunden bescherte. Er erzählt die Geschichte in einem hervorragend zu lesenden und sehr kurzweiligen Schreibstil, der das Buch für mich schnell zu einem Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der Schmuckstücke und der verzweifelten Jagd auf den Gezeitenmörder sehr gut aufgebaut und über die mit vielen überraschenden Wendungen versehenden Ermittlungen auf einem für mich sehr hohen Niveau gehalten. Tim Pieper gelingt es dabei in meinen Augen außerordentlich gut, eine recht düstere Atmosphäre aufzubauen und der immer komplexer werdenden Geschichte immer wieder gekonnt neue Richtungen zu geben. Das Ganze konnte mich wirklich komplett in den Bann ziehen und bis zur gut nachvollziehbaren Auflösung begeistern.

Insgesamt ist "Die Mündung" ein mehr als gelungener Thriller, der mich in erster Linie mit einer sehr clever konzipierten Geschichte, einem wohldosierten Lokalkolorit, interessanten Protagonisten und nicht zuletzt mit dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Real und beängstigend

Echokammer
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Kurz vor den norwegischen Parlamentswahlen rücken Gerüchte über einen möglicherweise bevorstehenden Terror-Anschlag immer mehr in den Fokus. Das Ermittler-Duo Liselott Benjamin und Martin Tong versuchen ...

Kurz vor den norwegischen Parlamentswahlen rücken Gerüchte über einen möglicherweise bevorstehenden Terror-Anschlag immer mehr in den Fokus. Das Ermittler-Duo Liselott Benjamin und Martin Tong versuchen mit allen Mitteln die Hintergründe aufzudecken, um den Anschlag noch rechtzeitig verhindern zu können. Es deutet darauf hin, dass die Terroristen über das Gift Rizin verfügen und durchaus gewillt sind, dieses auch einzusetzen. Der laufende Wahlkampf wird ebenfalls immer härter ausgefochten und die politischen Zerwürfnisse scheinen die Terror-Gruppe zu motivieren. Kann ein schrecklicher Anschlag verhindert werden? Der Wettlauf mit der Zeit ist eröffnet.

Der preisgekrönte norwegische Spannungsautor Ingar Johnsrud hat mit "Echokammer" den Auftakt einer verheißungsvollen Polit-Thriller-Reihe veröffentlicht. Ich bin mit einer hohen Erwartungshaltung in das Buch gestartet und wurde nicht enttäuscht. Johnsrud erzählt die Geschichte in einem äußerst temperamentvollen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mit vielen kurzen Kapiteln arbeitet und mit den damit jeweils verbundenen Perspektivwechseln für ein hohes Tempo sorgt. Der Spannungsbogen wird mit dem Aufkommen der realen Terror-Gefahr gut aufgebaut und über die schwierigen und mit vielen Wendungen versehenden Ermittlungsarbeiten auf einem stets hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine immer komplexer werdende Story, bei der es mit zu Anfang noch recht schwer fiel, den Überblick zu behalten. Im Laufe der Geschichte fügen sich die einzelnen Erzählstränge aber dann zu einem Ganzen und der Unterhaltungswert steigt zunehmend. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale in den Bann ziehen, wo dann eine gut nachvollziehbare Auflösung den Fall gelungen abschließt und ein kleiner Cliffhanger Lust auf den nächsten Band macht.

Insgesamt ist "Echokammer" aus meiner Sicht ein packender Polit-Thriller, der den zunehmenden Rechtsruck in den europäischen Parlamenten thematisiert und mit dem Blick hinter die politischen Fassaden für ein erschreckend real erscheinendes Bild sorgt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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