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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2025

Das Grandhotel

Hotel Vier Jahreszeiten – Ein Traum in Gold
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Die 14jährige Luise wächst im Hamburger Gängeviertel bei ihrer Tante auf. Sie bekommt die Chance in der Wäscherei vom Hotel Vier Jahreszeiten zu arbeiten. Hilfreich zur Seite steht ihr der Page Hans, denn ...

Die 14jährige Luise wächst im Hamburger Gängeviertel bei ihrer Tante auf. Sie bekommt die Chance in der Wäscherei vom Hotel Vier Jahreszeiten zu arbeiten. Hilfreich zur Seite steht ihr der Page Hans, denn der Alltag ist geprägt durch harte Arbeit, aber auch die Schikanen einiger Beschäftigter muss sie über sich ergehen lassen. Als sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter macht, wird sie von Hans unterstützt. Wird sie die Wahrheit über ihre Herkunft herausfinden?
Von der Autorin Anja Marschall werde ich in das historische Hamburg in die Zeit von 1914 entführt. Es ist alles sehr bildhaft und detailliert beschrieben, so dass ich das Gefühl hatte wirklich dabei zu sein und immer an der Seite von Luise durch das Hotel Vier Jahreszeiten zu streifen. Es war für mich spannend einen Blick hinter die Kulissen des legendären Grandhotels zu werfen, denn man erfährt einiges über die Abläufe, mit denen ich nicht gerechnet habe. Der Roman hat mir angenehme Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Vegetarisch für Genießer

Ein Fest für Gemüse
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Das Kochbuch wirkt schon auf den ersten Blick sehr ansprechend. Durch die schöne Aufmachung wird man so gleich verführt, es durch zu blättern.
Es gibt allgemeine Tipps für die Gemüseküche oder wie man ...

Das Kochbuch wirkt schon auf den ersten Blick sehr ansprechend. Durch die schöne Aufmachung wird man so gleich verführt, es durch zu blättern.
Es gibt allgemeine Tipps für die Gemüseküche oder wie man spritzfrei einen Granatapfel entkernt. Dann folgen die Rubriken der Gemüsesorten. Zu jedem Gemüse gibt es neben der Warenkunde, wo man wissenswertes erfährt, fünf bis sieben Rezepte. Man findet eine Zutatenliste sowie eine Rezeptbeschreibung mit Anregungen für Beilagen oder eine passende Variante. Gleichzeitig gibt es für jedes Rezept ein ansprechendes Foto, das perfekt gestaltet ist und Appetit auf das Gericht macht.

Da ich gerade Tomaten und Zucchini in größeren Mengen ernte, finde ich sofort hintereinander unterschiedliche Rezepte, die nicht in jedem Kochbuch enthalten sind und somit zur Abwechslung beim Kochen und Essen von vegetarischen Gerichten beiträgt. Spontan habe ich zwei Gerichte nachgekocht, die uns sehr gut geschmeckt haben, aber es hat mich gestört, dass keine Angaben für die Vorbereitungszeit ausgewiesen wurden noch für wieviel Personen die Rezepte ausgelegt sind. Hier vertritt die Autorin die Einstellung, dass es Sinn macht eine größere Menge zuzubereiten, so dass es für eine weitere Mahlzeit reicht. Für mich war es ein Nachteil, dass es bei vielen Rezepten eine Zutat gab, die ich hier im ländlichen Raum nicht sofort zur Verfügung hatte.

Nach den Rezepten folgen noch Informationen zu Gewürzen, Gewürzmischungen und Kräuter sowie Würzmittel und Säurespender. Am Ende gibt es noch Grundrezepte zum Einlegen von Gemüse. Es folgt ein ausführliches Register mit den Gemüsesorten und den dazugehörigen Rezepten.
Da ich selbst einen großen Gemüsegarten habe, schätze ich Kochbücher dieser Art, denn sie helfen mir, neue Essensideen zu bekommen.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Ein konstruierter Fall

Eisiges Glas
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Die Kriminalinspektorin Leonore Asker hat ihren ersten Fall als Leiterin der Abteilung für hoffnungslose Fälle gelöst. Ihr Vater, ein Prepper, nimmt nach Jahren wieder Kontakt zu ihr auf. Er soll festgenommen ...

Die Kriminalinspektorin Leonore Asker hat ihren ersten Fall als Leiterin der Abteilung für hoffnungslose Fälle gelöst. Ihr Vater, ein Prepper, nimmt nach Jahren wieder Kontakt zu ihr auf. Er soll festgenommen werden. Man will ihm den Mord an Tord Korpi in die Schuhe schieben, denn dessen Leiche wurde in der Nähe seines Hofes gefunden. Leo soll die Sache klären. Ihr Jugendfreund Martin Hill erhält zur gleichen Zeit den Auftrag eine Biografie über Gunnar Irving zu schreiben und wird in das Haus der Familie eingeladen. Gibt es eine Verbindung zwischen diesen Ereignissen?

Im Vergleich zum ersten Band dieser Reihe hatte ich zu Beginn Probleme in die Geschichte hineinzufinden, was sich nach einiger Zeit gegeben hat. Durch kurze Kapitel mit wechselnden Perspektiven wird Spannung aufgebaut, die durch mehrere überraschenden Wendungen bis zum Schluss erhalten bleibt und sich kontinuierlich gesteigert hat. Wie bereits in dem Vorgänger Krimi hat Leo meine Sympathie nicht verloren. Es wird immer deutlicher, dass sie in früheren Jahren viel durchmachen musste, aber sie weiß sich gegen ihren Vater und ihren intriganten Kollegen durchzusetzen. Obwohl der Fall auf mich konstruiert wirkte, freue ich mich auf eine baldige Fortsetzung dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Eine Zeitreise in die 1970er Jahre

Die Kriminalistinnen. Der stumme Zeuge
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Es ist das Jahr 1970 und die Kriminalistinnen befinden sich im zweiten Ausbildungsjahr. Lucia durchläuft gerade die Vermisstenstelle. Eine Abteilung in die alle ihre letzte Hoffnung setzen, denn täglich ...

Es ist das Jahr 1970 und die Kriminalistinnen befinden sich im zweiten Ausbildungsjahr. Lucia durchläuft gerade die Vermisstenstelle. Eine Abteilung in die alle ihre letzte Hoffnung setzen, denn täglich verschwinden Personen unterschiedlichen Alters. Eine neue Meldung erreichte die Vermisstenstelle, die kleine Anneliese Wagner verschwand spurlos vom Kinderkarussell im Weihnachtsmarktgedränge.

Während der laufenden Ermittlungen wird Lucia nach Köln beordert, sie soll dort verdeckt ermitteln, denn Köln zählte zur Verbrechenshochburg der damaligen Zeit. Ihre Arbeit gestaltet sich nicht so harmlos, aber Lucia wird von den Männern unterschätzt. Als sich die Ereignisse überschlagen, muss Lucia eine Entscheidung treffen.

Dieser Krimi ist der dritte und letzte Band der Reihe um die ersten weiblichen Kriminalistinnen. Der Roman ist in drei Abschnitte unterteilt, wobei das mittlere Stück in der Spannung etwas abflacht und im letzten Drittel kommt es zu einem überraschenden Finale, so dass die Spannungskurve wieder ansteigt. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen. Alles ist sehr detailliert, bildhaft und manchmal mit einem Augenzwinkern geschrieben. Die damalige Zeit ist wunderbar eingefangen, nicht nur durch die eingestreuten Musiktitel, sondern auch die Handlungen, die dem Zeitgeist entsprechen. Die jungen Frauen sind gezwungen sich gegen die Macho-Sprüche der Männer durchzusetzen, werden nicht für voll genommen und müssen besser als ihre Kollegen sein. Zum Glück helfen sie sich untereinander und können gut neben ihren männlichen Kollegen bestehen.

Nicht nur der Kriminalfall, sondern auch die Zeitreise in das Jahr 1970 hat mir gefallen. Schade, dass wir uns nun von den Kriminalistinnen verabschieden müssen.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Unterhaltsames Reiseabenteuer

Umweg zum Sommer
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Der Musiker und Lebenskünstler Martin sollte auf einem Rockfestival in Portugal für einen Bassisten einspringen. Er hoffte auf ein Comeback, denn alles andere war gerade schiefgelaufen. Seine Freundin ...

Der Musiker und Lebenskünstler Martin sollte auf einem Rockfestival in Portugal für einen Bassisten einspringen. Er hoffte auf ein Comeback, denn alles andere war gerade schiefgelaufen. Seine Freundin Sophie hatte gerade mit ihm Schluss gemacht und dann wurde seine Bankkarte eingezogen. Als wenn dieses nicht genug wäre, musste seine Schwester Nicole wegen Burn-out in einer Reha-Klinik behandelt werden. Doch was sollte aus ihrem zwölfjährigen Sohn werden? Nicole war auf die Hilfe von Martin angewiesen. Eigentlich konnte Martin den Jungen auf seine Reise nicht gebrauchen, so fuhr er kurz entschlossen bei seiner Mutter vorbei, um Karl dort abzuliefern und setzte seine Fahrt nach Portugal fort. Nach einiger Zeit machte sich ein blinder Passagier bemerkbar. Es war Karl, der nicht bei der Oma bleiben wollte. Wird die Reise, die beiden ungleichen Reisegefährten verändern?

Stefan Kuhlmann hat einen wunderbaren Erzählstil. Ich saß als blinder Passagier mit im Auto und begleitete die beiden auf ihren Weg nach Portugal. Durch die Landschaftsbeschreibungen kam bei mir auch ein wenig Urlaubsfeeling auf. Der Autor beschreibt Karl und Martin mit all ihren Stärken und Schwächen. Im Laufe der Geschichte tritt bei beiden eine positive Entwicklung ein. Ich muss gestehen, dass sich Karl schon nach wenigen Seiten in mein Herz geschlichen hat. Die Geschichte wird mit feinem Humor erzählt, der niemals platt oder gewollt wirkt. Daneben klingen aber auch nachdenkliche Töne durch. Dieses unterhaltsame Reiseabenteuer hat mir angenehme Lesestunden bereitet.

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