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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2025

Schöne Storyentwicklung

Code Kill – Ein tödliches Spiel
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Weiß auch nicht, was Bücher und Geschichten über tödliche Spiele so an sich haben, dass ich da nie dran vorbeikomme. Hatte aber auf jeden Fall richtig Lust auf diese Geschichte und unterm Strich wurden ...

Weiß auch nicht, was Bücher und Geschichten über tödliche Spiele so an sich haben, dass ich da nie dran vorbeikomme. Hatte aber auf jeden Fall richtig Lust auf diese Geschichte und unterm Strich wurden meine Erwartungen voll erfüllt.
Der Einstieg war für mich ein bisschen holprig, weil er einerseits total random war und gleichzeitig viele Eindrücke direkt auf den Leser einprasseln. Die Personen werden quasi gar nicht richtig in die Handlung eingeführt, wodurch es mir schwerfiel einen Bezug zu ihnen herzustellen. Da sich die Todesfälle dann auch recht schnell häufen, baut man aber auch sonst keine Beziehung zu den Figuren auf. Finde ich an sich nicht schlimm, aber dadurch wurde für mich die Dramaturgie der Todesfälle vor allem zu Anfang auch ein bisschen abgeschwächt.

Max selbst ist ein eher unzuverlässiger Protagonist. Durch seine Kopfschmerzen und Blackouts ist er eher selten Herr der Lage oder auch nur seiner eigenen Sinne. Man merkt relativ schnell, dass mit ihm irgendwas nicht stimmt, was mich ihm gegenüber zusätzlich misstrauisch gestimmt hat. Die Haupthandlung wird von Erinnerungen unterbrochen, die die Vergangenheit der Figuren beleuchten und alle etwas mit Schuld zu tun haben. Zudem gibt es eine Art externer Einwürfe, die ich anfangs seltsam fand, die dann aber recht schnell eine ungefähre Richtung für die Handlung vorgeben vorgeben.

Zwischendurch hat es die Story dann doch kurz geschafft mich zu täuschen und ich hatte so einen echten WFT-Moment, aber die Auflösung war ungefähr, wie von mir erwartet und einfach richtig gut. Und das Ende? Chefs Kiss! Also generell der Aufbau der Storyline war schon stark und auch die Grundstimmung innerhalb der Geschichte hat mir gut gefallen. Man fiebert schon auch auf die Auflösung hin.
Für mich ein sehr gelungenes Buch.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Coole Heist- Geschichte

Heiress Takes All
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High Society trifft Oceans 11: eigentlich eine richtig coole Idee und den elitären, abgehoben Vibe mochte ich tatsächlich auch richtig gern. Das hat einfach gepasst. Hatte jetzt eigentlich keine konkreten ...

High Society trifft Oceans 11: eigentlich eine richtig coole Idee und den elitären, abgehoben Vibe mochte ich tatsächlich auch richtig gern. Das hat einfach gepasst. Hatte jetzt eigentlich keine konkreten Erwartungen an das Buch und war dann doch positiv überrascht, wie sehr mich das abgeholt hat. Bin zwar alterstechnisch vermutlich nicht unbedingt die Zielgruppe, aber ganz ehrlich: ich war hooked. Könnte mir das ganze einfach auch mega genial verfilmt vorstellen.

Es gibt einiges an Geheimnissen, die im Verlauf der Geschichte gelüftet werden und auch innerhalb der Gruppendynamik gibt es immer wieder Momente der Schwäche, des Misstrauens und Schwankens. Aber generell war die Teamkonstellation, der Zusammenhalt und die Freundschaft die sich daraus bildet wirklich toll zu verfolgen. Und gerade weil es so viele Kipppunkte gibt, will man unbedingt weiterlesen.

Die Geschichte rund um den Plan enthält einiges an Twists und Komplikationen, sodass es eigentlich durchweg spannend und interessant ist. Und ganz ehrlich Olivias Familie bzw. Ihr Vater tut mir einfach null leid. Diese ganze Hochzeits-Farce war einfach nur ein Witz. Hab da sehr mit Olivia mitgefühlt und finds ja eigentlich immer mega genial wenn man als Leser auf Seite der Underdogs steht.

Das Ende war nochmal etwas unerwartet und überraschend. Könnte also sein, dass es einen zweiten Band gibt. Fände ich cool, denn ich hab dieses Buch echt einfach weggesuchtet. Liest sich super leicht, ist unterhaltsam mit einer Prise Nervenkitzel und Badass Give no Shit Vibes. Sehr cool

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Was wirklich zählt

Atmosphere
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Bücher von Taylor Jenkins Reid punkte für mich vor allem immer mit den starken Frauenfiguren und dem tollen Vibe, der den Geschichten innewohnt. Dieses Buch kam für mich durch die wissenschaftliche Komponente ...

Bücher von Taylor Jenkins Reid punkte für mich vor allem immer mit den starken Frauenfiguren und dem tollen Vibe, der den Geschichten innewohnt. Dieses Buch kam für mich durch die wissenschaftliche Komponente tatsächlich fast schon überraschend, weil sonst eher die soziale Stellung der Protagonistin stärker im Fokus liegt, aber ich mochte diesen wissenschaftlichen Ansatz. Denn wen faszinieren die Sterne nicht?

Verglichen mit den anderen Werken der Autorin fehlt dieser Geschichte in meinen Augen die glamouröse Leichtigkeit, die man von ihren Büchern kennt. Dafür gewinnt man hier aber mehr Tiefe, mehr Ernsthaftigkeit, mehr Einblick in ein System, das Frauen lange diskriminierte. Das Buch ist meinen Augen nicht nur Unterhaltungslektüre, es betreibt fast schon Aufklärungsarbeit darüber, wie schwer es war nicht nur als Frau, sondern als homosexuelle Frau, in einer Männerdomäne Fuß zu fassen.

Joan ist einfach so eine starke und beeindruckende Persönlichkeit. Sie weiß was sie will und sie ist bereit alles für ihren Traum zu geben. Und gleichzeitig ist sie ein perfekte Beispiel dafür, dass Träume sich ändern können und dürfen. Diese Botschaft hat mir fast mit am besten gefallen.

Die Erzählweise ist vllt anfangs ungewohnt- während einer laufenden Weltraummission wird Joans und Vanessas Geschichte rekapituliert. Vor allem die Szenen an Bord des Space Shuttles fand ich super spannend und auch nervenaufreibend. Ich mochte die vielem Gegensätze innerhalb der Erzählung, die Stärke und Weichheit wie Joan und Vanessa verkörpern.

Das Buch liest sich unglaublich packend und richtig flüssig. Joan ist eine eher ungewöhnliche Heldin, aber dafür umso faszinierender. Mochte ich sehr.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Bin absolut mindblown

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Also wow, tough topic. Ich hatte ja vorher absolut keine Idee, welch absolut erschütterndes, ernstes Thema dieses Buch anschneidet. Hatte vom Klappentext her tatsächlich eine ganz andere Richtung erwartet. ...

Also wow, tough topic. Ich hatte ja vorher absolut keine Idee, welch absolut erschütterndes, ernstes Thema dieses Buch anschneidet. Hatte vom Klappentext her tatsächlich eine ganz andere Richtung erwartet. Wer zart besaitet ist, sollte hier unbedingt die Triggerwarnung lesen. Bin ganz ehrlich, hat mich richtig fertig gemacht. Trotzdem super wichtig, dass grade in „Frauenlektüre“ auf sowas aufmerksam gemacht wird, finde ich richtig stark.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Lolas Sicht erzählt, daneben gibt es ein paar Kapitel aus Elias Sicht, die für mein Empfinden ein bisschen die Spannung rausnehmen, was das Ende und die Auflösung angeht und dazu sind auch noch Tagebucheinträge von Vivi eingestreut. Der Leser erhält also eine ziemlich gute Rundumsicht.

Die Tagebucheinträge lesen sich wie ein Schlag in die Magengrube. Trotzdem waren sie so ein bisschen mein Highlight und geben der Geschichte einen besonders abgründigen Twist. Hier wird richtig Spannung abgebaut. Ich war total in dem düsteren Sog der Geschichte gefangen, für mich war das ein absoluter Pageturner.

Und dann das Ende- extrem. Ich habs tatsächlich ein bisschen kommen sehen, es war trotzdem aber ein absoluter Mindf*ck. Bin geschockt und begeistert zugleich. Darf man das gut finden? War auf jeden Fall richtig

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Wilde Story

Holmes & Moriarty
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Sherlock Homes Romane gehen ja ehrlich gesagt für mich immer. Bin einfach großer Fan des deduktiven Genies und seines drolligen Sidekicks. Dass hier nun ein Bündnis mit Moriarty angedeutet wird, machte ...

Sherlock Homes Romane gehen ja ehrlich gesagt für mich immer. Bin einfach großer Fan des deduktiven Genies und seines drolligen Sidekicks. Dass hier nun ein Bündnis mit Moriarty angedeutet wird, machte das ganze für mich nur noch interessanter und auch der Fall selbst war äußerst ansprechend skurril. Bei Adaptionen aus fremder Feder muss man sich einfach bewusst sein, dass diese nie den selben Charme wie das Original haben, wobei der Vize hier an vielen Stellen gut eingefangen wurde.

So weit, so gut eigentlich. Die Erzählweise ist etwas unglücklich, die Perspektive wechselt nämlich stetig zwischen den zwei Parteien, erzählt aus der Sicht der beiden Sidekicks. Und das ohne Kennzeichnung (zumindest in meiner Ebook-Version). Gerade am Anfang fand ich das super anstrengend da passend umzuswitchen und habe einige Passagen zweimal lesen müssen, um wieder im richtigen Geschehen anzukommen. Ich finde schon, dass man in den Flow reinfindet, da die Erzählung einem Muster folgt, aber das hätte man besser mal gekennzeichnet.

Nachdem die eigentlich verfeindete Parteien aufeinander treffen kommt ein bisschen Pfiff in die Geschichte rein. Die Todesfälle sind sowohl spektakulär als auch skurril, also absolut passend zum neuen Bündnis Holmes/Moriarty, das sich hervorragend ergänzt. Trotzdem plätschert die Geschichte eher gemütlich dahin, lässt eine ruhige Beschaulichkeit nicht missen.

Die Auflösung ist fast schon hanebüchen. Kann man machen, war aber doch für mich ein bisschen drüber. War halt aber trotz allem durchaus unterhaltsam, auch wenn es nicht an das Original heranreicht.

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