Profilbild von Ryria

Ryria

Lesejury Star
offline

Ryria ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ryria über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

Eine Welt voller Magie

Heir of Storms
0

In einer magischen Welt werden die Könige der Länder nicht durch Geburt bestimmt, sondern durch mehrere Prüfungen. Mitten drin ist Blaze, die mit einer quasi ausgestorbenen Magie geboren wurde, diese jedoch ...

In einer magischen Welt werden die Könige der Länder nicht durch Geburt bestimmt, sondern durch mehrere Prüfungen. Mitten drin ist Blaze, die mit einer quasi ausgestorbenen Magie geboren wurde, diese jedoch erst beherrschen lernen muss.
Die Einführung in diese Welt gelingt sehr gut, nach und nach lernt man alle relevanten Charaktere kennen, ohne dass man von zu vielen Namen auf einmal überfordert wird. Stattdessen bekommt jeder eine Einführung, die natürlich im Erzählfluss wirkt.
Ähnlich verhält es sich mit dem Worldbuilding: Eine Landkarte zu Beginn hilft bei der Orientierung, während das politische System und die Magie fortlaufend vorgestellt wird. Alles ist gut verständlich und auch später im Buch lernt man immer noch Neues dazu, auch wenn ich hierbei gerne noch mehr erfahren hätte - vielleicht ja im nächsten Band.

Das Tempo und den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden, der Start lässt sich schön Zeit, aber man möchte trotzdem immer weiterlesen. In der Mitte gab es auch mal kleinere Längen, aber nicht so sehr, dass es mich groß gestört hätte.
Das Setting ist eine Mischung aus Königshof, Training und diversen Prüfungen - hat man alles schon mal irgendwie gelesen, auch die Prüfungen waren nicht groß überraschend, ich fand es trotzdem ganz unterhaltsam.
Die Charaktere und auch unsere Protagonistin sind teilweise noch recht jung und ich fand es sehr positiv, dass sie sich auch ihrem Alter entsprechend verhalten haben. Statt alles zu können und perfekt zu sein, wird sich da auch schon mal unterm Tisch versteckt. Dafür war es umso schöner zu sehen, wie sich vor allem Blaze charakterlich entwickelt und langsam ihren Platz in der Welt findet. Der Liebesaspekt war für mich noch etwas blass, was mich jetzt aber auch nicht so gestört hat, da ich das Worldbuilding hier interessanter fand.
Insgesamt eine gelungene Einführung in eine interessante Welt, die aber noch etwas Luft nach oben für den Folgeband lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2025

Ein Café als Schauplatz des Lebens

Die Tage im Café Torunka
0

Wer viel Spannung sucht, ist hier fehl am Platze - dafür überzeugt das Café Torunka mit einer schönen gemütlichen Grundstimmung, interessanten Persönlichkeiten und authentischen Emotionen.
Das Buch ist ...

Wer viel Spannung sucht, ist hier fehl am Platze - dafür überzeugt das Café Torunka mit einer schönen gemütlichen Grundstimmung, interessanten Persönlichkeiten und authentischen Emotionen.
Das Buch ist in drei große Kapitel unterteilt, die jeweils andere Charaktere im Fokus haben, jedoch alle eine Verbindung zum Torunka aufweisen und dort auch oft ihren Handlungsort haben.
Zu Beginn hat es mich etwas gestört, dass es gar keine Unterkapitel gab und man quasi 100 Seiten "am Stück" vorfindet. Im Endeffekt habe ich das ganze Buch dann jedoch am Stück gelesen, sodass es doch kein Problem war.
Hierin liegt auch ein Pluspunkt, man fliegt quasi durch die Seiten und kann schnell auch mal eine ganze Geschichte lesen.

Generell erinnert das ganze Buch sehr an einen japanischen Slice of Life Anime, durch die ruhige und aufgeregte Stimmung, den episodischen Aufbau und natürlich die Japan-Vibes.
Einerseits erlebt man ganz nebenbei den Alltag, das Leben und die Kultur in Japan mit, andererseits lernt man das Personal und die Gäste besser kennen.
Hierbei sollte erwähnt werden, dass vieles nicht noch extra erklärt, sondern nur übersetzt wird. Mit ein bisschen Vorwissen über Japan versteht man daher Kleinigkeiten besser, dies ist aber eher nicht notwendig für das Grundverständnis.

Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und durch ganz verschiedene Umstände miteinander verbunden. Für mich waren die teilweise sehr tiefgründigen und berührenden Dialoge ein Highlight des Romans, auch fand ich es schön, die Charakterentwicklungen mitzuerleben.
Manchmal hätte ich mir jedoch gewünscht, noch mehr in eine Geschichte eintauchen zu können - dies ist wohl der Nachteil von den eher kürzeren Erzählungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2025

Zurück ins Leben

Wedding People (deutsche Ausgabe)
0

Phoebe und Lila könnten vermutlich auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein: Die Eine hat genug vom Leben und will einfach nur in Ruhe und entspannt sterben, die andere steht mitten im Leben als ...

Phoebe und Lila könnten vermutlich auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein: Die Eine hat genug vom Leben und will einfach nur in Ruhe und entspannt sterben, die andere steht mitten im Leben als Braut in einer großen und chaotischen Hochzeitsgesellschaft.
Und doch merkt man mit jeder Seite mehr, dass die beiden Frauen weit mehr verbindet als zunächst gedacht und dass sich hier sogar eine ungewöhnliche Freundschaft entwickeln kann.
Für mich zählten diese Entwicklungen der Charakterbeziehungen zu den Highlights des Buches: Sie unterstützen sich auf ihre eigene Art gegenseitig, lernen sich besser kennen und finden dadurch auch gleichzeitig mehr zu sich selbst und ihren eigenen Wünschen.

Lila ist ein wahrer Wirbelsturm, der mir zwischendurch auch mal auf die Nerven ging, aber irgendwie konnte ich sie trotzdem ins Herz schließen. Phoebes Entscheidungen konnte ich nicht immer nachvollziehen, jedoch mochte ich sie trotzdem als zentrale Figur der Geschichte, besonders ihre Gespräche mit Gary. Auch von ihm war ich nicht komplett überzeugt, aber anscheinend ist das Buch auch darauf ausgelegt: Als Leser kann man sich vermutlich nicht komplett mit den Charakteren anfreunden, mag sie aber vielleicht trotzdem irgendwie doch auf ihre eigene Art.
Für die Größe der Hochzeit ist die Anzahl der Nebencharaktere zum Glück überschaulich, sodass man nicht den Überblick verliert und auch bei ihnen noch ein bisschen mitfiebern kann.

Im Grunde passiert nicht viel in diesem Buch, vielmehr lebt die Geschichte von den Charakteren und deren Gesprächen. Diese bieten eine bunte Mischung aus (schwarzem) Humor, Sarkasmus, offenen/ehrlichen Momenten und emotionalen Einblicken.
Gerade der Humor ist allgegenwärtig, Phoebe gerät von einer skurrilen Situation in die nächste - manche davon sind jedoch vielleicht auch etwas sehr übertrieben. Überwiegend hatte ich jedoch meine Freude daran, auch wenn ich gut verstehen kann, dass hier Geschmäcker auseinandergehen.
Zuletzt sollte noch erwähnt werden, dass die Autorin es schafft, abseits der übertriebenen Szenen auch berührende und authentische Momente zu schaffen, in denen man sich manchmal sogar selbst wiedererkennen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 09.06.2025

Lebenslektionen eines Geists

Ghosted
2

Die Grundidee der Geschichte hat mir richtig gut gefallen: Als sich ihr Date Andy nicht mehr meldet, denkt sich Emily, dass er sie wohl geghostet hat - nur um dann Monate später festzustellen, dass er ...

Die Grundidee der Geschichte hat mir richtig gut gefallen: Als sich ihr Date Andy nicht mehr meldet, denkt sich Emily, dass er sie wohl geghostet hat - nur um dann Monate später festzustellen, dass er stattdessen gestorben ist und jetzt ihre Wohnung als Geist unsicher macht.
Das Ergebnis ist eine schöne Geschichte über echte Beziehungen und Selbstliebe, mit superwitzigen, aber auch emotionalen Momenten.

Protagonistin Emily hat bei mir gemischte Gefühle verursacht: Einerseits fand ich sie oft schrecklich nervig und anstrengend, da sie schon fast zwanghaft versucht, ein perfektes Social Media Leben zu führen. Genau wie ihre coole beste Freundin konnte man da als Leser nur mit den Augen rollen und sich teilweise auch echt über ihr Verhalten aufregen.
Andererseits erfährt man auch einiges über ihr Leben und ihre Geschichte und je mehr man von der "echten" Emily kennenlernt, desto mehr kann man sie auch verstehen und mögen lernen.

Geist Andy hingegen war mein Highlight, ich mochte jede Szene mit ihm: Ob er jetzt als Geist totalen Unfug treibt oder Leute erschreckt, er war immer für einen Lacher gut, und manchmal auch für das ein oder andere Tränchen. Eine unterhaltsame Comedy-Szene konnte so auch mal zu wichtigen Botschaften für unser eigenes Leben führen.
Auch die kleine Detektivgeschichte rund um die Aufklärung seines Todes war ganz gut gemacht, steht meiner Ansicht nach jetzt aber nicht unbedingt im Vordergrund. Manches war auch ein wenig vorhersehbar, jedoch hat dies meinen Lesespaß nicht wirklich verringert.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 18.05.2025

Magische Elemente in spannender Fantasywelt

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
0

Zunächst muss man hier einfach die wunderschöne Gestaltung loben, inklusive Farbschnitt, mehreren Illustrationen und einer Karte von Anwyvn. Diese Karte ist besonders hilfreich, da die Charaktere doch ...

Zunächst muss man hier einfach die wunderschöne Gestaltung loben, inklusive Farbschnitt, mehreren Illustrationen und einer Karte von Anwyvn. Diese Karte ist besonders hilfreich, da die Charaktere doch so einige Orte besuchen und politische Verwicklungen eine Rolle spielen.
Auch gibt es ganz hinten ein fast verstecktes Glossar, ein netter Bonus, jedoch versteht man die Begriffe auch ohne dessen Hilfe gut.

Ohne viel Zeit zu "verschwenden" geht die Handlung hier direkt los, die von feindlichen Soldaten gefangen genommene Rhya wird vom geheimnisvollen Scythe gerettet. Ihre Vorgeschichte erfährt man zwischendurch immer wieder mal durch ihre Erinnerungen, fand ich gut gelöst, so liegt der Fokus auf der Haupthandlung, aber man bekommt trotzdem noch Kontext dazu.
Beim Erzähltempo bin ich etwas zwiegespalten: Einerseits haben sich manche Abschnitte ein kleines bisschen zu lange für meinen Geschmack gezogen, andererseits mochte ich es auch, dass den Szenen Zeit gegeben wird und diese so direkt viel realistischer gewirkt haben.
Die Charaktere laufen nicht locker von A nach B, sondern suchen nach geeigneten Schlafplätzen, Waschmöglichkeiten, Nahrung und kämpfen mit ihren Wunden - und dazwischen gibts noch spannende Kampfszenen.

Besonders Rhya war mir hier auch sehr sympathisch und ich hab ihre Charakterentwicklung gerne mitverfolgt. Sie ist keineswegs perfekt, aber gibt ihr Bestes, hat viel Mitgefühl und starke Talente wie Bogenschießen und Heilkundenkenntnisse. Ihre Gespräche mit Scythe wurden im Verlauf der Handlung auch immer unterhaltsamer.
Bei den Nebencharakteren sind mir auch so einige schon ans Herz gewachsen und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihnen allen im nächsten Band weitergehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere