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Icedragon

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2025

Wie im Film

Neuanfang in Notting Hill
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Wenn man den Titel liest, denkt man automatische an den Film "Notting Hill", aber das Buch hat so gar nichts damit zu tun, außer der Location in der es spiel.
Jess - Ü30 und arbeitet in einem Kino - sucht ...

Wenn man den Titel liest, denkt man automatische an den Film "Notting Hill", aber das Buch hat so gar nichts damit zu tun, außer der Location in der es spiel.
Jess - Ü30 und arbeitet in einem Kino - sucht nämlich eine neue Bleibe und das ist in London gar nicht so einfach. Zum Glück ist Joan - Ü80 und wohnt mit ihrem Hund in Notting Hill - über ihren Schatten gesprungen und sucht für ein Zimmer eine Untermieterin. Die beiden gehen sogar weiter und schließen einen Pakt: Jess geht 4 Monate offline, Joan dafür online und für beide eröffnen sich plötzlich ungeahnte Welten.
Die Figuren im Buch sind sehr liebevoll beschrieben und man kann ihnen nicht böse sein. es kommt Spannung auf, aber einiges kann man sich denken. das ist absolut nicht schlimm, es ist ein warmherziges Buch, eher fürs Herz, als für das actionliebende Herz. Es zeigt, dass man Menschen nicht direkt beurteilen soll und alle versteckte Talente haben. Was mich beeindruckt hat war auch, dass die Figuren ein Einsehen hatten. Sie handeln impulsiv und wie man es kennt, nach eigenen Interessen, aber sie können sich entschuldigen, und das hat man eher selten. Neben all dem gibt es noch eine süße Liebesgeschichte, aber eher im Stil von "E-M@il für dich".
Ein schönes Buch mit tollen Figuren und interessanten Wendungen - nicht überraschend, aber schön fürs Herz

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Ganz viel Glitzer

Die kleine Glitzerblume
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Dieses Kinderbuch ist etwas ganz besonderes, das merkt man direkt, wenn man es in die Hand nimmt. Denn die Glitzerblume glitzert wirklich - und das auf jeder Seite auf der sie zu sehen ist. Und nicht nur ...

Dieses Kinderbuch ist etwas ganz besonderes, das merkt man direkt, wenn man es in die Hand nimmt. Denn die Glitzerblume glitzert wirklich - und das auf jeder Seite auf der sie zu sehen ist. Und nicht nur das - man kann das Glitzer auch spüren. Neben dem Glitzer der Blume sind alle Illustrationen wirklich wunderschön und detailliert gezeichnet. Sie erwecken das Buch zum Leben.

Die Geschichte über das Eichhörnchen und den Raben, die eigentlich so unterschiedlich sind, sich aber liebevoll zusammen um die Blume kümmern, hat mir und meinen Kindern wirklich gefallen. Die Freundschaft der drei ist so herzerwärmend, vor allem, als es dann auf den Herbst/Winter zu geht. Die Kinder können mifiebern.



Für uns ist es ein wunderschönes Buch über Freundschaft und Natur - und das nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum Ansehen und fühlen - es spricht alle Sinne an und das macht es so einzigartig.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Was geschah wirklich in Baneberry Hall

HOME – Haus der bösen Schatten
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Maggies Leben ist geprägt durch das Buch, das ihr Vater schrieb, nachdem sie fluchtartig ihr neu erworbenes Haus verlassen mussten. Lange versuchte sie Antworten zu bekommen, denn sie glaubte nicht an ...

Maggies Leben ist geprägt durch das Buch, das ihr Vater schrieb, nachdem sie fluchtartig ihr neu erworbenes Haus verlassen mussten. Lange versuchte sie Antworten zu bekommen, denn sie glaubte nicht an den Spuk, den ihr Vater im Buch beschrieb. Nach seinem Tod erbte sie das Haus und nun begleiten wir Maggie auf den Spuren ihrer Vergangenheit.
Wir bekommen das Geschehen aus 2 Perspektiven präsentiert - einmal aus Maggies Sicht und einmal als Auszüge aus dem "Buch" ihres Vaters von vor 25 Jahren. Damit eröffnen sich dem Leser nach und nach Informationen. Man wird auf einige falschen Fährten geführt und das Buch bleibt bis zum Ende wirklich spannend mit Twists, die man so nicht erwartet hätte. Gibt es denn den Schattenmann und Miss Pennyface wirklich? Oder hat sich Maggies Vater alles ausgedacht? Wohin ist ein Mädchen aus dem Ort verschwunden? Was ist in dem Haus wirklich alles passiert.
Der Schreibstil ist wie auch bei "Hopes End" fesselnd und sehr realistisch geschrieben. Man kann sich alles wunderbar vorstellen. Auch die Figuren haben ihren Charme, auch wenn ich nicht mit allen warm werden konnte bzw. auch manchmal mit dem Alter nicht ganz klar kam. Das tut aber der Spannung keinen Abbruch und Baneberry Hall hat mich absolut in seinen Bann gezogen.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen. Eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Manchmal braucht es einen Neuanfang

Das Buch der neuen Anfänge
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Nachdem Jo's Onkel Wilbur mit Demenz in ein Heim gekommen ist, übernimmt sie seinen Schreibwarenladen - nur so zum Übergang. In ihrer Zeit in dem kleinen Laden in einer der vielen Gassen Londons hat sie ...

Nachdem Jo's Onkel Wilbur mit Demenz in ein Heim gekommen ist, übernimmt sie seinen Schreibwarenladen - nur so zum Übergang. In ihrer Zeit in dem kleinen Laden in einer der vielen Gassen Londons hat sie viel Zeit über alles nachzudenken, aber auch um neue Menschen kennenzulernen.

Das Buch liest sich wirklich gut. Es ist ruhig und doch wird das Augenmerk auf wichtige Dinge im Leben gelenkt - Familie und Freundschaft stehen hier im Mittelpunkt und auch eine kleine Romanze blitzt ab und an hindurch. Vor allem, dass das Alter keine Rolle spielt, ob man sich versteht oder nicht und das jeder Mensch anders ist, aber gut so wie er ist.

All das erkennt Jo und merkt, dass sie mehr als Durchschnitt ist und man sich auch immer mal was trauen sollte.

Die Figuren sind für mich liebenswert ausgearbeitet. Man kann sich in vielen Punkten identifizieren, es gibt aber auch die Idioten, über die man lästern kann.

Manche Figuren kamen mir allerdings zu kurz, andere Stellen hatten ihre Längen - die "Geister" sind zwar interessant, aber kamen mir zu oft vor, auch wenn man am Ende den Bogen super gespannt und beendet hat. Auch die Reaktion von Jos bester Freundin war für mich nicht immer nachvollziehbar. Aber okay, da ist ja jeder anders.

Mich hat das Buch auf jeden Fall gefangen genommen und zum Nachdenken gebracht. Ein schönes Buch, das in der Weihnachtszeit spielt und wirklich gut für gemütliche Stunden auf dem Sofa geeignet ist.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Spannend bis zum Schluss

All das Böse, das wir tun
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Das düstere Cover dieses Thriller zieht sofort Blicke auf sich - gemeinsam mit dem schwarzen Farbschnitt und der roten Schrift, wirkt es düster und unheimlich. Ganz so düster ist die Geschichte ...

Das düstere Cover dieses Thriller zieht sofort Blicke auf sich - gemeinsam mit dem schwarzen Farbschnitt und der roten Schrift, wirkt es düster und unheimlich. Ganz so düster ist die Geschichte nicht, dafür umso verstrickter. Sie beginnt mit der Entführung Amalas und der Suche nach ihr. Sie führt den Leser aber regelmäßig 30 Jahre in die Vergangenheit. Die Zusammenhänge erschließen sich so nach und nach, was wirklich angenehm ist und den Spannungsbogen aufrecht erhält. So findet der Leser zusammen mit Francesca (Amalas Tante) und dem geheimnisvollen Gerry heraus, was die Entführung mit dem "Perser" zu tun hat, der vor 30 Jahren sein Unwesen trieb.
Das Setting in Italien gefällt mir, wobei man nach Landschaftsbeschreibungen lange sucht, trotzdem bildet sich eine interessante Atmosphäre, die einen vor allem gegen Ende nicht mehr los lässt. Allein mit den italienischen Namen hatte ich so ab und an meine Probleme und habe eine Weile gebraucht sie zuordnen zu können. Die Figure selbst waren interessant gestaltet und mit Ecken und Kanten, um die man teilweise herum schauen musste.
Der Autor schafft es in diesem Thriller die Spannung wirklich bis zur letzten Seite - und das meine ich wörtlich (nach der Danksagung kommt noch ein kleines Kapitel, das man schnell übersehen kann) aufrecht zu erhalten. Kommt ihr dem Ungeheuer auf die Schliche? Ich hab es nicht geschafft und war wieder mal fasziniert, was Autoren alles einfallen kann.
5 von 5 Sternen von mir und eine klare Leseempfehlung.

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