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Veröffentlicht am 11.06.2025

Irgendwo zwischen Ali Hazelwood und Eine Frage der Chemie

Das Gefühl von Unendlichkeit
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"Das Gefühl von Unendlichkeit" macht schon mit seinem wundervoll bunt gestalteten Cover Lust darauf, es zu lesen. Auch der Titel weckte sofort Neugier bei mir.

Der Beginn des Romans konnte ...

"Das Gefühl von Unendlichkeit" macht schon mit seinem wundervoll bunt gestalteten Cover Lust darauf, es zu lesen. Auch der Titel weckte sofort Neugier bei mir.

Der Beginn des Romans konnte mich sofort fesseln. Zoe sitzt in einem Vorlesungssaal in Harvard und lernt dort Jack kennen, der dadurch auffällt, dass er unglaublich smart ist. Ich habe die Anziehung zwischen den beiden sofort gespürt und das ganze hat richtige Ali Hazelwood Vibes in mir geweckt, weil ich die beiden super süß fand. Die Geschichte entwickelt sich dann aber irgendwie in eine ganz andere Richtung. Es geht vielmehr um das Start Up, das Jack und Zoe dann gemeinsam aufbauen. Der Wettkampf zwischen den beiden, der vorher irgendwie den Reiz der Beziehung ausgemacht hat, ebenso wie die tiefgründigen Gespräche über die Wissenschafrlt verschwinden ein wenig und die beiden werden zum Team, um ein Start Up hochzuziehen, in dem es um das Altern geht.

Der Roman hat meiner Meinung nach sehr stark gestartet und dann habe ich die Charaktere ein wenig "verloren". Sie hatten anfangs beide so einen tollen Charme, den ich im späteren Verlauf des Romans nicht mehr so greifen konnte.

Nichtsdestotrotz hat mich "Das Gefühl von Unendlichkeit" die ganze Zeit gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Süße Charaktere

Gestern waren wir unendlich
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„Gestern waren wir unendlich“ hat mich viel mehr berührt, als ich erwartet hatte. Was zunächst wie eine romantische Geschichte mit einem übernatürlichen Twist klingt, entpuppt sich als emotional ...

„Gestern waren wir unendlich“ hat mich viel mehr berührt, als ich erwartet hatte. Was zunächst wie eine romantische Geschichte mit einem übernatürlichen Twist klingt, entpuppt sich als emotional tiefgehender Roman über Liebe, Verlust und die Frage, ob man das Schicksal austricksen kann.

Im Zentrum stehen Louis und Henry – zwei Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss. Ihre Beziehung ist so liebevoll, so natürlich, dass man ihnen jede Zeile abkauft. Gerade Henry ist auf Anhieb sympathisch, und Louis’ Perspektive voller Schmerz, Hoffnung und Liebe macht es leicht, mit ihm mitzufühlen.

Als Louis nach einem tragischen Unfall in einer Zeitschleife erwacht, beginnt ein eindringliches Spiel mit der Zeit. Ich liebe Geschichten mit Zeitschleifen, und hier wurde das Konzept nicht nur spannend, sondern auch emotional sehr klug umgesetzt. Was zunächst wie eine zweite Chance wirkt, wird schnell zur existenziellen Frage: Kann man jemanden retten, der vielleicht gar nicht gerettet werden soll?

Der Roman war viel tiefgründiger als gedacht. Zwischen all den süßen, warmen Momenten der Liebe schleichen sich Trauer, Verzweiflung und ein berührender Umgang mit Verlust. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Tempo in der Handlung gewünscht, daher ein kleiner Punktabzug – aber das nimmt der Geschichte nicht viel von ihrer Wirkung.

Eine herzergreifende Geschichte über das, was bleibt, wenn alles verloren scheint – und über die Kraft, jemanden wirklich loszulassen.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Großartig

The Favourites
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„The Favourites“ ist ein mitreißender Roman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte rund um Katarina Shaw – eine junge Frau, die mit unbeirrbarem Ehrgeiz ihren Traum ...

„The Favourites“ ist ein mitreißender Roman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte rund um Katarina Shaw – eine junge Frau, die mit unbeirrbarem Ehrgeiz ihren Traum verfolgt, olympische Eistänzerin zu werden – ist ebenso dramatisch wie faszinierend.

Besonders beeindruckt hat mich die Beziehung zwischen Katarina und Heath, ihrem Tanzpartner und besten Freund aus Kindheitstagen. Beide stammen aus schwierigen Verhältnissen, doch auf dem Eis werden sie zu einem elektrisierenden Team, das sich gegen alle Widerstände in die Spitze des Sports kämpft. Ihre Dynamik ist intensiv, leidenschaftlich und oft explosiv – man spürt in jeder Szene, wie stark die Verbindung zwischen ihnen ist, auf dem Eis und darüber hinaus.

Der Roman entführt in die glitzernde, gnadenlose Welt des Profi-Eistanzes – voller Konkurrenz, Glamour, Intrigen und Opfer. Es geht um Ruhm, Ehrgeiz und den hohen Preis, den Erfolg fordern kann. Katarina ist keine einfache Heldin – sie ist ehrgeizig, kompromisslos und manchmal sogar rücksichtslos, aber genau das macht sie so spannend.

Layne Fargo gelingt es meisterhaft, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, in der jede Entscheidung zählt und jede Emotion unter der Oberfläche lodert. Der Spannungsbogen hält bis zum dramatischen Skandal, der alles auf den Kopf stellt – und der mich sprachlos zurückgelassen hat.

Ein kleiner Kritikpunkt: An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefgang in der Entwicklung der Nebenfiguren gewünscht. Doch das schmälert das Leseerlebnis kaum.

„The Favourites“ ist ein absolut fesselnder Roman über Leidenschaft, Macht, Loyalität und Selbstbestimmung – intensiv, glamourös und perfekt für alle, die Geschichten mit großen Gefühlen und dunklen Wendungen lieben.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

spannend

Seven Ways to Tell a Lie
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Seven Ways to Tell a Lie ist ein fesselnder, psychologisch dichter Jugendthriller, der mit einem beunruhigend realistischen Szenario spielt: In der scheinbar idyllischen Kleinstadt Wane taucht ein schockierendes ...

Seven Ways to Tell a Lie ist ein fesselnder, psychologisch dichter Jugendthriller, der mit einem beunruhigend realistischen Szenario spielt: In der scheinbar idyllischen Kleinstadt Wane taucht ein schockierendes Video auf, das zeigt, wie ein Schulbus mit mehreren Schülern – darunter Jonah – in eine Schlucht stürzt und explodiert. Das Problem? Der Unfall hat nie stattgefunden – und Jonah lebt noch.

Was wie ein tragischer Nachrichtenclip wirkt, entpuppt sich schnell als professionell gefälschtes Deepfake. Doch wer steckt dahinter – und warum? Jonah erkennt bald, dass es nicht nur um ein makabres Spiel geht, sondern dass jemand es gezielt auf ihn und seine frühere Clique abgesehen hat.

Der Thriller entfaltet sich in kurzen, präzisen Kapiteln und zieht die Leserinnen tief in ein Netz aus Lügen, Geheimnissen und verdrängten Erinnerungen. Die zerbrochene Freundesgruppe – einst unzertrennlich, jetzt entfremdet – muss sich gezwungenermaßen wieder zusammentun, um herauszufinden, wer hinter den Videos steckt.

Besonders spannend ist, wie die Geschichte mit Fragen rund um Wahrheit, digitale Identität und Verantwortung im Netz spielt. Die Deepfake-Thematik wirkt nicht nur erschreckend aktuell, sondern auch sehr glaubwürdig umgesetzt.

Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet – jede
r hat eigene Verletzungen und Motive, und je mehr man erfährt, desto klarer wird: Die Wahrheit ist nie einfach, und jeder trägt auf seine Weise Schuld.

Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass die Auflösung stellenweise etwas konstruiert wirkt und nicht ganz die Wucht hat, die der Aufbau verspricht. Dennoch bleibt der Roman bis zur letzten Seite packend und regt auch nach dem Lesen noch zum Nachdenken an.

Seven Ways to Tell a Lie ist ein kluger, spannungsgeladener Jugendthriller über Vertrauen, Verrat und die Gefahren digitaler Manipulation – eindringlich, emotional und erschreckend real.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

spannend

Don't Let Her Stay
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Don't Let Her Stay ist ein packender Psychothriller, der von der ersten Seite an für ein mulmiges Gefühl sorgt – genau das richtige Buch, wenn man nervenaufreibende Spannung und unterschwellige Bedrohung ...

Don't Let Her Stay ist ein packender Psychothriller, der von der ersten Seite an für ein mulmiges Gefühl sorgt – genau das richtige Buch, wenn man nervenaufreibende Spannung und unterschwellige Bedrohung liebt.

Die Geschichte wird aus der Perspektive der neuen Ehefrau erzählt, die sich eigentlich nichts sehnlicher wünscht als eine harmonische Patchwork-Familie. Als ihr Mann Richard seine Tochter Chloe aus erster Ehe bei ihnen einziehen lässt, ist sie anfangs voller Hoffnung: gemeinsame Familienzeit, Geschwisterliebe zwischen Chloe und dem Baby Evie, ein echtes Zuhause.

Doch es kommt anders: Chloe zeigt sich ihr gegenüber kühl, manipulativ – und manchmal regelrecht feindselig. Doch sobald Richard auftaucht, spielt Chloe das perfekte Kind. Die junge Frau fühlt sich zunehmend isoliert, niemand glaubt ihr, und bald steht nicht nur ihr Familienglück, sondern auch das Wohl ihrer kleinen Tochter auf dem Spiel.

Der Roman spielt gekonnt mit psychologischer Spannung: Was ist Wahrheit, was Einbildung? Ist Chloe wirklich gefährlich – oder verliert die Erzählerin langsam den Verstand? Diese Ungewissheit hält einen durchgehend bei der Stange.

Besonders gelungen ist die dichte Atmosphäre: das langsame Kippen des Familienidylls, die subtilen Machtspiele, das Gefühl der Bedrohung in den eigenen vier Wänden. Man spürt die zunehmende Verzweiflung der Erzählerin – und stellt sich ständig die Frage: Wem kann man hier eigentlich trauen?

Ein kleiner Kritikpunkt: Manche Wendungen wirken etwas vorhersehbar, und wer viele Thriller liest, könnte sich an bekannten Mustern wiedererkennen. Trotzdem schafft es die Geschichte, bis zum Schluss zu fesseln – mit einem Finale, das unter die Haut geht.

Don't Let Her Stay ist ein cleverer, spannungsgeladener Thriller über Familiengeheimnisse, Misstrauen und die dunkle Seite scheinbar perfekter Beziehungen. Perfekt für alle, die psychologische Spannung mit Gänsehautfaktor suchen.

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