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Veröffentlicht am 21.07.2025

bewegendes Thema

Eden
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„Eden“ ist ein Roman, der unter die Haut geht. Die Geschichte beginnt mit einem lebensfrohen Familienbild: Sofie, ein fröhliches Mädchen, ist fest eingebettet in das liebevolle Miteinander ihrer Eltern ...

„Eden“ ist ein Roman, der unter die Haut geht. Die Geschichte beginnt mit einem lebensfrohen Familienbild: Sofie, ein fröhliches Mädchen, ist fest eingebettet in das liebevolle Miteinander ihrer Eltern Markus und Kerstin. Als ihr Vater sie mit Konzerttickets überrascht, scheint das Glück perfekt – doch der Abend endet in einer Tragödie. Sofie stirbt bei einem Anschlag, und die Familie verliert mit ihr ihren Halt.

Besonders bewegend fand ich, wie das Buch den Schmerz der Eltern beschreibt – ehrlich, ungeschönt und doch voller Menschlichkeit. Die Ohnmacht, das Auseinanderdriften, das Ringen um Halt in einer zerrissenen Welt – das alles ist eindrucksvoll eingefangen. Auch die gesellschaftliche Dimension, wie persönliche Verluste politisch ausgeschlachtet werden, regt sehr zum Nachdenken an.

Allerdings war für mich nicht jede Passage durchgängig spannend. An manchen Stellen verliert sich der Text etwas zu sehr in inneren Monologen oder politischen Reflexionen, was den Lesefluss hemmt.

Trotzdem: Der Entschluss von Markus, in der tiefsten Krise das Gespräch zu suchen – sogar mit der Familie des Täters – bleibt im Gedächtnis und verleiht der Geschichte eine beeindruckende Tiefe. Ein Buch, das nicht einfach ist, aber lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

tolles Setting

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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Sommer, Spannung und starke Gefühle – „The Summer that Broke Us“ ist ein packender Romantic-Suspense-Roman mit einem einzigartigen Setting, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat.

Wie schön ...

Sommer, Spannung und starke Gefühle – „The Summer that Broke Us“ ist ein packender Romantic-Suspense-Roman mit einem einzigartigen Setting, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat.

Wie schön ist bitte das Cover von "The Summer that broke us"? Ich liebe alles daran.

Schon die ersten Seiten haben mich mit dem traumhaften Strand von Malibu verzaubert – Sonne, Meer und Rettungsschwimm-Einsätze zwischen Training und Partys liefern die perfekte Kulisse für diese emotionale Geschichte. Ich fand das Thema Rettungsschwimmen total spannend, gerade weil es nicht nur romantisch, sondern auch körperlich fordernd und gefährlich dargestellt wird.

Sutton als Protagonistin hat mir sehr gefallen: selbstbewusst, entschlossen und mit Ecken und Kanten. Ihre Vergangenheit liegt wie ein Schatten über der Handlung, was die Spannung bis zum Schluss aufrechterhält. Besonders gelungen fand ich das Zusammenspiel mit Ben – er ist kein klassischer „Bad Boy“, sondern jemand, der Sutton auf Augenhöhe begegnet und ihr Kontra gibt, ohne sie zu dominieren. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, voller Chemie und gleichzeitig von Misstrauen und unausgesprochenen Wahrheiten geprägt.

Dass Sutton ausgerechnet in Bens Strandhaus ziehen muss, obwohl sie ihn wegen seiner Geschichte mit ihrer besten Freundin Layla verachtet, bringt genau das richtige Maß an Reibung mit – und Geheimnisse, die sich Stück für Stück entfalten. Das Ende hat mich wirklich überrascht und ließ mich mit offenem Mund zurück. War es ein Unfall? Oder doch etwas viel Düsteres? Diese Frage hallt nach.

Ein kleiner Punktabzug nur, weil manche Nebenfiguren etwas blass bleiben und ich mir manchmal mehr Tiefe im Umgang mit dem „Geheimnis“ gewünscht hätte. Trotzdem: Wer Romantic Suspense liebt, wird hier auf seine Kosten kommen – zwischen Sommerflirt, innerem Aufruhr und einer dunklen Bedrohung unter der Oberfläche.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Irgendwo zwischen Ali Hazelwood und Eine Frage der Chemie

Das Gefühl von Unendlichkeit
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"Das Gefühl von Unendlichkeit" macht schon mit seinem wundervoll bunt gestalteten Cover Lust darauf, es zu lesen. Auch der Titel weckte sofort Neugier bei mir.

Der Beginn des Romans konnte ...

"Das Gefühl von Unendlichkeit" macht schon mit seinem wundervoll bunt gestalteten Cover Lust darauf, es zu lesen. Auch der Titel weckte sofort Neugier bei mir.

Der Beginn des Romans konnte mich sofort fesseln. Zoe sitzt in einem Vorlesungssaal in Harvard und lernt dort Jack kennen, der dadurch auffällt, dass er unglaublich smart ist. Ich habe die Anziehung zwischen den beiden sofort gespürt und das ganze hat richtige Ali Hazelwood Vibes in mir geweckt, weil ich die beiden super süß fand. Die Geschichte entwickelt sich dann aber irgendwie in eine ganz andere Richtung. Es geht vielmehr um das Start Up, das Jack und Zoe dann gemeinsam aufbauen. Der Wettkampf zwischen den beiden, der vorher irgendwie den Reiz der Beziehung ausgemacht hat, ebenso wie die tiefgründigen Gespräche über die Wissenschafrlt verschwinden ein wenig und die beiden werden zum Team, um ein Start Up hochzuziehen, in dem es um das Altern geht.

Der Roman hat meiner Meinung nach sehr stark gestartet und dann habe ich die Charaktere ein wenig "verloren". Sie hatten anfangs beide so einen tollen Charme, den ich im späteren Verlauf des Romans nicht mehr so greifen konnte.

Nichtsdestotrotz hat mich "Das Gefühl von Unendlichkeit" die ganze Zeit gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Süße Charaktere

Gestern waren wir unendlich
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„Gestern waren wir unendlich“ hat mich viel mehr berührt, als ich erwartet hatte. Was zunächst wie eine romantische Geschichte mit einem übernatürlichen Twist klingt, entpuppt sich als emotional ...

„Gestern waren wir unendlich“ hat mich viel mehr berührt, als ich erwartet hatte. Was zunächst wie eine romantische Geschichte mit einem übernatürlichen Twist klingt, entpuppt sich als emotional tiefgehender Roman über Liebe, Verlust und die Frage, ob man das Schicksal austricksen kann.

Im Zentrum stehen Louis und Henry – zwei Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss. Ihre Beziehung ist so liebevoll, so natürlich, dass man ihnen jede Zeile abkauft. Gerade Henry ist auf Anhieb sympathisch, und Louis’ Perspektive voller Schmerz, Hoffnung und Liebe macht es leicht, mit ihm mitzufühlen.

Als Louis nach einem tragischen Unfall in einer Zeitschleife erwacht, beginnt ein eindringliches Spiel mit der Zeit. Ich liebe Geschichten mit Zeitschleifen, und hier wurde das Konzept nicht nur spannend, sondern auch emotional sehr klug umgesetzt. Was zunächst wie eine zweite Chance wirkt, wird schnell zur existenziellen Frage: Kann man jemanden retten, der vielleicht gar nicht gerettet werden soll?

Der Roman war viel tiefgründiger als gedacht. Zwischen all den süßen, warmen Momenten der Liebe schleichen sich Trauer, Verzweiflung und ein berührender Umgang mit Verlust. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Tempo in der Handlung gewünscht, daher ein kleiner Punktabzug – aber das nimmt der Geschichte nicht viel von ihrer Wirkung.

Eine herzergreifende Geschichte über das, was bleibt, wenn alles verloren scheint – und über die Kraft, jemanden wirklich loszulassen.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Großartig

The Favourites
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„The Favourites“ ist ein mitreißender Roman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte rund um Katarina Shaw – eine junge Frau, die mit unbeirrbarem Ehrgeiz ihren Traum ...

„The Favourites“ ist ein mitreißender Roman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte rund um Katarina Shaw – eine junge Frau, die mit unbeirrbarem Ehrgeiz ihren Traum verfolgt, olympische Eistänzerin zu werden – ist ebenso dramatisch wie faszinierend.

Besonders beeindruckt hat mich die Beziehung zwischen Katarina und Heath, ihrem Tanzpartner und besten Freund aus Kindheitstagen. Beide stammen aus schwierigen Verhältnissen, doch auf dem Eis werden sie zu einem elektrisierenden Team, das sich gegen alle Widerstände in die Spitze des Sports kämpft. Ihre Dynamik ist intensiv, leidenschaftlich und oft explosiv – man spürt in jeder Szene, wie stark die Verbindung zwischen ihnen ist, auf dem Eis und darüber hinaus.

Der Roman entführt in die glitzernde, gnadenlose Welt des Profi-Eistanzes – voller Konkurrenz, Glamour, Intrigen und Opfer. Es geht um Ruhm, Ehrgeiz und den hohen Preis, den Erfolg fordern kann. Katarina ist keine einfache Heldin – sie ist ehrgeizig, kompromisslos und manchmal sogar rücksichtslos, aber genau das macht sie so spannend.

Layne Fargo gelingt es meisterhaft, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, in der jede Entscheidung zählt und jede Emotion unter der Oberfläche lodert. Der Spannungsbogen hält bis zum dramatischen Skandal, der alles auf den Kopf stellt – und der mich sprachlos zurückgelassen hat.

Ein kleiner Kritikpunkt: An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefgang in der Entwicklung der Nebenfiguren gewünscht. Doch das schmälert das Leseerlebnis kaum.

„The Favourites“ ist ein absolut fesselnder Roman über Leidenschaft, Macht, Loyalität und Selbstbestimmung – intensiv, glamourös und perfekt für alle, die Geschichten mit großen Gefühlen und dunklen Wendungen lieben.

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