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Veröffentlicht am 22.07.2025

Tierische Verbundenheit

Crosston Creek - Wie deine Seele mich berührt
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Evie nimmt kurz vor ihrer Verlobung die Beine in die Hand und verschwindet mit einem firmeneigenen Wohnmobil in die Freiheit. Sie flieht vor der Vorhersehbarkeit ihres Lebens direkt in die Pfoten eines ...

Evie nimmt kurz vor ihrer Verlobung die Beine in die Hand und verschwindet mit einem firmeneigenen Wohnmobil in die Freiheit. Sie flieht vor der Vorhersehbarkeit ihres Lebens direkt in die Pfoten eines kleinen Welpen, dem sie das Leben rettet. Dieser wiederum rettet sie in die Arme von Tierarzt Noah aus Crosston Creek. Doch auch dort holt sie ihr altes Leben irgendwann ein.

„Crosston Creek - Wie deine Seele mich berührt“ ist Band 2 aus der Reihe „Liebe und Romantik inmitten der malerischen Rocky Mountains“ von Cara Lay.

Zurück in Crosston Creek begegneten mir einige Charaktere, die ich aus Band 1 schon kannte. Das fand ich total super, denn so konnte ich die weiteren Entwicklungen in dem malerischen Dörfchen weiterverfolgen. Auch habe ich mich über ein Wiedersehen mit den Protagonisten des ersten Bandes gefreut.
Doch die Geschichte selber hat mich nicht ganz so begeistert, weshalb ich lange gebraucht habe, um dieses Buch zu beenden. Ich habe es immer so „nebenbei“ gelesen und auch immer mal wieder zur Seite gelegt und ein anderes Buch stattdessen gelesen.
Fühlte ich mich in Band 1 mehr als wohl, fand ich den zweiten Band sehr ideenlos. Die Geschichte war vorhersehbar und etwas farblos, also ideenlos. Es erinnerte mich an einige Bücher, die ich bereits zuvor gelesen habe, wie bspw. Bücher von Susan Wiggs.
Keine Frage war es ein schönes Wohlfühlbuch, wozu auch gerade Rocky nicht gerade wenig beigetragen hat. Doch es war auch eine Geschichte, wie jede andere, klischeehaft und wenig überraschend.
Was ich jedoch mag, ist die familiäre Atmosphäre, die die Autorin schafft und auch ihr Schreibstil, der es mir ermöglicht hat, mir die Welt Crosston Creeks auszumalen.

Wer also die Rocky Mountains mag, sich auch gerne in der Romantik einer einsamen Hütte wiederfindet und auch nichts gegen Vorhersehbarkeit hat, der ist hier absolut richtig und fühlt sich auch weiterhin wohl in Crosston Creek.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Einfach mal beißen

Ein Sommer in Salerno
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Eleonore ist Putzfrau und erlebt dabei täglich so einiges, wobei sie eine feste Stammkundschaft hat, denen jeweils ein Wochentag zugeordnet ist. Sie ist auf diese Arbeit angewiesen, da sie als alleinerziehende ...

Eleonore ist Putzfrau und erlebt dabei täglich so einiges, wobei sie eine feste Stammkundschaft hat, denen jeweils ein Wochentag zugeordnet ist. Sie ist auf diese Arbeit angewiesen, da sie als alleinerziehende Mutter ihre Zwillinge und sich versorgen muss. 
Eleonore hat an einer vergangenen Liebe zu knabbern, stolpert über das ein oder andere Problem ihrer Kunden und auch in ihrem weiteren Privatleben gibt es Ecken und Kanten.

„Ein Sommer in Salerno“ von Serena Giuliano wird als „eine herzerwärmende, amüsante und ermutigende Geschichte über Neuanfänge“ beschrieben. Mit dieser Beschreibung und der des Klappentextes hatte ich mir eine völlig andere Geschichte vorgestellt, eine Art sommerliche Komödie mit einem liebevollen Highlight.
Eleonore ist ein herzensguter Mensch, die ihre Familie und menschliche Wärme über alles stellt. Aber ihre verkorkste Liebe steht ihr im Weg. Dabei war mir die Beschreibung bzw. der Umgang Eleonores mit dieser Situation manchmal doch zu viel. Ja, viele von uns kennen die Situation, jemanden ständig im Netz zu „stalken“ und verzweifelt auf ein Lebenszeichen zu hoffen. Doch ich finde, der Zeitraum und die damit verbundene Intensität des Ganzen waren hier auf Dauer doch zu realitätsfremd. Hinzukommt auch noch, dass Eleonore eine Angewohnheit hat, die ich mehr als merkwürdig finde.
Bemerkenswert fand ich die Beschreibung der Beziehung zwischen Eleonore und ihren Zwillingen. Das ging wirklich ans Herz, verbunden mit dem Umgang mit Laura.
Die einzelnen Kunden Eleonores waren wirklich bemerkenswert. So viele unterschiedliche Menschen, so viele unterschiedliche Weltanschauungen von Kämpfernatur bis Weltfremdheit bildeten hier ein buntes Potpourri, aus dem man so manchen Rat mitnehmen kann. Das gepaart mit ein bisschen Witz und Ironie brachten ein wenig Abwechslung in die Geschichte.
Dennoch bin ich so richtig bis zum Ende nicht warm geworden mit der Geschichte. Dazu kamen auch noch die Textschnipsel am Ende jedes Kapitels, mit deren Sinn ich lange gekämpft habe. 
Spannung und Romantik sind hier auch nicht vorhanden. Mein Gefühl ist, dass die Autorin etwas Tieferes vermitteln möchte, vielleicht eine Art Lebensweisheit, jedoch ist ihr das nicht wirklich überzeugend gelungen.

Mein Fazit: Eine nette, aber wenig fesselnde Geschichte über eine verzweifelte Frau, die ihren Weg sucht und dabei über so manches Hindernis stolpert. Das Ganze verbunden mit ein wenig Ironie und Spott bilden etwas Abwechslung, wirken aber nicht überzeugend.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Schwierige Beziehungen

Der kleine Laden zum Glück
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Izzy, Dida und Luce, alle drei Frauen leben für ihre Arbeit und damit für das alte Kino in ihrer Stadt. 
Als Didas Mann das Kino verkaufen will, beginnt der Kampfgeist der drei Frauen. Gleichzeitig lernt ...

Izzy, Dida und Luce, alle drei Frauen leben für ihre Arbeit und damit für das alte Kino in ihrer Stadt. 
Als Didas Mann das Kino verkaufen will, beginnt der Kampfgeist der drei Frauen. Gleichzeitig lernt Izzy den attraktiven Xander kennen, der mit seinen Aufträgen ein gern gesehener Kunde bei der Rettung des Vintageladens, doch vielleicht nicht nur dabei.

Jane Linfoots „Der kleine Laden zum Glück“ reiht sich in ihre die Riege ihrer typischen Kleinstadtromane ein.
Doch leider ging es mir bei diesem Roman auch wieder wie bei den letzten Büchern, die Geschichte zog sich und ich brauchte sehr lange, um das Buch zu lesen.
Angenehm finde ich jedoch immer den Beginn eines jeden Kapitels. Ort und Zeit werden bekannt gegeben, ebenso die Protagonistin und das grobe Thema des jeweiligen Kapitels.
Die drei Protagonistinnen sind sehr sympathisch. Doch bspw. Habe ich Dida nicht verstanden. Sie ist in einer Ehe gefangen, die von vornherein zum Scheitern verurteilt war und quält sich durch diese bis sie nun den Höhepunkt des Negativen erreicht.
Luce wiederum ist auf der einen Seite eine sehr extrovertierte Persönlichkeit, andererseits ist sie aber auch absolut introvertiert, je nach Handlung wechselt dies. Das Ende fand ich für sie mehr als verdient.
Izzy war mir zu bissig. Ich konnte ihre Haltung zwar ab und an nachvollziehen, aber oftmals war es mir doch zu übertrieben negativ.
Auch die zwischenmenschliche Beziehung von Xander und Izzy war mir zu schwierig. Einerseits konnte man die Haltung etwas nachvollziehen, aber meist war es mir doch zu übertrieben und vor allem zu viel hin und her. Das war manchmal wirklich anstrengend.

Fazit: Interessante Idee, aber leider zu viel Potential aufgrund schwieriger zwischenmenschlicher Beziehungen verschwendet. Leider kein Roman, der hängenbleibt.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Ein Leben für ein Leben

Unsere Suche nach Zärtlichkeit
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Sebastien arbeitet ehrenamtlich für die Telefonseelsorge in Brüssel. Als eines Tages eine verzweifelte Frau anruft, die unter Tränen nur einige wenige Brocken erzählt, macht er sich auf die Suche nach ...

Sebastien arbeitet ehrenamtlich für die Telefonseelsorge in Brüssel. Als eines Tages eine verzweifelte Frau anruft, die unter Tränen nur einige wenige Brocken erzählt, macht er sich auf die Suche nach ihr. Dabei bringt ihn nicht nur die Anruferin durcheinander.

„Unsere Suche nach Zärtlichkeit“ ist ein Roman von Martin Ehrenhauser. Das Hörbuch wird von Hans Jürgen Stockerl gesprochen.
Die Erwartungen, die ihn mir aufgrund der Beschreibungen geweckt wurden, gingen in eine völlig andere Richtung als die Handlung, die mich hier erwartete.
Hans Jürgen Stockerl ist ein ruhiger und angenehmer Sprecher. Seine Sprechweise passte vollumfänglich zur Geschichte. Denn es handelte sich hier zwar um einen Roman, der von Liebe handelte, allerdings war das Ganze wirklich tiefgreifender als ich es mir ausgemalt hatte. Manchmal war mir seine Stimme sogar zu gediegen.
Sebastien ist ein sehr überlegter und ruhig wirkender Charakter. Aber dennoch hatte er für mich eine gewisse Unruhe an bzw. in sich.
Florence wiederum ist oberflächlich ein lebenslustiger Charakter, was aber während des Romans extrem wechselt.
Ich finde es sehr schwierig, diesen Roman zu beurteilen. Es geht hier um Lebensansichten in Situationen, die wie eine Sackgasse wirken. Eine Be- oder Verurteilung der Handlung der Protagonistinnen ist m.E. nicht möglich. Gleichzeitig regt der Autor mit dieser Geschichte aber zum Denken an. Was darf in einer solchen Situation sein? Wie dürfen-sollen-müssen sich Menschen in dieser Lebenssituation verhalten u.V.m. . All diese Fragen sollte jeder Leser individuell für sich nach seinen Normen und Werten beantworten, wozu Florence mit ihren Ansichten gute Hilfestellungen gibt.
Was ich sehr irritierend fand, war die Tatsache, dass von Sebastien immer nur sein Nachname erwähnt wurde. Das gefiel mir ganz und gar nicht und war auch nicht nachvollziehbar.

Alles in allem ist dieser Roman tiefgreifend und damit sehr harte Kost. Er ging in eine völlig andere Richtung, als ich erwartet hatte.
Wer jedoch tiefgreifende Romane liebt, Bücher über den Sinn des Lebens gerne liest oder sich mit Normen und Werten beschäftigt, der ist hier richtig. Zum Entspannen lädt dieses Buch jedoch nicht ein.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Berühren verboten

Sommerglück am Chiemsee
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Josefine entschließt sich, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch unvorbereitet möchte sie dies nicht tun und nimmt dafür eine Stelle zur Betreuung von Altschreiner Peter an, der nicht weit von ihrem ...

Josefine entschließt sich, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch unvorbereitet möchte sie dies nicht tun und nimmt dafür eine Stelle zur Betreuung von Altschreiner Peter an, der nicht weit von ihrem Elternhaus entfernt wohnt. Dabei lernt sie dessen Sohn Adrian kennen. Als Physiotherapeut ist dieser bemüht, Josefine nach einem Hexenschuss Hilfe anzubieten. Doch diese Hilfe zwingt Josefine dazu, sich ihren Ängsten zu stellen und konfrontiert sie zeitgleich mit ihrer Vergangenheit.

„Sommerglück am Chiemsee“ von Leonie Werdenfels ist ein Liebesroman, der am gleichnamigen See spielt.
Zum Titel passt auch das malerische Cover. Leider war das aber auch schon das Detail, dass ich am besten fand.
Ich hatte mir eine heitere, romantische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Sees vorgestellt, was der Titel für mich auch verspricht. Ich fand, der See hat kaum eine Rolle gespielt und die Geschichte war sehr melancholisch.
Ich hatte bis auf das Ende meine Probleme, Josefine nah zu kommen. Das wiederum passte eigentlich zu deren Geschichte, ist für mich als Leserin jedoch unpraktisch gewesen, da ich mich immer zwingen musste, weiterzulesen. Ich fand die Idee der Geschichte wirklich gut. Doch ich hätte mir eine Art Hinführung zum Problem gewünscht, in dem eher Andeutungen über die Ursache von Josefines Problemen, bspw. durch Rückblendungen erfolgt waren. Somit fehlte mir lange Zeit das Verständnis für ihr Verhalten, dass ich in ihrer Ablehnung manchmal übertrieben albern fand. Mit dem erklärenden Ende wurde mir jedoch Vieles klar.
Auch konnte ich die überaus dominierende Figur Klitschkos nicht ganz einordnen. Ich habe rückblickend das Gefühl, er steht für eine Art Symbolik zu Josefines Charakter.
Die erdenden Charaktere waren für mich Peter und Adrian. Gerade Peters Part und sein Charakter sind überaus beispielgebend und regen zum Nachdenken an.
Auch Adrian ist ein unwahrscheinlich einfühlsamer Mensch, an dem man sich durchaus ein Beispiel nehmen kann. Ähnliches gilt für Josefines beste Freundin.

Fazit: Wer eine romantische Geschichte mit vielen Glücksmomenten erwartet, der ist hier falsch.
Wer jedoch Romane über die Herausforderungen des Lebens mag, über das Heranwachsen von Selbstbewusstsein und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, der ist hier richtig.

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