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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Oh mein Gott

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Bei Aftermyth kämpft mein innerer Teenager gegen mein erwachenes Leserherz darum, wie ich das Buch bewerten soll. Als Jugendliche hätte ich das Buch vermutlich geliebt. Internatsszenario, griechische Götter, ...

Bei Aftermyth kämpft mein innerer Teenager gegen mein erwachenes Leserherz darum, wie ich das Buch bewerten soll. Als Jugendliche hätte ich das Buch vermutlich geliebt. Internatsszenario, griechische Götter, eine abgefahrene bunte und zugleich düstere Welt. Als Erwachsene rolle ich bei vielen Klischees einfach nur mit den Augen. Da ich immer wieder geschwankt habe, habe ich mich schlussendlich für den Mittelweg entschieden. Man darf schließlich nicht ausser Acht lassen, für wen Tracy Wolff hier schreibt und das sind nunmal Jugendliche und keine erwachsenen Leser. Der Schreibstil ist ganz klar auf das Alter der Zielgruppe ausgelegt, ohne dabei durch zuviel Jugendsprache zu nerven. Es liest sich leicht und ist auch noch im größten Chaos (was in diesem Buch gar nicht so selten vorkommt) verständlich. Überraschend nett fand ich Penelopes neue Freunde. Sie haben durch ihr sehr unterschiedliches Temperament eine schöne Abwechselung reingebracht.
Außerdem fand ich es schön, wenn sich mal nicht alles nur um die ach so außergewöhnliche Penelope dreht.
Ich mochte auch die Parts rund um die griechische Mythologie gern. Man darf in meinen Augen gern beim Lesen nebenbei noch Wissen vermitteln.
Ansonsten waren es wie schon erwähnt einfach zu viele aktuell typische Grundpfeiler in der Geschichte, egal ob es das Mädchen ist, was sooo anders ist als der Rest oder der ach so heiße Typ.
Trotz dieser Mängel war ich insgesamt zufrieden mit der Geschichte und wurde gut unterhalten.

Veröffentlicht am 29.07.2025

´Theoretisch volle Punktzahl

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
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Selten hat es für mich ein Autor auf so wenigen Seiten geschafft, eine gleichermaßen stimmige, atmosphärische und spannende Geschichte zu schreiben.
Mir hat die Ermittlungsarbeit mit dem ungleichen Duo ...

Selten hat es für mich ein Autor auf so wenigen Seiten geschafft, eine gleichermaßen stimmige, atmosphärische und spannende Geschichte zu schreiben.
Mir hat die Ermittlungsarbeit mit dem ungleichen Duo aus dem Waisenkind Mika und dem Ermittler Valdemar Hoff sehr gut gefallen. Sie sind gegensätzlich, passen allerdings gerade deswegen wunderbar zusammen. Doch der Fall an dem die beiden gearbeitet haben war nicht mein eigentliches Highlight. Das war vielmehr die Authenzität der damalilgen Epoche. Schonungslos und eindrücklich sieht man in kleinen und großen Aspekten, wie sehr sich doch die Zeiten seit dem geändert haben. Deshalb finde ich auch Mika mit ihren 12 Jahren, die mehr wie 17 oder 18 wirkt sehr passend. Unter den Umständen in denen sie lebt, wird man einfach deutlich schneller erwachsen, ob man will oder nicht.
Einziges Problem ist für mich ganz klar die Altersempfehlung ab 10 Jahren. Die kostet bei mir einen Stern, fast sogar eher 2, weil hier für mein Empfinden deutlich daneben gegriffen wurde. Spätestens bei eher sensiblen Kindern ist das viel zu früh. Denn der Autor beschreibt schonungslos Tatorte, Leichen etc. Auch die "Witze" die Mika macht, sind für viele junge Leser nicht geeignet. Hier darf man einfach nicht vergessen, das die Kinder heute in manchen Aspekten deutlich behüteter aufwachsen, als es bei denen im Buch der Fall ist.
Würde die Altersempfehlung passen, hätte dieser Auftaktband aber ganz klar die volle Punktzahl bekommen. Auf jeden Fall auch für Erwachsene sehr gut zu lesen.
Tipp an alle Eltern: Schaut euch die Geschichte bitte erstmal selbst an und entscheidet dann, ob sie schon was für euer Kind ist.

Veröffentlicht am 13.06.2025

Schönes Flair

Das Licht in den Wellen
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Janne Mommsen hat mit dem Licht in den Wellen einen schönen Roman geschaffen, der ein langes Leben begleitet, mit allen Höhepunkten und Niederlagen. Dabei schafft es der Autor vor allem die Gegenden in ...

Janne Mommsen hat mit dem Licht in den Wellen einen schönen Roman geschaffen, der ein langes Leben begleitet, mit allen Höhepunkten und Niederlagen. Dabei schafft es der Autor vor allem die Gegenden in denen die Geschichte spielt (New York und Föhr) authentisch zu beschreiben. Ich hatte Spaß dabei Inge auf ihrem Weg zu begleiten, auch wenn ich sie als Figur nicht immer nachvollziehen konnte. Gerade die fehlende Mütterlichkeit kann ich persönlich nicht so recht verstehen. Trotzdem gibt es viele Figuren, zu denen auch sie zählt, bei denen ich neugierig war wie sich sich entwickeln. Die Charaktere zählen auf jeden Fall zu den Highlights des Buches. Ebenso wie der friesische Touch der sich durchs ganze Buch zieht. Auch die Einblicke in New York haben mich der Stadt nochmal etwas näher gebracht.
Was die Ereignisse in dem Buch angeht, darf man keine Wunder erwarten. Eine nette Geschichte, aber ohne die ganz großen Gefühle oder Spannungen.Das macht aber nichts, für mich war es trotzdem eine schöne Wohlfühllektüre.

Veröffentlicht am 30.03.2025

Otto ist toll

OTTO fährt los – Ein Sommer in den Bergen
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Zum dritten Mal geht Otto auf Reisen. Diesmal geht es quer durch die Alpen mit allem was dazugehört. Kaiserschmarn, Neuschwanstein, Klettern, alles was das alpine Herz begehrt. Wir begleiten also den tollen ...

Zum dritten Mal geht Otto auf Reisen. Diesmal geht es quer durch die Alpen mit allem was dazugehört. Kaiserschmarn, Neuschwanstein, Klettern, alles was das alpine Herz begehrt. Wir begleiten also den tollen Bus Otto auf seiner Campingtour, wo er allerlei schöne Sachen erlebt und stets zu Diensten ist für seine Familie.
Seine Tour ist wunderschön bebildert. Mir gefällt der Zeichenstil unheimlich gut und er spricht Kinder jeden Alters, genauso an wie Erwachsene. Er lässt Otto unheimlich "menschlich" und sehr sympathisch wirken. Auch die direkte Ansprache an die jungen Leser finde ich klasse. So regt das Buch zum mitmachen und selbst erzählen an.
Der einzige Kritikpunkt findet sich bei mir in der Sprache. Ich finde die Übergänge zwischen den einzelnen Erlebnissen manchmal sehr ruppig. Hier hätte ich mich gefreut, wenn die Übergänge fließender gewesen wären.
Ansonsten aber ein Highlight für jede Famile.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2025

Tradition und Fortschritt

Anis
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Mit Anis ist der Autorin ein ungewöhnliches Kinderbuch gelungen, das zwischen alten Mythen und Sagen und moderner Technik und ihren Auswirkungen schwankt. Sie verteufelt weder das Eine noch das Andere, ...

Mit Anis ist der Autorin ein ungewöhnliches Kinderbuch gelungen, das zwischen alten Mythen und Sagen und moderner Technik und ihren Auswirkungen schwankt. Sie verteufelt weder das Eine noch das Andere, legt aber wert darauf das Fortschritt nur im Einklang mit der Umwelt passieren sollte. Hier ist nicht nur die Natur als solches, sondern auch der Mensch und die Tradition gemeint. Harmonie und Einklang sind hier tatsächlich die Zauberworte. Verpackt hat sie diese tolle Botschaft, in einen Kampf um Gerechtigkeit und eine Reise quer durchs Land. Dabei lehnen sich die Figuren an alte Märchen und Sagen an und haben mir eigentlich durchweg alle gut gefallen. Trotzdem hat mich die Spannung etwa in der Mitte des Buches etwas verlassen und es zog sich ein bisschen. Ähnlich wie die beschriebene Reise. Passte also theoretisch sogar ganz gut. Deutlich besser gefiel mir da wieder das Ende. Damit hat mich Rowan Foxwood wieder komplett abgeholt.

Fazit:
Ein schönes Buch, mit noch besserer Botschaft.