Eine Reise für die Sinne
The Road Between Us– Eine Reise, die Geduld mit den Protagonisten erfordert –
Ich habe schon ein paar Roadtrip-Geschichten gelesen, aber diese war wirklich originell. Durch Caspers Blindheit liegt der Fokus nicht auf Sightseeing, ...
– Eine Reise, die Geduld mit den Protagonisten erfordert –
Ich habe schon ein paar Roadtrip-Geschichten gelesen, aber diese war wirklich originell. Durch Caspers Blindheit liegt der Fokus nicht auf Sightseeing, sondern darauf, auch mit den anderen Sinnen zu erleben. Einen besonderen Fokus legt die Geschichte auf das kulinarische Erlebnis der Reise.
Casper ist seit seiner Geburt blind. Sein Assistenzhund Diego ist sein treuer Begleiter, der ihm durch den Alltag hilft. Seine Kapitel sind relativ kurz, und trotzdem haben mich diese besonders emotional mitgenommen. Am meisten Schwierigkeiten bereiten ihm diejenigen, die glauben, helfen zu müssen, dabei aber alles nur schlimmer zu machen.
Clea ist ein herzensguter und einfühlsamer Mensch. Sie kam am Anfang sehr verunsichert rüber, so als könnte sie ihrer eigenen Wahrnehmung nicht trauen, wenn es um die Gefühle anderer geht. Das wird im Laufe der Geschichte auch behandelt, und ihre Charakterentwicklung war schön mitzuverfolgen. Die schönsten Momente der Geschichte waren für mich aber immer die, an denen sie für Casper die Welt mit Gefühlen umschreibt, damit er auch die Dinge, die sich nicht erfühlen lassen, vorstellen kann.
Beide habe ich gern gehabt. Sie haben mit Unsicherheiten zu kämpfen und trauen sich nicht, offen über ihre Gefühle zu sprechen. Die Kommunikation zwischen den beiden ist deshalb stellenweise stockend und man muss schon sehr geduldig mit den beiden sein. Aber durch die inneren Einblicke war es auch nachvollziehbar, warum es ihnen so schwerfällt. Es gab aber eine Stelle, die mich schon sehr gestört hat, weil es wieder ein Rückschritt war, der meiner Meinung nach nicht unbedingt hätte sein müssen.
Mit einem Nebencharakter hatte ich echt Schwierigkeiten am Anfang, aber mit der Zeit wurde er mir sympathischer. Ich bin aber ehrlich, so ganz verstehe ich trotzdem nicht, warum er am Anfang solche Sprüche gebracht hat, wenn er eigentlich ein hilfsbereiter Mensch ist.
Fazit: Eine Reise mit vielen Aufs und Abs. Clea und Caspers Geschichte hatte emotionale und wunderschöne berührende Momente . Mir waren aber die schnellen Gefühlswechsel etwas zu viel. Deshalb gibt es von mir 3,5 Sterne.