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Veröffentlicht am 04.10.2025

Eingeholt von der Vergangenheit – nichts ist so wie es scheint

Kaltbad
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Geplant ist ein gemütlicher Urlaub über die Festtage im Ferienhaus auf der Rigi Scheidegg. Doch nach einem gemütlichen und feuchtfröhlichen Abend, endet die Schlittenfahrt für Justus Maibach tödlich. Es ...

Geplant ist ein gemütlicher Urlaub über die Festtage im Ferienhaus auf der Rigi Scheidegg. Doch nach einem gemütlichen und feuchtfröhlichen Abend, endet die Schlittenfahrt für Justus Maibach tödlich. Es schaut aus, wie ein Unfall, doch als seine Geliebte einem tödlichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht zum Opfer fällt, glaubt Valérie nicht mehr an einen Unfall. Ihre Ermittlungen kommen nur schleppend voran und ein Tatmotiv ist auch nicht ersichtlich. Und dann gibt es plötzlich ein viertes Todesopfer, das auch mit der angesehenen Familie Maibach in Verbindung steht. Alles nur Zufall oder was steckt dahinter? Für Valérie und ihr Team ist es ein Wettlauf gegen die Zeit, den weitere Opfer sind möglichst zu verhindern.

‘Kaltbad’ lässt den Leser in die schöne Region des Rigimassivs abtauchen. Der fesselnde Schreibstil bringt Rache, Vergeltung und eine tragische Geschichte aus der Vergangenheit zu Tage. Zuerst ist nicht klar, was die Rückblenden in die sechziger Jahre mit der Geschichte zu tun haben. Wer jedoch die Geschichte des Grandhotels auf Kaltbad kennt, der merkt schnell was für eine Geschichte erzählt wird. Wie die Geschichte mit den Morden zusammen passt, ist sehr lange ein Geheimnis und lässt den Leser selbst miträtseln.

Valérie versucht neben ihren privaten Problemen mit ihrem Exmann, die Ermittlungen vorwärts zu treiben. Alles unter einen Hut zu bringen, fällt ihr verständlicherweise schwer. Gut bekommt sie Unterstützung von ihrem Team. Doch auch Louis bereitet die Beziehung mit Carla Kopfzerbrechen. Ihr Beruf wird immer mehr zur Belastungsprobe. Im Vordergrund steht auch die gesamte Familie Maibach, die so einige Geheimnisse hat und nichts so idyllisch scheint, wie sie immer vorgaben.

Ein spannender Regionalkrimi, geprägt von Rache, Familiengeheimnissen und einer tragischen Vergangenheit.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Eifersucht, Raub, Betrug und Mord im beschaulichen Zillertal

Klettersport und Gipfelmord
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Im beschaulichen Zillertal scheint es für einmal gemächlich hin und her zugehen. Doch das ändert sich schlagartig. Paul der Revierleiter ist nach dem knapp bestandenen Sporttest auf der Suche nach einem ...

Im beschaulichen Zillertal scheint es für einmal gemächlich hin und her zugehen. Doch das ändert sich schlagartig. Paul der Revierleiter ist nach dem knapp bestandenen Sporttest auf der Suche nach einem sportlichen Hobby. Zusammen mit Eva und Lukas geht er auf eine geführte Klettertour, doch die ist schnell vorbei. Der Kletterguide hat einen kleinen Unfall. Währenddessen geschieht an einem anderen Ort im Tal ein Unfall mit einem Traktor und einem älteren Herrn. Beide Fälle scheinen tragische Unfälle zu sein. Doch bei einem zweiten Versuch seine Kletterlust zu wecken, verunglückt der Kletterguide tödlich. Nun haben sie es definitiv mit einem Mord zu tun. Vitus und Paul haben nun schon zwei offene Fälle, nach Paul’s Geschmack zu viel Arbeit. Seine tägliche Bewegungstour führt immer öfters zur Metzgerei wo er sich mit vielerlei Fleischwaren eindeckt. Zu viel Arbeit schlägt ihm einfach auf den Magen. Zum Glück unterstützen auch die deutschen Kollegen Anna und Leopold, die eigentlich wegen einer anderen Sache im Lande sind. Gemeinsam versuchen sie die Puzzlestücke zusammenzusetzen und als ein dritter Fall, zwar nur ein Diebstahl, dazukommt, wird es immer kniffliger.

‘Klettersport und Gipfelmord’ ist ein weiterer Zillertal-Krimi, welchen den Leser in die schöne Bergwelt entführt. Es gibt immer wieder neue Orte die der Autor in seine Krimi’s einbaut und es scheint als hätte man noch lange nicht das ganze Zillertal kennengelernt. Die Verbindung zwischen den Fällen, den Ermittlungen und der Suche nach dem passenden Sport ist eine spannende Mischung, welche den Leser nur so durch die Seiten fliegen lässt. Eine lesenswerte Fortsetzung der Reihe, die zu empfehlen ist.

Paul führt nach wie vor immer wieder zu einem Schmunzeln auf den Lippen. Arbeit ist so gar nicht sein Ding und wenn er nicht sein Leberkäsbrot hat, dann ist er zu nichts zu gebrauchen. Das ausgerechnet er auf der Suche nach einer passenden Sportart ist, ist umso erstaunlicher. Ich bin ja gespannt ob er im nächsten Band ein bisschen sportlicher unterwegs ist. Dafür ist sein Kollege Vitus der leidtragende. Die Arbeit die sein Chef nicht macht, bleibt immer an ihm hängen. Doch er beisst sich wacker durch. Zwei spannende Charaktere, die immer für ein Schmunzeln gut sind. Die Unterstützung aus Deutschland von Leopold und Anna kommt den beiden immer gerade zur richtigen Zeit. Alle miteinander ergänzen sich aber gut und gelangen immer wieder zur Lösung der Fälle.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Mörderische Geheimnisse oder doch ein Racheakt?

Nordweststurm
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In St. Peter-Ording wird der schwedische Journalist Petter Jansson vermisst. Hendrik’s Vatter Lennart hat ihn in einer Ferienwohnung untergebracht, aber dort ist er nicht aufzufinden und auch sämtlicher ...

In St. Peter-Ording wird der schwedische Journalist Petter Jansson vermisst. Hendrik’s Vatter Lennart hat ihn in einer Ferienwohnung untergebracht, aber dort ist er nicht aufzufinden und auch sämtlicher seiner elektronischen Geräte sind verschwunden. Was ist passiert? Er ist hierhin geflüchtet, weil auf ihn in Schweden ein Anschlag verübt wurde. Haben die Täter ihn nun in Deutschland aufgespürt und ihr Werk zu Ende geführt? Zum selben Zeitpunkt wird die Leiche eines Strichers gefunden und die Ermittlungen führen zu verschiedenen Überschneidungen mit dem Verschwinden. Hendrik, der in der Zwischenzeit wieder nach Itzehohe zurück ist, ermittelt nun doch wieder zusammen mit Anna Wagner in den beiden Fällen. Als wären die zusammenhängenden Ermittlungen nicht schon genug Action für Hendrik, muss er auch noch einen Streit mit seinem Vater ausbaden.

‘Nordweststurm’ hat mich wieder gefesselt. Die Reihe rund um Anna Wagner und Hendrik findet eine würdige Fortsetzung in einer spannenden Umgebung. Man möchte als Leser unbedingt wissen was mit Petter Jansson geschehen ist und ob er nur verschwunden ist oder doch schlimmeres passiert ist. Auch wenn der letzte Band schon vor einiger Zeit gelesen wurde, hatte ich keine Mühe mich wieder in das Setting einzufinden. Das Buch lässt sich auch gut lesen, ohne dass die Vorgängerbände gelesen wurden.

Die Charaktere sind einem direkt wieder sympathisch und man hofft immer noch dass Anna und Hendrik endlich zusammenfinden. Als Ermittler ergänzen sich die beiden perfekt, doch ich denke das sie dies auch privat gut tun würden. Anna ist in ihrem Stolz verletzt, was sie dazu verleitet, die Starke rauszuhängen. Dies bringt sie jedoch in grosse Gefahr. Bei Hendrik bahnen sich Familienprobleme an. Das Verhältnis zwischen seinen Schwiegereltern und seinem Vater ist immer noch angespannt und auch er traut seinem Vater nicht.

Ein Thriller der den Leser durch die Seiten fliegen lässt und spannende Lesestunden verspricht.

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Krönender Abschluss der Trilogie

Die Hotelerbin
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Für Eva entwickelt sich alles hervorragend. Sie fühlt sich sehr wohl in Karlsbad und im Hotel Janker werden ihr immer mehr verantwortungsvolle Aufgaben übertragen. Sie arbeitet fleissig auf ihr Ziel hin, ...

Für Eva entwickelt sich alles hervorragend. Sie fühlt sich sehr wohl in Karlsbad und im Hotel Janker werden ihr immer mehr verantwortungsvolle Aufgaben übertragen. Sie arbeitet fleissig auf ihr Ziel hin, ihren eigenen Verkaufsstand zu erwerben und legt ihr Geld auf die Seite. Doch ihre Familie erwartet von ihr, dass Eva sie finanziell unterstützt. Dies hat sie in den letzten Jahren auch immer wieder gemacht und entsprechend hat ihr Vater Lunte gerochen. Um einen Hof einer Witwe zu erwerben, verlangt er von Eva viel Geld. Eva lässt sich erweichen und stellt das notwendige Geld zur Verfügung, doch bei dieser einen Forderung soll es nicht bleiben. In Karlsbad muss ich sich von ihrem geschätzten Gast Augustus verabschieden. Der alte Mann kommt schon jahrelang immer nach Karlsbad und sieht in Eva seine Enkelin. Doch langsam verlassen ihn seine Kräfte und er zieht sich nach England zurück. Die Wege von Eva und dem jungen Hotelerben Ludwig Krach kreuzen sich immer wieder. Als Eva seine Tochter Otti aus dem Fluss rettet, wird sie als Heldin gefeiert. Um die kleine Otti kümmert sich im Hotel Adonis niemand so richtig, da sie beeinträchtigt ist. Doch Eva stellt fest, dass wen man sich mehr um Otti kümmert, das kleine Mädchen überhaupt nicht beeinträchtigt ist.

‘Die Hotelerbin’ ist der letzte Teil der Trilogie und hat mir sehr gut gefallen. Ein würdiger Abschluss der Trilogie, welche ihren Schauplatz in Karlsbad hat. Wer die beiden Vorgänger gelesen hat, ist gleich wieder mitten im Geschehen und hofft für alle dass sie ihr gewünschtes Leben leben können. Doch ohne Hindernisse, Abenteuer und Hinterhältigkeiten wäre dies viel zu einfach. Die Autorin erzählt eine spannende Geschichte um die Hotels in Karlsbad, welche die Leser durch die Seiten fliegen lässt und die Szenen bildlich vor Augen erscheinen lässt.

Eva als Hauptcharakter gewinnt immer mehr an Selbstvertrauen. Im ersten Band war sie eher scheu und erlaubte sich keinen Fehler. Ihre Entwicklung in dieser Trilogie kann gut beobachtet werden. Nun als junge, volljährige Frau lässt sie sich auch von ihrer Familie nicht mehr viel sagen und lebt ihr eigenes Leben. Durch ihr Pflichtgefühl und Sorgfältigkeit, wird sie von allen sehr geschätzt. Der Hotelerbe Ludwig Krach scheint doch noch einen weichen Kern zu haben Bisher nahm ich ihn als verwöhnten, hochnässigen Mann war, der seiner Tante alles Recht machen wollte. Doch nun wehrt auch er sich und lässt sich nicht mehr alles gefallen.

Ein würdiger Abschluss einer spannenden Trilogie der Hotels in Karlsbad. Kurzweilige Lesestunden sind garantiert und machen das Buch zu einer tollen Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 05.05.2024

Emotionale Geschichte über Menschen die grausames erlebt haben

Zeit zu verzeihen
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Als die Russen kurz davor stehen in ihr Dorf einzudringen, flüchtet Rosa mit ihren drei kleinen Kindern in die nächste grössere Stadt. Dort fährt, so hiess es überall, ein letzter Zug in den Westen. In ...

Als die Russen kurz davor stehen in ihr Dorf einzudringen, flüchtet Rosa mit ihren drei kleinen Kindern in die nächste grössere Stadt. Dort fährt, so hiess es überall, ein letzter Zug in den Westen. In eisiger Kälte, meterhohem Schnee stapft sie mit dem Schlitten, ihrem Hab und Gut und ihren drei kleinen Kindern die 17 km lange Strecke. Viele haben dieselbe Idee und alle wollen in den sicheren Westen. Doch Rosa bemerkt schnell, dass dieser Zug nicht in den Westen fährt und die erhoffte Freiheit bringt. Sie versucht mit ihren Söhnen aus dem Gewimmel zu kommen und notgedrungen wieder nach Hause zu laufen. Auf der Damentoilette des Bahnhofes finden sie ein ausgesetztes Baby. Glücklicherweise tauchen zwei weitere Frauen, Mutter und Tochter, auf und nehmen sich dem ausgesetzten Baby an. Die kleine Clara, findet hoffentlich ein neues zu Hause. Mit ihren drei Söhnen versucht Rosa ihr zu Hause wieder einzurichten und ja nicht von den Russen erwischt zu werden. Kälte, wenig Essen und die ständige Gefahr entdeckt zu werden, setzt der kleinen Familie zu. Als wäre dies nicht schon Schicksal genug, verliert Rosa ihre zwei ältesten Söhne und wird von den Bewohnern des Dorfes immer mehr ausgegrenzt. Als einzig verbleibende Deutsche hat sie keine Rechte und der kleine Viktor muss sich durchkämpfen, um überhaupt eine Ausbildung machen zu können. Ein Leben das man sich dem eigenen Kind nicht wünscht und man auch Opfer bringen muss.

‘Zeit zu verzeihen’ widmet sich wahren Begebenheiten und lässt den Leser erahnen, welche Grausamkeiten Rosa, ihre Familie, die kleine Clara und viele weitere durchmachen mussten. Hera Lind lässt einem nur so durch die Seiten fliegen, den als Leser möchte man unbedingt wissen, wie es Viktor und seiner Mutter ergangen ist, aber natürlich auch was aus der kleinen Carla geworden ist. Zu Beginn erfährt man sehr viel über die Geschichte von Rosa und Viktor, etwa zur Mitte des Buches wird zur Geschichte von Carla gewechselt, die nichts von ihrer Vergangenheit ahnt. Einige Vorkommnisse lassen den Leser sprachlos zurück und beeindrucken einem, wie stark man als Person sein kann, wenn man sich auf etwas konzentrieren kann.

Rosa fand ich eine sehr eindrucksvolle Frau. Sie kämpft für ihre Familie, den sie hat es ihrem gefallenen Mann Paul versprochen. Dieses Versprechen gibt ihr Kraft und sie baut für sich und ihre Söhne ein gutes Leben auf. Auch von Schicksalsschlägen lässt sie sich nicht unterkriegen. Berührend fand ich, dass Viktor mit dem älter werden die Beschützerrolle von seiner Mutter übernommen hat und nun seine Mutter beschützt. Ein Rollentausch, den beide am Leben hält und ihnen Kraft für ihre neue Lebenssituation gibt. Von Carla erfährt man am Anfang ganz wenig, doch je mehr man in ihre Geschichte eintaucht, umso bewundernswerter ist ihr Kampfgeist. Wie Rosa lässt sie sich nicht unterkriegen und hat die Hoffnung ihre Liebsten und vor allem ihre leibliche Mutter nochmals zu sehen. Alle prägt ein Gedanke, Hoffnungsschimmer oder Versprechen um diese schwierige Zeit zu überstehen.

Eine emotionale Geschichte, die mich vielfach sprachlos zurück liess. Wie kann Menschen so grausames angetan werden? Eine Leseempfehlung, für alle welche gerne Geschichten aus dem zweiten Weltkrieg lesen die auf einer wahren Begebenheit beruhen.

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