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Veröffentlicht am 05.08.2025

Mega

Aschesommer
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„Aschesommer“ von Benjamin Cors fand ich von vorne bis hinten sensationell spannend.

Wir begleiten eine Sonderkommission der Kriminalpolizei, die sich mit einem ausgesprochen komplizierten Fall beschäftigt. ...

„Aschesommer“ von Benjamin Cors fand ich von vorne bis hinten sensationell spannend.

Wir begleiten eine Sonderkommission der Kriminalpolizei, die sich mit einem ausgesprochen komplizierten Fall beschäftigt.
Eine Mordserie aus brutalen Hinrichtungen hält die Ermittler auf Trab. Diese Mordfälle stellen die verschiedenen Entwicklungszyklen unseres Planeten nach, wodurch „Aschesommer“ zu einem sehr originell konstruierten Thriller wird, bei dem man nebenbei auch noch etwas lernen kann.

Der komplette Fall spielt sich innerhalb weniger Tage ab, was sich in einem extrem hohen Erzähltempo widerspiegelt. Obwohl die Ermittler wirklich auf Zack sind, ist der Täter immer eine Nasenlänge voraus und gerade, als man dachte, nun alles durchschaut zu haben, kommt Benjamin Cors mit einem Plottwist daher, bei dem einem die Kinnlade herunterfällt.

Auch die Mitglieder der Gruppe 4 haben mir gut gefallen. Die Bruchstücke, die wir über das Privatleben der Charaktere bereits gehört haben, bieten noch viel Potenzial, um in weiteren Bänden näher beleuchtet zu werden.
„Aschesommer“ ist übrigens der zweite Teil einer Reihe, man kann das Buch allerdings ohne Vorkenntnisse lesen. Da ich so begeistert bin, werde ich den ersten Teil „Krähentage“ bald nachholen.
Sehr bemerkenswert finde ich außerdem, dass obwohl der Thriller ziemlich brutal ist, mich das letzte Kapitel mit sehr vielen Emotionen berührt hat und man fast ein Tränchen vergießen möchte.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Toller Schmöker

Montmartre - Licht und Schatten
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„Montmartre – Licht und Schatten“ verdient die Bezeichnung „schöner Schmöker“. Mit 600 Seiten ist das Buch ein richtiger Wälzer (der bedauerlicherweise schnell Leserillen bekommt). Aufgrund des bildhaften ...

„Montmartre – Licht und Schatten“ verdient die Bezeichnung „schöner Schmöker“. Mit 600 Seiten ist das Buch ein richtiger Wälzer (der bedauerlicherweise schnell Leserillen bekommt). Aufgrund des bildhaften und fesselnden Schreibstils von Marie Lacrosse fällt es sehr leicht, in der Romanwelt zu versinken und sich komplett auf die Handlung einzulassen. Mir hat es großen Spaß bereitet, die Protagonistinnen zu begleiten.

Im Zentrum der Handlung stehen Elise und Valerie, die am selben Tag in komplett unterschiedlichen Gesellschaftsschichten geboren werden. Was beide gemein haben ist, dass sie zu selbstbewussten Frauen heranwachsen, die etwas aus ihrem Leben machen wollen. Elise stammt aus sehr ärmlichen Verhältnissen und muss schon in jungen Jahren ihren Teil dazu beitragen, damit die Familie überleben kann. Durch Fleiß und Ehrgeiz kann sie dem Knochenjob in einer Wäscherei entfliehen und verdient als Tänzerin und Malermodel gutes Geld.
Valerie dagegen kennt keine Geldnot aber gesellschaftliche Restriktionen halten sie davon ab, ein Leben nach ihren Wünschen – als Künstlerin – zu führen.

Im Grunde sind es zwei separate Handlungsstränge, die Marie Lacrosse hier erzählt. Elise und Valerie kennen sich nur vom Sehen und erst im letzten Drittel des Buches kreuzen sich ihre Wege öfters.
Am Anfang mochte ich die Kapitel über Elise etwas lieber, da ich es einfach faszinierend fand, wie jemand mit so schlechten Voraussetzungen ihr Leben zum Besseren wendet.
Valerie fand ich zunächst im direkten Vergleich etwas weniger interessant, bis sie ein Malereistudium beginnt und der Leser Einblicke in die Künstlerszene bekommt.
Ich fand die beschriebenen Cafés und Nachtlokale spannend. Das damalige Paris wird ausgesprochen bildhaft dargestellt. Während Valerie und Elise fiktive Figuren sind, sind es viele andere nicht. Wir treffen auf inzwischen bekannte Maler wie Van Gogh oder Degas und auf Tänzerinnen, die real existierten.

Marie Lacrosse vermischt gekonnt Fiktion mit Historie, so dass der Roman neben der Unterhaltung auch einen Mehrwert in Sachen Allgemeinbildung bietet.
Mir hat das Buch wirklich super gut gefallen. Der einzige Wehmutstropfen ist, dass die Geschichte mittendrin endet und ich nun ungeduldig bis November auf die Fortsetzung warten muss.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Tolle Unterhaltung

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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Bei der Vielzahl der Neuerscheinungen die auf den Markt kommen, überlege ich mir relativ genau, welchem Buch ich meine Zeit widmen möchte. Henrike Engels vorherige Reihe „Die Hafenärztin“ habe ich komplett ...

Bei der Vielzahl der Neuerscheinungen die auf den Markt kommen, überlege ich mir relativ genau, welchem Buch ich meine Zeit widmen möchte. Henrike Engels vorherige Reihe „Die Hafenärztin“ habe ich komplett gelesen, ich fand sie gut, aber mit Schwächen. Deswegen habe ich erst gezögert, ob ich die neue Serie beginnen soll. Allerdings hat mich der Klappentext wirklich angesprochen, so dass ich neugierig geworden bin. Zum Glück!

„Elbnächte – Die Lichter über St. Pauli“ hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich war mir sogar relativ früh schon sicher, dass ich wohl 5 Sterne vergeben werde.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und kam diesmal komplett ohne Längen aus.
Mit Louise und Ella sind der Autorin zwei sehr sympathische und starke Frauencharaktere gelungen, die trotz großer Niederlagen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

Nachdem Louises Mann spurlos verschwunden ist, steht sie mit einem Berg Schulden alleine da. Louise kommt aus besserem Hause und so fand ich es absolut bewundernswert, mit welcher Energie sie sich einen Job sucht und Zukunftspläne schmiedet.
Ella ist vor ihrem Leben als Prostituierte geflohen. Obwohl sie bisher nichts als Armut und Ausbeutung kennt, hat sie ein ausgesprochen sonniges Gemüt und den eisernen Willen, den Schulabschluss nachzuholen und einen Beruf zu erlernen.

Ich mochte beide Frauen wirklich gerne und fand ihre tiefe Freundschaft toll. Obwohl Louise und Ella sich erst kurz kennen, sind sie immer für einander da und gehen gemeinsam durch dick und dünn. Langweilig wird es im Alltag der beiden nie, denn durch Louises Ehe mit dem Betrüger Victor kommen sie immer wieder in Berührung mit Kriminalität und der dunklen Seite Hamburgs. Dadurch bleibt die Handlung immer spannend.

Auch der ehemalige Polizist Paul ist ein interessanter Charakter, dessen Privatleben noch genug Stoff für die Fortsetzung bietet. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den nächsten Band, der im Oktober erscheint.

Der heimliche Star der Geschichte ist ohne Frage Mopshündin Principessa, die ich einfach zuckersüß fand.

Schade übrigens, dass der Klappentext von jemand geschrieben wurde, der das Buch nicht gelesen hat. Da die Bar erst im Epilog eröffnet wird, ist diese Info ein ziemlicher Spoiler.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Ganz tolles Buch!

Atmosphere
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Wow – was für ein Highlight.
Taylor Jenkins Reid hat mich mit ihrem neuen Roman „Atmosphere“ von der ersten bis zur letzten Zeile mitgerissen.
Seit einem Besuch im Planetarium Anfang des Jahres bin ich ...

Wow – was für ein Highlight.
Taylor Jenkins Reid hat mich mit ihrem neuen Roman „Atmosphere“ von der ersten bis zur letzten Zeile mitgerissen.
Seit einem Besuch im Planetarium Anfang des Jahres bin ich fasziniert vom Weltall und so hat mich der Klappentext direkt angesprochen.

Die Geschichte spielt in den 80er Jahren, als eine Gruppe von jungen Menschen ihre Ausbildung bei der NASA beginnt, darunter auch einige Frauen, was in dieser Zeit noch sehr ungewöhnlich war.
Erzählt wird aus Sicht von Joan, eine sehr mutige, pflichtbewusste und engagierte Protagonistin, die man einfach mögen muss.
Joan hat große Ziele und es ist bewundernswert, mit welchem Fleiß sie ihre Ausbildung verfolgt, insbesondere, da ihr Privatleben sehr fordernd ist. Ihre rücksichtslose Schwester Barbara lädt immer wieder Joans Nichte Frances bei ihr ab und ihre Liebesbeziehung bringt neben einer Menge Glück auch Probleme mit sich.
Ich habe total mit Joan mitgefiebert, mich über jeden ihrer Erfolge gefreut und gemeinsam mit ihr gezittert.

Taylor Jenkins Reid ist ein Roman gelungen, der ein anschauliches Portrait über Frauen in einer Männerdomäne zeichnet. Frauen, die gegen sexistische Kommentare und Herabsetzungen kämpfen müssen. Die Grenzen in den 80ern waren enger als heute und manche Wünsche konnten nur Träume bleiben. Die Beschreibungen über die Raumfahrt waren ausgesprochen interessant und ich fand es sehr faszinierend, was alles dazu gehört, wenn man als Astronaut arbeitet.
Gleichzeitig ist „Atmosphere“ auch ein sehr positives Buch, dass von tiefen Freundschaften und Zusammenhalt berichtet.
Allen voran ist der Roman eine Liebesgeschichte ohne Kitsch aber voller Intensität und Authentizität. Nicht nur die partnerschaftliche Liebe spielt eine große Rolle sondern auch die Liebe innerhalb der Familie und zu Freunden.

Während der überwiegende Teil der Handlung chronologisch erzählt wird, gibt es auch kurze Kapitel zu einer dramatischen Situation in der Zukunft. Der Weg zur Auflösung hat mich an den Rand der Erschütterung gebracht und manchmal hätte ich am Liebsten vorab die letzte Seite gelesen um meine Aufregung zu stillen.
Ich bin niemand, der blind alle Taylor Jenkins Reid Bücher feiert. So richtig gut fand ich bisher nur Eveyln Hugo und ich habe auch schon zwei Flops von ihr gelesen. Aber „Atmosphere“ verdient wirklich den größten Hype. Ich fand das Buch so kreativ und besonders von der Thematik und wie die Geschichte erzählt wurde.
Der Roman hat mich emotional sehr bewegt und absolut begeistert. Ohne Frage 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Highlight

Maikäferjahre
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Wie beginnt man ein neues Leben, wenn alle gegen dich sind? Eine Frage, mit der die Zwillinge Anni und Tristan täglich konfrontiert werden.
In den letzten Kriegstagen befinden sich die Geschwister auf ...

Wie beginnt man ein neues Leben, wenn alle gegen dich sind? Eine Frage, mit der die Zwillinge Anni und Tristan täglich konfrontiert werden.
In den letzten Kriegstagen befinden sich die Geschwister auf verschiedenen Seiten des Ozeans, ohne zu wissen, ob der Andere noch lebt.
Anni verlässt das zerbombte Dresden und versucht, sich zu ihren Verwandten durchzuschlagen. An ihrer Seite ist der jüdische Geiger Adam.
Währenddessen wird Pilot Tristan in England abgeschossen. Im Krankenhaus verliebt er sich in die Krankenschwester Rosalie.

Sarah Höflich ist ein sehr berührender Roman gelungen. Wie geht es weiter, wenn ein Krieg vorbei ist? Sind die harten Jahre plötzlich vorbei? „Maikäferjahre“ schildert eindrücklich, dass auch, wenn die Waffen niedergelegt sind, trotzdem noch eine Menge Hass und Feindschaft besteht.
Tristan ist einfach nur ein junger, verwundeter Mann, der in seiner dunkelsten Stunde seine große Liebe getroffen hat. Doch die Engländer begegnen dem Deutschen aus verständlichen Gründen mit Ablehnung und Wut. Die Beziehung mit Rosalie wird zur Zerreißprobe.

Auch Anni und Adam sehen sich mit Anfeindungen konfrontiert. Zu tief hat sich der Judenhass in den Köpfen der Menschen verankert.

Sarah Höflich beschreibt eindringlich und realistisch die schweren Zeiten nach Kriegsende und den Wunsch der Menschen, irgendwo anzukommen, da die Heimat zerstört ist.
Trotz all der Widrigkeiten versprüht das Buch auch eine Menge Hoffnung, denn Anni, Adam, Tristan und Rosalie treffen immer wieder auf Menschen, die sie unterstützen und sie in ihrem Glauben daran, dass alles gut werden könnte, bestätigen.

Die beiden Liebesgeschichten sind mit viel Fingerspitzengefühl erzählt. Man spürt die Emotionen, ohne dass es dabei kitschig wird. Auch der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Am Anfang eines jeden Kapitels gibt es einen Überblick über die politische Lage. Danach wird abwechselnd aus Sicht von Anni und Tristan erzählt. Mich haben die „Maikäferjahre“ von Anfang bis Ende in den Bann gezogen. Für mich war der Roman ein Highlight und ich bin froh, ihn gelesen zu haben.

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