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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2025

Ruhiger Roman

Schattengrünes Tal
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Der Roman „Schattengrünes Tal“ wurde von Kristina Hauff verfasst und erschien am 22. Juli 2025 im Hanser Verlag. Das Buch umfasst 304 Seiten, das Cover ist schlicht gestaltet und fällt dadurch eher zurückhaltend ...

Der Roman „Schattengrünes Tal“ wurde von Kristina Hauff verfasst und erschien am 22. Juli 2025 im Hanser Verlag. Das Buch umfasst 304 Seiten, das Cover ist schlicht gestaltet und fällt dadurch eher zurückhaltend auf. Die Geschichte spielt in einem abgelegenen Hotel im Schwarzwald, dem „Zum alten Forsthaus“, das längst seine besten Tage hinter sich hat. Überraschend quartiert sich die schutzbedürftig wirkende Daniela dauerhaft ein, während Lisa, die Tochter des Besitzers, sich um sie kümmert. Während Daniela aufblüht, wenden sich enge Vertraute von Lisa ab – zuletzt sogar ihr Ehemann. Mit dem Herbst und den dunklen Schatten im Tal beginnt Lisa zu ahnen, dass ihre Welt auseinanderzubrechen droht. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der einzelnen Figuren erzählt, was mehrere Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle ermöglicht. Dennoch hätte ich mir an manchen Stellen mehr Tiefe gewünscht, da mir insbesondere Lisa und Daniela persönlich etwas schwer zugänglich und anstrengend erschienen. Es fiel mir schwer, mit den beiden emotional warm zu werden. Die Spannung ist in Ordnung, aber nicht herausragend. Sie trägt die Handlung eher solide durch die Seiten, ohne groß zu fesseln. Insgesamt ist das Buch ein durchschnittlicher, kurzweiliger Roman. Er bietet eine angenehme Lektüre für Zwischendurch, kann aber keine außergewöhnlichen Akzente setzen.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Solider Thriller

Der Stau
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Der Thriller „Der Stau“ wurde von Jo Furniss geschrieben und erschien am 17. Juni 2025 im Rowohlt Verlag. Das Buch umfasst 320 Seiten und das Cover deutet auf spannungsgeladene Story hin. In der Geschichte ...

Der Thriller „Der Stau“ wurde von Jo Furniss geschrieben und erschien am 17. Juni 2025 im Rowohlt Verlag. Das Buch umfasst 320 Seiten und das Cover deutet auf spannungsgeladene Story hin. In der Geschichte geht es um Belinda Kidd, eine kurz vor dem Ruhestand stehende Kommissarin. Auf dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt Londons, geplagt vom Jetlag, gerät der Verkehr plötzlich ins Stocken. Während sie sich zwischen den Autos die Beine vertritt, entdeckt sie eine Leiche mit einem Metallspieß. Dann wird bekannt, dass eine Explosion im Tunnel den Stillstand verursacht hat, und im Radio werden weitere Explosionen gemeldet. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und klar, wodurch die Geschichte zügig voranschreitet. Die Spannung bleibt jedoch eher mittelmäßig, was vor allem an der Vielzahl an Figuren liegt, die im Verlauf des Staus intensiver in den Fokus gerückt werden. Einige Charaktere werden so ausführlich vorgestellt, dass die Übersichtlichkeit leidet und die Orientierung im Plot manchmal erschwert wird. Auch die Figur der Kommissarin Belinda wirkt für meinen Geschmack etwas blass und ohne die nötige Tiefe. Insgesamt ist das Buch ein eher durchschnittlicher Thriller mit einer interessanten Grundidee, welcher allerdings in der Umsetzung nicht überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Gemächlicher Fantasy-Roman

Die Sprache der Drachen
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Der Fantasyroman „Die Sprache der Drachen“ wurde von S. F. Williamson verfasst und erschien am 11. Juni 2025 im Heyne Verlag. Das Buch umfasst 512 Seiten und das Cover zeigt eindrucksvoll einen Drachen, ...

Der Fantasyroman „Die Sprache der Drachen“ wurde von S. F. Williamson verfasst und erschien am 11. Juni 2025 im Heyne Verlag. Das Buch umfasst 512 Seiten und das Cover zeigt eindrucksvoll einen Drachen, was sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Geschichte spielt im Jahr 1923 in London, einer Stadt, in der der Frieden zwischen Menschen und Drachen nach fünfzig Jahren bedroht ist. Vivien Featherswallow ist fest entschlossen, die Regeln genau einzuhalten, um an der Drachensprache-Akademie aufgenommen zu werden und ihre Schwester Ursa zu schützen. Als ihre Eltern verhaftet werden, nimmt sie einen geheimen Auftrag in Bletchley Park an, um die Sprache der Drachen zu entschlüsseln. Dabei erkennt sie nach und nach, dass vieles, was sie glaubte, möglicherweise eine Lüge ist und ihr Weltbild erschüttert. Der Schreibstil ist in Ordnung und liest sich insgesamt harmonisch. Der Einstieg gelingt gut, doch im weiteren Verlauf lässt die Spannung nach. Die Geschichte erreicht keine außergewöhnlichen Höhen, Überraschungen bleiben eher aus, und manche Passagen wirken etwas langatmig. Die Kapitel sind angenehm lang und sorgen für einen gleichmäßigen Rhythmus. Die Figuren sind klar und übersichtlich gestaltet. Vivien empfand ich als anstrengend, da sie oft zu viel klagt und selbstbezogen wirkt. Die Liebesgeschichte spielt nur eine Nebenrolle und geht fast unter. Insgesamt ist das Buch ein durchschnittlicher Fantasy-Roman, der mich nicht vollständig überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Durchschnittlicher Krimi

Was am Ufer lauert
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Der Krimi "Was am Ufer lauert" wurde von Lenz Koppelstätter geschrieben und erschien am 8. Mai 2025 beim Kiepenheuer & Witsch Verlag. Es ist Band 2 und um die Zusammenhänge zu verstehen, sollte man den ...

Der Krimi "Was am Ufer lauert" wurde von Lenz Koppelstätter geschrieben und erschien am 8. Mai 2025 beim Kiepenheuer & Witsch Verlag. Es ist Band 2 und um die Zusammenhänge zu verstehen, sollte man den ersten Teil gelesen haben. Das Buch umfasst 288 Seiten und das Cover vermittelt ein stimmungsvolles Gardasee Flair. In der Geschichte geht es um eine junge Journalistin, die am Gardasee eine Frauenleiche entdeckt. Dabei stößt sie auf geheime Dokumente und eine Verbindung zu Winston Churchill. Gemeinsam mit ihrer Familie versucht sie, Verbrechen, historische Geheimnisse und politische Intrigen zu entwirren – doch die Wahrheit ist gefährlicher, als sie erwartet hatten. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und angenehm zu lesen. Allerdings gibt es auch reichlich nebensächliche Beschreibungen, die weniger zum eigentlichen Fall beitragen. Die Spannung ist dadurch eher mittelmäßig. Die Geschichte ist zwar interessant aufgebaut, doch man kann nicht wirklich mitfiebern. Der Wechsel der Erzählperspektiven zwischen den einzelnen Protagonisten sorgt für Abwechslung. Besonders Giannas Sicht war mir persönlich am sympathischsten. Insgesamt ist das Buch ein eher durchschnittlicher Krimi, das mich nicht vollends überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Geheimnisse in Rederhaugen

Felsengrund
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Der Roman "Felsengrund" wurde von Aslak Nore geschrieben und erschien am 13. März 2025 beim Kiepenheuer & Witsch Verlag. Das Buch umfasst 464 Seiten und das Cover ist typisch norwegisch gehalten. In der ...

Der Roman "Felsengrund" wurde von Aslak Nore geschrieben und erschien am 13. März 2025 beim Kiepenheuer & Witsch Verlag. Das Buch umfasst 464 Seiten und das Cover ist typisch norwegisch gehalten. In der Geschichte geht es um die ruhige Gemeinde Rederhaugen, wo die neue SAGA-Direktorin Sasha Falck das Rettungsboot »Falck 3« stiftet und eine Forschungsexpedition nach Spitzbergen plant, während Hans Falck im Krankenhaus liegt. Die Situation eskaliert, als ihre entfernte Cousine Connie Knarvik auftaucht, die eine Bergbaukonzession auf Spitzbergen besitzt. Als ein russischer Oberst an Gift stirbt und einen Maulwurf in der SAGA-Stiftung entlarvt, droht ein diplomatischer Vorfall, der die Geheimnisse der Familie aufdeckt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, doch fand ich es schwierig, mich in die Handlung hineinzuversetzen. Da es sich um Band 2 der Falck-Saga handelt und ich den vorherigen Teil nicht kenne, ist es wahrscheinlich dem geschuldet. Die kurzen Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss, können aber auch dazu führen, dass die Erzählung an manchen Stellen langatmig wirkt. Die Spannung ist akzeptabel, erreicht jedoch trotz einiger Wendungen für mich nicht die erwartete Intensität. Positiv zu erwähnen ist die Übersicht der Figuren zu Beginn des Buches um die Charaktere besser einzuordnen. Dennoch fiel es mir schwer eine emotionale Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen; ihre Entwicklung blieb für mich eher flach. Insgesamt ist das Buch ein eher durchschnittlicher Roman mit interessanten Ansätzen.

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