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Veröffentlicht am 21.07.2025

Roadtrip zur Liebe

Der Sonne entgegen
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Bei diesem Roman hat mich das bunte, sommerliche Cover in Kombination mit dem Titel sofort in Sommerstimmung versetzt und neugierig auf die Geschichte gemacht. Es passt perfekt zu einem Roadtrip gen Süden.

Fotografin ...

Bei diesem Roman hat mich das bunte, sommerliche Cover in Kombination mit dem Titel sofort in Sommerstimmung versetzt und neugierig auf die Geschichte gemacht. Es passt perfekt zu einem Roadtrip gen Süden.

Fotografin Romy, Anfang 30, bekommt überraschend einen Heiratsantrag ihres Partners Henri, mit dem sie bis dahin eine Wochenendbeziehung zwischen Hamburg und Berlin geführt hat. Seine sehr konkreten Zukunftspläne für sie beide machen ihr dann aber Angst und so flüchtet sie sich am nächsten Tag spontan vom Hotelparkplatz in das Auto des Kunsthändlers Valentin, dem sie schon am Vorabend im Hotel begegnet ist. Gemeinsam begeben sie sich auf einen Roadtrip Richtung Italien, wo Valentin ein ersteigertes Gemälde übergeben muss, und dann immer weiter gen Süden. Auf der abenteuerlichen Fahrt kommen sie sich näher, geraten aber auch in ernsthafte Gefahr, weil Valentin nicht einfach nur Kunsthändler ist, sondern einiges zu verbergen hat.

Bei der Geschichte handelt es sich einerseits um einen sommerlich leichten Liebesroman, bei dem ein Roadtrip im Mittelpunkt steht, der uns als Leser an einige schöne Orte unter der italienischen Sonne führt. Daneben geht es aber durchaus auch um etwas tiefsinnigere Fragen, wie die, woran man erkennt, dass man wirklich den Partner für's Leben gefunden hat. Romy ist mir sympathisch, allerdings konnte ich nicht so recht verstehen, was genau sie an ihrem Partner Henri gefunden hat, der nicht gerade ein Sympathieträger und ganz anders als sie ist. Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar, sodass man flüssig durch die Seiten fliegt und dabei Romy und Valentin durch Italien begleitet. Dadurch, dass abwechselnd aus ihrer und seiner Perspektive erzählt wird, kann man sich gut in die beiden hineinversetzen. Manches ist sicher etwas vorhersehbar, aber, das ist bei dem Genre durchaus in Ordnung.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Trügerische Idylle

The Surf House
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Von diesem Thriller erwartete ich mir Spannung gepaart mit Strand- und Sommerstimmung, zumal ich schon weitere Bücher der Autorin gelesen habe. Auch das Cover passt zu diesen Erwartungen.

Die Britin Bea ...

Von diesem Thriller erwartete ich mir Spannung gepaart mit Strand- und Sommerstimmung, zumal ich schon weitere Bücher der Autorin gelesen habe. Auch das Cover passt zu diesen Erwartungen.

Die Britin Bea hat ein Foto-Shooting in Marrakesch. Nachdem dieses nicht so läuft, wie geplant, beschließt sie spontan, ihre Model-Karriere, die sie mehr auf Drängen ihrer Mutter begonnen hat, an den Nagel zu hängen und verlässt das Set und checkt aus ihrem Hotel aus. Als sie in einer engen Gasse
von zwei Männern überfallen wird, hilft ihr eine junge Frau, bei der Auseinandersetzung stirbt jedoch einer der Angreifer, der andere entkommt mit Beas Rucksack und somit auch ihrem Pass und ihrem Geld. Marnie, ihre Retterin, bietet ihr einen Job und eine Unterkunft im Surf House an, einem Hostel an der Küste. Doch der Vorfall in Marrakesch lässt Bea nicht so schnell los und auch im Umfeld des Hostels scheint nicht alles so idyllisch zu sein, wie es im ersten Moment wirkte. Ein neuer Gast sucht nach seiner Schwester, die vor einem Jahr dort verschwunden ist und es gibt bald einen weiteren Toten.

Ich fand den Thriller recht spannend, auch wenn ich, trotz unerwarteter Wendungen, schon so eine gewisse Vorahnung hatte. Die Autorin fängt die Stimmung in dem kleinen marokkanischen Surferort und dem Hostel sehr gut ein und Bea als Protagonistin ist mir sympathisch. Der Schreibstil der Autorin war gut nachvollziehbar und auch den Sprecher:innen des Hörbuchs konnte man gut folgen und die verschiedenen Stimmlagen sorgten dabei für Abwechslung beim Zuhören.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Der einsame Weg aus der Trauer

Die Frau und der Fjord
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Bei diesem Roman hat mich das Cover direkt in seinen Bann gezogen, da ich selbst schon auf den Lofoten war und Nordnorwegen sehr liebe. Die besondere Stimmung dort fängt das Bild sehr gut ein.

Gro hat ...

Bei diesem Roman hat mich das Cover direkt in seinen Bann gezogen, da ich selbst schon auf den Lofoten war und Nordnorwegen sehr liebe. Die besondere Stimmung dort fängt das Bild sehr gut ein.

Gro hat als Geologin auf der Suche nach Erdöl gut verdient und hatte mit Nicklas ihre große Liebe gefunden. Dann stirbt dieser plötzlich, als Gro erst Mitte 40 ist. Es fällt ihr sehr schwer, ohne ihn weiterzuleben und so beschließt sie einige Monate nach seinem Tod, sich in ein abgelegenes Haus auf den Lofoten zurückzuziehen, ohne Handy und weitab vom nächsten kleinen Ort. Nicht mal Nicklas übergriffiger Mutter teilt sie ihren Aufenthaltsort mit. Zunächst lebt sie dort ganz allein in und mit der kalten und rauhen Natur, fährt nur alle paar Wochen mit einem kleinen Motorboot in den nächsten Ort zum Einkaufen. Dann havariert ein Fischer an Felsen in ihrer Nähe und sie hilft ihm und pflegt ihn. Dann tauchen auch noch ehemalige Kollegen von ihr auf und suchen ausgerechnet an ihrem Rückzugsort nach Erdöl und bedrohen somit ihre freiwillig gewählte Einsamkeit.

Der Roman ist sicher kein Gute-Laune-Wohlfühlroman, da Gro einen sehr schmerzhaften Verlust erlebt hat und diesen nun auf ihre Art verarbeitet. Dies gelingt ihr auch wegen der rauhen Natur auf den Lofoten, die die Autorin sehr anschaulich einfängt, ebenso wie die sonstige Atmosphäre in dieser dünn besiedelten Gegend. Manches kam mir auch von meinen eigenen Reisen in dieser Gegend bekannt vor. Gro als Protagonistin ist sehr überzeugend ausgestaltet, wie sie mit der Verzweiflung und Trauer umgeht und lange braucht, um wieder Gedanken an ihre Zukunft zuzulassen. Der Schreibstil der Autorin ist oft sehr bildhaft, aber gut lesbar. Gerne empfehle ich das Buch weiter, nicht nur an Norwegen-Liebhaber:innen.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Nichts ist mehr, wie es war

Maikäferjahre
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Bei diesem historischen Roman hat mich der Titel direkt neugierig gemacht, weil ich mir noch nicht vorstellen konnte, worum genau es in dem Roman geht. Die Covergestaltung ist ebenfalls eher schlicht gehalten, ...

Bei diesem historischen Roman hat mich der Titel direkt neugierig gemacht, weil ich mir noch nicht vorstellen konnte, worum genau es in dem Roman geht. Die Covergestaltung ist ebenfalls eher schlicht gehalten, aber der Titel recht auffällig.

Die Handlung beginnt im Jahr 1945 gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Anni und Tristan sind Zwillingsgeschwister, beide noch nicht lange volljährig. Anni ist schwanger, ihr Mann Fritz als Soldat an der Front. Tristan ist Kampfjetpilot. Er stürzt über englischen Gewässern ab und gerät in Kriegsgefangenschaft, wo ihn die britische Krankenschwester Rosalie mit viel Einsatz pflegt. Anni erlebt unterdessen mit ihrer neugeborenen Tochter die Bombardierung Dresdens und hat danach so gut wie alles verloren. Mit dem halbjüdischen Geigen-Genie begibt sie sich auf die Flucht aus der Stadt und im Anschluss auch vor den vorrückenden Russen.

Ich empfand die Geschichte als sehr fesselnd. Durch die wechselnden Erzählperspektiven, zwischen dem, was Tristan erlebt und Annis Perspektive, wird Spannung erzeugt. Die Erlebnisse der beiden Geschwister werden ungeschönt und authentisch beschrieben, die historischen Bezüge wirken gut recherchiert. Die verschiedenen Charaktere sind überzeugend ausgestaltet und sowohl Anni, als auch Tristan, Adam und Rosalie waren mir sehr sympathisch und ich habe mit ihnen gefiebert und gelitten. Trotz der großen Feindseligkeit, die Tristan in England und auch Adam immer wieder begegnen, bleibt dennoch auch immer wieder etwas Platz für hoffnungsvolle Momente und Menschen, die ein Lichtblick sind. Der Schreibstil der Autorin war dabei sehr anschaulich und gut lesbar. Gerne würde ich noch mehr von ihr lesen.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Orientierungslos

Halbinsel
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Das Cover von Kristine Bilkaus Roman lässt bereits erahnen, dass es eher ein Buch der ruhigen Töne ist. Auf der titelgebenden Halbinsel in Nordfriesland steht das Haus von Annett. Sie ist Ende 40 und arbeitet ...

Das Cover von Kristine Bilkaus Roman lässt bereits erahnen, dass es eher ein Buch der ruhigen Töne ist. Auf der titelgebenden Halbinsel in Nordfriesland steht das Haus von Annett. Sie ist Ende 40 und arbeitet als Bibliothekar. Als ihre gemeinsame Tochter Linn drei Jahre alt war, starb ihr Mann Johan an einer Herzmuskelentzündung. Nun ist Linn seit kurzem mit dem Studium fertig und bricht bei einem Vortrag zusammen. Sie zieht sich daraufhin in ihr Elternhaus zurück, kündigt Job und Wohnung in Berlin, lässt ihre besorgte Mutter aber nicht so richtig an sich heran. Und auch Annett muss sich klar werden, wie ihr eigenes Leben weitergehen soll, ob sie das Haus behalten und weiterhin nur interessante Stellenanzeigen lesen möchte, ob sie irgendwann noch einmal bereit für eine Partnerschaft ist.

Kristine Bilkau ist es gelungen, ein sehr feines Bild ihrer beiden Protagonistinnen zu zeichnen. Trotz aller Unterschiede konnte ich mich gut in sie und ihre jeweilige Situation hineinversetzen und beide irgendwie verstehen. Auch aktuelle Thematiken, wie der Krieg in der Ukraine, spielten neben dem Mutter-Tochter-Verhältnis, dem Verlust geliebter Menschen, dem Älter Werden, der beruflichen Verwirklichung und den Bedrohungen durch den Klimawandel eine Rolle. Auch die Gegend, in der alles spielt, nimmt ausreichend Raum im Roman ein und wird von der Autorin so beschrieben, dass ich eine gute Vorstellung von den jeweiligen Orten bekam. Der Schreibstil war auch insgesamt gut lesbar, sodass man sehr schnell am Ende des Buches angekommen ist.

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