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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2025

Logikfehler und inhaltsleer

Honeybridge. All Mine
1

Ich startete mit der Erwartung, einen süßen, cozy Autumn-Roman zu lesen. Der Roman ist flüssig zu lesen und kommt mit der wechselnden Erzählerperspektive zwischen beiden Protagonisten in der Ich-Form. ...

Ich startete mit der Erwartung, einen süßen, cozy Autumn-Roman zu lesen. Der Roman ist flüssig zu lesen und kommt mit der wechselnden Erzählerperspektive zwischen beiden Protagonisten in der Ich-Form.

Leider konnte mich Nixon gar nicht überzeugen.
Isabella, Anfang 30, frisch geschieden, will endlich mit ihrem Traum durchstarten und ihr eigenes Restaurant eröffnen. Zudem hat sie sich geschworen, ein Jahr lang zölibatär zu leben. Direkt am ersten Tag ihrer Ankunft in Honeybridge, verfällt sie aber natürlich dem Look ihres heißen, unwiderstehlichen, französischen Nachbarn Etienne. Dieser lässt nichts abblitzen und ist dafür bekannt, sich gleichzeitig niemals zu binden.

Der Roman hatte Potential. Leider gab es zahlreiche Logikfehler. Zudem fehlte einfach das gewisse Etwas. Etwas, was den Roman von den anderen abhebt. Etwas erfrischend Neues. Innovatives. Interessantes. Etwas, was man noch nicht schon x-mal gelesen hatte.

Ich hatte insgesamt einfach mehr Hygge und Kleinstadtfeeling-cozyness erwartet.
Der Roman war mir bedauerlicherweise zu inhaltsleer. Er hatte Potential mit all den Themen: problematischer Ex-Mann, Brand, Spielsucht, Waise, etc. Aber letztendlich wurde das alles nur am Rande erwähnt und die Protagonisten hatten gefühlt in jedem zweiten Kapitel Kein-Sex-Sex. Die Menge und Arten waren einfach nur ridiculous. Beide wirkten nicht wirklich verliebt, sondern wie notgeile Teenager. Denn wirklich viel Tiefe war zwischen beiden nicht zu lesen. Ich könnte beide Charaktere am Ende des Romans wirklich wenig beschreiben.
Die nächsten Bände werde ich mir daher nicht durchlesen.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Wie klein doch die Welt ist

Unter den Sternen von Paris
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Der Roman klingt zauberhaft. Sophie verliert ihren Job, frisch geschieden und erbt dann eine Bar in Paris. Das Leben scheint es wieder gut mit ihr zu meinen. Aber ihr Traum ist eine Journalistenkarriere ...

Der Roman klingt zauberhaft. Sophie verliert ihren Job, frisch geschieden und erbt dann eine Bar in Paris. Das Leben scheint es wieder gut mit ihr zu meinen. Aber ihr Traum ist eine Journalistenkarriere im Nahen Osten... Der wird ihr aber vor der NNase weggeschnappt... So begibt sie sich in Zwangsurlaub nach Paris. In ihrer Bar angekommen, sieht sie, wie heruntergekommen sie ist und entschließt sich sofort zu verkaufen. Den Verkauf arrangiert ein exquisit aussehender französischer Anwalt... Doch da sind noch viel mehr Franzosen in ihrem Umfeld und sie erliegt deren Charme... Gleichzeitig erfährt sie mehr über ihre Großmutter...

Während ich den Anfang ganz angenehm fand und mich auf einen romantischen Trip nach Paris freute, so legte sich meine anfängliche Begeisterung leider schnell. Es gibt viele Charaktere und am Ende sind quasi fast alle irgendwie miteinander involviert, was es für mich nicht mehr interessant und spannend machte. Die Welt ist klein, aber so klein? Das war nicht so mein Geschmack. Zudem hätte man auch sicher auf einen Handlungsstrang von einer Nebenfigur leicht verzichten können und dafür mehr romantische Spaziergänge durch Paris einbauen können.

Insgesamt kann ich den Roman daher leider nicht empfehlen. Mich hat er enttäuscht.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Suche nach Sinn

Geht so
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Ich habe mich auf einen tiefsinnigen Roman gefreut, der mich unterhält und aus dem ich eine Lehre ziehen kann. Gefunden habe ich eine Person mit einem leichten Beruf, gutem Gehalt, viel Freizeit und Freiheiten ...

Ich habe mich auf einen tiefsinnigen Roman gefreut, der mich unterhält und aus dem ich eine Lehre ziehen kann. Gefunden habe ich eine Person mit einem leichten Beruf, gutem Gehalt, viel Freizeit und Freiheiten im Beruf, die aber in diesem Beruf so gelangweilt ist, dass sie täglich Drogen wie Tiktaks konsumiert und es eigentlich fatal enden sollte, um ein negatives Beispiel abzuliefern und beim Leser einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, den man als Botschaft hätte wahrnehmen können.

Es startete dabei so gut. ich konnte mich in Marisa sehen. Auch ich bin nach dem Studium in einem Job gelandet, der mich zutiefst langweilt und keinen Spaß bereitet. Meiner engt mich aber leider auch zeitlich ein, da kann ich nicht kommen wann ich will, gehen wann ich will, Home Office ist ein Fremdwort.

Nach dem interessanten Anfang, in dem auch bekannt wird, dass eine Kollegin sich vor einem Jahr das Leben genommen haben soll, dachte ich mir: Okay, dieser Handlungsstrang kann interessant werden. Dieser wurde dann nur noch in einem Alkoholdelirium von Marisa am Ende des Romans wiederaufgeschnappt. Da konnte ich nur noch die Augen verdrehen. Das Ende hat sie dann redlich verdient, wobei sie in meinen Augen schon mehr verdient hatte als, was ihr dann geschehen ist.

Im Großen und Ganzen bin ich enttäuscht und kann den Roman nicht empfehlen. Er ist einfach nur nichtssagend.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Enttäuschend

Als ich dich traf
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Nachdem ich ihr voriges Werk gelesen habe und mir das sehr gefallen hatte, wollte ich unbedingt auch ihr neues Werk lesen. Es war eine absolute Enttäuschung. Meine Erwartungen wurden so gar nicht erfüllt.

Der ...

Nachdem ich ihr voriges Werk gelesen habe und mir das sehr gefallen hatte, wollte ich unbedingt auch ihr neues Werk lesen. Es war eine absolute Enttäuschung. Meine Erwartungen wurden so gar nicht erfüllt.

Der Roman verbreitet durchweg Propaganda und Indoktrination. Ich hatte jetzt keine große Lust auf so viel politische und religiöse Themen.

Insgesamt haben mich zudem inhaltlich zwei Punkte extrem gestört. Eine Operation kann man nicht einfach so gut verstecken in meinen Augen. Zudem wirkte der Roman insgesamt wegen des Endes komplett unstimmig, nicht rund in sich. Da habe ich mich am Ende gefragt: Ja, wozu denn dann das Ganze überhaupt erzählt, wenn das das Fazit sein soll? Es wirkt als hätte es am Anfang eine wichtige Botschaft haben sollen und das Ende hat es einfach nur komplett vermasselt.

Ich denke, dass ich auf weitere Werke von Serle verzichten werde.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Negative Vibes durch und durch

Achtzehnter Stock
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Wanda, eine arbeitslose Schauspielerin im 18. Stock eines Plattenbaus in Berlin, lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter. Ihr großes Ziel ist, aus dem Elend herauszukommen. Das klingt spannend, aber an der ...

Wanda, eine arbeitslose Schauspielerin im 18. Stock eines Plattenbaus in Berlin, lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter. Ihr großes Ziel ist, aus dem Elend herauszukommen. Das klingt spannend, aber an der Umsetzung hapert es.

Es gibt durchweg kaum einen roten Faden, Wanda ist von vorn bis hinten unsympathisch. Versucht sich als gute Mutter und versagt. Am Anfang dachte ich, sie ist eine rücksichtslose Mutter, am Ende bekam ich das Gefühl, sie ist eine latente Helikoptermutter.

Ihre besten Freundinnen leben im gleichen Bau und heißen Ming und Aylins Mutter. Durchweg hat diese Frau keinen Namen bekommen. Das hat mich so genervt. Wer macht das? Wer geht durchs Leben und hat mit einer Person täglich Kontakt, übergibt sein eigenes Kind in die Obhut der besten Freundin/Nachbarin und kennt den Namen nicht?

Das Ende konnte mich dann auch nicht überzeugen. Im Großen und Ganzen und der Roman eine Warnung an alle, die den falschen Partner und den falschen Karriereweg einschlagen wollen.

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