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Veröffentlicht am 05.07.2025

wichtig

Wenn die letzte Frau den Raum verlässt
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Was passiert, wenn sich nur noch Männer in einem Raum befinden? Das ist die eine Sache, die Frauen sich nur von Männern erzählen lassen können. Die beiden Autoren tun das in diesem Buch, sie erzählen aus ...

Was passiert, wenn sich nur noch Männer in einem Raum befinden? Das ist die eine Sache, die Frauen sich nur von Männern erzählen lassen können. Die beiden Autoren tun das in diesem Buch, sie erzählen aus dem was sie in ihren Seminaren und auch privaten Leben zu hören bekommen.

Als Frau bekommt man Sexismus ja eigentlich täglich zu spüren. Es wird viel darüber gesprochen, es werden Programme zu Förderung von Frauen aufgesetzt (und aktuell wieder abgeschafft) und vor allem Frauen engagieren sich für Frauenrechte. Von Männern kommt da gerne mal ein lapidares: Ihr seid doch schon gleichberechtigt, was wollt ihr denn noch. Mal mehr und mal weniger offen.

Die Autoren beschreiben im Buch die unterschiedlichen Männertypen, die mehr oder weniger aktiv Gleichstellungsthemen bekämpfen, aber auch unterstützen. Dabei wird auch klar, dass Männer sich viel leichter von anderen Männern überzeugen lassen, dass Gleichstellung eine Win-Win Situation für alle Beteiligten ist. Es ist also an der Zeit, dass mehr Männer sich an die Seite der Frauen stellen und sie dabei aktiv unterstützen.

Ich finde das Buch gut und wichtig, auch wenn es mich teilweise sehr wütend gemacht hat. Ich habe für mich nicht das Gefühl, dass ich häufig Sexismus begegne, aber nach dieser Lektüre habe ich erkannt, dass ich wahrscheinlich gelernt habe, damit umzugehen und mir ein dickes Fell zugelegt habe.

Aber am Ende ist es eben doch wichtig, dass man auch etwas dagegen tut und nicht nur damit zurecht kommt.

Daher kann ich nur hoffen, dass viele Männer dieses Buch lesen und wenigstens ein bisschen was daraus für sich mitnehmen und sich auch an die Seite der Frauen stellen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Bewegend

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Annegret arbeitet beim Kindersuchdienst. Sie hat viele Probleme dabei, aber sie braucht diese Arbeit. Allerdings darf niemand erfahren, dass sie einen Sohn hat, da unverheiratete Mütter nicht wohl gelitten ...

Annegret arbeitet beim Kindersuchdienst. Sie hat viele Probleme dabei, aber sie braucht diese Arbeit. Allerdings darf niemand erfahren, dass sie einen Sohn hat, da unverheiratete Mütter nicht wohl gelitten sind. Charlotte hat sich mit ihren Eltern überworfen und beginnt ebenfalls beim Kindersuchdienst und auch sie verbirgt ihre Herkunft. Anfangs ist der Job eben nur eine Möglichkeit Geld zu verdienen, doch mehr und mehr wächst ihr das Thema selbst ans Herz. Und als es um die Zukunft des Suchdienstes geht, halten alle fest zusammen.

Antonia Blum erzählt uns hier die Geschichte des Kindersuchdienstes der Bundesrepublik. Auch im Jahr 1955 sind viele noch auf der Suche nach ihren Angehörigen. Kinder suchen nach ihren Eltern und andersherum. Annegret und Charlotte stehen für die damaligen Mitarbeiter, die tausende Familien nach dem Krieg wieder miteinander vereint haben.

Die Geschichten der beiden Frauen haben mich sehr berührt. Annegret, die ihren Sohn verleugnen muss um die Arbeit zu behalten, mit der sie ihn und sich ernährt. Die Vorurteile, gegen die Frauen in der damaligen Zeit ankämpfen mussten waren schon sehr heftig. Ohne zu lügen oder Dinge zu verschweigen ging es da manchmal einfach nicht. Charlotte hingegen kommt aus betuchtem Haus und soll mehr oder weniger zwangsverheiratet werden, um die elterliche Firma zu retten. Die Art und Weise, wie ihr jegliche Selbstbestimmung verweigert wird, hat mich wirklich wütend gemacht. Hier sieht man sehr deutlich wie die damalige Gesellschaft mit dem Thema Gleichberechtigung umgegangen ist.

Alles in allem habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Es hat mich mitgenommen und ich habe mit den beiden Protagonistinnen mitgelitten und mich mit ihnen über ihre Erfolge freuen können. Daher freue ich mich auch schon auf den zweiten Band, in dem wir beiden wieder begegnen werden, diesmal aber im Jahr 1962.

Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Leise Menschen

Der Garten der kleinen Wunder
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Toja lebt zurückgezogen in einem Häuschen mit einem wunderbaren Garten drumherum. Eines Tages sieht sie ein Mädchen vom Grundstück nebenan herüberspähen und lädt sie ein, sich im Garten umzuschauen. Vica ...

Toja lebt zurückgezogen in einem Häuschen mit einem wunderbaren Garten drumherum. Eines Tages sieht sie ein Mädchen vom Grundstück nebenan herüberspähen und lädt sie ein, sich im Garten umzuschauen. Vica findet hier die Ruhe, die ihr sonst im Leben fehlt und hier wird nichts von ihr verlangt, das sie nicht geben kann.

Patricia Koelle-Wolken erzählt hier die Geschichte von leisen Menschen, die sich in großen und lauten Menschenmengen nicht wohlfühlen und gerne mit sich alleine sind. Sowohl Toja als auch Vica gehören dazu und ihr Umfeld tut sich oftmals schwer damit sie einfach so sein zu lassen wie sie sind. Toja wird zur Fürsprecherin von Vica auch gegenüber deren Vater, der Anfangs gar nicht versteht was seine Tochter umtreibt und in dem Bemühen, alles richtig zu machen sehr viel Porzellan zerschlägt.

Mir hat dieses leise Buch der Autorin wieder sehr gut gefallen. Es entschleunigt beim Lesen und ich konnte gut nachvollziehen, wie es Toja und Vici geht. Ich bin zwar nicht ganz so introvertiert wie die beiden, aber auch ich brauche meine Zeit für mich und ab und zu niemanden um mich herum.

Ich habe mich sehr wohlgefühlt beim Lesen und die Charaktere ins Herz geschlossen. Daher kann ich dieses leise Buch auf jeden Fall empfehlen!

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Veröffentlicht am 16.06.2025

humorvoller Krimi

Mord im Himmelreich
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Björn Kupernikus hat sich gerade auf dem Campingplatz Himmelreich bei Caputh häuslich eingerichtet, als er von einer ihm fremden Frau dazu gebracht wird, einen Hund, der auf einem Stand Up Paddelboard ...

Björn Kupernikus hat sich gerade auf dem Campingplatz Himmelreich bei Caputh häuslich eingerichtet, als er von einer ihm fremden Frau dazu gebracht wird, einen Hund, der auf einem Stand Up Paddelboard über den See treibt, zu retten. An Land stellt sich dann heraus, dass unter dem Board eine Leiche festgebunden ist.

Gemeinsam mit Annabelle macht sich Kupernikus daran herauszufinden, wer die Leiche unter dem Mordboard war und wer sie dorthin befördert hat. Denn die lokale Polizei macht auf ihn keinen kompetenten Eindruck und er wollte ja schon immer einen Tatort Kommissar spielen, daher ist er ja wohl bestens vorbereitet.

Ich habe von Andreas Winkelmann bis jetzt noch nichts gelesen, aber mit Cozy Krimis kann man mich immer locken. Und wenn diese dann noch im Camping-Umfeld spielen, sowieso. Ich hatte viel Spaß beim lesen dieser lockeren Krimi Komödie, die sehr humorvoll, aber nicht klamaukig war. Das Setting war sehr bildhaft beschrieben und die Charaktere auf dem Campingplatz schon sehr speziell. Sprich das, was man von Dauercampern so erwartet.

Ich mochte das Buch gerne und werde wohl auch die Fortsetzung lesen, denn ich fand das Duo Kupernikus und Annabelle wirklich toll miteinander. Die beiden ergänzen sich gut und Annabelles Rezepte, die alle einen besonderen Namen haben, fand ich auch sehr ansprechend.

Daher von mir eine Leseempfehlung für diesen wirklich humorvollem Krimi

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Veröffentlicht am 15.06.2025

kurz und knackig

Alles muss man selber falsch machen
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Dieses Buch versammelt die besten Texte, die Alena Schröder in den vergangenen Jahren in diversen Brigitte Formaten und der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht hat. Sie beschäftigt sich darin mit ihrem ...

Dieses Buch versammelt die besten Texte, die Alena Schröder in den vergangenen Jahren in diversen Brigitte Formaten und der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht hat. Sie beschäftigt sich darin mit ihrem Leben, den eigenen Macken, Beobachtungen anderer usw. Also einfach alles, was ihr so durch den Kopf geht und durch das Aufschreiben einfach klarer wird.

Ich habe bis jetzt keines ihrer Bücher gelesen und war neugierig auf den Schreibstil der Autorin. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe die Geschichten wirklich gerne gelesen und fand die Schreibweise sehr angenehm. Von daher hat mich dieses Buch davon überzeugt doch auch einmal einen der Romane der Autorin zu lesen.

Von mir daher eine Empfehlung für dieses Kurzgeschichtenbuch.

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