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Veröffentlicht am 20.06.2025

Schöner Reihenabschluss

Let's Be Free
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Auch der dritte und finale Band der Be-Wild-Reihe kommt wieder in einer wunderschönen Aufmachung daher und zeichnet sich - wie schon seine beiden Vorgänger - insbesondere dadurch aus, dass die aus mehreren ...

Auch der dritte und finale Band der Be-Wild-Reihe kommt wieder in einer wunderschönen Aufmachung daher und zeichnet sich - wie schon seine beiden Vorgänger - insbesondere dadurch aus, dass die aus mehreren Perspektiven erzählte Geschichte (Shae, Ty, Evie, Ariana) auch inhaltlich mit der hübschen äußeren Gestaltung mithalten kann.

Wer nämlich glaubt, die Stichworte Freundesgruppe, New York City Life und Romantik würden in einer 08/15-Romance resultieren, irrt gewaltig. Vielmehr gelingt es dem Autorinnen-Duo, wichtige Themen auf eindringliche Weise in die Handlung zu integrieren, sodass man sich zwar damit auseinandersetzt, während der Lektüre allerdings nie einen Eindruck deprimierender Schwere oder Negativität erlebt. Ihr Fokus liegt auf der realistischen Alltagsdarstellung - zwischenmenschliche Beziehungen, Karriere, Familienprobleme, Umgang mit traumatischen Erlebnissen (emotionale &/oder körperliche Gewalt, etc.) ... ein jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen.

Rückblickend haben alle vier Hauptfiguren eine bemerkenswerte Charakterentwicklung durchlebt, wobei mir vor allem Ariana ans Herz gewachsen ist (und ich Neuzugang Casey gefeiert habe), und obgleich ich Band 1 und 2 in puncto Spannungsbogen als etwas mitreißender empfunden habe, konnte ich den relativ ruhigen Abschluss dennoch entspannt genießen, was gewiss mitunter am gleichermaßen routinierten wie peppig-modernen Schreibstil der Autorinnen liegt.

Fazit: Eine sympathisches Grüppchen an Charakteren, vereint in einer meiner liebsten Städte - klare Leseempfehlung für alle Fans von NA-Romanen mit Tiefgang.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Unterhaltsamer Frauenroman

Die Blütenfreundinnen – Mandelträume
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Bei diesem unterhaltsamen Read, der den zweiten Teil der mir bis dato unbekannten Buchreihe "Die Blütenfreundinnen" darstellt, waren es insbesondere die folgenden Punkte, die meine Neugier entfacht hatten: ...

Bei diesem unterhaltsamen Read, der den zweiten Teil der mir bis dato unbekannten Buchreihe "Die Blütenfreundinnen" darstellt, waren es insbesondere die folgenden Punkte, die meine Neugier entfacht hatten:

das im Klappentext angeteaserte Setting - Portugal (... so urlaubsreif wie ich bin, kommt mir ein literarischer Ausflug in die Sonne gerade recht!),

das offensichtlich im Fokus stehende Thema Frauenfreundschaft,

* die bezaubernde, frühlingshaft-frische Covergestaltung.

Gleich vorweg möchte ich festhalten (keine Kritik - nur eine persönliche Anmerkung): Mit dem im Präsens und in der dritten Person der jeweiligen Perspektive gehaltenen Erzählstil wurde ich bis zuletzt nicht warm, unabhängig vom Inhalt. Was ich meine: Sätze wie "Noch immer kann Lena nicht fassen, was ihr widerfahren ist." Oder: "Nicole und Toni gratulieren. Lena spricht ihre Bewunderung für Kristin aus [...]" - Fühle ich einfach nicht. Das ist natürlich reine Geschmackssache, aber diese Art von Schreibstil lässt bei mir einfach immer eine gewisse Distanz bestehen.

Was mir hingegen großartig gefallen hat: Wir lernen jede der vier Frauen - allesamt reifere Persönlichkeiten weit jenseits der 30er, was eine erfrischende Abwechslung im Liebesroman-Genre darstellt - individuell in ihren eigenen Kapiteln kennen. Lena muss aufgrund der betrügerischen Machenschaften einer ehemaligen Mitarbeiterin ihre Apotheke schließen und verliert von heute auf morgen ihre Existenz. Nicole trauert um ihren verstorbenen Mann Lutz und erhält ein überraschendes Jobangebot, das letztlich die gesamte Freundesgruppe auf einen unvergesslichen Ausflug nach Portugal führen soll. Kristin nähert sich ihrem Expartner Holger wieder an, nachdem dieser sie für eine jüngere Frau verlassen hatte - kann das wirklich gutgehen? Und Antonia - Toni - hat zwar finanziell ausgesorgt, fühlt sich allerdings einsamer denn je.

Authentische Dialoge, eine glaubwürdige Handlung, bildreiche Settingbeschreibungen ... on paper passte alles. Dennoch wollte der Funke nicht ganz überspringen, wobei ich überzeugt davon bin, dass dies in der besagten Distanz begründet lag.

Fazit: Von mir gibt es eine zufriedene Leseempfehlung für alle Fans von modernen Frauenromanen mit reifen, lebensnah angelegten Charakteren.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Viel Potential, das leider nicht ganz ausgeschöpft worden ist

The Serpent and the Wolf
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Man nehme einen gleichermaßen mystisch wie episch klingenden Buchtitel, einen traumhaft schönen Farbschnitt, einen verheißungsvollen Klappentext, der obendrein mit meinen Lieblingstropes aufwartet - Enemies-to-Lovers, ...

Man nehme einen gleichermaßen mystisch wie episch klingenden Buchtitel, einen traumhaft schönen Farbschnitt, einen verheißungsvollen Klappentext, der obendrein mit meinen Lieblingstropes aufwartet - Enemies-to-Lovers, Fake Dating und Arranged Marriage ... und schon bin ich hyped. Klar, dass ich Rebecca Robinsons Eyecatcher von einem Fantasy-Schmöker unbedingt lesen wollte!

Der Einstieg in die Handlung gestaltete sich trotz des unkomplizierten Schreibstils ein wenig holprig - ich wurde zunächst nicht so recht warm mit den Charakteren, fand mich dafür dann allerdings relativ bald in die Story hinein. Reid - so einfühlsam, interessant und charismatisch - bildete für mich DIE positive Überraschung. Zwar war mir auch Vaasa (deren Figur als willensstarke, intelligente, rebellische Frau angelegt ist) nicht per se unsympathisch und ich konnte ihren anfänglichen Unmut wahrlich nachvollziehen, dennoch blieb bis zuletzt eine gewisse Distanz zu ihr bestehen (und ich war kein Fan von ihrem wiederholt trotzigen Verhalten).

Der Magie-Aspekt kam mir ein wenig zu kurz; ich hätte mir mehr Details, mehr Intensität, überhaupt insgesamt mehr Tiefe erhofft. - Aber to be fair: Ich muss hinzufügen, dass ich den vorliegenden (immerhin Debüt-)roman diesbezüglich auch mit meinen großen Genre-Lieblingen (z.B. Julia Dippels "Cassardim") vergleiche.

Apropos Genre ... Was ich bei Fantasy-Werken generell immer ein wenig schade finde: oftmals sind sie zu überladen mit dem Thema Politik. Ich meine, ja - I get it ... beim klassischen Kampf von Gut gegen Böse, insbesondere in magischen Storywelten inklusive Königreichen & sonstigen Zusammenschlüssen spielen politische Verhandlungen und Strategien natürlich eine gewisse Rolle. Aber diesbezüglich gilt in meinen Augen schlichtweg: Weniger ist mehr. Dafür hätte ich lieber einen Fokus auf andere Details gehabt - oder gerne auch mehr Spice-Szenen, sofern eine Romanze Teil der Handlung ist. Selbiges gilt für "The Serpent and the Wolf", auch wenn hier der Romance-Aspekt immerhin gut zur Geltung kommt.

Trotz des für mich langsamen Starts (auf den gesamten Rahmen bezogen, meine ich, nicht die Annäherung von Vaasa & Reid) und kleiner Längen im Mittelteil nimmt die Handlung nach und nach an Fahrt auf und im letzten Drittel wird es deutlich spannender - inklusive Cliffhanger. Ob das Buch mich dermaßen catchen konnte, dass ich unbedingt den Folgeband lesen muss ... ? Ich bin zwiegespalten.

Mein Lieblingszitat erfolgt übrigens relativ früh in der Handlung: "Auch Kriegsherren waren Männer. Und Männer waren fast immer ihr eigener Untergang."

Fazit: Ich hatte mir irgendwie mehr erwartet - vielleicht bin ich in puncto Fantasy auch einfach schwer verwöhnt. Fakt ist: 100%ig überzeugt bin ich nicht. Mehr Magie, weniger Politik hätte mir besser gefallen, daher spreche ich lediglich eine bedingte Leseempfehlung für eingefleischte Fantasy-Reader aus.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Glück ist so zerbrechlich wie Glas …

Tage aus Glas
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"Die Männer soffen, während die Frauen schufteten, so war das nun mal. Ihr war es mit Jakob so ergangen. Henrike und Bille würde es mit ihren Männern so ergehen. So war der Lauf der Dinge, besser man fand ...

"Die Männer soffen, während die Frauen schufteten, so war das nun mal. Ihr war es mit Jakob so ergangen. Henrike und Bille würde es mit ihren Männern so ergehen. So war der Lauf der Dinge, besser man fand sich ab. […] Das Leben hatte noch jeden zurechtgestutzt. […]"

Im Hinblick auf Dorothee Krings' aktuellen Roman bleiben mir insbesondere folgende Punkte in Erinnerung:

❏ der raue, ungeschönte, gänzlich unverschnörkelte Erzählton, der - gepaart mit authentisch-intensiven Schilderungen der damaligen Lebensumstände und zeitgerechter Wortwahl - dafür sorgt, dass man ein realistisches Bild vor Augen hat,

❏ das unterschwellige Gefühl von Melancholie, Pessimismus, Hoffnungslosigkeit, das wie eine graue Wolke über den Zeilen lag und die inhaltliche Schwere verstärkte (- bereits der Einstieg in die Handlung beginnt mit dem Tod eines kleinen Jungen -); wenn ich ein Wort als Gesamteindruck für die Atmosphäre wählen müsste, wäre es "Trostlosigkeit";

❏ die innere Zerrissenheit der beiden weiblichen Hauptfiguren, die zwischen Pflichtbewusstsein und der Erfüllung ihrer eigenen Wünsche/Träume schwanken.

Leider wurde ich mit den Charakteren bis zum Schluss nicht warm. Zwar hatten sie mein vollstes Mitgefühl, denn das Leben als Frau war im Grunde vorgezeichnet und vor allem geprägt durch Fremdbestimmung - durch die eigene Familie, die gesellschaftlichen Erwartungen, den Ehemann. Dennoch … ich hatte gerade zuvor einen anderen historischen Roman beendet (fast identischer Handlungszeitraum, ebenfalls zwei Frauenschicksale sowie Auswandererthematik), der mir in puncto Figurennähe dermaßen unter die Haut gegangen war, dass mir der Unterschied nun mal sehr auffällig erschien. Nichtsdestotrotz wird beim vorliegenden Werk deutlich, dass ihm eine fundierte Recherche zugrunde liegt.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein eher ruhiges, nachdenkliches Buch. Ich empfehle "Tage aus Glas" insbesondere eingefleischten Fans von historischen Romanen, für die der Fokus einer Geschichte nicht zwingend auf Happy-Sunshine-Vibes und Romantik liegen muss.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Was sich liebt, das neckt sich

Lady in Pink
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Als Regency-Liebhaberin (und angetan von der RomCom-artigen Covergestaltung) war ich sehr neugierig auf diese im Klappentext so verheißungsvoll beschriebene Historical Romance. Enemies to Lovers ist mit ...

Als Regency-Liebhaberin (und angetan von der RomCom-artigen Covergestaltung) war ich sehr neugierig auf diese im Klappentext so verheißungsvoll beschriebene Historical Romance. Enemies to Lovers ist mit Abstand mein Lieblingstrope und dann auch noch in einem meiner Lieblings-Genres ... Na, dann konnte theoretisch nichts schiefgehen. Obendrein gab das volle Programm: hübsche Kleider, prunkvolle Bälle, die feine Gesellschaft, jede Menge Tratsch ... und natürlich jede Menge Herzklopfen.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Blythe (an diesen Namen konnte ich mich partout nicht gewöhnen) und Briggs, die sich bereits als Kinder neckten, als Teenager einander interessant fanden - bis ein Streich zu weit ging - und als Erwachsene genau dort weitermachen, wo sie einst aufgehört hatten: à la 'Wer kann den anderen am besten auf die Palme treiben'. Regelrecht traumatisiert durch die damals erlittene Demütigung und Enttäuschung, schwor Blythe sich, Briggs auf ewig zu verachten ... und findet es höchst ärgerlich, dass dieser nervige Junge zu einem unverschämt attraktiven Mann herangewachsen ist, dessen Unterstützung sie obendrein leider gut gebrauchen könnte. Erstens gilt es, einen furchtbaren Heiratsinteressenten abzuwimmeln, zweitens benötigt sie ihn als in der Gesellschaft respektierten Fürsprecher für ihr Herzensprojekt - sie möchte ihre Bienenzucht im großen Stil ausbauen. Im Gegenzug wird sie ihm helfen, bei einer reichen jungen Lady zu punkten, damit er seine Familie finanziell absichern kann.

Eine Prise "Stolz und Vorurteil" schwingt mit, denn Blythe hat eine gänzlich falsche Vorstellung von Briggs, zumal er alles dafür tut, die Fehltritte seines Vaters zu vertuschen und somit die Schuld auf sich selbst lenkt = auf sie gänzlich verantwortungslos wirkt. Zum Glück gelingt es Blythe bald, hinter seine Fassade zu blicken und sein wahres Ich zu erkennen - und umso schlimmer, dass er nun eine Andere heiraten soll...

Aus meiner Sicht ist es ein solide geschriebener Regency-Roman, wobei sich einige Passagen - speziell alles rund ums Thema Boxen und Wettkämpfe - zu sehr in die Länge gezogen und meinen Lesefluss gebremst haben. Ich mochte den neckischen Schlagabtausch zwischen den Hauptfiguren und habe die atmosphärischen Beschreibungen, insbesondere auf den typischen Ausflügen, genossen, aber ... so ganz wollte der Funke nicht überspringen. - Vielleicht liegt es daran, dass ich in Bezug auf dieses Genre nun mal enorm verwöhnt bin und alles an meinen Highlights messe. Nichtsdestotrotz: Alle Fans von Regency-Werken machen mit diesem Roman definitiv nichts verkehrt und werden gewiss schöne Lesestunden erleben.

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