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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2025

Wunderbar poetisch

Allow a Sunflower to Bloom
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„Allow a Sunflower to Bloom“ hat mich von Anfang an gepackt. Es ist eine ruhige, aber unglaublich berührende Geschichte über das Erwachsenwerden, die Suche nach sich selbst und wie wichtig es ist, den ...

„Allow a Sunflower to Bloom“ hat mich von Anfang an gepackt. Es ist eine ruhige, aber unglaublich berührende Geschichte über das Erwachsenwerden, die Suche nach sich selbst und wie wichtig es ist, den eigenen Schmerz anzusehen.

Im Mittelpunkt steht Emmee, die zusammen mit ihrer Schwester Madita in eine WG zieht. Dort treffen fünf sehr unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander, jeder mit eigenen Träumen und Verletzungen. Emmee ist in einer liebevollen Pflegefamilie aufgewachsen, doch die Frage nach ihrer Herkunft lässt sie nicht los: Warum hat ihr Vater sie damals im Jugendamt zurückgelassen?

Als Emmee beginnt, sich in der WG einzuleben, meldet sich ihre Vergangenheit zurück. Alte Wunden reißen auf, und sie muss sich dem stellen, was sie so lange verdrängt hat. Gleichzeitig entwickelt sich etwas Besonderes zwischen ihr und Casimir – einem Mitbewohner, der selbst seine Geheimnisse mit sich trägt. Die leise Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich wirklich berührt.

Der Schreibstil ist poetisch und bildhaft, teilweise so schön, dass ich Sätze zweimal lesen musste. Besonders gefallen haben mir die vielen Bezüge zur Kunst, die der Geschichte eine ganz eigene Tiefe geben.

Mein Fazit:
Ein Buch für alle, die Geschichten lieben, die ans Herz gehen, ohne kitschig zu sein. Es geht um Liebe, Freundschaft, Geheimnisse – und um den Mut, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Nichts ist je vergessen

Furye
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Das Cover vermittelt sofort Sommerfeeling: Pool, Hitze, Licht – man bekommt direkt Lust auf Urlaub. Doch der Inhalt schlägt ganz andere Töne an.



Im Prolog geht es um einen Unfall mit Todesfolge. Die ...

Das Cover vermittelt sofort Sommerfeeling: Pool, Hitze, Licht – man bekommt direkt Lust auf Urlaub. Doch der Inhalt schlägt ganz andere Töne an.



Im Prolog geht es um einen Unfall mit Todesfolge. Die Erzählerin scheint mehr darüber zu wissen, als sie sagt – was sofort Fragen aufwirft: Was ist damals wirklich passiert? Und woher kennt sie die Details?



Die Erzählerin ist heute erfolgreiche Musikmanagerin, ständig im Stress, beruflich ganz oben, privat leer. Man spürt, dass sie innerlich unzufrieden ist, zerrissen, fast wie taub. Ein unerwarteter Anruf bringt sie aus dem Gleichgewicht und sie fährt zurück in ihre alte Heimat – der Ort, an dem alles begann.



Der Roman springt immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Damals war sie 17, nannte sich Alec und schrieb ihre Gedanken in ein Notizbuch. Sie war Teil eines engen Dreierbundes: Alec, Meg und Tess – sie nannten sich „die Furyen“, angelehnt an die Furien der griechischen Mythologie. Ihre Idee: unnachgiebig sein, wild, rücksichtslos – eine Art jugendlicher Trotz gegen die Welt.



Die Geschichte ist ausdrucksstark und emotional geschrieben. Sie lebt von den Stimmungen, den unausgesprochenen Spannungen, dem Schweigen zwischen den Zeilen. Es ist eine Coming-of-Age-Erzählung, in der es um Loyalität, Schuld und die Frage geht, ob man der Vergangenheit wirklich entkommen kann – oder ob sie einen irgendwann doch einholt.



Eine klare Empfehlung von mir! 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Erschreckend und spannend

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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„Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich“ von Antonia Wesseling hat mich bereits mit seinem Cover neugierig gemacht. Es wirkt dunkel, mystisch und verlockend – ganz so, als würde sich hinter der Geschichte ...

„Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich“ von Antonia Wesseling hat mich bereits mit seinem Cover neugierig gemacht. Es wirkt dunkel, mystisch und verlockend – ganz so, als würde sich hinter der Geschichte ein gefährliches Geheimnis verbergen. Die Loverboy-Methode war mir vor dem Lesen bereits ein Begriff, weshalb ich eine grobe Ahnung davon hatte, worum es gehen könnte. Trotzdem hat mich die Geschichte durch ihre Intensität und emotionale Tiefe überrascht.

Der Schreibstil ist flüssig, die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt – was mir sehr gut gefallen hat, da man so alle Figuren besser versteht. Im Mittelpunkt steht Lola, die Mitbewohnerin der jungen Studentin Vivian. Als Vivian sich in den charismatischen Pascal verliebt und plötzlich spurlos verschwindet, beginnt für Lola eine nervenaufreibende Suche. Unterstützung bekommt sie dabei von Vivians Halbbruder Elias, der selbst mit einer schwierigen Vergangenheit kämpft. Gemeinsam tauchen sie immer tiefer in ein Netz aus Lügen, Manipulation und dunklen Geheimnissen ein. Die Handlung bleibt durchgehend spannend, enthält viele überraschende Wendungen und hat auch tragische Momente, die unter die Haut gehen.

Besonders beeindruckt hat mich, wie das Buch wichtige Themen wie emotionale Abhängigkeit, psychische Manipulation und persönliche Verantwortung behandelt. Es regt definitiv zum Nachdenken an – über Vertrauen, falsche Liebe und wie leicht man in toxische Beziehungen geraten kann.

Insgesamt ist „Loverboy“ ein spannendes, mitreißendes Jugendbuch mit ernstem Hintergrund. Ich vergebe 4 von 5 Sternen – weil es sowohl berührt als auch fesselt, und weil es wichtige Botschaften transportiert, ohne belehrend zu wirken.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Slowburn vom Feinsten

Powerless - Die Flucht
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„Powerless – Die Flucht“ ist der zweite Band der Powerless-Reihe von Lauren Roberts – und er hat mich emotional komplett zerrissen . Während der erste Teil bereits stark aufgebaut hat, geht es in diesem ...

„Powerless – Die Flucht“ ist der zweite Band der Powerless-Reihe von Lauren Roberts – und er hat mich emotional komplett zerrissen . Während der erste Teil bereits stark aufgebaut hat, geht es in diesem Buch noch weiter: mehr Spannung, mehr Gefahr, aber vor allem mehr Gefühl.



Im Mittelpunkt stehen wieder Paedyn und Kai , zwei Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und doch auf eine Weise zueinander gehören, die man nicht erklären kann – man fühlt es einfach. Der Slow Burn ist einfach on Point – ehrlich und intensiv.



Ich liebe, wie Lauren Roberts es schafft, die Balance zwischen actionreicher Handlung und emotionalem Tiefgang zu halten. Die Welt wird weiter ausgebaut, das System dahinter klarer. Mit keiner Seite endet die Spannung.



Kai hat mich in diesem Band noch mehr berührt als im ersten. Seine innere Zerrissenheit, seine Loyalität, seine vorsichtige Nähe zu Paedyn – das war einfach wunderschön zu lesen. Und Paedyn? Stark, verletzlich, clever – sie ist eine dieser Heldinnen, die man nicht so schnell vergisst.





Ich kann nur sagen: Diese Reihe gehört zu meinen Highlights, und Band 2 hat meine Erwartungen sogar übertroffen. Der Cliffhanger war echt mega fies.

Ich freue mich sehr auf den 3. Teil.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Idyllisch und spannend

The Surf House
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Ich dachte beim Cover zuerst: „Oh, das wird ein entspannter leicht spannender Sommerroman mit Meer und Sonne.“ Aber nein – The Surf House ist ein spannungsgeladener Thriller mit dunklen Geheimnissen, einer ...

Ich dachte beim Cover zuerst: „Oh, das wird ein entspannter leicht spannender Sommerroman mit Meer und Sonne.“ Aber nein – The Surf House ist ein spannungsgeladener Thriller mit dunklen Geheimnissen, einer verschwundenen Frau und ziemlich vielen Fragezeichen.



Bea, die Hauptfigur, ist Model und irgendwie unzufrieden mit ihrem Leben. Durch einige unglückliche Umstände verliert sie ihren Pass und strandet in Mala – einem kleinen, abgelegenen Surfort. Dort kommt sie bei Marnie unter, einer Frau, die sie kaum kennt. Klingt erstmal nett, aber es dauert nicht lange, bis klar wird: In Mala ist nicht alles so idyllisch, wie es scheint.



Die Geschichte ist größtenteils richtig packend und unvorhersehbar. Ich habe mehrfach gedacht: „Okay, das habe ich jetzt echt nicht kommen sehen!“ Die Atmosphäre ist intensiv – manchmal sonnig und leicht, dann wieder beklemmend und düster. Die Figuren haben Tiefe, ihre Vergangenheit hängt wie ein Schatten über allem.



Was mir nicht ganz so gefallen hat: An ein paar Stellen gab’s Längen, wo ich das Gefühl hatte, es zieht sich etwas. Aber das wurde durch die Spannung und die überraschenden Wendungen wieder ausgeglichen.



Fazit:

The Surf House ist ein atmosphärischer Thriller mit Fernweh-Flair und Gänsehautmomenten. Kein reiner Wohlfühlroman – eher was für alle, die Spannung, Geheimnisse und starke weibliche Figuren mögen

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