Wunderbar poetisch
Allow a Sunflower to Bloom„Allow a Sunflower to Bloom“ hat mich von Anfang an gepackt. Es ist eine ruhige, aber unglaublich berührende Geschichte über das Erwachsenwerden, die Suche nach sich selbst und wie wichtig es ist, den ...
„Allow a Sunflower to Bloom“ hat mich von Anfang an gepackt. Es ist eine ruhige, aber unglaublich berührende Geschichte über das Erwachsenwerden, die Suche nach sich selbst und wie wichtig es ist, den eigenen Schmerz anzusehen.
Im Mittelpunkt steht Emmee, die zusammen mit ihrer Schwester Madita in eine WG zieht. Dort treffen fünf sehr unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander, jeder mit eigenen Träumen und Verletzungen. Emmee ist in einer liebevollen Pflegefamilie aufgewachsen, doch die Frage nach ihrer Herkunft lässt sie nicht los: Warum hat ihr Vater sie damals im Jugendamt zurückgelassen?
Als Emmee beginnt, sich in der WG einzuleben, meldet sich ihre Vergangenheit zurück. Alte Wunden reißen auf, und sie muss sich dem stellen, was sie so lange verdrängt hat. Gleichzeitig entwickelt sich etwas Besonderes zwischen ihr und Casimir – einem Mitbewohner, der selbst seine Geheimnisse mit sich trägt. Die leise Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich wirklich berührt.
Der Schreibstil ist poetisch und bildhaft, teilweise so schön, dass ich Sätze zweimal lesen musste. Besonders gefallen haben mir die vielen Bezüge zur Kunst, die der Geschichte eine ganz eigene Tiefe geben.
Mein Fazit:
Ein Buch für alle, die Geschichten lieben, die ans Herz gehen, ohne kitschig zu sein. Es geht um Liebe, Freundschaft, Geheimnisse – und um den Mut, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.