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Veröffentlicht am 12.08.2025

Tiefgründige Themen in teils oberflächlicher Geschichte

Children of Blood and Bone
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Es fällt mir irgendwie schwer, eine Meinung zu diesem Buch abzugeben. Einerseits finde ich die Welt unglaublich spannend, und die Geschichte hat mir echt zugesagt und mich abgeholt, andererseits war irgendwann ...

Es fällt mir irgendwie schwer, eine Meinung zu diesem Buch abzugeben. Einerseits finde ich die Welt unglaublich spannend, und die Geschichte hat mir echt zugesagt und mich abgeholt, andererseits war irgendwann aber auch ein Punkt erreicht, an dem ich ziemlich genervt von den ganzen Figuren war, und ich kann nicht mal genau sagen, warum. Vielleicht lag es an der Stimme der Vorleserin (ich habe das Buch gehört und gelesen), von der ich eigentlich nicht das Gefühl hatte, dass sie mich nervt, aber eventuell doch, vielleicht an irgendetwas inhaltlichem, vielleicht an den romantischen Subplots, die es für mich hier wirklich nicht gebraucht hätte, aber während die erste Hälfte des Buches wirklich richtig großartig war, habe ich mich selbst dabei erwischt, wie es zur zweiten Hälfte einfach zu viel für mich wurde.
Auch finde ich die ganzen Probleme zwar ziemlich gut, und auch wie die Figuren mit allem umgehen war echt spannend und ich mochte die Vielschichtigkeit der Figuren und wie man richtig gemerkt hat, woher sie kamen, auf der anderen Seite waren aber auch so einige Dinge im Buch enthalten, die dann alles plötzlich doch zu schnell haben gehen lassen, wie eine konsequente Anziehung zwischen Figuren, bei denen es wirklich nicht nötig gewesen wäre, aber dann doch von Anfang an klar war, worauf es hinaus laufen würde, oder bestimmte kleinere Punkte, bei denen ich das Gefühl hatte, dass die einfach immer und immer wieder rausgekramt wurden.
Das hat mir zum Ende hin dann irgendwie doch den Spaß genommen, und mit dem Ende der Geschichte jetzt gerade muss ich sagen, dass mein Bedürfnis, weiterzulesen, nicht wirklich vorhanden ist.
Was aber nichts daran ändert, dass ich die Geschichte dann doch echt solide finde, und ich auch mag, wie das Thema von Sklaverei und Unterdrückung in die Geschichte einfließt/das Hauptthema ist, und dass gerade dadurch auch jüngeren Menschen nähergebracht wird, sich mit so schweren Thematiken zu beschäftigen.
Alles in allem denke ich, dass der Stil vielleicht einfach nichts für mich ist, bzw. dass die Durchmischung von so schweren Themen mit eher oberflächlichen Tropes für mich hier nicht ganz nahtlos zusammenpasste, ich denke aber auch, dass es kein schlechtes Buch ist, und wenn ich Band 2 schon hätte, würde ich es ganz sicher doch weiterlesen, um zu sehen, wohin es noch führen würde, so ist mein Interesse nur gerade sehr gering und ich glaube ich lasse die Reihe einfach lieber den Leuten, die mehr damit anfangen können und widme mich eher anderen Dingen.

Veröffentlicht am 11.08.2025

Inhaltlich sehr spannend, blieb mir aber leider bis zum Ende eher fremd

Lied des ungezähmten Eises - Zorn der Flammen
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Inhaltlich hat dieses Buch mir wirklich zugesagt, und die Welt und Handlung fand ich total magisch, sodass ich mich sehr gerne in ihren Bann habe ziehen lassen. Oder auf jeden Fall hätte ich es gerne getan, ...

Inhaltlich hat dieses Buch mir wirklich zugesagt, und die Welt und Handlung fand ich total magisch, sodass ich mich sehr gerne in ihren Bann habe ziehen lassen. Oder auf jeden Fall hätte ich es gerne getan, denn leider wurde ich beim Lesen dann irgendwie doch immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Keine Ahnung, was es war, aber irgendwie hat das Buch es nicht geschafft, mich komplett einzufangen. Vielleicht lag es an einem etwas zu modernen Sprech-Stil der Figuren, bei denen ich teils das Gefühl hatte, dass selbst Götter nicht anders sprechen als ein Teenager es tun würde (keinesfalls immer der Fall gewesen, aber es gab ein paar Momente, wo es mir doch stark auffiel, dass sich das ganze nicht sehr göttlich anfühlte), vielleicht lag es daran, dass teils sehr Lange immer und immer wieder die gleichen Dinge angesprochen wurden, oder vielleicht lag es auch an der Art, wie manche Figuren miteinander umgegangen sind, aber auf jeden Fall bin ich beim Lesen dann doch immer wieder rausgekommen, und musste mich leider teilweise schon zum Lesen zwingen. Oder auf jeden Fall fühlte es sich oft wie Arbeit an.
Inhaltlich dennoch sehr solide, und an sich die Welt war richtig gut, wenn jemandem der Stil nichts ausmacht, dann kann ich mir also gut vorstellen, dass das Buch für denjenigen absolut was wäre (und ich denke, dann würde ich's auch empfehlen).

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  • Cover
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Veröffentlicht am 02.08.2025

Tolle Welt und Figuren, die mir manchmal emotional leider fremd blieben

We hunt the Flame
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In We Hunt The Flame folgen wir einer Gruppe zufällig (und teils widerwillig) zusammengewürfelter Kameraden, die alle aus ihren eigenen Gründen und mit eigenen Zielen versuchen, die Magie ins Reich um ...

In We Hunt The Flame folgen wir einer Gruppe zufällig (und teils widerwillig) zusammengewürfelter Kameraden, die alle aus ihren eigenen Gründen und mit eigenen Zielen versuchen, die Magie ins Reich um Arawiya zurück zu bringen, wo sie seit langer Zeit nicht mehr heimisch ist. Erlebt wird das ganze aus Sicht von Zafira, einer Jägerin, die entgegen der Gesetze ihres Volkes auch als Frau für das kämpft, was ihr etwas bedeutet, und Nasir, der trotz der Tatsache, dass er ein Prinz ist, eigentlich nur Befehlen gehorchen kann.

Mich persönlich konnte die Welt sehr schnell in ihren Bann ziehen, auch wenn die vielen erdachten oder arabisch inspirierten Begriffe teils nicht sofort in ihren Bedeutungen ersichtlich wurden, was es auch manchmal etwas verwirrend gemacht hat. Ich konnte mich allerdings sehr schnell in die Regeln und die Welt generell hineinfinden, und gerade die Figuren fand ich wirklich gut gemacht.
Sie haben alle eindeutig ihre Stärken, Schwächen und eigenen Ziele sowie Motivationen, und sind dabei alle einzigartig, sodass ich auch wirklich das Gefühl hatte, dass alle Figuren wirklich relevant für die Geschichte waren. Auch werden die Einsätze sehr schnell sehr deutlich, sodass man auch das ganze Buch über durchaus merkt, wie wichtig der aktuelle Auftrag ist.

So sehr ich allerdings die Figuren mochte, so sehr haben die einzelnen Beziehungen für mich dann doch zu Wünschen übrig gelassen. So habe ich durchaus erkennen können, was das Ziel mit einigen Figuren war, und sie sind mir individuell sehr ans Herz gewachsen, ich habe anderen Figuren aber teils ihre Trauer nicht ganz abkaufen können, wenn in der Gruppe Vorfälle kamen, da ich beim Lesen gar nicht das Gefühl hatte, dass sie wirklich mehr zusammengewachsen wären. In der Theorie ja, wirklich überzeugend in Momenten herübergebracht war es für mich aber leider nicht.
Und das betraf für mich sowohl freundschaftliche als auch romantische Beziehungen. Ich fand das Tempo durchaus angebracht, und es gab auch ausreichend Szenen, in denen die Leute sich näherkamen, sodass ich rein vom Verständnis her absolut nachvollziehen kann, wann sich was wie entwickelt hat, und es kam mir auch absolut realistisch vor, nur emotional hat mich irgendwie gar nichts davon abholen können. Ich hatte weder das Gefühl, dass die romantischen Paare viel Chemie hatten, noch konnte ich generell Gefühle nachvollziehen. Einzeln ging es noch, aber dann zwischen den Figuren miteinander haben mich die Emotionen leider ganz oft nicht abgeholt/ich habe beim Lesen kaum was (mit) gefühlt.
Das Problem tauchte für mich hauptsächlich in der zweiten Hälfte des Buches auf, denn in der ersten, als wir langsam die Figuren und Welt kennenlernen, hatte ich das Gefühl fehlender Emotionen beinahe gar nicht, aber dann kam das Gefühl dafür umso öfter und ich habe mich sehr oft dabei erwischt, dass ich irgendwie ein klein wenig mehr gebraucht hätte, um den Leuten Dinge abzukaufen/ich manchmal (das hauptsächlich bei Nasir und Altair) das Gefühl hatte, dass die Geschehnisse emotional eher stillstanden.

Abgesehen davon hat mich das Buch aber durchaus überzeugen können. Das Ende jetzt hat mir gut gefallen und macht durchaus neugierig auf mehr, die Welt fand ich sehr schön, und wie die Figuren in Band zwei weitermachen werde ich mir auf jeden Fall auch noch durchlesen, denn ich bin auf jeden Fall gespannt auf den weiteren Verlauf (und vielleicht kann Band zwei mich ja auch emotional etwas mehr abholen, wäre auf jeden Fall schön).

Veröffentlicht am 18.06.2025

Handlung super, Figuren für mich nicht überzeugend

Arc & Ruin
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In Heart & Shadow habe ich eine Geschichte gehabt, die ich vom Setting und Inhalt her unglaublich spannend fand, und genau das hat sich im zweiten Band der Reihe auch fortgesetzt. Es gibt wieder alte und ...

In Heart & Shadow habe ich eine Geschichte gehabt, die ich vom Setting und Inhalt her unglaublich spannend fand, und genau das hat sich im zweiten Band der Reihe auch fortgesetzt. Es gibt wieder alte und neue Rätsel, große Herausforderungen, eine Menge Antworten, neue Fragen, spannende Entwicklungen, mehr Worldbuilding, und richtig coole Konzepte, die mich großteils echt gut überzeugen konnten. Ich war wirklich immer gespannt, was der Plot mit sich bringen würde, und wie genau sich die Probleme aus Band eins (und auch die neuen jetzt) lösen lassen würden, und was das angeht wurde ich auch (großteils) nicht enttäuscht: Von der Handlung/dem reinen Plot her konnte mich das Buch wieder einmal echt gut überzeugen und ich fand es einen gelungenen Abschluss der Dilogie.
Wo es in meinen Augen aber leider wenig überzeugt hat, waren die Figuren, was trotz all der Dinge, die ich so gut fand, doch sehr stark mein Lesevergnügen gemindert hat. Ich brauche Figuren, mit denen ich mitfühlen und die mich bewegen können (zumindest meistens), und in diesem Buch fand ich die Figuren bis zum letzten Kapitel einfach ... egal. Es gab eine Ausnahme, die war Irin, weil ich seine Perspektive in diesem Band tatsächlich interessant fand (jedenfalls die erste Hälfte), aber abgesehen davon konnte ich leider so gar nichts mit den Figuren anfangen. Ich habe durchaus verstanden, warum sie Dinge tun, oder konnte nachvollziehen, das es für die Figuren nicht ideal gelaufen ist teilweise, und ich habe auch durchaus eingesehen, dass manche Dinge die Figuren komplett mitgenommen haben, es war nur auch so, dass ich leider mit absolut nichts davon mitfühlen konnte. So fand ich alle Romanzen leider ziemlich schwach und uninteressant (und verstehe teilweise überhaupt nicht, warum es die überhaupt gab, weil ich das Gefühl hatte, dass sie bei einem der Paare eigentlich gar nichts zur Geschichte beigetragen hat) bzw. sehr eindimensional und flach geschrieben (die gesamte Motivation von einem der Paare war nur der jeweils andere, und gefühlt einfach kein bisschen darüber hinaus, was ab einem gewissen Punkt für mich einfach zu repetitiv wurde, egal wie sehr ich mich darüber gefreut habe, dass die beiden glücklich miteinander sind). Die meisten Figuren haben sich für mich leider sehr eindimensional angefühlt, bis hin zu dem Punkt, dass ich sie teils sogar einfach als Konzepte/Pappfiguren gesehen habe, die man beliebig hätte austauschen können.
Was sich im letzten Kapitel geändert hat, und plötzlich hatte ich tatsächlich das Gefühl, die Figuren greifen zu können und dass sie alle auf ihre Art lebendig waren und ich war wirklich wirklich glücklich mit dem Ende, weil das endlich das war, was ich die ganze Zeit vermisst hatte, und mir die Figuren plötzlich im letzten Kapitel und Epilog am Herzen lagen, nur leider war das eben ein wenig spät für 1250 Seiten insgesamt.
Ich denke, dass das durchaus ein Problem nur für mich war, und andere das vielleicht gar nicht so empfinden, denn die Figuren spielen durchaus eine große Rolle in dem Buch, ich habe mich nur beim Lesen immer wieder dabei erwischt, wie ich mir gewünscht habe, dass die Figuren endlich mal zum Punkt kommen und der Plot wieder in den Vordergrund rückt, weil der mir so viel wichtiger war (und das selbst bei ganz kurzen Szenen) und dabei brauche ich normalerweise nicht mal zwingend Plot, weil die Figuren mir eigentlich immer mehr am Herzen liegen, nur hier habe ich das Buch wirklich ausschließlich für die Handlung gelesen. Die mich dafür aber auch vollkommen überzeugen konnte.
Insofern: Auf jeden Fall kein schlechtes Buch, und ich denke, eine Menge Leute würden vermutlich sehr viel Freude daran haben, mich konnte es nur aufgrund der in meinen Augen charakterlich eher schwachen Figuren nicht ganz abholen, auch wenn die Handlung wirklich einiges hergegeben hat. Inhaltlich absolut empfehlenswert, von den Figuren her ... interessante Konzepte, viel mehr war's für mich nicht.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

War positiv überrascht und werde auf jeden Fall weiterlesen

Magisterium - Das 1. Jahr
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Ich wurde von diesem Buch sehr positiv überrascht und das nicht zuletzt, weil wir tatsächlich einen Helden bekommen, der mit einer Behinderung aufwächst und dessen eines Bein praktisch seit seiner Geburt ...

Ich wurde von diesem Buch sehr positiv überrascht und das nicht zuletzt, weil wir tatsächlich einen Helden bekommen, der mit einer Behinderung aufwächst und dessen eines Bein praktisch seit seiner Geburt nicht ganz mitmacht. Ich weiß gar nicht warum, aber tatsächlich habe ich damit so gar nicht gerechnet. Es gab leider auch eine Andeutung, dass das mit Magie geheilt werden könnte, was ich persönlich wirklich nicht ideal fände, wenn es passieren würde, aber bisher war nichts dergleichen der Fall, und mir gefiel sehr gut, wie Call mit seiner Behinderung umgeht, bzw. dass diese in der Geschichte nie vergessen wird, sondern sie sich tatsächlich wirklich wie ein Teil von Call anfühlt.
Auch abgesehen davon war ich durchaus positiv angetan. Die Welt kam mir durchaus spannend vor, das Schulsetting und die Magie wirkten auf mich ziemlich liebevoll gestaltet (wenn auch sehr weich, was die Magie angeht, sodass ich gar nicht einschätzen kann, was alles mit Magie gelöst werden kann und sie sich durchaus etwas übermächtig anfühlt), die Figuren waren vielleicht etwas vorhersehbar, aber trotzdem liebenswert und hatten alle irgendwie ihr eigenes Ding, und insgesamt ließ sich das Buch einfach sehr schnell lesen und hat mich super unterhalten.
Etwas schade fand ich den eher vorhersehbaren Plottwist, oder dass Call sich manchmal so anfühlte, als würde er sich eher beliebig verhalten, und er ungerne seine Grenzen akzeptiert, was ich einerseits nett finde, andererseits grenzt es für mich auch an Dummheit, wenn er es doch eigentlich besser wissen sollte. Ebenfalls fühlte sich der zeitliche Ablauf manchmal willkürlich an, bzw. werden einige Dinge erst eingeleitet, wenn sie bereits gebraucht werden, sodass ich nicht immer das Gefühl hatte, dass tatsächlich Zeit vergehen würde, sondern manchmal war es eher ein "von einem Ereignis zum nächsten springen".
Alles in allem war die Geschichte aber dennoch unterhaltsam, die Welt hat mir durchaus gefallen, und die Figuren (besonders Mordo) waren schon cool, weshalb ich die Reihe auch gerne weiterlesen werde.

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