Profilbild von Erdhaftig

Erdhaftig

Lesejury Star
offline

Erdhaftig ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Erdhaftig über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2025

Für Jugendliche und junge Fantasy-Anfänger

Girl Of Fierce & Fire: Silberne Schwingen
0

Kea lebt in einem Dorf, ihre Mutter zeigt ihr die kalte Schulter und nach der Schule muss sie auf einem geheimen Markt Lebensmittel verkaufen. Dort findet sie einen verletzten Jungdrachen, den sie nach ...

Kea lebt in einem Dorf, ihre Mutter zeigt ihr die kalte Schulter und nach der Schule muss sie auf einem geheimen Markt Lebensmittel verkaufen. Dort findet sie einen verletzten Jungdrachen, den sie nach einem Ereignis kauft und der sie zur Insel der geheimen Drachenkrieger fliegt. Schwer verletzt übrigens. Danach ist von ihm erst ab der Mitte ungefähr wieder die Rede, aber Kea geht dort erst Mal zur Schule.

Für Fantasy-Anfänger ist der Roman bestimmt geeignet, das gilt für Jugendliche. Denn die Schule nimmt einen sehr großen Raum ein und die Geschichte richtet sich eher an SchülerInnen. Keas neues Leben ist auf jeden Fall anders, besser als ihr altes und auch gut beschrieben. Die Interaktion mit ihrem Drachen fehlen völlig bis sie fliegen lernt und bis dahin vergeht ein halbes Buch.
Ich fand es streckenweise sehr langweilig und sehr einfach geschrieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2025

Unterhaltsame Bettlektüre

Nordseerätsel
0

Rafael ist Privatdetektiv, hat einen Zwillingsbruder Johannes und eine kluge Mutter sowie zwei gewitzte Angestellte. Die braucht er auch, denn er ist zwar nicht auf den Kopf gefallen, aber mit Namen und ...

Rafael ist Privatdetektiv, hat einen Zwillingsbruder Johannes und eine kluge Mutter sowie zwei gewitzte Angestellte. Die braucht er auch, denn er ist zwar nicht auf den Kopf gefallen, aber mit Namen und Zahlen hat er es nicht so. Und dieser Auftrag ist speziell.

Alles andere als ein Krimi. Erst im letzten Viertel entspannt sich eine Art Krimi. Vor allem ist die Geschichte etwas gruselig, etwas krimiartig ohne sich groß zum Krimi auszuwachsen, sehr unterhaltsam. Das Ganze spielt auf Föhr, die Urlaubssaison ist in vollem Gang. Aber das merkt man gar nicht. Ein Schmöker? Nicht wirklich. Aber eine nette Lektüre für zwischendurch, die nicht aufregt. Ideal für Garten, Strand oder als Bettlektüre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2025

Zwischen Knoten und Lebenslust

Aber bitte mit Sonne
0

Lucy möchte ihren Geburtstag nicht feiern, aber ihre beste Freundin organisierte eine Überraschungsparty für sie und nun muss sie feiern. Es gibt Schlimmeres und das tritt auch bald ein.

Kaum hat frau ...

Lucy möchte ihren Geburtstag nicht feiern, aber ihre beste Freundin organisierte eine Überraschungsparty für sie und nun muss sie feiern. Es gibt Schlimmeres und das tritt auch bald ein.

Kaum hat frau sich ein wenig eingelesen, ertastet Lucy einen Knoten in der Brust. Und für jeden, der bereits an Krebs erkrankte oder Angehörige mit Krebs hat(te), stellt sich augenblicklich ein böses Gefühl ein. Ich habe einige Seiten überlesen, weil ich nicht mehr weiterlesen mochte, aber eigentlich den Schreibstil der Autorin mag. Bei Lucy bewirkt dies eine totale Kurzschlussreaktion.

Die Angst vor der Diagnose und die Gedanken, wie lange sie wohl noch leben wird, wie sie diese Zeit verbringen möchte, treiben Lucy an. Sie krempelt ihr Leben um. Und sie vertraut sich niemandem an. Das konnte ich einerseits gut verstehen, andererseits ist es hilfreich Vertrauenspersonen auch hierbei zu vertrauen. Trotz des eigentlich düsteren Themas ist es ein kurzweiliger, schwungvoller Unterhaltungsroman geworden. Diese Grätsche finde ich enorm.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2025

Nett, sehr seicht und sehr kurz.

Die kleine Mühle am Wiesenbach
0

Lisa ist freie Grafikdesignerin, aber ihren Beruf hängt sie an den Nagel als sie sich kurzerhand eine alte, leicht verfallene Mühle bei Cochem kauft. An diese hat sie lauter gute Kindheitserinnerungen ...

Lisa ist freie Grafikdesignerin, aber ihren Beruf hängt sie an den Nagel als sie sich kurzerhand eine alte, leicht verfallene Mühle bei Cochem kauft. An diese hat sie lauter gute Kindheitserinnerungen an unbeschwerte Reiterfreizeiten in den Ferien. Ihre Freundin Julia hält sie für völlig verrückt.
In der Mühle malt ein älterer Bauer Urroggen-Mehl und lernt Lisa an, woraufhin die eine verrückte Idee bekommt und einfach daran geht sie umzusetzen. Neben der Mühle kaufte sie auch zwei alte Pferde, die sie noch von früher kennt.

Die Geschichte ist ein seichter Wohlfühlroman "so zum weglesen" mit lockerflockiger Schreibe und einer dünnen Geschichte, der etwas Unterfütterung durchaus gut getan hätte. Außerdem hätte das Lektorat genauer arbeiten können, denn es häufen sich in der Mitte Wortungeheuer wie z. B. "Alleeschneise". Da fährt die Lisa gerade durch die Felder der Eifer auf einer Allee. Allee ist ein Wort mit Bedeutung, wer es nicht kennt, kann Tante Google fragen oder im Wörterbuch nachschlagen. Ebenso ist "Gestrüpplandschaft" heftig zu lesen. Landschaft mit niedrigen Gehölzen? Oder Macchia ähnlich wie rund ums Mittelmeer? Was hat man sich als Leserin darunter vorzustellen? Klare Worte verschandeln, ist wenig hilfreich und stößt mir als kundige Leserin sauer auf.

Fazit: Nett, sehr seicht und sehr kurz.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2025

Halbe, halbe

Erdbeersommer mit Aussicht
0

Die weltberühmte Schmonzettenautorin Priscilla Verdebosco alias P. Greenwood hat eine Schreibblockade. Und was für eine. Am liebsten würde sie die Heldin ihrer aktuellen Buchreihe ermorden lassen, aber ...

Die weltberühmte Schmonzettenautorin Priscilla Verdebosco alias P. Greenwood hat eine Schreibblockade. Und was für eine. Am liebsten würde sie die Heldin ihrer aktuellen Buchreihe ermorden lassen, aber die Leserinnen warten nun bereits seit 2 Jahren darauf, wie es weitergehen wird. Sie hat privat mit Männern nix am Hut, lebt zurückgezogen in Venedig und träumt viel. Vieles davon wandert in ihre Liebesromane. Als sie eine Villa in Tigliobianco mietet, einem kleinen Dorf mit sehr speziellen Bewohnern, kann sie wieder schreiben und gerät in andere Turbulenzen.

Bis zur ersten Hälfte ist der Roman witzig und manchmal auch rührend. Dann aber kommen nach und nach immer mehr Figuren dazu und verwässern die Story. Priscilla ist zwar immer noch irgendwie die Hauptfigur, aber sie wandert irgendwie in die Rahmenhandlung ab. Es dreht sich mehr um Cesare, der sich in Priscilla verguckt, die Damen aus dem Mini-Buchclub, die Cesare vergöttern und Priscilla nicht mögen, die Bibliothekarin, die Cesares Bruder Ettore liebt (und er sie), die Kinder, die alles für ein Eis tun und die Jugendliche Agathe, die Priscilla aus dem Schneckenhaus lockt. Mir wurde es im letzten Drittel viel zu wuselig und ich fand Priscilla viel zu naiv. Das Dorfleben ist für ein verschlafenes Nest rasant aktiv.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere