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Hanali_92

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2025

Zwischen Hoffnung und Himalaya

Sunbirds
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Sunbirds hat mich auf eine stille, sehr emotionale Reise mitgenommen. Es geht um Anne, die seit sieben Jahren nach ihrem Sohn sucht, der damals in einem indischen Bergdorf verschwunden ist. Diese Zeit ...

Sunbirds hat mich auf eine stille, sehr emotionale Reise mitgenommen. Es geht um Anne, die seit sieben Jahren nach ihrem Sohn sucht, der damals in einem indischen Bergdorf verschwunden ist. Diese Zeit hat sie verändert – sie hat fast alles verloren, was ihr einmal wichtig war: ihr Zuhause, ihre Ehe und ein Stück weit auch sich selbst. Als ihre Nichte Esther, die als Journalistin arbeitet, einen neuen Hinweis auf Torran findet, schöpft Anne zum ersten Mal seit Langem wieder Hoffnung. Zusammen machen sich die beiden auf den Weg in die abgelegenen Täler des Himalayas.

Was mich an dem Buch so berührt hat, war nicht nur die Landschaft, die unglaublich eindrucksvoll beschrieben wird, sondern vor allem Annes innere Entwicklung. Die Geschichte ist ruhig, nachdenklich und manchmal auch schmerzhaft ehrlich. Man spürt ihre Trauer, ihre Hoffnung, ihre Angst – und irgendwann auch ihre langsame Heilung.

Der Schreibstil ist sehr einfühlsam, manchmal fast poetisch, aber nie übertrieben. Es fühlt sich an, als würde man Anne ganz nah sein. Manche Stellen ziehen sich ein wenig, das muss ich ehrlich sagen, aber insgesamt hat mich die Geschichte sehr bewegt. Es geht nicht nur um die Suche nach einem Menschen, sondern auch darum, wie man mit Verlust lebt – und was es bedeutet, neu anzufangen, wenn man eigentlich gar nicht mehr weiß, wie das geht.

Mein Fazit:
Ein leiser, wunderschöner Roman über Schmerz, Hoffnung und das Wiederentdecken von sich selbst. Nicht perfekt, aber gerade deshalb echt und nah.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Wie heilt man ein gebrochenes Herz?

Words Like Feathers
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Words Like Feathers hat mich emotional wirklich mitgenommen. Olivia ist eine Figur, die ich sofort gespürt habe – nicht perfekt, nicht immer stark, aber so echt. Ihre Teilnahme am Künstler-Retreat in den ...

Words Like Feathers hat mich emotional wirklich mitgenommen. Olivia ist eine Figur, die ich sofort gespürt habe – nicht perfekt, nicht immer stark, aber so echt. Ihre Teilnahme am Künstler-Retreat in den Highlands klingt zuerst nach einem Traum – bis sie auf Tristan trifft, den Mann, dem sie einst das Herz gebrochen hat. Und plötzlich steht nicht nur ihre Kreativität im Vordergrund, sondern alles, was sie verdrängt hatte.



Ich mochte, wie die Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt. Man versteht mit jeder Seite mehr, warum Olivia sich damals so entschieden hat – und wie sehr es sie noch heute beschäftigt. Besonders berührend fand ich den Umgang mit ihrer Zwangsstörung. Es wurde nichts beschönigt, aber auch nichts dramatisiert. Es war einfach ehrlich und sensibel erzählt.



Zwischen Olivia und Tristan spürt man jede unausgesprochene Emotion, jedes Hin und Her, jedes Zögern. Und obwohl so viel Schmerz in der Luft liegt, gibt es auch diese leisen, zarten Momente, die einen beim Lesen innehalten lassen.



Marie Weis schreibt mit einer ruhigen, poetischen Sprache, die genau das trifft, was zwischen den Zeilen passiert. Für mich ist dieses Buch keine typische Liebesgeschichte, sondern eine über Selbstvergebung, zweite Chancen und die Angst, wieder zu fühlen.



Fazit:

Ein ruhiger, gefühlvoller Roman, der mich zum Nachdenken gebracht hat – über alte Wunden, über Liebe und darüber, wie schwer es sein kann, das Herz wieder zu öffnen

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Spannend, brutal und voller Drachen

Fourth Wing – Flammengeküsst
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Fourth Wing – Flammengeküsst hat mich wirklich schnell gepackt! Die Welt, die Rebecca Yarros hier geschaffen hat, ist brutal, faszinierend und einfach genau das, was man sich wünscht, wenn man Drachen, ...

Fourth Wing – Flammengeküsst hat mich wirklich schnell gepackt! Die Welt, die Rebecca Yarros hier geschaffen hat, ist brutal, faszinierend und einfach genau das, was man sich wünscht, wenn man Drachen, starke Heldinnen und gefährliche Prüfungen liebt. Ich war direkt drin – das Setting am Basgiath War College ist spannend, die Kämpfe sind gnadenlos, und die Drachen? Einfach genial!

Violet als Hauptfigur mochte ich ziemlich gerne, vor allem weil sie eben nicht die typische Überfliegerin ist. Sie ist körperlich schwächer als viele andere und muss wirklich kämpfen – das hat sie für mich sehr sympathisch und nahbar gemacht. Auch die Dynamik mit Xaden war super, die beiden haben ordentlich Feuer, ohne dass es zu kitschig wird. Ich habe ihre Dialoge und die knisternden Momente sehr genossen!

Was mir gefehlt hat, war manchmal die Tiefe. Gerade die Nebenfiguren und manche Handlungsstränge hätten für mich noch ein bisschen mehr Raum vertragen, und ein paar Wendungen wirkten etwas vorhersehbar. Trotzdem war ich durchgehend gespannt und wollte wissen, wie es weitergeht.

Alles in allem: Ein richtig toller Fantasy-Roman, der vor allem mit seiner Action, dem College-Feeling und den Drachen punktet. Ich freue mich definitiv schon auf den nächsten Band, auch wenn es für mich nicht ganz ein 5-Sterne-Buch war. Aber: absolute Empfehlung für alle, die auf starke Heldinnen, knisternde Spannung und gefährliche Prüfungen stehen!

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Emotionen, die hängen bleiben – nicht perfekt, aber echt gut

Boys of Tommen 1: Binding 13
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Binding 13 hat mich echt überrascht. Ich dachte zuerst, es wird so die klassische Highschool-Lovestory, aber es steckt viel mehr drin. Shannon und Johnny haben beide ordentlich ihr Päckchen zu tragen und ...

Binding 13 hat mich echt überrascht. Ich dachte zuerst, es wird so die klassische Highschool-Lovestory, aber es steckt viel mehr drin. Shannon und Johnny haben beide ordentlich ihr Päckchen zu tragen und genau das hat mich richtig abgeholt.

Shannon war mir sofort sympathisch – sie ist schüchtern, total verunsichert und einfach so echt. Man leidet richtig mit ihr mit. Johnny ist auch nicht der typische Bad Boy, sondern jemand, der selbst nicht weiß, wie er mit seinen Problemen umgehen soll. Das macht ihn irgendwie greifbar und nicht so „perfekt-cool“, wie man das oft in solchen Büchern hat.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich schön langsam, das fand ich richtig angenehm. Kein unnötiges Drama, sondern viel echtes Gefühl.
Okay, manchmal hat sich das Buch für mich ein bisschen gezogen – es ist echt lang und ich glaube, ein paar Seiten weniger hätten nicht geschadet. Auch die Nebenfiguren hätten ein bisschen mehr Raum verdient.

Aber trotzdem: Ich hab das Buch gerne gelesen, die Chemie zwischen Shannon und Johnny hat mich mitgenommen und ich will auf jeden Fall wissen, wie’s weitergeht. Kein 5-Sterne-Kracher, aber definitiv ein Buch, das einem im Kopf bleibt.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Ein stilles Buch, das nachwirkt

Windstärke 17
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Windstärke 17 hat mich wirklich berührt. Die Geschichte von Ida, die mit fast nichts im Gepäck einfach abhaut, hat mich von Anfang an gepackt. Ich mochte besonders, wie ehrlich und roh Idas Gefühle beschrieben ...

Windstärke 17 hat mich wirklich berührt. Die Geschichte von Ida, die mit fast nichts im Gepäck einfach abhaut, hat mich von Anfang an gepackt. Ich mochte besonders, wie ehrlich und roh Idas Gefühle beschrieben werden – diese Mischung aus Wut, Trauer und Schuld war richtig spürbar und hat mich oft nachdenklich gemacht.

Die Begegnungen mit Knut und Marianne fand ich total schön – diese kleinen Alltagsmomente, das Aufbackbrötchen-Frühstück, die Spaziergänge, das Kartenspielen – das alles hat so eine angenehme Wärme ausgestrahlt, ohne dass es kitschig wurde. Leif als Charakter mochte ich auch, die Annäherung zwischen ihm und Ida war leise, aber intensiv. Es muss nicht immer großes Drama sein, damit man mitfühlt, das Buch zeigt das ziemlich gut.

Ein paar Szenen hätten für meinen Geschmack noch ein bisschen tiefer gehen können, manchmal ging mir Idas Entwicklung fast ein bisschen zu schnell. Und ab und zu hab ich mir mehr von den Nebenfiguren gewünscht – sie hätten ruhig noch mehr Raum bekommen dürfen.

Aber insgesamt hat mich Windstärke 17 echt mitgenommen. Die Sprache ist klar, direkt, manchmal auch schön trocken – das mochte ich sehr. Es ist kein Buch, das laut schreit, sondern eher eins, das sich still in einem festsetzt. Kein perfektes Buch, aber definitiv eins, das ich gern gelesen habe.

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