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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2025

Gute Fortsetzung

Heal my Soul
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Nach dem Ende von Band 1 war ja klar, dass ich den nächsten Band lesen musste. Es ist wieder wunderbar geschrieben, man kann der Geschichte gut folgen und es gibt einige Wendungen, die die Spannung erhalten.

Aber ...

Nach dem Ende von Band 1 war ja klar, dass ich den nächsten Band lesen musste. Es ist wieder wunderbar geschrieben, man kann der Geschichte gut folgen und es gibt einige Wendungen, die die Spannung erhalten.

Aber diesmal hatte ich meine Probleme mit der Protagonist und der prämisse der Wandlung. Natürlich geht es ihr schlecht nach dem verlassen werden und es ist auch bei der Vorgeschichte abzusehen, dass diese Verlustangst sie in eine depressive Phase stürzt. Aber dass dann eine neue Liebe sie da rausholt finde ich nicht gut. Nicht jeder hat einen Fabi der einen da rausholt. Und dann will Mila noch Freundinnen verkuppeln weil die Liebe ja alles heilt. Sorry, fand ich sehr Übergriffig von ihr und einfach auch als Botschaft so falsch und für alle, die das gerade ohne Liebe durchmachen müssen enorm gemein. Das hat mir das Vergnügen am Buch extrem geschmälert.
Ansonsten eigentlich ein gutes Buch, aber der Punkt hat mich sehr gestört. 3,5 gutgemeint wegen des tollen Schreibstils.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Wieder bei den L.A. Hawks

Love and Hockey: Lilly & Austin
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Ich habe ja sehr viele Figuren der Reihe echt liebgewonnen. Und es war nur eine Frage der Zeit, dass auch endlich Austin seinen eigenen Band bekommt. Allerdings muss ich sagen, dass es nicht mein liebster ...

Ich habe ja sehr viele Figuren der Reihe echt liebgewonnen. Und es war nur eine Frage der Zeit, dass auch endlich Austin seinen eigenen Band bekommt. Allerdings muss ich sagen, dass es nicht mein liebster Band ist, was aber auch damit zu tun hat, dass ich den pregnancy Trope nicht sonderlich mag. Was bei Anna und Moreau (oder Serienkillertyp) für mich super gepasst hat, dass da ein Kind im Spiel war (gut, es war ja auch nicht eine ungewollte Schwangerschaft, sondern die Tochter seiner Schwester), fühlte sich hier für mich nach einem Tropeabklappern an. Klar, Austin wünschte sich immer eine Familie und dann zu erfahren, dass er bereits ein Kind hat, macht viel für die Figuren. Dennoch waren mir dann die Wendungen, die Streitpunkte zwischen den beiden einfach unnötig aufgebauscht (besonders der Anwaltsanruf am Ende, da hätte mir ein Krachpunkt mit Christin der Ex von Austin, ausgereicht).

Dennoch besticht das Buch wieder mit dem tollen Schreibstil von Saskia und den lebendigen Figuren, die man einfach lieben muss. Besonders die (meiste Zeit über) wandelnde Green Flag Austin.



Ich bin jedenfalls gespannt, welchen Spieler wir demnächste begleiten dürfen. Ein paar Stünden ja noch zur Auswahl und mit einem anderen Trope bin ich davon überzeugt, dass mich die Autorin wieder komplett abholen und in ihren Bann ziehen kann.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Leise erzählte Geschichte

Unsere Suche nach Zärtlichkeit
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Dieser Roman kommt leise daher. Ohne große Abenteuer, ohne aufregende Plotwists. Eher sanft wird hier eine etwas andere Liebesgeschichte erzählt, dafür mit umso tieferen Fragen.

Dumont arbeitet nachts ...

Dieser Roman kommt leise daher. Ohne große Abenteuer, ohne aufregende Plotwists. Eher sanft wird hier eine etwas andere Liebesgeschichte erzählt, dafür mit umso tieferen Fragen.

Dumont arbeitet nachts als Telefonseelsorger, bis er merkt, dass er Abstand davon braucht. Also macht er sich auf Reisen und begegnet dort einer Frau, die wie er schon lange keine romantische Beziehung mehr geführt hatte. Besonders für sie scheint es schwer zu sein, sich auf intimer Ebene fallen zu lassen. Doch nicht, weil sie so lange Single ist, sondern weil sie es sich seit Jahren nicht erlaubt hat und für jemand anderen da ist. Denn ihr Ehemann liegt im Koma. Für Dumont ein Schock. Umso intensiver werden die Gedanken, mit denen er sich dadurch auseinandersetz.

Für mich hatte das Buch ein paar Längen und die Art der Erzählung entspricht nicht ganz meinem Geschmack, dennoch ist es ein tolles Buch, dass zum Nachdenken anregt und zeigt, dass Einsamkeit einem auf so vielen Ebenen begegnen kann.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Liebeschaos

Women
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Das Vorwort macht extrem neugierig, nicht nur, weil dieser Roman in der Szene wohl von Hand zu Hand ging und, wenn man denn den Worten trauen kann, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Frauen erreicht. ...

Das Vorwort macht extrem neugierig, nicht nur, weil dieser Roman in der Szene wohl von Hand zu Hand ging und, wenn man denn den Worten trauen kann, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Frauen erreicht. Es geht um Selbstfindung, um das anererkennen (teilweise auch hinterfragen) der eigenen Sexualität. Die ich-erzählerin berichtet mehr oder weniger episodisch aber dabei doch chronologisch von ihrer toxischen Liebe zu der Frau Finn. Die Anziehung, die aber beiden Beteiligten nicht guttut. Finn, die eigentlich in einer Beziehung ist, aber dennoch mit der Erzählerin etwas anfängt. Von zerstörerischen Liebe und deren Konsequenzen. Von Heimlichkeiten und Sucht.

Was mich sehr gestört hat, ist die Tatsache, dass die Erzählerin und auch Finn kaum über die Frau sprechen, mit der Finn zusammen ist, dass Fremdgehen hier in Kauf genommen wird. Auch wenn genau das oft die Schwierigkeit in der Anziehung der beiden ist.
Man so vielen Stellen war das Geschlecht der beiden eigentlich nebensächlich, denn es geht viel mehr um die Dynamik und was eine solche Liebe mit einem macht. Und doch werden hin und wieder Klischees angesprochen, was die Verwirrung von der Erzählerin durchblicken lässt.

Der episodische Charakter des Erzählstils ist gewöhnungsbedürftig und trifft nicht ganz meinen Lesegeschmack. Die kurzen Kapitel haben es aber leicht gemacht, das Buch schnell zu lesen. Warum es aber ein gefeierter Klassiker der lesbischen Literatur ist, bleibt für mich unverständlich. Es ist nicht schlecht und verdeutlicht die Turbulenzen im Liebeschaos aber es ist kein Buch, das mich in den Bann gezogen hat. Spannend war wiederum das Nachwort, dass durch einige eingeschobene Leserinnenstimmen auch den episodischen Stil noch einmal spiegelt.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

In den Sternen

Stars
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Carla steckt in einem Job fest, der eigentlich nur eine Übergangslösung war. Nebenher betreibt sie einen Service zum Sterne deuten mit einem männlichen Pseudonym - etwas, dass ihr aber auch schon mal einen ...

Carla steckt in einem Job fest, der eigentlich nur eine Übergangslösung war. Nebenher betreibt sie einen Service zum Sterne deuten mit einem männlichen Pseudonym - etwas, dass ihr aber auch schon mal einen Strich durch die Lebensplanung gemacht hatte - denn die Dozenten in ihrem Psychologiestudium fanden ihr Interesse und vor allem Hochstaplerdasein im astrologischen Bereich nicht gerade seriös.

Ein mysteriöser Karton mit Geld bringt ihr einen Anstoß zu Veränderung, den sie dringend gebraucht hatte. Sie kündigt -nachdem sie sich erstmal krankschreiben ließ - verkündet das Ende ihres Astrologischen Pseudonyms mit einer Empfehlung der Stammkunden an eine neue Astrologin - die sie natürlich selbst ist. Jetzt nimmt sie im Geschäft mit den Sternen fahrt auf, wird regelrecht zur Starastrologin, die Angestellte braucht, zu Shows eingeladen wird und in aller Munde ist - dumm nur, dass sie ihre eigene Offenbarung zu der Sterndeutung mit niemandem teilen kann, schließlich ist sie doch längst vom Fach.



Eine lustige Betrachtung der Selbstverwirklichung und der Hoffnung der Vorbestimmung. Mit einem Ende, das ich so nicht kommen sah, aber für meinen Geschmack bleiben zu viele Fragezeichen zurück.

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