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Veröffentlicht am 12.09.2025

Jede Menge Chaos und Humor

Crazy Family (Band 4) - Die Hackebarts drehen durch
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Meinung:
Hierbei handelt es sich um den vierten Band der Reihe Crazy Family. In meinen Augen ist es nicht zwingend erforderlich, die Vorgängerbände bereits gelesen zu haben, da jede Geschichte in sich ...

Meinung:
Hierbei handelt es sich um den vierten Band der Reihe Crazy Family. In meinen Augen ist es nicht zwingend erforderlich, die Vorgängerbände bereits gelesen zu haben, da jede Geschichte in sich abgeschlossen endet.

Im neuesten Abenteuer der Hackbarts verschlägt es die Familie auf das Schloss von Graf Sauerbart. Diesem ist sehr an der Klobürste von Herrn Hackbart gelegen. Doch Herr Hackbart ist der Meinung, noch mehr Profit aus der ganzen Sache schlagen zu müssen, und somit überschlagen sich mal wieder die Ereignisse.

Wenn die Hackbarts on Tour gehen, bedeutet dies immer jede Menge Chaos und für den Leser viele lustige Momente. Ein Besuch auf einem Schloss, auf dem strengstens auf die Etikette geachtet wird, bedeutet daher viele unvorhergesehene Probleme für die Familie. Ihr könnt euch also sicher sein, dass auch dieser Band wieder extrem lustig wird.

Ich muss gestehen, dass dieser vierte Band, der bisher schwächste für mich gewesen ist. Tatsächlich war mir die Geschichte manches Mal ein wenig zu drüber. Zudem konnte mich die Handlung nicht ganz so sehr fesseln, da ich mit Herrn Hackbarts Idee nicht wirklich warm geworden bin.

Neben der kurzweiligen und lustigen Geschichte sind es auch die Illustrationen von Horst Klein, die zu überzeugen wissen. Der geradlinige und schnörkellose Zeichenstil passt perfekt zu dieser so turbulenten Familie.

Und so freue ich mich bereits jetzt auf den fünften Band, der im Herbst nächsten Jahres in die Buchläden kommen wird.

Fazit:
Die Hackebarts zeigen Graf Sauerbart auf seinem eigenen Schloss erst einmal, was sie vom Thema Etikette und Benimmregeln halten. Klar, dass dies für jede Menge Chaos sorgt. Für mich war die Geschichte dieses Mal nicht ganz nach meinem Geschmack. Dennoch mochte ich den humorvollen Unterton und die vielen lustigen Szenen wieder sehr gerne.

Veröffentlicht am 21.08.2025

Schöner Auftaktband

Wilderland – Der Wald
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Die Bücher von Gina Mayer lese ich immer sehr gerne. Daher habe ich mich riesig über ihre neue Reihe gefreut. Auch der Klappentext und die Leseprobe klangen super vielversprechend.

Was direkt ins Auge ...

Die Bücher von Gina Mayer lese ich immer sehr gerne. Daher habe ich mich riesig über ihre neue Reihe gefreut. Auch der Klappentext und die Leseprobe klangen super vielversprechend.

Was direkt ins Auge fällt, ist der coole Farbschnitt, der in einem satten Grün daherkommt und sehr gut zum Cover passt.

Aber auch die Geschichte konnte mich für sich einnehmen. Autorin Gina Mayer hat einfach einen flüssigen und gut zu lesenden Schreibstil, bei dem es wirklich Spaß macht zu lesen. Zudem erzählt Gina Mayer wirklich sehr bildgewaltig und atmosphärisch.

Sehr angetan war ich zudem von den vier Kindern: Callum, Jazz, Skye und Milo, die im Fokus der Geschichte stehen. Im Laufe der Handlung entsteht eine tolle Freundschaft zwischen den Kindern und der Mix aus Mensch und Tier hat mich fasziniert.

Zum Glück müssen wir gar nicht allzu lange auf Band 2 warten. Ebenfalls ein Pluspunkt der für diese neue Reihe spricht.

Veröffentlicht am 21.08.2025

Ich habe etwas anderes erwartet, dennoch unterhaltsam

Greenwood. Band 1
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Meinung:
Dieser Graphic Novel hat mich sofort mit Blick auf das Cover begeistern können. Denn ich liebe den Zeichenstil und bin ein großer Fan von Tieren, die als Protagonisten in einer Geschichte auftreten.

Von ...

Meinung:
Dieser Graphic Novel hat mich sofort mit Blick auf das Cover begeistern können. Denn ich liebe den Zeichenstil und bin ein großer Fan von Tieren, die als Protagonisten in einer Geschichte auftreten.

Von daher ging ich mit großer Vorfreude an diese Geschichte heran. Leider musste ich feststellen, dass ich etwas anderes von der Handlung erwartet hatte. Ich hatte gehofft, dass die Hexe Urania, die auch im Titel der Geschichte vorkommt, einen größeren Platz in der Handlung einnimmt. Doch leider taucht sie nur einmal zu Beginn und kurz im späteren Verlauf auf. Danach fokussiert sich die Handlung vielmehr auf die verschiedenen Tierkinder. Nachdem ich mich damit jedoch abgefunden hatte, konnte ich mich auf die Geschichte einlassen. Denn die Tierkinder Honey, Snow, Winter, Moon, Shadow, Basil, Fog und Vanille sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe und absolut goldig.

Dennoch plätscherte die Handlung für mich auf den knapp 50 Seiten etwas dahin. Ich hatte mir ein wenig mehr Spannung erhofft.

Die Geschichte ist, wie zu erwarten, im Comicstil aufbereitet. Dennoch finden sich verteilt über das Buch immer wieder Seiten, in denen auf verschiedene Pflanzen, Tiere oder Gemüse eingegangen wird. So erfährt man beispielsweise, was gut gegen Zahnschmerzen hilft oder was für ein Wundergemüse doch die Rote Beete ist.

Die Geschichte endet mit einem kleinen Cliffhanger und macht große Lust auf den nächsten Band. In diesem steht dann ein Backwettbewerb im Vordergrund.

Gezeichnet wurde dieser Graphic Novel von Florent Sacré. Ich bin total verliebt in ihren Stil und hätte gerne noch viel länger in ihren Illustrationen verweilt.

Fazit:
Mit diesem Graphic Novel habe ich persönlich mich ein wenig schwergetan. Zum einen habe ich mit einer etwas anderen Handlung gerechnet. Zum anderen plätscherte die Geschichte für mich ein wenig dahin. Doch schon alleine wegen den unfassbar schönen Illustrationen kann ich diesen Titel weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 21.08.2025

Tolles Konzept und interessanter historischer Hintergrund

Das Geheimnis von Rungholt - Lilly und Nikolas in Eiderstedt (Mit Dithmarschen, Hooge und Pellworm)
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Meinung:
Schon lange wollte ich ein Buch aus dem Biber & Butzemann Verlag lesen, denn das Konzept des Verlages gefällt mir unfassbar gut. So spielen alle Geschichten an Orten in Deutschland und im Ausland, ...

Meinung:
Schon lange wollte ich ein Buch aus dem Biber & Butzemann Verlag lesen, denn das Konzept des Verlages gefällt mir unfassbar gut. So spielen alle Geschichten an Orten in Deutschland und im Ausland, die man gut als mögliches Reiseziel auswählen könnte. Auch die Kinder Lilly und Nikolas tauchen immer wieder als Protagonisten in den verschiedenen Geschichten auf.

In dieser Geschichte dreht sich viel um die Stadt Rungholt, die im Jahr 1362 aufgrund einer starken Sturmflut unterging. Gemeinsam mit Lilly und Nikolas erfahren wir so einiges über diesen Ort. Aber auch weitere Städte an der Nordseeküste werden in diesem Buch bereist. Orte wie die Halligen, Sankt Peter-Ording, Büsum oder Husum werden von den Kindern und ihren Eltern als Reiseziel auserkoren.

Neben der eigentlichen Geschichte gibt es zudem Passagen im Buch, die auf das alte Rungholt verweisen. Denn ein Film, den die beiden Kinder gesehen haben, zeigt, wie das Leben kurz vor und auch während der Sturmflut damals verlaufen ist. Mir haben vor allen Dingen diese Textabschnitte richtig gut gefallen.

Ich selbst war bisher nur an der niedersächsischen Nordsee unterwegs und war daher an keinem der genannten Orte selbst einmal. Von daher habe ich die vielen geschichtlichen Informationen, die Autorin Nicole Grom in die Geschichte einfließen lässt, absolut genossen.

Die Illustrationen im Buch sind von Claudia Gabriele Meinicke. Diese sind in Farbe gezeichnet und zeigen viele wichtige Sehenswürdigkeiten der bereisten Region.

Fazit:
Meine erste Geschichte aus dem Biber & Butzemann Verlag hat mir richtig gut gefallen. Das Konzept, eine spannende Geschichte für Kinder an Urlaubsorten zu inszenieren, empfinde ich als eine super Idee. In diesem Buch lernt man die Nordseeküste von Schleswig-Holstein aus kennen. Viele historische Informationen sowie der ein oder andere kulturelle Aspekt fließen in die Handlung spielerisch mit ein.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Prota war nicht ganz nach meinem Geschmack, ansonsten tolle Detektivgeschichte

Andersgasse 7 1: Ein Fall für den fantastischen Flusenwutz
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Meinung:
Die Kinder Karl und Elsa wohnen in der Andersgasse 7. Hier geht sehr viel Komisches vor und Karl und Elsa sind sich sicher, dass eine waschechte Hexe in ihrem Haus wohnt, aber auch Klabautermänner ...

Meinung:
Die Kinder Karl und Elsa wohnen in der Andersgasse 7. Hier geht sehr viel Komisches vor und Karl und Elsa sind sich sicher, dass eine waschechte Hexe in ihrem Haus wohnt, aber auch Klabautermänner und Geister sollen hier ihr Unwesen treiben. Als ein Dieb die Samen der gefährlichen Allwachspflanze stiehlt, machen sich die beiden Freunde auf die Suche nach dem unbekannten Dieb.

Die Geschichte ist definitiv anders als viele Bücher, die ich bisher gelesen habe. Als Leser erfährt man nach und nach ein wenig mehr über die Bewohner dieses speziellen Hauses. Dennoch bleibt vieles rund um diese Bewohner ein Geheimnis, dies fand ich ein wenig schade, hoffe jedoch, dass dieser Aspekt im nächsten Band ein wenig mehr beleuchtet wird.

Protagonist Karl treibt in diesem Buch den ein oder anderen Blödsinn, was mich in Büchern eigentlich nicht großartig stört. Jedoch empfand ich es als nicht so gelungen, dass Karl an einem gewissen Punkt der Geschichte an seinen Lügen festhält. Natürlich kann dies auch als mahnendes Beispiel für Kinder gewertet werden, nämlich dass Lügen einem immer wieder vor die Füße fallen, aber nach meinem Geschmack war das Ganze leider nicht.

Davon abgesehen ist die Geschichte für die Zielgruppe absolut spannend und unterhaltsam. Denn ein Ereignis jagt das Nächste, weswegen keine Langeweile aufkommen kann.

Verteilt über das ganze Buch finden sich immer wieder stimmungsvolle Illustrationen von Autorin Christiane Schreiber wieder. Während das zauberhafte Cover übrigens Monika Parciak gestaltet hat.

Fazit:
Die Andersgasse 7 ist ein Buch, das anders ist, als ich dies erwartet habe. Als Leser erfährt man nach und nach mehr über die teilweise merkwürdigen Bewohner des Hauses und löst zusammen mit Karl und Elsa einen magischen Detektivfall. Etwas enttäuscht war ich von Protagonist Karl, der mir etwas zu lange an seinen (Lügen-)Geschichten festhält.