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Veröffentlicht am 07.07.2025

Tänzerin mit Herz, Spionin mit Gewissen

A Dance of Lies
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Tänzerin Vasalie hat König Illian einst vertraut, doch plötzlich ließ er sie verhaften und einsperren. Jetzt holt er sie aus dem Kerker und will sie als Spionin einsetzen. Zwischen dem Versprechen von ...

Tänzerin Vasalie hat König Illian einst vertraut, doch plötzlich ließ er sie verhaften und einsperren. Jetzt holt er sie aus dem Kerker und will sie als Spionin einsetzen. Zwischen dem Versprechen von Freiheit und hinterhältigen Drohungen muss Vasalie sehr schwierige Entscheidungen treffen.

Nach ihrer langen Gefangenschaft ist Vasalie verändert. Sie vertraut niemandem mehr und auch ihr Körper ist nicht mehr derselbe, dabei soll sie jetzt als Tänzerin wieder in Bestform sein. Sie wird von Illian bei einer Versammlung gegen seine zwei Brüder eingesetzt, die ihrerseits ebenfalls Könige über ihr Drittel des Reiches sind. Außerdem muss sie kleine Aufgaben erledigen, bei denen sie mit ihrem Gewissen kämpfen muss.

Sie schließt nicht nur neue Freundschaften, sie setzt auch ihr Herz aufs Spiel. Tänzer Copelan gibt ihr wieder Selbstvertrauen und unterstützt sie in ihrer Leidenschaft, während König Anton ihr viel zu viel Aufmerksamkeit schenkt, und zwar nicht nur, weil er sie verdächtig findet. Und dann ist da eben noch König Illian, der sie verraten hat und erpresst, aber das ist nur noch schmerzhafter, da sie damals bereit war, ihm ihr Herz zu öffnen.

Vasalie wurde mir schnell sympathisch und ich habe sie gerne bei ihren Aufgaben begleitet und auch die Liebesgeschichte hat mir gut gefallen. Die Geschichte an sich fand ich spannend und wurde immer wieder von unerwarteten kleinen Wendungen überrascht und auch die Nebencharaktere fand ich vielschichtig, sodass die Handlung nie zu vorhersehbar war. Das Ende fand ich von der Handlung her gut, aber auch etwas albern, als die Bösen ihre Pläne enthüllen. Es gibt zwar Erklärungen, die so ziemlich alle Fragen beantworten, aber ich fand sie trotzdem nicht ganz überzeugend, sondern eher akzeptabel.

Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen und ich bin gespannt, wie es weitergeht!

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Amnesie, Geheimagenten und ein bisschen Fake-Dating - spannende romantische Komödie!

Never Trust Your Fake Husband
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Sie kann sich nicht einmal an ihren eigenen Namen erinnern, aber sie weiß, dass sie in Schwierigkeiten steckt: Unheimliche Typen sind hinter ihr her und Sawyer, der anscheinend Agent ist, macht ihr deutlich, ...

Sie kann sich nicht einmal an ihren eigenen Namen erinnern, aber sie weiß, dass sie in Schwierigkeiten steckt: Unheimliche Typen sind hinter ihr her und Sawyer, der anscheinend Agent ist, macht ihr deutlich, dass sie in Gefahr ist. Sie hat keine Wahl und schließt sich ihm an, aber wenn sie schon untertauchen, dann unter ihren Bedingungen.

Die Frau mit Amnesie ist auf der Suche nach ihrer Identität, aber gleichzeitig auf der Flucht und mit Sawyer an ihrer Seite ist auch ihr Herz ziemlich durcheinander. Er versucht, professionell zu bleiben und sie gleichzeitig irgendwie in Sicherheit zu bringen, aber selbst er ist von der Situation überfordert und er ist auf seinen Missionen definitiv nicht an so mutige und einzigartige Partnerinnen gewöhnt, die ihn aus seiner Komfortzone kitzeln. Aber sie bringt ihn auch dazu, sein Herz zu öffnen, nachdem er schon von Anfang an das Gefühl hat, sie beschützen zu müssen.

Es ist eine romantische Komödie, die ich auch sehr unterhaltsam fand, aber es war mir auch regelmäßig etwas zu viel des Guten und ein bisschen weniger Humor hätte auch nicht geschadet. Das Geplänkel zwischen den Protagonisten fand ich schon ziemlich süß, aber die Protagonistin ist ziemlich albern und manchmal war mir das schon ein fast zu großer Gegensatz zu den ernsteren Themen des Buches. Sie kann sich nicht lange auf eine Aufgabe konzentrieren, lässt sich von Essen und Tagträumen ablenken und redet viel zu viel - alles nicht optimale Eigenschaften, wenn man quasi Undercover unterwegs ist.

Aber insgesamt macht das Abenteuer der beiden einfach Spaß und es fehlt auch nicht an emotionalen Momenten, die die Geschichte abrunden. Ich bin zufrieden und warte gespannt auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Assassinin mit Herz

Vengeance of the Pirate Queen - Fürchte meine Rache
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Sorinda ist die Assassinin der Piratenkönigin und sie wird auf eine Mission geschickt, die nicht ihren üblichen Aufträgen entspricht. Diesmal ist sie selbst Captain einer Crew und das bringt ganz neue ...

Sorinda ist die Assassinin der Piratenkönigin und sie wird auf eine Mission geschickt, die nicht ihren üblichen Aufträgen entspricht. Diesmal ist sie selbst Captain einer Crew und das bringt ganz neue Herausforderungen mit sich - und sehr viel Verantwortung.

Auch berufsbedingt ist Sorinda es eher gewohnt, sich zurückzuziehen und niemanden an sich heranzulassen und die neue Aufgabe zwingt sie dazu, sich aus ihrer Komfortzone zu begeben. Kearan und Sorinda mochte ich zusammen sehr gerne. Sorinda hält ihn wirklich entschieden auf Abstand, während Kearan sich gern um sie kümmert, ihre Grenzen aber respektiert. Auch wenn Sorinda leugnet, irgendwelche Gefühle für Kearan zu haben, kann man genau sehen, dass er ihr alles andere als egal ist, und ihre kleinen Gesten fand ich dann besonders süß.

Ich fand es spannend, dass man hier mit einem klassischen kleinen Piratenabenteuer beginnt, mit Monstern, Inseln und Seeschlachten. Aber neben der spannenden Handlung geht es vor allem um Sorindas Entwicklung, nachdem sie nun gezwungen ist, Entscheidungen zu treffen, und da sich so viele auf sie verlassen. Ich glaube, ich habe Sorinda hier sogar mehr ins Herz geschlossen als Alosa nach zwei Büchern, weil ich ihre Ängste und Unsicherheiten gut nachempfinden konnte. Der Gegensatz zwischen ihren Stärken und Schwächen macht auch das ganze Buch noch spannender, man muss einfach noch mehr mitfiebern.

Ich hätte gerne noch mehr von der Welt der Piraten gesehen und finde, dass hier auch noch viel Potenzial wäre. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin, auch wenn es dann wieder ganz neue Welten und Charaktere sein werden.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Blut, Freiheit und drei ganz verschiedene Frauen

Bury Our Bones in the Midnight Soil
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1529: Maria heiratet einen Edelmann und genießt den Luxus, doch die Ehe verläuft nicht wie erhofft. Ihr Ehemann und ihre Schwiegereltern haben ganz genaue Vorstellungen, was sie leisten soll und wie sie ...

1529: Maria heiratet einen Edelmann und genießt den Luxus, doch die Ehe verläuft nicht wie erhofft. Ihr Ehemann und ihre Schwiegereltern haben ganz genaue Vorstellungen, was sie leisten soll und wie sie sich zu benehmen hat. Aber Maria ist stolz und will sich nicht einfach kontrollieren lassen. Sie wird nicht gerade freiwillig zur Vampirin und weiß nicht viel über die Einzelheiten ihres neuen Daseins, aber es passt zu ihr, denn sie ist eigentlich ganz gerne gefährlich. Sie tut, was sie will, lernt verschiedene Vampir-Lebensstile kennen und entfaltet ihr furchtbares Potential.

1829: Bei Charlotte fand ich, dass der Klappentext schon zu viel verrät, aber ich habe mich trotzdem auf ihre Geschichte gefreut. Ihre Persönlichkeit ist ganz anders als Marias, sie ist schüchtern und entmutigt, aber auch noch nicht ganz bereit, sich mit ihrem Schicksal abzufinden: Sie soll während der Londoner Saison einen Ehemann finden, damit ihre wahren Vorlieben keine Schande über die Familie bringen. Unter den drei Protagonistinnen fand ich sie am sympathischsten, auch weil man bei ihr richtig gut fühlen kann, wie sie immer weiter in die Sache hineingezogen wird.

2019: Alice studiert in Boston und versucht nach vorne zu schauen, aber sie findet kaum Anschluss und nach einem One-Night-Stand spürt sie, dass sie sich verändert hat. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach Antworten. Ihre Perspektive fand ich nicht so spannend wie die beiden anderen, weil ich ihre Probleme und Erlebnisse im Vergleich zu den anderen beiden nicht so dramatisch fand. Ihr Charakter war mir auch etwas zu eintönig.

Die Gegenwart hat mich nur mäßig interessiert, da haben mir die längeren Ausflüge in die Vergangenheit besser gefallen, auch wenn ich Probleme mit den Zeitsprüngen hatte. Es fällt mir immer schwer, Entwicklungen nachzuvollziehen, die sich über Jahre und Jahrzehnte erstrecken, wenn vieles davon nur grob nacherzählt wird. Da meine ich besonders Beziehungen, aber auch die Reisen sowie die ganze Gewalt. Es gab mir auch zu wenig Konsequenzen für all ihre Opfer, zumindest hat es sich für mich so angefühlt.

Generell geht es um Beziehungen, Macht und wie man sich über Jahrzehnte entwickelt, wenn man immer so viel Gewalt ausgesetzt ist. Zwar geht es um Vampire, aber der Fantasy-Aspekt wird nicht allzu sehr ausgearbeitet, es sind hauptsächlich die üblichen Vampir-Eigenschaften, von denen die Protagonisten auch nicht immer wissen. Insgesamt hat mir das Buch auch sehr gut gefallen, auch wenn das Ende mich nicht so ganz überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Machtlosigkeit und Machtgier

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Freya hat nur wenig Kontrolle über ihr eigenes Leben. Sie wurde gegen ihren Willen verheiratet und musste jahrelang ihren furchtbaren Ehemann ertragen und als nun herauskommt, dass sie Teil einer Prophezeiung ...

Freya hat nur wenig Kontrolle über ihr eigenes Leben. Sie wurde gegen ihren Willen verheiratet und musste jahrelang ihren furchtbaren Ehemann ertragen und als nun herauskommt, dass sie Teil einer Prophezeiung ist, wird sie zu einer Spielfigur in einem gefährlichen Kampf um die Herrschaft über das gesamte Volk von Skaland.

Zwar verfügt sie über eigene Magie, aber diese konnte sie aus Angst vor den Konsequenzen kaum erforschen und jetzt soll sie auf Kommando ihre Kräfte einsetzen, sonst gefährdet sie das Wohl ihrer Familie. Die Verantwortung lastet schwer auf ihren Schultern und dann wird sie auch noch dafür benutzt, um Menschen in einem Krieg zu motivieren, an den sie selbst nicht glaubt. Sie muss für sich und ihre Freiheit kämpfen, aber welchen Preis ist sie bereit dafür zu zahlen?

Ihr neuer Zwangsehemann ist Jarl Snorri, der ganz genaue Vorstellungen davon hat, was seine neue Trophäe für ihn leisten soll. Er möchte mehr Macht und Freya sowie die Prophezeiungen um ihre Zukunft sollen ihm dabei den Weg ebnen. Snorri ist schon ein komplizierter Charakter und ich war ziemlich genervt von ihm, weil er zwar viel Einfluss hat, aber auch so komische Entscheidungen trifft. Manchmal konnte ich nicht ganz klar sagen, ob er die Dinge, die er predigt, wirklich glaubt oder nur sagt, was ihm am meisten in den Kram passt. Im besten Fall wäre er dann naiv und verblendet, aber eigentlich ist er machtgierig, manipulativ und skrupellos.

Sein Sohn Bjorn ist nicht so überzeugt von Snorris Plänen, die anderen Clans zu unterwerfen und ist eine der wenigen Personen, die Freya nicht nur als ein Mittel zum Zweck sehen. Er behandelt sie wie einen Menschen und interessiert sich für ihre Gefühle, auch wenn er eigentlich versucht, sich von ihr fernzuhalten. Denn Bjorn hat auch viel, das ihn beschäftigt: Seine Beziehung zu Snorri ist eher angespannt und seine Erfahrungen haben ihn für immer verändert, sodass er bei den Nordländern manchmal schon ein Außenseiter ist.

Insgesamt fand ich das magische Abenteuer ziemlich spannend; die Welt der Götter und deren Kinder ist vielseitig, der Konflikt der Clans ist spannend und die Charaktere sind vielschichtig und auch ihre komplizierten Beziehungen haben viel zu bieten. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!

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