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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2025

Die Online Omi kandidiert.....

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
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Unterhaltsam wie immer begleitet man die Online-Omi durch ihren neuesten Alltag – diesmal mit jeder Menge Dorfleben, Gemeinschaft und ihren altbekannten Lebensweisheiten. Die Geschichte spielt wieder auf ...

Unterhaltsam wie immer begleitet man die Online-Omi durch ihren neuesten Alltag – diesmal mit jeder Menge Dorfleben, Gemeinschaft und ihren altbekannten Lebensweisheiten. Die Geschichte spielt wieder auf dem Land, und es macht Spaß, sie beim Einleben und Mitmischen zu begleiten – sei es beim Bäcker, beim Gemeinderat oder im Garten.

Worum geht’s?
Renate zieht vorübergehend in die Einliegerwohnung im Haus ihres Großneffen Stefan nach Spreeweide, um bei der Kinderbetreuung zu helfen – denn Schwiegertochter Ariane muss für eine Weile zu ihren Eltern nach Leipzig. Doch bei der reinen Hilfe im Haushalt bleibt es nicht: Renate bringt sich aktiv ins Dorfleben ein, lernt schnell die Eigenheiten der Spreeweider kennen – und kandidiert kurzerhand sogar für den Gemeinderat!

Oft hatte ich beim Lesen das Gefühl: "Ja, genau so kenne ich das!" – dieser ganz eigene Charme des Landlebens, die hilfsbereite Nachbarschaft, kleine Streitigkeiten, große Gesten.

Ein bisschen schade fand ich, dass Freunde wie Kurt, Ilse oder Gertrud diesmal eher im Hintergrund bleiben – da hätte ich gern mehr von ihnen gelesen. Auch das Ende kam mir etwas zu plötzlich – es war überraschend, hatte aber noch Potenzial für mehr. Ein kurzer Epilog „ein paar Monate später“ hätte das Ganze schön abgerundet.

Nichtsdestotrotz: Ein unterhaltsames Buch mit viel Herz, Humor und einem schönen Blick auf das Miteinander auf dem Land.

Fazit: Wieder typisch Renate – mit Witz, Charme und klarer Meinung! Ein bisschen abrupt am Schluss, aber insgesamt gut gelungen. Danke, Frau Bergmann – man liest Sie immer wieder gern!

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Gefühlvoller Sommerroman mit kleinen Schwächen

If You Fly Too Far
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Elana wagt nach einer Trennung einen Neuanfang als Gästebetreuerin in einem Resort auf Fuerteventura – und stolpert dabei nicht nur über berufliche Herausforderungen, sondern auch direkt in eine Liebesgeschichte.

Der ...

Elana wagt nach einer Trennung einen Neuanfang als Gästebetreuerin in einem Resort auf Fuerteventura – und stolpert dabei nicht nur über berufliche Herausforderungen, sondern auch direkt in eine Liebesgeschichte.

Der bildhafte Schreibstil weckt bei mir Urlaubsstimmung und ich finde, dass Elana eine sympathische, authentische Hauptfigur ist. Die Anziehung zwischen ihr und dem geheimnisvollen Adrian ist deutlich spürbar, auch wenn das ständige Hin und Her manchmal etwas anstrengend war. Nebenfiguren wie Sunny und Dario sorgen für Herz und Humor, einige Nebenhandlungen wirken jedoch etwas konstruiert.

Optisch überzeugt mich das Buch mit einem wunderschönen Cover und passendem Farbschnitt – nur das sehr dünne Papier stört mir das Lesegefühl ein wenig. Auch kleine sprachliche Fehler sind mir aufgefallen.

Fazit: Ein gefühlvoller Sommerroman mit viel Charme und Atmosphäre – perfekt für alle, die gern in eine romantische Urlaubswelt abtauchen. Ich freue mich auf die Fortsetzung

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Mehr Gemütlichkeit als Nervenkitzel

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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In "Mörderisch verstrickt" dreht sich alles um Mette, die im nordfriesischen Lüttjekoog mit ihrer Strickrunde das Dorfleben genießt. Als ihre Freundin, die Pastorin Anne, überfallen wird, kommt Bewegung ...

In "Mörderisch verstrickt" dreht sich alles um Mette, die im nordfriesischen Lüttjekoog mit ihrer Strickrunde das Dorfleben genießt. Als ihre Freundin, die Pastorin Anne, überfallen wird, kommt Bewegung in die Geschichte – und ein Mord geschieht erst im letzten Drittel des Buches. Bis dahin plätschert die Handlung eher gemütlich dahin, Spannung kommt nur sehr langsam auf.

Die Figuren sind sympathisch, besonders Mette als Ich-Erzählerin punktet mit Humor und einem guten Blick für die Eigenheiten des Dorflebens. Der Schreibstil ist leicht und unterhaltsam, das Setting atmosphärisch. Besonders gelungen ist das Cover: bunt, verspielt und mit versteckten Krimi-Details – es fängt die Mischung aus Gemütlichkeit und Krimi gut ein.

Allerdings steht das Thema Stricken sehr stark im Mittelpunkt, inklusive vieler Fachbegriffe. Wer sich mit dem Hobby nicht auskennt, könnte schnell das Interesse verlieren. Auch kleinere Unstimmigkeiten (z. B. beim Alter einer Figur) fallen auf. Und obwohl am Ende ermittelt wird, bleibt der Kriminalfall eher oberflächlich – einige Fragen bleiben offen.

Fazit: Ein gemütlicher Wohlfühlroman mit viel Charme, nordfriesischer Atmosphäre und einer sympathischen Heldin – als Krimi jedoch zu spannungsarm. Eher etwas für Fans von Strick- und Küstenromanen mit leichtem Krimi-Anstrich.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Unerwartete Wendung und Spannung bis zur letzten Seite

Mordseemusik
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Beim Musikfestival auf Borkum bricht plötzlich der Star der Veranstaltung, Pablo Lavega, mitten auf der Bühne zusammen. Trotz des schnellen Eingreifens der Inselärztin kann er nicht gerettet werden – und ...

Beim Musikfestival auf Borkum bricht plötzlich der Star der Veranstaltung, Pablo Lavega, mitten auf der Bühne zusammen. Trotz des schnellen Eingreifens der Inselärztin kann er nicht gerettet werden – und schon bald steht der Verdacht im Raum, dass mehr dahintersteckt als ein tragischer Zufall. Caro Falk und Jan Akkermann sind sofort wieder mitten im Geschehen und können – sehr zum Ärger der Polizei – nicht anders, als selbst zu ermitteln.

Der sechste Band der Reihe liest sich gewohnt flüssig, lebendig und mit viel Charme. Auch die kursiv gesetzten Einblicke in die Gedanken des (möglichen) Täters sind wieder dabei und sorgen für Spannung. Besonders gelungen fand ich die Wendung am Ende – damit hatte ich so nicht gerechnet.

Etwas schade fand ich, dass die persönliche Entwicklung von Caro und Jan erneut nur angedeutet bleibt. Zwar gibt es ein leichtes Kribbeln bei Caro, aber weiter geht es (noch) nicht. Auch familiär ist diesmal wenig los: Justus und Hinnerek tauchen nur kurz auf, Kommissar Bachmann bleibt im Hintergrund.

Dafür passt das Cover diesmal besonders gut – Möwe, Gitarre und Sand greifen das Thema sehr stimmig auf.

Fazit: Insgesamt ein unterhaltsamer, solider Krimi mit einem etwas anderen Aufbau und einem starken Finale. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Ehrlich, stärkend und mitten aus dem Leben

Unperfekt ist genau richtig
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„Unperfekt ist genau richtig“ hat mich mit seinem offenen, humorvollen und gleichzeitig tiefgründigen Stil sofort abgeholt. Lucinde Hutzenlaub schreibt nahbar und authentisch – über Perfektion, Selbstfürsorge ...

„Unperfekt ist genau richtig“ hat mich mit seinem offenen, humorvollen und gleichzeitig tiefgründigen Stil sofort abgeholt. Lucinde Hutzenlaub schreibt nahbar und authentisch – über Perfektion, Selbstfürsorge und das Loslassen von Erwartungen. Viele Gedanken haben mich zum Nachdenken gebracht, besonders der Appell, sich selbst an erste Stelle zu setzen.

Auch Themen wie Ikigai, Scheitern oder der Umgang mit negativen Gefühlen werden lebensnah und ermutigend vermittelt. Manches wiederholt sich zum Ende hin etwas, aber das Buch bleibt ein inspirierender Begleiter auf dem Weg zu mehr Selbstakzeptanz.

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