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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Und niemals weiß man, wer ist gut, wer ist böse.

Der Nachbar
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Ein Buch mit viel Dynamik - kaum glaubt man, das System einigermaßen durchschaut zu haben, ist wieder alles anders und wer gerade noch das Opfer war ist jetzt plötzlich der Täter. Oder doch nicht???

“Der ...

Ein Buch mit viel Dynamik - kaum glaubt man, das System einigermaßen durchschaut zu haben, ist wieder alles anders und wer gerade noch das Opfer war ist jetzt plötzlich der Täter. Oder doch nicht???

“Der Nachbar” ist ein Buch mit vielen überraschenden Wendungen und man ist nie vorhersehbar, was als nächstes passiert. Sind hier alle verrückt oder warum passieren hier Dinge, die anfangs gar keinen Sinn machen??

Sebastian Fitzek ist es einmal mehr gelungen, einen unglaublich spannenden Psychothriller zu kreieren, ein Buch, das man von der ersten bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen kann, weil man einfach wissen muss, was weiter passiert und weil es fast an jedem Ende eines Kapitels eine neue Wende gibt.

Super spannend, ein “Fitzek, wie man ihn kennt”. Für mich wars leider teilweise schon ein bisschen zu übertrieben und “too much”

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Zwischenbilanz eines bewegten Lebens

Inside
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Boris Becker wird in Großbritannien zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt und muss die Strafe auch umgehend absitzen. Eine ganz neue Welt für den einstigen Superstar, findet er sich plötzlich alleine in einer ...

Boris Becker wird in Großbritannien zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt und muss die Strafe auch umgehend absitzen. Eine ganz neue Welt für den einstigen Superstar, findet er sich plötzlich alleine in einer Zelle wieder, aus der es vorübergehend kein Entkommen gibt.

Auf sehr persönliche und offene Art schildert Boris Becker sein Gerichtsverfahren und seine anschließende Zeit im Gefängnis. Er erzählt über seinen Alltag und über Begegnung im Gefängnis, über Mithäftlinge und Betreuer, über Sympathien und Abgrund. Viel Zeit bleibt zum Nachdenken und Beobachten, Becker erlebt unglaubliche Situationen und schildert seine Erfahrungen sehr detailliert und ungeschminkt. Auch wenn seine Strafe wohl berechtigt war, so hat man während des Lesens viel Mitgefühl mit ihm und die authentischen Erzählungen lassen einen immer wieder schockiert zurück.

"Inside" eröffnet einen neuen Blick auf Boris Becker, das Idol meiner Jugend. Er lässt dabei sein Leben, seine Karriere und alles, was danach kam, Revue passieren, in einer sehr bewegenden Art. Er schildert sehr emotional die Beziehungen zu den Menschen in seinem Leben und lässt erkennen, was er selbst als wichtig erachtet. Er erzählt von seinen "Zellenträumen" und zeigt durch e-Mails und Briefe, die er von Familie und Freunden erhalten hat, wie sehr auch sein Umfeld an seinem Schicksal Anteil nahm.

Für mich war "Inside" ein sehr bewegendes Buch, das mir ein neues Bild von Boris Becker vermittelt hat, ein Bild, wie er sich der Welt zeigen will. Ich habe beim Lesen mitgefiebert, die ein oder andere Träne verdrückt und mich mit ihm gefreut. Sehr gerne empfehle ich das Buch allen weiter, die Näheres über den Menschen Boris Becker und die Zwischenbilanz seines Lebens wissen möchten. "Inside" ist ein Buch, das berührt und bleibende Eindrücke hinterlässt!

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Die Bilanz einer Liebe

Spät am Tag
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Kristin Vego lässt in ihrem ersten Roman die Schriftstellerin Johanne die Geschichte ihrer Liebe zu Mikael. Zufällig finden die beiden zu einander und erleben die Aufs und Abs, die eine lange Beziehung ...

Kristin Vego lässt in ihrem ersten Roman die Schriftstellerin Johanne die Geschichte ihrer Liebe zu Mikael. Zufällig finden die beiden zu einander und erleben die Aufs und Abs, die eine lange Beziehung mit sich bringt, sie meistern die schwierigen Situationen, die durch die ständige Präsenz seiner Ex-Frau und der gemeinsamen kleinen Tochter entstehen und finden im Laufe ihres gemeinsamen Lebens die Ruhe, nach der sich beide sehnen. Nach Mikaels Tod zieht Johanne Bilanz - und sie tut das in einer sehr ruhigen, reflektierten und besonnenen Art und Weise.

"Spät am Tag" ist ein sehr atmosphärisches Buch. Wunderschön wird die Geschichte von Johanne und Mikael geschildert, die Einsamkeit, in der die beiden irgendwo auf dem Land leben und die Besonnenheit, die sie verbindet - schon das Cover strahlt eine unglaubliche Ruhe aus. "Spät am Tag" ist ein Buch, in dem nicht viel passiert, in dem aber so viel erzählt wird, in einer Sprache, die verzaubert. Es ist poetisch und ungeschönt, greift so manche Tabus auf und hat einen etwas melancholischen Unterton.

Nicht alles wird aufgelöst, manches bleibt auch offen, manche Zeitsprünge sind ein bisschen verwirrend und während des Lesens hätte ich gerne manchmal ein bisschen mehr über die einzelnen Personen erfahren. Aber sie sollen offenbar nicht im Mittelpunkt stehen, es geht eher darum, die Beziehung zu durchleuchten, in der sie zueinander stehen, ihre Interaktionen und die speziellen Verbindungen zueinander.

Auch wenn das Buch nur 140 Seiten hat, ist es kein Buch zum Schnellesen, sondern eines zum Eintauchen, zum Träumen und zum Nachdenken. Ich habe es sehr gerne gelesen, auch wenn ich durch die vielen Zeitsprünge manchmal ein bisschen durcheinander kam und ich empfehle es gerne an alle weiter, die Wert auf Stil und Sprache legen und auch mal zwischen den Zeilen lesen können und wollen.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Toller Cold-Case Fall, wie immer mit viel Lokalkolorit

Ostseedämmerung
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Beim Spiel machen 2 Kinder eine aufregenden Fund, der im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Archäologie-Studentin Mira steht. Als schließlich in unmittelbarer Nähe die Leiche der jungen Frau gefunden ...

Beim Spiel machen 2 Kinder eine aufregenden Fund, der im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Archäologie-Studentin Mira steht. Als schließlich in unmittelbarer Nähe die Leiche der jungen Frau gefunden wird, beginnt man, den bisher nicht gelösten Fall aufzurollen und stößt dabei auf viele überraschende Details. Ein neuer Fall für Pia Korittki und ihr Team, das ihr alles abverlangt! Wird es ihr gelingen, das Verbrechen nun aufzuklären?

Eva Almstädt ist mit "Osteseedämmerung" wieder ein spannender Krimi um die sympathische Kommissarin Pia Korittki gelungen. Die Mischung aus Krimi und persönlicher Geschichte der Protagonistin macht die Faszination dieser Reihe aus und in "Ostseedämmerung" ist diese Kombination ausgezeichnet gelungen. Der Fall selbst ist so spannend, dass man lange rätselt, wie er denn nun ausgehen wird und auch in Pias Privatleben tut sich einiges. Zudem spielt das Buch wie immer an der Ostsee und Almstädt schafft es auch dieses mal wieder, die tolle Atmosphäre dort einzufangen. Es ist jedes Mal wieder ein "Wiedersehen" mit alten Bekannten und es macht Freude, Pia auf ihrem Weg und bei ihrer Arbeit zu begleiten. Manchmal muss man ganz schnell weiterlesen, so spannend ist die Geschichte, manchmal kann man sich einfach an Pias Alltagserzählungen, an ihrer momentan harmonischen Beziehung und an der Entwicklung ihres Sohnes Felix erfreuen - genau diese Mischung macht die Faszination dieser Reihe aus.

Sehr gerne hätte ich dem Buch 5 Sterne gegeben, weil es mich wirklich überzeugt hat und ich es für einen der besten Bände der Serie halte. Leider wurde ab dem 19. Band das Design völlig geändert, was für mich überhaupt nicht geht. Wenn man eine so lange Serie kauft und liest, will man auch, dass sie im Regal schön ausschaut. Daher: Kritik an der Vorgehensweise des Verlages und Sterneabzug. Schade...

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Revolutionäre Ideen einer starken Frau

Die Pädagogin der glücklichen Kinder
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"Die Pädagogin der glücklichen Kinder" schildert das Leben der Kinderärztin Emmi Pikler, die mit ihren neuen Ideen ein pädagogischen Pädagogisches Konzept entwickelt, das anfangs nicht überall Anklang ...

"Die Pädagogin der glücklichen Kinder" schildert das Leben der Kinderärztin Emmi Pikler, die mit ihren neuen Ideen ein pädagogischen Pädagogisches Konzept entwickelt, das anfangs nicht überall Anklang fand. Das Buch erzählt die Geschichte einer mutigen Frau, die als Jüdin während des 2. Weltkrieges auf vielerlei Schwierigkeiten stößt, sich aber niemals unterkriegen lässt, egal, wie schwer das Schicksal manchmal zuschlägt.

Laura Baldini ist mit ihrem Buch ein schöner biografischer Roman gelungen, der einen einerseits in die Zeit des 2. Weltkrieges mit seinen Schrecken eintauchen lässt, der sich aber andererseits sehr positiv mit den Ideen Emmi Piklers auseinander setzt. Auch wenn Emmis Weg ein schwieriger war, ließ sie sich niemals unterkriegen und kämpfte unermüdlich darum, dass Kindern eine natürliche und selbstbestimmte Art der Entwicklung möglich sein sollte. Das Leben Emmi Piklers wurde anschaulich, aber trotz der dramatischen Schicksalsschläge, nicht reißerisch dargestellt und das Buch hat einen sehr schönen Einblick in den Werdegang dieser sympathischen Frau geboten. Auch die Gliederung in eher kurze Kapitel empfand ich als angenehm, um den Überblick der verschiedenen Stationen im Leben von Emmi Pikler zu behalten.

Emmi Piklers pädagogisches Konzept klingt sehr interessant und hätte auch gerne im Buch noch etwas genauer dargestellt werden können. Insgesamt ist Laura Baldini mit "Die Pädagogin der glücklichen Kinder" aber ein sehr authentischer und gut zu lesender biografischer Roman gelungen, der ein tolles Bild über die Ärztin und Pädagogin Emmi Pikler vermittelt und Lust darauf macht, sich weiter mir ihren pädagogischen Ideen zu beschäftigen. Eine eindeutige Leseempfehlung, um diese starke Frau etwas besser kennen zu lernen!

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