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Veröffentlicht am 29.06.2025

Bunte Vielfalt zwischen Murano und Carpaccio

DUMONT Bildatlas Venedig, Venetien
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Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, ...

Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, der gerne reist. Und dann kam mir auch so gleich der Gedanke, warum sollte ich mich nicht selbst damit beschenken. Er ist eine tolle Ergänzung zu Reiseführern, denn mit dem Bildatlas bekommt man völlig andere, einzigartige Eindrücke und die Kraft die Bilder wirklich zu spüren. Und schließlich entführt mich der Bildatlas von DUMONT in die Gefühlswelt des Erlebten. Also, wenn man schon mal die Städte und Landschaften besucht hat, bringt die Bildsprache mich nicht nur zurück an diese Orte, sondern lässt auch neue Einblicke zu. Es geht also einfach gesagt primär um Emotionen, wobei natürlich der informative Beitrag zu Land und Leuten mit ausgesuchtem Katenmaterial nicht zu kurz kommt.
Der Bildatlas Venedig – Venezien von Rita Henns zeigt in traumhafter Art und Weise wie einzigartig sich Venedig nicht nur von anderen italienischen Metropolen, sondern insgesamt von der Urbanität andere Städte auf dieser Welt abhebt. Venedig ist natürlich im wahrsten Sinne des Wortes ein dankbares Motiv für jede Kamera. Deshalb ist dieser Bildatlas etwas ganz Besonderes. Noch eine kleine kulinarische Anekdote, die viele der Besucher der Stadt nicht kennen. Die berühmte Vorspeise Carpaccio wurde in Venedig der 50er Jahre in Harry´s Bar erfunden und nach dem berühmten venezianischen Maler Vittore Carpaccio benannt. Der Bildatlas Venedig – Venezien ist ein Bildatlas, der die Augen des Betrachters mit Schönheit und Wärme verwöhnt. Ein Muss für jeden Italien Liebhaber.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Bildlich gesprochen – Große Vielfalt auf engem Raum

DUMONT Bildatlas Zypern
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Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, ...

Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, der gerne reist. Und dann kam mir auch so gleich der Gedanke, warum sollte ich mich nicht selbst damit beschenken. Er ist eine tolle Ergänzung zu Reiseführern, denn mit dem Bildatlas bekommt man völlig andere, einzigartige Eindrücke und die Kraft die Bilder wirklich zu spüren. Und schließlich entführt mich der Bildatlas von DUMONT in die Gefühlswelt des Erlebten. Also, wenn man schon mal die Städte und Landschaften besucht hat, bringt die Bildsprache mich nicht nur zurück an diese Orte, sondern lässt auch neue Einblicke zu. Es geht also einfach gesagt primär um Emotionen, wobei natürlich der informative Beitrag zu Land und Leuten mit ausgesuchtem Katenmaterial nicht zu kurz kommt.
Im Fall des Bildatlas Zypern von Margit Kohl nimmt uns diese Publikation mit auf eine Reise zwischen den zwei Welten der Insel, getrennt von der sogenannten Grünen Linie, die die Republik Zypern von der Türkischen Republik Nordzypern trennt. Quer durch die Hauptstadt Nikosia verläuft die Grenze, die für Touristen mittlerweile nicht mehr unüberwindbar ist. Wer Zypern als Reiseziel wählt, bekommt vom Grün des Tróodos Gebirges bis zu den feinsandigen Stränden alles geboten, was ein Touristenherz höherschlagen lässt.
In der Heimat der Liebesgöttin Aphrodite findet man fast überall auf der Insel Zeugnisse der Antike. Besonders in Páfos ist sie fast allgegenwärtig. Der Bildatlas von DUMONT Zypern bringt diese besondere Mischung zwischen Sommerurlaub und Geschichtsunterricht in einen harmonischen Gleichklang.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Mit Bildern reisen

DUMONT Bildatlas Japan
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Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, ...

Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, der gerne reist. Und dann kam mir auch so gleich der Gedanke, warum sollte ich mich nicht selbst damit beschenken. Er ist eine tolle Ergänzung zu Reiseführern, denn mit dem Bildatlas bekommt man völlig andere, einzigartige Eindrücke und die Kraft die Bilder wirklich zu spüren. Und schließlich entführt mich der Bildatlas von DUMONT in die Gefühlswelt des Erlebten. Also, wenn man schon mal die Städte und Landschaften besucht hat, bringt die Bildsprache mich nicht nur zurück an diese Orte, sondern lässt auch neue Einblicke zu. Es geht also einfach gesagt primär um Emotionen, wobei natürlich der informative Beitrag zu Land und Leuten mit ausgesuchtem Katenmaterial nicht zu kurz kommt.
Im Fall des Bildatlas Japan von Françoise Hauser gibt es so viele schöne Eindrücke über dieses ganz besondere Land zwischen seinen uralten Traditionen und dem heutigen, wirklichen Leben in der Moderne. Japan ist ein Fleckchen Erde, das immer beliebter wird bei Fernreisenden, auch wenn es kein billiges Vergnügen ist. Das Inselreich Japan in Bildern ist eine Reise in die hochmoderne Welt der Computer, dem ehrwürdigen Berg Fuji, Sumo-Ringen und dem faszinierenden Rosa der Kirchblüte.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Folgenschwere Entscheidungen

Furye
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Kronos tötet seinen Vater Uranus. Das auf die Erde Gaia gefallene Blut zeugt die drei Schwestern, genannt die drei Furien Alekto, die Unaufhörliche, Megaira, die Widerwillige und Tisiphone, die Vergelterin ...

Kronos tötet seinen Vater Uranus. Das auf die Erde Gaia gefallene Blut zeugt die drei Schwestern, genannt die drei Furien Alekto, die Unaufhörliche, Megaira, die Widerwillige und Tisiphone, die Vergelterin – so steht es geschrieben in Hesiods Epos. Beeindruckt von diesen Zeilen benennen sich fortan die drei Freundinnen Alec, Meg und Tess.
Alec, eine erfolgreiche Managerin in der Musikbranche, kehrt nach circa zwanzig Jahren zurück an den Ort ihrer Kindheit, an einen Küstenort mit den schroffen Felsen und dem wilden Meer. Sie stellt sich ihren Erinnerungen aus den letzten Jahren ihrer Schulzeit, die sie gemeinsam mit Meg, Tess und dem geheimnisvollen, begehrenswerten Romain, ihrer großen Liebe, verbrachte. Lange Zeit verdrängte sie, was in jenen Tagen geschehen war, welche verhängnisvollen Auswirkungen Drogen- und Alkoholsucht, brutale Gewalt, Depressionen, Vernachlässigung hatten und in welcher scheinbaren Ausweglosigkeit sie sich als Teenies befanden, diesen Begleitumständen ihres jungen Lebens zu entfliehen. Doch die Geschichte findet erst in den späten Wochen der Aufarbeitung, die mit Hilfe eines alten Tagebuches stattfindet, einen tragischen Abschluss, den niemand vorhersehen konnte.
Kar Eryn Rubiks Roman ‘Furye‘ hat mich von der ersten Seite an gefesselt und immer tiefer in das Geschehen hineingezogen. Es ist ihr aus meiner Sicht hervorragend gelungen, ein authentisches Bild einer Gesellschaft zu zeichnen, die achtlos wegschaut und so verantwortlich zeichnet für schmerzliche Verluste und tiefsitzende psychische Verletzungen. Die Sprache der Autorin ist klar und eindrücklich. Ihre Gabe Bilder durch die gewählten Worte entstehen zu lassen, ist sehr beeindruckend und fängt den Lesenden in einer angenehm unterhaltenden Art ein.
Sehr gern möchte ich diesen besonderen Roman weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Gedanken zum Spiegelbild unserer Gesellschaft

Aufstehen
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Der neunzehnjährige Autor Laurenz Koler zeichnet in seinem Debütroman ‘Aufstehen‘ ein Bild seiner Generation, der Generation Z. Sein Protagonist Nick selbst kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, ...

Der neunzehnjährige Autor Laurenz Koler zeichnet in seinem Debütroman ‘Aufstehen‘ ein Bild seiner Generation, der Generation Z. Sein Protagonist Nick selbst kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, denen er versucht so weit wie nur möglich aus dem Weg zu gehen, sich weg zu ducken. Dabei sucht er tatsächlich nach seiner Identität, nach Zugehörigkeit, einem Gefühl der Vertrautheit und Geborgenheit, ohne dass in ihm das Gespür von Unbehagen aufsteigt. Das ist nicht immer so leicht, ganz im Gegenteil. Oft genug betäubt er sich daher mit Rauschmitteln, die ihn vergessen und im Augenblick dahintaumeln lassen, seine Selbstzweifel für den Moment ausradieren. Schließlich versucht er durch Rituale dem Alltag eine gewisse Ordnung und damit Sicherheit zu geben, um seine Unsicherheit in immer wiederkehrenden Gedankenstrukturen aufzubrechen, dem Bedürfnis nach Erkenntnis seiner Handlungen und der seiner Mitmenschen, der Ohnmacht gegenüber sinnloser Gewalt, nachzugehen.
Laurenz Koler schildert bildhaft und lebendig das gegenwärtige Leben der Menschen, unserer Gesellschaft in Bozen, in Südtirol. Dabei bedient er sich gezielt des ansässigen Dialekts, der sich natürlich in sein Textbild einfügt, eine authentische Fiktion gestaltet, die nicht zuletzt auch die Frage nach dem Einfluss von autobiografischen Aspekten in der Geschichte aufwirft. Es bleibt viel Freiraum für eigenen Gedanken, dem Ungesagten nachzuspüren.
Ein Roman, der gelesen werden möchte.

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