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Veröffentlicht am 21.07.2025

Originelle Grundidee, aber nicht "Notting Hill" mit Julia Roberts

Neuanfang in Notting Hill
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„Neuanfang in Notting Hill“ von Norie Clarke verspricht auf den ersten Blick eine bezaubernde, warmherzige Liebesgeschichte voller Charme und Hoffnung. Eine Geschichte über Neuanfänge, verpasste Chancen ...

„Neuanfang in Notting Hill“ von Norie Clarke verspricht auf den ersten Blick eine bezaubernde, warmherzige Liebesgeschichte voller Charme und Hoffnung. Eine Geschichte über Neuanfänge, verpasste Chancen und die unerwartete Freundschaft zwischen zwei Frauen unterschiedlicher Generationen.
Die Ausgangsidee ist vielversprechend: Jess, in deren Leben es gerade ziemlich Drunter und Drüber geht, stößt auf eine ungewöhnliche Wohnungsanzeige. Die 80-jährige Joan sucht eine Untermieterin. Zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Verbindung. Jess erfährt, dass Joan nie über ihre große Liebe hinweggekommen ist und beginnt Nachforschungen anzustellen.
Und beide gehen einen besonderen Deal ein: Joan geht online und Jess offline.

Das Cover mit der roten Tür weckt Erwartungen an eine Verbindung zum bekannten Film „Notting Hill“, was durchaus einen gewissen Reiz ausmacht. Inhaltlich schlägt das Buch eine andere Richtung ein.
Die Geschichte bringt ein schönes, warmes Thema zur Sprache: Veränderung ist in jedem Alter möglich. Die Erzählperspektive wechselt kapitelweise zwischen Jess und Joan, was prinzipiell spannend ist, allerdings sind die Namen der beiden Protagonistinnen sehr ähnlich, was die Orientierung erschwert.
Der Sprachstil ist stellenweise recht flapsig mit modernen Ausdrücken, deren Bedeutung nicht immer eindeutig ist.
Leider schöpft der Roman sein Potenzial nicht ganz aus. Die Idee ist stark, aber die Handlung zieht sich mitunter in die Länge.

„Neuanfang in Notting Hill“ ist ein Roman mit Herz und einer originellen Grundidee. Die Verbindung zwischen Alt und Jung, sowie die Suche nach verpassten Chancen und neuem Glück bietet viel Potenzial. Leider bleibt die Umsetzung stellenweise etwas blass und ermüdend. Dennoch werden dem Leser durchaus einige schöne Lesemomente beschert.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Tapas! - Nicht alltäglich, aber genau das macht seinen Reiz aus.

Tapas de Verduras
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„authentisch.einfach.veggie.“ – heißt es auf dem Covertext und so ist es auch.
Dieses Buch ist eine kulinarische Liebeserklärung an Spaniens kleine Gerichte – und zugleich ein neuer Blick auf die traditionsreiche ...

„authentisch.einfach.veggie.“ – heißt es auf dem Covertext und so ist es auch.
Dieses Buch ist eine kulinarische Liebeserklärung an Spaniens kleine Gerichte – und zugleich ein neuer Blick auf die traditionsreiche Tapas-Kultur.
Johan Björkman, inspiriert von seinen Reisen und seinen Aufenthalten in Barcelona, bringt mit „Tapas de Verduras“ 90 kreative, vegetarische Rezepte in die Küche.
Ob klassische Patatas Bravas oder fantasievolle Neukreationen wie Spinat- & Ziegenkäsekroketten mit Membrillo oder Grünkohlsalat mit eingelegtem Kürbis & geriebenem Idiazabal.
Dieses Buch vereint mediterranes Lebensgefühl mit moderner Gemüseküche. Dabei kommen sowohl spanische Zutaten als auch nordische Einflüsse zum Tragen.

Besonders:
- jedes Rezept mit Foto
- übersichtliche Mengen- und Portionsangaben
- nachvollziehbare Anleitungen (oft noch mit Ausführungen)

- stimmungsvolle Fotos aus dem „Alltag“ begleiten die Rezepte und lassen mediterranes Flair
lebendig werden.

- Spanische Bezeichnungen mit deutscher Übersetzung
-Zusätzliche Informationen zu Zutaten, Herkunft und Küchentricks
- der Autor schildert seine Erfahrungen, Eindrücke und kulinarischen Beobachtungen aus Spanien
mit viel Herz und Hintergrundwissen

Die Aufmachung erinnert an Food-Zeitschriften und Kochbücher vergangener Jahrzehnte.
Mit nostalgischem Charme, aber auch gestalterischen Eigenheiten. Der teilweise großzügige Weißraum, die teils schwer lesbare Typografie und kleinere Rezeptbilder wirken nicht immer modern und übersichtlich, dafür aber liebevoll und besonders.
Fazit:
Ein besonderes, atmosphärisches Kochbuch für alle, die spanische Aromen lieben und sich auf eine neue, gemüsefokussierte Interpretation der Tapas-Kultur einlassen möchten.
Nicht alltäglich, aber genau das macht seinen Reiz aus.
Buen provecho!

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Leichter, unterhaltsamer Roman mit Kleingartenflair

Der Feind in meinem Beet
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Mit „Der Feind in meinem Beet“ legt Käthe Lachmann eine charmante, leichtfüßige Geschichte vor, die sich ideal für entspannte Lesestunden eignet. Sei es auf dem Balkon, im Zug oder am Strand.
Im Zentrum ...

Mit „Der Feind in meinem Beet“ legt Käthe Lachmann eine charmante, leichtfüßige Geschichte vor, die sich ideal für entspannte Lesestunden eignet. Sei es auf dem Balkon, im Zug oder am Strand.
Im Zentrum steht Maren, 43 Jahre alt und getrennt lebend und auf der Suche nach Ablenkung und Neues in ihrem Leben.
Diese findet sie – oder glaubt sie zu finden – in einem kleinen Garten in einer Hamburger Kleingartenkolonie. Endlich ein Ort nur für sie, ein bisschen grün, ein bisschen Ruhe, ein bisschen Ablenkung. Doch die Idylle bekommt schnell Risse, als ausgerechnet ihr Noch-Ehemann Lars den benachbarten Garten pachtet. Lars, dem Pflanzen bisher völlig egal waren.
Was folgt, ist ein amüsanter und gleichzeitig nachdenklicher Blick auf eine Beziehung, die eigentlich schon vorbei ist. Vielleicht doch nicht ganz. Denn Lars weigert sich, die Scheidungspapiere zu unterschreiben und will die Beziehung nicht aufgeben und startet Versuche, Maren wieder für sich zu gewinnen. Dabei ist da auch noch Tammaro vom Garten an der Ecke. Ein Mann mit Humor, Charme und Gartenwissen.
Lachmanns Erzählstil ist angenehm leicht, die Sprache eingängig, und man findet schnell Zugang zur Geschichte. Zwar passiert auf Handlungsebene nicht allzu viel, doch gerade das macht den Reiz des Romans aus. Es ist eine Geschichte über Alltagsrealitäten, verpasste Chancen und die Frage, wie viel man in eine Beziehung investieren sollte und ab wann es vielleicht zu spät ist. Die Geschichte regt unterschwellig zum Nachdenken an, bleibt aber stets in einem unbeschwerten, unterhaltsamen Ton.
Besonders gelungen ist die Beziehung zwischen Maren und ihrer Tochter, die ein offenes, ehrliches und liebevolles Miteinander pflegen.
„Der Feind in meinem Beet“ eignet sich perfekt als Urlaubslektüre oder für zwischendurch. Wer Lust auf eine humorvolle, sympathisch erzählte Geschichte mit einem Hauch Tiefgang hat, ist hier genau richtig.
Fazit: Ein leichter, unterhaltsamer Roman mit sympathischen Figuren, kleinen Lebensweisheiten und jeder Menge Kleingartenflair. Ideal für entspannte Lesestunden.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Zum Nachschlagen, Schmökern und Lernen in Sachen Zimmerpflanzen

101 Dinge, die Du über Zimmerpflanzen wissen musst
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Mit „101 Dinge die du über Zimmerpflanzen wissen musst“ bietet der Christophorus-Verlag ein wunderbar gestaltetes Nachschlagewerk, das sowohl Einsteiger als auch erfahrene Pflanzenfreunde
erfreuen wird. ...

Mit „101 Dinge die du über Zimmerpflanzen wissen musst“ bietet der Christophorus-Verlag ein wunderbar gestaltetes Nachschlagewerk, das sowohl Einsteiger als auch erfahrene Pflanzenfreunde
erfreuen wird. In schlichter, aber ansprechender überwiegend grün-weißer Gestaltung lädt das handliche Büchlein dazu ein, das eigene Zuhause in ein grünes Paradies zu verwandeln – und dabei ganz nebenbei zum echten Pflanzenprofi zu werden.
Das Buch mit seinen ca. 188 Seiten überzeugt durch seine klare Struktur: Es beginnt mit einem Blick auf die Geschichte der Zimmerpflanzen und bietet unterhaltsame Fakten sowie überraschendes Wissen – etwa, dass auch Pflanzen unter Sonnenbrand leiden können oder wie sie auf Musik reagieren. Auch seltene und besonders kuriose Arten finden Erwähnung.
Der praktische Teil widmet sich den Grundlagen der Zimmerpflanzenpflege – von Standortwahl, Lichtverhältnissen, Luftfeuchtigkeit und Bewässerung über Substrate und Düngung bis hin zu Umtopfen und Vermehrung. Dabei punktet das Buch mit verständlichen Erklärungen, zahlreichen Tipps und einer übersichtlichen Darstellung.
Rund 15 beliebte Zimmerpflanzenarten werden näher angeschaut. Jede Pflanze wird auf einer Doppelseite mit einem aussagekräftigen Foto, kurzen Steckbriefen zu Wuchsform, Standort, Pflege und möglichen Gefahren (z.B. Giftigkeit) vorgestellt – perfekt zum schnellen Nachschlagen oder gezieltem Stöbern.
Ein weiteres Highlight ist das Kapitel über typische Pflanzenprobleme. Krankheiten und Schädlinge werden nicht nur beschrieben, sondern es werden auch konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung empfohlen.
„101 Dinge, die du über Zimmerpflanzen wissen musst“ ist ein informatives, liebevoll gestaltetes und praxisorientiertes Buch, das sich hervorragend zum Nachschlagen, Lernen und Inspirieren eignet. Es bietet nicht nur solides Basiswissen, sondern auch viele interessante Einblicke in die Welt der Zimmerpflanzen. Ein Mehrwert für jede Pflanzenliebhaberin und jeden Pflanzenfreund und eine schöne Geschenkidee.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Feinfühliger Familienroman, Band 5

Das Herz ist niemals blind
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„Das Herz ist niemals blind“ ist der fünfte Band der Reihe über die Familie Schluck von Lotte und mein erster Kontakt mit dieser Buchreihe. Obwohl ich die vorangegangenen Bände nicht gelesen habe, konnte ...

„Das Herz ist niemals blind“ ist der fünfte Band der Reihe über die Familie Schluck von Lotte und mein erster Kontakt mit dieser Buchreihe. Obwohl ich die vorangegangenen Bände nicht gelesen habe, konnte ich der zentralen Geschichte rund um Lilly und Albert gut folgen und mich emotional darauf einlassen. Die Entwicklung ihrer Beziehung wird feinfühlig und glaubwürdig erzählt, insbesondere die Darstellung von Alberts Blindheit und Lillys Umgang damit hat mich sehr berührt. Ich habe großen Respekt vor beiden Figuren und war beeindruckt, wie authentisch ihre Herausforderungen, Gedanken und Gefühle geschildert werden. Das Buch hat meine Sicht auf das Leben mit einer Sehbehinderung definitiv sensibilisiert.
Der Schreibstil ist angenehm, leicht, bildreich und emotional – man kann sich die Szenen gut vorstellen und wirklich in die Geschichte eintauchen.
Allerdings hatte ich Schwierigkeiten mit dem zweiten Handlungsstrang rund um Lillys Tante Sibylle, die im hohen Alter versucht, die Identität ihres Vaters zu klären. Diese Geschichte ist sicherlich bewegend, doch damit die Zusammenhänge aus den früheren Bänden fehlten, konnte ich keine starke Bindung zu dieser Figur aufbauen. Auch die Vielzahl an Namen und Verbindungen hat es mir schwer gemacht, den Überblick zu behalten. Allerdings gibt es zu Beginn des Buches eine Namensaufstellung mit Hinweisen zur jeweiligen Person, wo man sich jeweils etwas informieren kann.
Insgesamt ist „Das Herz ist niemals blind“ ein gefühlvolles Buch. Die Liebesgeschichte zwischen Lilli und Albert überzeugt durch Tiefe und Authentizität. Wer die vorherigen Bände kennt, wird sicherlich noch mehr Freude an den Nebensträngen haben. Für Neueinsteiger wie mich ist es vermutlich empfehlenswert, vielleicht doch mit Band eins zu beginnen, um alle Facetten und Figuren dieser Familie besser zu verstehen.

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