Man sollte lieben dürfen, wen man will
My Dearest Enemy. The Heygate GirlsDa ich das erste Band der Reihe schon gelesen habe, war ich nun auch sehr gespannt auf die Fortsetzung. Und auch diesmal wurde ich gut von der Geschichte unterhalten und habe das Buch in nur wenigen Tagen ...
Da ich das erste Band der Reihe schon gelesen habe, war ich nun auch sehr gespannt auf die Fortsetzung. Und auch diesmal wurde ich gut von der Geschichte unterhalten und habe das Buch in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen.
Die Story spielt im Jahr 1861 und dreht sich um Amabel, die eigentlich überglücklich sein müsste: Sie ist mit dem attraktiven, jungen Adligen John verlobt und freut sich auf ihre baldige Hochzeit. Doch auf dem Ball zeigt John ihr die kalte Schulter und das nicht zum ersten Mal. Er scheint einfach keinerlei romantische Gefühle für sie zu haben. Dafür gerät Amabel heftig mit Johns bester Freundin Harriett aneinander, die mehr über sein distanziertes Verhalten Amabel gegenüber zu wissen scheint. Hat er etwa eine heimliche Geliebte? Zusammen mit ihrer besten Freundin Lucie versucht Amabel hinter Johns Geheimnis zu kommen. Gleichzeitig stellt Amabel fest, dass sie in Harriets Nähe immer öfter weiche Knie bekommt und jede Menge Schmetterlinge in ihrem Bauch tanzen...
In die Storyline habe ich wieder ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist locker-leicht, schön bildlich und es ist ein toller Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Erzählt wird die Storyline zudem im Wechsel aus der Sicht von Harriet, Amabel und John, so dass man sich besser mit deren Denken und Handeln identifizieren konnte.
Mit Amabel wurde ich im ersten Band nicht warm, deshalb war ich anfangs etwas skeptisch, als ich erfahren habe, dass sie im zweiten Band im Mittelpunkt stehen wird. Doch ihr Bild hat sich in meinen Augen gewandelt. Sie ist nicht mehr so nervig wie damals. Aber auch Harriet ist eine sympathische Figur, mit der ich mich richtig gut identifizieren konnte.
Ziemlich schnell war klar, dass sich Amabel und Harri zueinander hingezogen fühlen. Dass es in dieser Hinsicht keine langgezogenen Kapitel gab mit viel Hin und Her fand ich gut. Doch deshalb ist die Storyline in der Mitte dann auch etwas auf der Stelle getreten. Mit dem Ende wurde das aber wieder wettgemacht. Hier wurde die Spannungsschraube mächtig hochgedreht – bis zum Happy-End!
Damit ist die Dilogie nun beendet – schade, denn ich hätte auch gerne Johns Geschichte noch gelesen, auch wenn hier wohl der Titel „The Heygate Girls“ nicht so passend ist 😊 Von mir erhält das zweite Band auf jeden Fall gute 4 von 5 Sternen.