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Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein Neuanfang mit Herz, Verantwortung und Hoffnung

Bound by Dreams
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Mit „Bound by Dreams“ beginnt Emma Wagner ihre neue Reihe „Liebe in Oceanbridge“ – ein gefühlvoller Roman über Verlust, Verantwortung und den Kampf um ein Stück eigenes Glück.

Im Mittelpunkt steht die ...

Mit „Bound by Dreams“ beginnt Emma Wagner ihre neue Reihe „Liebe in Oceanbridge“ – ein gefühlvoller Roman über Verlust, Verantwortung und den Kampf um ein Stück eigenes Glück.

Im Mittelpunkt steht die 18-jährige Ava, die mit ihrer jüngeren Schwester Maddie und ihrer Mutter nach Oceanbridge in Oregon zieht. Seit dem Tod ihres Vaters vor vier Jahren ist das Leben der Familie aus dem Gleichgewicht geraten. Die Mutter verliert einen Job nach dem anderen, weshalb die Familie ständig umziehen muss. Für Ava bedeutet das nicht nur Unsicherheit – sie übernimmt zunehmend die Rolle einer Mutter für Maddie und kümmert sich oft auch noch um ihre eigene, labile Mutter.

In Oceanbridge soll endlich alles besser werden. Das neue Haus am Meer war der Traum ihres verstorbenen Vaters – doch vor Ort stellt sich heraus: Es ist eine heruntergekommene Bruchbude ohne Strom und Wasser. Ava ist enttäuscht und überfordert.

Gleich nebenan wohnt Jay, ein ambitionierter Student und Basketballspieler mit dem Traum, eines Tages in der NBA zu spielen. Jay ist mexikanischer Abstammung. Seine Eltern haben viel geopfert, um ihren Kindern ein Leben in den USA zu ermöglichen – doch während sein Bruder von ihrem Vater ständig gelobt wird, erntet Jay für seine sportlichen Ambitionen nur Unverständnis.

Ava und Jay begegnen sich auf ungewöhnliche Weise – sie trifft ihn, als er gerade Bücher aus dem Fenster wirft. Zwischen dem sportlichen Nachbarn und der bücherliebenden Ava entwickelt sich schnell eine besondere Verbindung.

Dank eines Tipps von Jay bewirbt sich Ava in einem nahegelegenen Café. Auf dem Weg zum Probearbeiten bleibt ihr Auto liegen – und so lernt sie Tess kennen, die sie kurzerhand mitnimmt und dafür sorgt, dass Ava pünktlich erscheint. Aus der Zufallsbegegnung wird eine echte Freundschaft. Wie sich herausstellt, spielt Tess’ Bruder im selben Team wie Jay.

Auch weitere Figuren bereichern die Geschichte – etwa Carter, ein selbstverliebter Basketballspieler aus reichem Hause, der sich für den Größten hält. Auch wenn er alles andere als sympathisch wirkt, passt er perfekt ins Gefüge der Story.

Emma Wagner beweist einmal mehr, dass sie mehr kann als reine Liebesromane. „Bound by Dreams“ ist keine klassische Romance – es geht um Verantwortung, Selbstfindung und familiäre Herausforderungen. Der Schreibstil ist einfühlsam, leicht zu lesen und voller Tiefe. Die Charaktere wirken authentisch und lebendig, ihre Sorgen und Träume nachvollziehbar.

Mein Fazit:

Ein starker Auftakt mit emotionaler Tiefe und wichtigen Themen wie Herkunft, Familie und persönlichem Wachstum. „Bound by Dreams“ zeigt, wie schwer es sein kann, seinen eigenen Weg zu finden – und wie wichtig es ist, dabei nicht allein zu sein. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände der Reihe! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 14.07.2025

Geheimakte Labrador – Jubiläumsausgabe Der Auftakt zur Abenteuerreihe rund um Max Falkenburg

Geheimakte Labrador
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Wir schreiben das Jahr 1952. Max Falkenburg arbeitet als Museumswärter im Wikingermuseum in Oslo. Von Archäologie hat er zwar durch seinen Vater – den bekannten Ägyptologen Carl Falkenburg – schon einiges ...

Wir schreiben das Jahr 1952. Max Falkenburg arbeitet als Museumswärter im Wikingermuseum in Oslo. Von Archäologie hat er zwar durch seinen Vater – den bekannten Ägyptologen Carl Falkenburg – schon einiges mitbekommen, doch selbst steht er noch ganz am Anfang seines Weges.

Während seines Dienstes wird er Zeuge, wie ein fremder Mann ein Ausstellungsstück manipuliert und ein verborgenes Medaillon entwendet. Max zögert nicht, nimmt die Verfolgung auf und kann das Artefakt tatsächlich zurückholen. Gemeinsam mit dem Museumsdirektor Ingstad untersucht er das Medaillon, das Hinweise auf ein sagenumwobenes Artefakt gibt: den legendären Hammer des nordischen Gottes Thor.

Damit beginnt für Max ein packendes Abenteuer, das ihn weit über die Grenzen Norwegens hinausführt – bis nach Nordamerika. Auf der Spur einer alten Legende gerät er in lebensbedrohliche Situationen, entschlüsselt Hinweise und begibt sich auf eine gefährliche Reise voller Rätsel und Enthüllungen.

Geheimakte Labrador ist der erste Band der erfolgreichen Reihe von André Milewski – hier in der überarbeiteten Jubiläumsausgabe. Der Autor versteht es, historische Fakten und Mythen mit einem spannenden Erzählstil zu verbinden. Der Einstieg in die Geschichte ist rasant, die Schauplätze atmosphärisch, und Max als junger Held wirkt glaubwürdig und sympathisch.

Auch wenn ich bereits Geheimakte Midas gelesen habe, war es spannend, nun den eigentlichen Beginn der Reihe kennenzulernen – und damit auch Max‘ erste große Bewährungsprobe.

Mein Fazit:
Ein gelungener Reihenauftakt voller Abenteuer, nordischer Mythologie und Spannung. Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 04.07.2025

„Als die Freiheit starb – Resignation“ von Dania Dicken – Wenn Freiheit zum Privileg wird

Als die Freiheit starb – Resignation
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Heute, am 4. Juli erscheint mit „Als die Freiheit starb – Resignation“ der Auftakt zu einer neuen dystopischen Romanreihe von Dania Dicken. Dass der Erscheinungstermin ausgerechnet auf den amerikanischen ...

Heute, am 4. Juli erscheint mit „Als die Freiheit starb – Resignation“ der Auftakt zu einer neuen dystopischen Romanreihe von Dania Dicken. Dass der Erscheinungstermin ausgerechnet auf den amerikanischen Independence Day fällt, ist sicher kein Zufall – schließlich geht es inhaltlich genau um das Gegenteil: den Verlust von Freiheit.

Im Zentrum steht Adriana Cabello, eine Latinofrau, die als Dozentin für Sozialpsychologie an einer Universität arbeitet. Verheiratet ist sie mit dem Weißen Eric, was ihr immerhin eine blaue ID-Karte einbringt – ein Mittelfeld in der neuen Klassengesellschaft, die die Regierung nach einem radikalen Umbruch einführt.

Denn mit der Machtübernahme der neuen Regierung verändert sich alles: Bürger erhalten fortan eine farblich codierte ID-Karte, die über nahezu alle Lebensbereiche bestimmt. Gesundheitskarten, Kreditkarten und Personalausweise werden abgeschafft – alles wird über die neue ID-Karte geregelt. Wer welcher Klasse zugeordnet wird, entscheidet über Reisefreiheit, medizinische Versorgung, Wohnort, Arbeitsplatz und soziale Stellung.

Eric, der eigentlich zum FBI wollte, findet sich in der neu gegründeten Security Agency of Republic (SAR) wieder – eine Organisation, die direkt dem Präsidenten untersteht und die neuen repressiven Gesetze durchsetzen soll. Abtreibungen sind verboten, Verhütungsmittel erhalten Frauen nur mit Zustimmung ihres Ehemannes. Wer gegen Regeln verstößt, riskiert den sozialen Abstieg oder gar den Verlust seiner ID – was faktisch die Auslöschung aus dem System bedeutet.

People of Color oder mit krimineller Vorgeschichte werden pauschal in untere Klassen eingeordnet, häufig in die rote oder schwarze. Adriana und Eric geraten zusätzlich unter Druck, da ihr Sohn Anthony autistische Züge zeigt. In der Schule kommt es immer wieder zu Problemen. Eine offizielle Diagnose scheuen sie, denn sie befürchten, dass Anthony dann in ein Heim abgeschoben wird – ein Risiko, das sie nicht eingehen wollen.

Während Adriana zunehmend über eine Flucht nach Kanada nachdenkt, formiert sich in der Bevölkerung der Widerstand. Die Freedom Fighters beginnen, aktiv gegen das System vorzugehen. Und gerade als Adriana glaubt, es könne nicht schlimmer kommen, überschlagen sich die Ereignisse – und plötzlich ist nichts mehr wie zuvor.

Ich habe vor einiger Zeit eine Thrillerreihe der Autorin gelesen und war damals schon begeistert. Diesmal hat sich Dania Dicken für eine dystopische Trilogie entschieden. Ursprünglich wollte sie in ihrer Geschichte das Thema der Pandemie verarbeiten. Doch als sich in der Welt auch politisch immer stärker zeigte, wie brüchig sicher geglaubte Freiheiten sein können, entwickelte sie daraus die nun begonnene Reihe. Viele von uns haben während der Lockdowns gespürt, wie existenziell das Thema Freiheit ist – diese Erfahrung spiegelt sich in der Geschichte deutlich wider.

Zusätzlich verarbeitete die Autorin den plötzlichen Verlust ihres erst 37 Jahre alten Mannes. Diesen Schmerz hat sie auf einfühlsame Weise in ihren Figuren widergespiegelt. Die emotionale Tiefe, die sich daraus ergibt, verleiht dem Roman eine besondere Intensität und Glaubwürdigkeit.

Mir hat das Lesen des Buches viel Spaß bereitet und ich kann nur hoffen, dass die Geschichte eine Fiktion bleibt – zumal Teile davon bereits Realität sind. Von mir gibt es volle 5 Sterne und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, die zu Weihnachten erscheinen soll.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Duftsehen, Schokomagie und eine geheimnisvolle Akademie – Mila Kornblums Abenteuer geht weiter

Die Macht der Schokomagie (Schokomagie 3)
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Im dritten Band der Schokomagie-Reihe von Mareike Allnoch geht es für Mila Kornblum und ihre beste Freundin Liz erneut nach Paris – diesmal nicht zum Schüleraustausch, sondern zur Sommerakademie für Duftseher, ...

Im dritten Band der Schokomagie-Reihe von Mareike Allnoch geht es für Mila Kornblum und ihre beste Freundin Liz erneut nach Paris – diesmal nicht zum Schüleraustausch, sondern zur Sommerakademie für Duftseher, die im Élysée-Palast stattfindet. Die Einladung zur Akademie ist eine große Ehre, und zum Glück gelingt es Milas Mutter, auch die Eltern von Liz zu überzeugen.

Vor Ort erwarten die beiden Freundinnen gleich mehrere Überraschungen: Neben dem Wiedersehen mit Louis, dem Sohn des französischen Präsidenten, lernen sie neun weitere Jugendliche kennen, die ebenfalls über die seltene Gabe des Duftsehens verfügen. Gemeinsam sollen sie ihre Fähigkeiten trainieren und mehr über die Hintergründe der Schokomagie erfahren. Doch als ausgerechnet Ophelia, Milas alte Bekannte vom Schüleraustausch, plötzlich Teil der Gruppe ist, wirft das Fragen auf. Wieso ist sie ebenfalls eine Duftseherin – und warum hat sie sich bisher nicht zu erkennen gegeben?

Mila spürt schnell, dass hinter der Sommerakademie mehr steckt, als es zunächst den Anschein hat. Während sie versucht, ihre Gabe besser zu kontrollieren, gerät sie tiefer in die Machenschaften des Zirkels. Und auch ihre Verbindung zu Louis wird auf die Probe gestellt.

Mareike Allnoch führt die Geschichte um Mila, Liz und die Duftseher spannend und stimmungsvoll fort. Wie schon in den ersten beiden Bänden überzeugt der dritte Teil mit einer gelungenen Mischung aus Magie, Freundschaft, Spannung und einem Hauch von erster Liebe. Die Idee der Schokomagie wird weiterentwickelt, und neue Figuren bringen frischen Wind in die Handlung. Besonders schön ist, dass Mila reifer wirkt und zunehmend Verantwortung für ihre Gabe übernimmt.

Auch dieser Band richtet sich an Leserinnen und Leser ab 10 Jahren. Die Kapitel sind angenehm kurz, der Schreibstil bleibt leicht und gut lesbar – ideal auch zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen. Am Ende des Buches gibt es wieder zwei kreative Rezepte, nämlich für das Unglaubliche Überraschungsschokoei und die Erleuchtenden Erdbeercrispies – ausprobiert haben wir sie zwar nicht, aber sie klingen sehr lecker und passen wunderbar zur Geschichte.

Meiner Tochter (inzwischen 13) und mir hat auch „Die Macht der Schokomagie“ wieder richtig gut gefallen. Die Geschichte entwickelt sich spannend weiter, bleibt dabei aber stets altersgerecht. Wir vergeben auch für diesen Band sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Der verrückteste Reiseführer für Nord- und Ostsee – Kurios, kreativ und voller Überraschungen

Der verrückteste Reiseführer für Nord- und Ostsee
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Wer glaubt, an der Nord- und Ostsee gäbe es nur Sand, Deiche und Fischbrötchen, wird mit diesem Reiseführer eines Besseren belehrt. Moritz Wollert nimmt seine Leser mit auf eine außergewöhnliche Entdeckungsreise ...

Wer glaubt, an der Nord- und Ostsee gäbe es nur Sand, Deiche und Fischbrötchen, wird mit diesem Reiseführer eines Besseren belehrt. Moritz Wollert nimmt seine Leser mit auf eine außergewöhnliche Entdeckungsreise entlang der Küsten von gleich sechs europäischen Ländern – vollgepackt mit skurrilen, originellen und teils völlig verrückten Ausflugszielen.

Inhalt und Konzept

In „Der verrückteste Reiseführer für Nord- und Ostsee“ stellt der Autor 129 ungewöhnliche Orte vor – aufgeteilt nach Ländern:

43 Tipps für Deutschland
18 für Dänemark
13 für die Niederlande
14 für Norwegen
17 für Polen
24 für Schweden

Die Auswahl deckt eine bunte Mischung an Themen ab:
Geschichte hautnah, geniale Architektur, Gruseliges, Naturwunder, Ruinen und Lost Places sowie schräge Museen – hier ist für alle etwas dabei, die gern das Besondere entdecken. Ob ein verlassener Ort mit Gänsehautgarantie, eine skurrile Sammlung in einem kuriosen Museum oder ein beeindruckendes Bauwerk mitten in der Natur – dieser Reiseführer überrascht auf jeder Seite.

Die Texte sind kurzweilig, informativ und mit einer Prise Humor geschrieben. Viele Farbfotos und ein modernes, ansprechendes Layout runden das Gesamtbild ab und machen das Buch auch optisch zu einem echten Erlebnis.

Mein Eindruck

Ich war positiv überrascht, wie abwechslungsreich, informativ und dabei angenehm locker dieser Reiseführer gestaltet ist. Viele der vorgestellten Orte kannte ich bisher nicht – obwohl ich dachte, mich an Nord- und Ostsee gut auszukennen.

Bisher war ich vor allem an der deutschen Ostseeküste unterwegs, doch dieses Buch hat mir gezeigt, wie viel mehr es in den angrenzenden Ländern zu entdecken gibt. Besonders die thematische Vielfalt macht das Buch zu einer Fundgrube für neue Entdeckungen – und es weckt definitiv die Reiselust, auch einmal über die Grenzen hinaus zu blicken.

Die internationale Perspektive sorgt für frischen Wind – hier werden nicht nur deutsche Küstenregionen beleuchtet, sondern auch unsere nord- und osteuropäischen Nachbarn mit einbezogen. Das macht das Buch zu einer echten Inspirationsquelle für den nächsten Roadtrip oder Urlaub am Meer.

Fazit

Ein Reiseführer, der Spaß macht – anders, unterhaltsam und überraschend. Wer bei der Urlaubsplanung gern über den Tellerrand schaut, wird hier reich belohnt.
5 von 5 Sternen – ein inspirierender Begleiter für alle, die das Außergewöhnliche lieben.