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Veröffentlicht am 02.07.2025

Chaosqueen mit Hitzewallungen

Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset
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Tine Dreyer gelingt mit dem zweiten Band ihrer schwarzhumorigen Krimireihe ein ebenso schräger wie unterhaltsamer Roman. Doch Wechseljahre und Mordlust, wie geht das zusammen?

Liv ist 48, Ehefrau, Mutter ...



Tine Dreyer gelingt mit dem zweiten Band ihrer schwarzhumorigen Krimireihe ein ebenso schräger wie unterhaltsamer Roman. Doch Wechseljahre und Mordlust, wie geht das zusammen?

Liv ist 48, Ehefrau, Mutter und Küchenplanerin. Sie leidet unter Hitzewallungen und unter Schuldgefühlen. Um mit der Wahrheit herauszurücken, Liv hat Leichen im Keller. Im ersten Band war sie aus Versehen zur Mörderin geworden. Und auch in diesem Band verstrickt sie sich in kriminelle Abenteuer. Sie wird praktisch gezwungen Drogen zu verticken. Als skurrile Verbündetet erweisen sich eine Exprostituierte und ihre Schwiegermutter Marlies. Denn Liv muss unbedingt ihre Einstellung ändern und sich ein positives Mindset erarbeiten, um all die Krisen und Desaster zu überstehen.
Tine Dreyer schreibt locker und humorvoll. Aber wer ‚Achtsam morden‘ von Karsten Dusse gelesen hat, wird hier nicht ganz auf seine Kosten kommen. Die Charaktere sind zweifellos humorvoll gezeichnet, Liv ist eine ausgesprochene Chaosqueen. Absurd fand ich die Szene in dem sich die betagten Schwiegereltern mit einander vergnügten. Okay, man darf hier nicht alles ganz ernst nehmen, so ist es auch nicht gedacht, aber manchen empfand ich schon als deutlich überzogen.

Fazit: Humorvoll, leicht lesbar. Leider konnte mich dieses Buch nicht zu hundert Prozent überzeugen.

Die humorvolle Krimireihe 'Morden in der Menopause' von Tine Dreyer umfasst:
1. Band: Morden in der Menopause
2. Band: Morden in der Menopause mit dem richtigen Mindset

Alle Bände sind eigenständige Romane und können unabhängig voneinander gelesen werden.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Wettlauf gegen die Zeit

Sieben letzte Tage
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Der Kontakt zwischen der junge Strafverteidigerin Alice Logan und ihrem Vater ist schon seit vielen Jahren abgebrochen. Jim Sharp war ihr nie ein guter Vater gewesen. Er hatte die Mutter ständig betrogen ...

Der Kontakt zwischen der junge Strafverteidigerin Alice Logan und ihrem Vater ist schon seit vielen Jahren abgebrochen. Jim Sharp war ihr nie ein guter Vater gewesen. Er hatte die Mutter ständig betrogen und sich schließlich für eine andere Frau entschieden. Alice kann ihn nicht verzeihen und dennoch ist sie gezwungen seine Unschuld zu beweisen. Denn ihr Vater ist in einem zurückliegenden Mordfall zum Tode verurteilt worden und sitzt nun im Todestrakt und wartet auf seine Hinrichtung, die in sieben Tagen bevorsteht. Er beteuert seine Unschuld. Traut sie ihm diese Tat zu? Ist ihr Vater tatsächlich unschuldig Opfer einer Verschwörung geworden? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Dies war mein erster Thriller aus der Feder des Autors Robert Rutherford, leider konnte er mich nicht restlos überzeugen. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Der Schreibstil war zwar fesselnd, aber die Handlung erschien mir an vielen Stellen unglaubwürdig und überzogen. Die Sieben Tage fühlten sich für mich wie ein viel längerer Zeitraum an. Was Alice alles an einem Tag geschafft hat, ist unmöglich zu bewältigen. Was da alles so in eine Stunde reingepackt wurde. Unglaublich. Die düstere Atmosphäre empfand ich dagegen als stimmig. Mit den Protagonisten konnte ich leider nicht wirklich warm werden. Es fehlte einfach der Funke, der nicht überspringen wollte.


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Veröffentlicht am 27.05.2025

Rebell oder Spießer?

Vollblutspießer
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Das Cover mit dem rauchenden Gartenzwerg hat mich zum Schmunzeln gebracht. Gartenzwerge gelten ja gemeinhin als spießig. Aber sind wir nicht alle zumindest ein bisschen spießig? Na, und?

Chris Nolde ...



Das Cover mit dem rauchenden Gartenzwerg hat mich zum Schmunzeln gebracht. Gartenzwerge gelten ja gemeinhin als spießig. Aber sind wir nicht alle zumindest ein bisschen spießig? Na, und?

Chris Nolde entführt uns in seinem Roman Vollblutspießer in das Leben von Max, der von Berlin nach Bonn zieht und sich plötzlich in einem völlig anderen Alltag wiederfindet. Max träumt von einem Schriftstellerleben und sitzt nun nicht gerade glücklich in einem Büro fest mit einem Nine-to-Five Job. Emma, seine Partnerin scheint den Spagat besser geschafft zu haben. Sie arbeitet nur ein paar Tage in der Woche und hat den Rest für sich und ihre Kunst.

Max fühlt sich zerrissen. Einerseits möchte er seinen Job hinwerfen, anderseits liebt er die Sicherheit. Innerlich begreift er sich als Rebell, der er nicht mehr ist. Sein Kampf mit seinen Dämonen ist nachvollziehbar. Verständlich, dass auch die Beziehung darunter leidet. Mit Max bin ich nicht wirklich warm geworden. Ich hatte mir beim Lesen oft gedacht: Werde endlich erwachsen.

Leider habe ich in dem Buch den Humor vermisst. Ich hatte mir doch mehr was zum Schmunzeln und Lachen erwartet.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Probleme reicher Menschen

Die Fletchers von Long Island
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Probleme reicher Menschen

Ich mag Bücher mit einem guten ersten Satz. In Taffy Brodesser-Akner ‚Die Fletchers von Long Island‘ lautet der erste Satz: Willst du eine Geschichte hören, die schrecklich endet? ...

Probleme reicher Menschen

Ich mag Bücher mit einem guten ersten Satz. In Taffy Brodesser-Akner ‚Die Fletchers von Long Island‘ lautet der erste Satz: Willst du eine Geschichte hören, die schrecklich endet?

1980: Die jüdische Familie Fletcher lebt auf Long Island. Sie sind unvorstellbar reich, um nicht zu sagen absurd reich. Carl Fletcher, der ein großes Unternehmen leitet, wird eines Tages vor seinem Haus gekidnappt und wird erst nach einigen Tagen, nachdem eine große Summe Lösegeld gezahlt wurde, freigelassen.

2020: Vierzig Jahre später sind die Auswirkungen des Kidnappings bei den Familienmitgliedern immer noch zu spüren. Die Entführung ging an keinem spurlos vorbei. Vor allem die drei Kinder: Nathan, Bernard ("Beamer") genannt und Jenny, die Jüngste, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht auf der Welt war, tragen die Folgen der psychologischen Last dieses schrecklichen Familienereignisses. Und auch das Thema Holocaust belastet die Familie Fletcher. Denn der Firmengründer Zelig Fletcher ist mit nichts als einer Formel zur Herstellung von Styropor in den 1940er Jahren mit dem Schiff nach Amerika geflüchtet.

Es geht in diesem Roman auch um den Irrsinn des Reichtums. Schon in den 80-iger Jahren geht man ganz selbstverständlich zum Schönheitschirurgen, man hat keine Wünsche, die nicht erfüllt werden könnten. Okay, Reichtum öffnet Türen, die uns Normalos verschlossen bleiben. Aber macht es tatsächlich glücklich. Die Kinder der Fletchers jedenfalls nicht.

Ich muss leider gestehen, mich mutete die Geschichte in weiten Teilen sehr langatmig an. Die Autorin ging zu sehr ins Detail, das hat den Lesefluss stark gehemmt und dadurch wurde ich oft ungeduldig. So toll Taffy Brodesser-Akners Schreibstil auch ist, konnte mir diese Weitschweifigkeit doch den Lesegenuss vermiesen. Und lustig fand ich es ehrlich gesagt auch nicht.

Fazit: Man braucht Geduld.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Doch Maria schweigt

Niemand hat es kommen sehen
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Mit ‚Niemand hat es kommen sehen’ hat die Autorin Gudrun Lerchbaum einen Kriminalroman um das rätselhafte Verschwinden der Maria Arnold geschrieben.

Maria Arnold ist nach dem Tod ihrer Mutter, die sie ...



Mit ‚Niemand hat es kommen sehen’ hat die Autorin Gudrun Lerchbaum einen Kriminalroman um das rätselhafte Verschwinden der Maria Arnold geschrieben.

Maria Arnold ist nach dem Tod ihrer Mutter, die sie jahrelang aufopfernd gepflegt hat, unauffindbar verschwunden. Nach einem Jahr taucht sie plötzlich wieder in ihrem Heimatdorf im Waldviertel auf. Angeblich leidet Maria an Amnesie. Sie kann sich an nichts erinnern, was in den letzten Monaten passiert ist. Die Gerüchteküche in kleinen Dorf Eichschlag brodelt. Maria wird angefeindet. Man unterstellt ihr, ihre Mutter umgebracht zu haben.

Das Ermittlerteam Theo Nebel und Melanie Ramsauer stellen in einem Mordfall an der Pensionswirtin Brigitte Herzog, bei dem der Sohn als Täter bereits verurteilt wurde, eine Verbindung zu Maria hergestellt. Hier nannte sie sich Mia Burger. Aber Maria schweigt. Sie kann sich an nichts erinnern.

So sehr mich der Anfang der Geschichte zu fesseln verstand, so baute sich dies im Verlauf der Handlung immer mehr ab. Ich konnte auch leider keine Verbindung zu Maria, als Protagonistin aufbauen und auch die anderen Charaktere blieben mir fern. Zum Schluss des Buches fragte ich mich schließlich: Und nun …

Um weitere Aufklärung zu erhalten wird auf den Vorgängerband mit dem Titel ‚Zwischen euch verschwinden‘ verwiesen.

Fazit: Gut lesbar, aber leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich erreichen.



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