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Veröffentlicht am 03.07.2025

Mein Schweinehund hat aufgegeben – und ich fühl mich besser denn je

Nur 10 Minuten – Krafttraining für Senioren
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Wenn mir früher jemand „Krafttraining für Senioren“ in die Hand gedrückt hätte, hätte ich vermutlich mit einem müden Grinsen abgewunken und mir gedacht: „Ich? Doch nicht jetzt schon!“ Tja. Dann kam Ed ...

Wenn mir früher jemand „Krafttraining für Senioren“ in die Hand gedrückt hätte, hätte ich vermutlich mit einem müden Grinsen abgewunken und mir gedacht: „Ich? Doch nicht jetzt schon!“ Tja. Dann kam Ed Deboo mit seinem Buch um die Ecke – und ich muss sagen: Der Mann hat’s drauf.

„Nur 10 Minuten“ – das klingt erst mal wie einer dieser typischen Fitness-Versprechen, bei denen man am Ende trotzdem eine halbe Stunde keuchend am Boden liegt. Aber nein, hier ist wirklich Programm drin. Verständlich erklärt, flott geschrieben und mit Illustrationen, die sogar meine Couchpotato-Seele motivieren.

Ich hab mit dem Kapitel über Balance angefangen, weil ich schon länger den Verdacht hatte, dass meine Standfestigkeit eher Kategorie „nasser Waschlappen“ ist. Nach der dritten Woche steh ich auf einem Bein wie ein Flamingo mit Selbstbewusstsein.

Was mir besonders gefällt: Ed nimmt einen an die Hand, ohne zu nerven. Kein Drill-Sergeant-Gebrüll, keine überambitionierte Fitness-Mission – sondern einfache, alltagstaugliche Übungen, die man wirklich in zehn Minuten packt. Und plötzlich merkt man, dass sich im Körper was tut: weniger Knirschen im Knie, Rücken mosert nicht mehr rum und Treppen sind keine Gegner mehr.

Die Mischung aus Übungen mit und ohne Gewichte ist top, die Workouts lassen sich flexibel in den Alltag mogeln – sogar zwischen Kaffee und Keks. Ich fühl mich beweglicher, stabiler und – ja, auch ein bisschen cooler.

Mein innerer Schweinehund? Der sitzt jetzt beleidigt in der Ecke und schmollt. Und das ist auch gut so. Dieses Buch hat mich echt überrascht – und zwar im besten Sinne. Volle fünf Sterne von mir und eine klare Empfehlung: Nicht lang fackeln, einfach mal zehn Minuten investieren. Dein zukünftiges Ich wird dir auf die Schulter klopfen (und dabei nicht mehr stöhnen).

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Magie, Chaos und Kekskrümel – Unser wildes Leseabenteuer im Magitorium

Die Hüter der flüsternden Schlüssel (2). Ruf des Magitoriums
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Was als harmloser Leseabend mit meiner Tochter begann, hat sich schnell zu einem epischen Buddyread-Marathon entwickelt – inklusive Popcorn-Krümel im Sofa, hitzigen Theorien, wer wohl diesmal hinter dem ...

Was als harmloser Leseabend mit meiner Tochter begann, hat sich schnell zu einem epischen Buddyread-Marathon entwickelt – inklusive Popcorn-Krümel im Sofa, hitzigen Theorien, wer wohl diesmal hinter dem Chaos steckt, und spontanen „Nur noch ein Kapitel!“-Schwüren, die uns bis nach Mitternacht wachgehalten haben (ups).

Lenna ist einfach ein Knaller – mutig, clever und irgendwie genau der Typ Figur, mit dem man sofort Freundschaft schließen will. Und dann diese sprechende Katze Pirro! Meine Tochter behauptet steif und fest, dass er mich charakterlich ein bisschen spiegelt. Ich nehme das mal als Kompliment – obwohl ich definitiv weniger fischfixiert bin.

Wir haben mitgefiebert, gegrinst, uns gegenseitig beim Vorlesen unterbrochen („Warte, warte, lies das nochmal, das war genial!“), und ungelogen: Als plötzlich die mysteriöse Nachricht im Magitorium auftaucht, haben wir gleichzeitig Luft geholt wie zwei Synchronatmer beim Zauberduell.

Spätestens als die neue Key Keeperin ins Spiel kommt, war’s um uns geschehen. Wir haben gemeinsam Theorien gesponnen (sie kreativ und bunt, ich analytisch – das ergibt einen Haufen Chaos mit Logikschimmer), und ständig geraten, was wohl als Nächstes passiert. Meistens lag sie richtig. Ich arbeite noch an meiner magischen Intuition.

Und zwischendurch diese magischen Schauplätze – wow. Da wollten wir am liebsten reinspringen. Mehrmals haben wir das Buch zur Seite gelegt und uns vorgestellt, welche Art Schlüssel wir wohl bekommen würden.

Die Geschichte nimmt dann eine Wendung, die uns beide sprachlos gemacht hat. Also wirklich – sie hat mich einfach nur mit offenem Mund angeschaut, ich hab die Stirn gerunzelt wie ein alter Zaubermeister. Großartig!

Fazit: Unser absoluter Buddyread-Höhepunkt der letzten Monate! Lustig, spannend, voller Magie – und ein echtes Gemeinschaftserlebnis. Band 3 erscheint bald. Und ja: Wir lesen wieder zusammen. Mit Decke, Keksen und mindestens einer sprechenden Katze im Kopf.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Francesinha fürs Herz – und für die Hüften

Porto - Das Kochbuch
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Ganz ehrlich – ich hab mich beim Blättern schon satt gefühlt. Und dann kam die Francesinha. Leute, ich sag’s euch: Diese kulinarische Abrissbirne hat mein Herz und meine Cholesterinwerte im Sturm erobert. ...

Ganz ehrlich – ich hab mich beim Blättern schon satt gefühlt. Und dann kam die Francesinha. Leute, ich sag’s euch: Diese kulinarische Abrissbirne hat mein Herz und meine Cholesterinwerte im Sturm erobert. Sylvie Da Silva hat mit diesem Buch nicht einfach nur ein paar Rezepte aus Porto zusammengetragen – sie hat mir eine Essensreise spendiert, ganz ohne Flugticket, aber mit vollem Magen und dicken Backen.

Die Bilder? So schön, dass ich kurz überlegt hab, ob ich sie einrahmen oder aufessen soll. Und die Geschichten dazwischen – herrlich! Keine dröge Rezeptanekdote, sondern echte Einblicke, als würde eine Freundin aus Porto mit mir am Küchentisch sitzen und vom Leben zwischen Sardinen, Portwein und Mandelkuchen erzählen.

Ich wusste nicht mal, dass ich Caldo verde so dringend in meinem Leben brauche. Jetzt schon. Manche Gerichte waren mir vorher total unbekannt – aber nach dem ersten Nachkochen war klar: Das ist nicht einfach nur Küche, das ist Emotion auf dem Teller. Und zwar mit ordentlich Knoblauch und Liebe.

Die Übersetzung von Wiebke Krabbe ist übrigens top – locker-flockig, nichts wirkt steif oder gestelzt. Man merkt, hier war Herzblut im Spiel. Und Butter. Viel Butter.

Kurzum: Wer keine Lust auf langweilige Standardküche hat, sondern Lust auf Würze, Wärme und ein bisschen Wahnsinn auf dem Teller, der wird dieses Buch lieben. Ich hab jetzt offiziell einen Pastéis-de-nata-Dauervorrat und schäme mich kein bisschen. Kaufempfehlung? Aber sowas von!

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Magie, Chaos und Gummibärchen – Warum wir den Flüsterwald nicht mehr verlassen wollen

Flüsterwald - Die magische Akademie. Der dunkle Zirkel (Flüsterwald, Bd. III-2)
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Ich dachte, ich bin der Erwachsene in diesem Lese-Duo – aber wer hat hier bitte wen gebremst, nicht mitten in der Nacht weiterzulesen? (Spoiler: niemand.) Schon ab Seite eins hingen meine Tochter und ich ...

Ich dachte, ich bin der Erwachsene in diesem Lese-Duo – aber wer hat hier bitte wen gebremst, nicht mitten in der Nacht weiterzulesen? (Spoiler: niemand.) Schon ab Seite eins hingen meine Tochter und ich wieder komplett im Flüsterwald-Fieber, wie zwei verzauberte Waschbären auf Koffein.

Suchanek schafft es, die Spannung so geschickt zu schüren, dass selbst ich – mit immerhin ein paar Jahrzehnten Leseerfahrung – mich mehrfach gefragt hab: „Waaas?! Das ist jetzt nicht wirklich passiert, oder?“ Und dann: doch. Und dann noch schlimmer. Und dann wieder urkomisch. Ich liebe das.

Der „dunkle Zirkel“ bringt düstere Wendungen, geheimnisvolle Enthüllungen und ein paar sehr clevere Twists. Gleichzeitig bleibt der Humor nicht auf der Strecke – ich sag nur: Eines der magischen Wesen hat einen Spruch gebracht, bei dem wir beide Tränen gelacht haben.

Die Dynamik zwischen Lukas und seinen Freunden ist goldwert. Diese Mischung aus Chaos, Mut und Freundschaft funktioniert wie magischer Glitzerkleber – man kommt einfach nicht los.

Besonderes Lob (von uns beiden): Die Illustrationen von Timo Grubing. Ehrlich, wir haben zwischendurch einfach Seiten lang gestarrt und diskutiert, wie cool alles aussieht. Mein Kind will jetzt ernsthaft Zeichnerin werden – danke, Timo. Danke auch für meinen neuen Bastelauftrag.

Dieses Buch hat alles: dunkle Magie, eine Akademie mit Geheimnissen, einen echten Grusel-Zirkel (kein Yoga) – und dabei bleibt es durchweg charmant, überraschend und packend.

Kurzum: Ein mitreißender, fabelhaft illustrierter Fantasy-Trip, bei dem Vater und Tochter gleichermaßen jubeln, fiebern und gelegentlich um das letzte Gummibärchen verhandeln.

Fazit: Pflichtlektüre für alle, die den Flüsterwald lieben. Oder lieben werden. Oder einfach mal wieder mit leuchtenden Augen lesen wollen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Vom Küchentresen zur Mittelmeerküste in 140 Rezepten

Mediterra
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Einmal Mittelmeer zum Mitnehmen, bitte – aber in Buchform!

Ich habe keine Yacht, keine Villa in der Provence und mein Olivenöl kommt aus dem Supermarktregal. Aber dank Mediterra fühle ich mich plötzlich ...

Einmal Mittelmeer zum Mitnehmen, bitte – aber in Buchform!

Ich habe keine Yacht, keine Villa in der Provence und mein Olivenöl kommt aus dem Supermarktregal. Aber dank Mediterra fühle ich mich plötzlich wie ein sonnengebräunter Gott der mediterranen Küche – und das ganz ohne Sand im Schuh. Ben Tish serviert hier nicht einfach Rezepte, sondern eine geniale Mischung aus Urlaubsgefühl, Aromatherapie und kulinarischem Größenwahn. Ich meine – gegrillte Sardinen, Orangen-Kardamom-Tarte und Tapas, bei denen mir fast die Küche explodiert ist (vor Glück, versteht sich).

Was mich besonders abgeholt hat: Die Rezepte klingen erst mal fancy, sind aber total machbar. Ich bin kein Profikoch, aber mit diesem Buch fühlt man sich plötzlich wie einer, nur ohne Schweißperlen auf der Stirn. Die Bilder? Zum Reinbeißen schön. Die Zitronen sehen frischer aus als alles, was in meinem Kühlschrank jemals gelebt hat.

Tish holt das Mittelmeer direkt ins Wohnzimmer – und zwar mit vollem Besteck. Ob Sizilien, Marokko oder Südfrankreich – jede Seite riecht gefühlt nach Olivenhain und Meersalz. Und Annika Genning hat das Ganze so übersetzt, dass man sogar beim Lesen Appetit bekommt. Besonders cool: Die Gerichte sind saisonal gedacht, nichts Aufgeblasenes – einfach gutes Essen, mit Sonne im Herzen.

Kurzum: Wer mediterranes Essen liebt, bekommt hier nicht einfach ein Kochbuch, sondern einen verdammten Kurzurlaub. Und wer’s nicht liebt – wird es nach Mediterra wahrscheinlich trotzdem tun. Fünf Sterne, vollgetankt mit Olivenöl, Liebe und einer Prise Wahnsinn. Danke, Ben – mein Herd verbeugt sich.

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