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Veröffentlicht am 04.07.2025

Highlight

Hello Stranger
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„Hello Stranger“ von Katherine Center ist ein witziges, gefühlvolles und sehr berührendes Highlight.
Die Portraitmalerin Sadie ist seit ihrem Kunststudium eher mäßig erfolgreich und daher völlig aus dem ...

„Hello Stranger“ von Katherine Center ist ein witziges, gefühlvolles und sehr berührendes Highlight.
Die Portraitmalerin Sadie ist seit ihrem Kunststudium eher mäßig erfolgreich und daher völlig aus dem Häuschen, dass sie überraschend unter den zehn Finalisten für den Wettbewerb der North American Portrait Society ist. Dies könnte ihr großer Durchbruch werden und das Preisgeld ist auch nicht zu verachten. Leider stellt sich ausgerechnet jetzt heraus, dass sie eine wichtige OP am Gehirn durchführen lassen muss, die sie nicht verschieben sollte. Eine unerwartete Folge ist jedoch eine Gesichtsblindheit bei Sadie, die für eine Portraitmalerin das Aus bedeutet. Dazu kommt noch die Unsicherheit gegenüber all den Menschen, die Sadie plötzlich nicht mehr erkennt, unliebsame Familienmitglieder, die Sorge um ihren geliebten Hund Peanut und zwei attraktive Männer, zwischen denen sie sich gar nicht entscheiden kann.

Katherine Center geht dieses ungewöhnliche und gar nicht mal so seltene Thema sehr sensibel an und hat mit Sadie eine authentische Heldin erschaffen, die ich von Anfang an mochte. Ihr humorvoller Schreibstil hat auch Zeit für berührende Momente, bei denen mir echt die Tränen gekommen sind, aber auch für witzige Szenen und natürlich Romantik.
Sadie ist gegen den Willen ihres Vaters ihren eigenen Weg gegangen und sie hatte es dank ihrer Stiefschwester aus der Hölle keineswegs leicht. Es gibt aber zum Glück keine klischeehaften Underdog-Momente, sondern einen realistischen Kampf um einen neuen Weg, wenn der alte nicht mehr funktioniert. Sadies Ängste und Unsicherheiten haben mich sehr berührt und vor allem bei ihren Peanut-Momenten brauchte ich meine Taschentücher. Sie ist eine Heldin mit Ecken und Kanten und garantiert nicht perfekt. Vielleicht kann man sich deshalb so gut in sie hineinversetzen.
Ihr Liebeswirrwarr mit Nachbar und Tierarzt ist unterhaltsam erzählt, aber noch bedeutender ist die eigentliche Selbstfindung von Sadie.
Sämtliche Charaktere sind tiefgründig und facettenreich ausgearbeitet und machen diese Lovestory zu etwas besonderem. Katherine Center gibt auch in den dunkelsten Szenen Hoffnung und mein persönliches Highlight ist ihr geniales Nachwort, welches ich hundertprozentig so unterscheiben kann.

Mein Fazit:
Fünf Sternchen deluxe und eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Texas in Brighton

An Liebe führt kein Weg vorbei
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„An Liebe führt kein Weg vorbei“ von Anne Sanders ist der dritte Band ihrer Feel-Good-Romance-Reihe Chestnut Road, in dem endlich das Rätsel um die Spukwohnung gelöst wird.
Lucy Dixon ist ein fröhliches ...

„An Liebe führt kein Weg vorbei“ von Anne Sanders ist der dritte Band ihrer Feel-Good-Romance-Reihe Chestnut Road, in dem endlich das Rätsel um die Spukwohnung gelöst wird.
Lucy Dixon ist ein fröhliches Texas-Girl wie aus dem Klischee-Bilderbuch, die für ihren langjährigen Verlobten Dan ins vergleichsweise kalte Brighton zieht. Doch der Umzug steht unter keinem guten Stern. Erst kann sie Dan aus beruflichen Gründen nicht sofort begleiten und Lucy steht völlig allein in einem fremden Land da. Dann ist auch noch der Container mit all ihren Sachen verschollen und zur Krönung hört Lucy in ihrer neuen Wohnung immer wieder beängstigende Geräusche. In ihrer Panik sucht Lucy kurzerhand Hilfe bei einem Nachbarn, der für alle anderen Bewohner selbst ein Mysterium ist. Der zurückgezogen lebende Spieleentwickler Oliver Bellingcourt ist das krasse Gegenteil von Lucy, aber vielleicht ergänzen sie sich nur einfach perfekt.

Die Wohlfühlreihe von Anne Sanders wird wieder fortgesetzt und endlich lüftet sich auch das Geheimnis um die mysteriöse Spukwohnung der Chestnut Road. Mit all den bekannten Charakteren fühlt sich das Haus mittlerweile wirklich wie ein Zuhause an, ob es nun die unverschämten Sprüche von Dante sind, die kulinarische Fürsorge seines Vaters oder die offene Freundlichkeit von Hannah.
Lucy kann man eigentlich nur spontan ins Herz schließen, denn mit ihrer fröhlichen und liebenswerten Art zaubert sie einem sofort ein Lächeln auf das Gesicht. Sie verkörpert das typische Texas-Girl, aber sie ist so viel mehr und keinesfalls oberflächlich. Das zeigt sich auch in der zarten und langsam immer vertrauter werdenden Beziehung zu Oliver, dem sie offen und ohne Vorurteile begegnet.
Oliver ist zurückhaltend, introvertiert, schüchtern und sozial unbeholfen. Aber er ist eben auch herzensgut, hilfsbereit und ein süßer Nerd, der aufgrund seiner bitteren Erfahrungen so vorsichtig geworden ist. Lucy reißt ihn mit ihrer positiven Art aus seiner Nerd-Höhle und zwischen den führt an Liebe wirklich kein Weg vorbei.
Das Buch ist wie eine warme Umarmung und ich kehre immer wieder gern nach Brighton in die Chestnut Road zurück.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Undercovern für Anfänger

Never Trust Your Fake Husband
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„Never Trust Your Fake Husband“ von Ally Carter ist eine mitreißende und witzige Romance, in der zwischen Kugelhagel und tödlichen Gefahren auch zarte Gefühle wachsen.
Als die junge Frau auf einem Gehweg ...

„Never Trust Your Fake Husband“ von Ally Carter ist eine mitreißende und witzige Romance, in der zwischen Kugelhagel und tödlichen Gefahren auch zarte Gefühle wachsen.
Als die junge Frau auf einem Gehweg in Paris aufwacht, weiß sie weder wer sie ist, noch wie sie dorthin gekommen ist. Außer Kopfschmerzen bemerkt sie nur den heißen Kerl, der sich über sie beugt und sie offensichtlich wütend anschreit. Spätestens als die ersten Kugeln fliegen, weiß sie jedoch, dass sie in tödlicher Gefahr schwebt. Mr. Hot Guy entpuppt sich als CIA-Agent Sawyer, der sie scheinbar nur widerwillig rettet und sie auf ihrer Flucht begleitet. Diese Flucht scheint aber schwieriger als gedacht, denn die Killer lauern an jeder Ecke. Da kommt die Tarnung als frischverheiratetes Paar gerade recht, obwohl hier auch Fallstricke drohen. Denn plötzlich fühlen sich die Flitterwochen-Vibes ziemlich echt an.

Von Ally Carter kenne ich bisher nur Dear Logan, der mich mitten ins Herz traf. Sie kann aber auch lustig, denn diese humorvolle und rasante Agenten-RomCom hat mich andauernd zum Lachen gebracht. Allein die witzigen Wortspiele von unserer Amnesie-Heldin sind ein Highlight, genau wie die knisternde Chemie zwischen ihr und grumpy Sawyer.
Es geht hier Schlag auf Schlag und die Autorin lässt den zwei Helden und uns keine Atempause. Dadurch wird es nie langweilig und es gibt ständig neue Überraschungen. Nebenbei darf man dabei zuschauen, wie Sawyers eiskaltes Herz schmilzt und die neue Agentin-wider-Willen zur ungeahnten Hochform aufläuft.
Sunshine meets Grump ist hier definitiv zutreffend und beide stolpern von einer tödlichen aber absurden Situation in die nächste. Alles ist überdreht und skurril, aber der gerade deshalb so unterhaltsam. Die amüsanten Schlagabtausche und die funkensprühende Dynamik zwischen den Hauptcharakteren sind einfach großartig. Die Spannungskurve bleibt auf einem hohen Niveau, obwohl die Herzchen immer stärker fliegen. Der gesamte Mix ist der Autorin absolut gelungen und hat mir beim Lesen riesigen Spaß gemacht.

Mein Fazit:
Ich gebe für diese hundertprozentig gelungene Spionierung das volle Sternchenfeuerwerk und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Wolfsstunde

Love Me Wild – Mit jedem deiner Worte
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„Love Me Wild – Mit jedem deiner Worte“ von Melanie Lane ist eine humorvolle und doch berührende Lovestory, in der wichtige Botschaften übermittelt werden.
Um ihren besten Freunden einen Gefallen zu tun, ...

„Love Me Wild – Mit jedem deiner Worte“ von Melanie Lane ist eine humorvolle und doch berührende Lovestory, in der wichtige Botschaften übermittelt werden.
Um ihren besten Freunden einen Gefallen zu tun, fährt die temperamentvolle Gigi mitten im Januar nach Aspen, obwohl sie Schnee und Kälte hasst. Dort will sie den Bestsellerautor Kingston überreden, zur Hochzeit seines Bruders mit ihrem Gigis bestem Freund zu erscheinen. Gigi ist die Einzige, der diese vermeintlich aussichtslose Mission zugetraut wird, denn Kingston ist nicht gerade als liebreizender Menschenfreund bekannt. Ihre erste unfreundliche Begegnung verläuft auch wie erwartet, aber dann macht Kingston Gigi ein völlig absurdes Angebot. Wenn sie einwilligt, für vier Wochen bei ihm zu wohnen und seine Muse zu sein, dann wird er auch wirklich zur Hochzeit kommen. Denn leider hat Kingston momentan eine Schreibblockade, die sich aber in Gigis Anwesenheit wie durch Zauberhand auflöst.

Wer Wild Dreams von Melanie Lane gelesen hat, der wird die Charaktere bereits kennen, aber man kann das Buch auch völlig ohne Vorkenntnisse genießen. Der lockere und leichte Schreibstil liest sich sehr gut und die witzigen Schlagabtausche machen großen Spaß. Allein die genialen Kapitalüberschriften sind ein klares Highlight und zum Glück gibt es jede Menge Kapitel und dazugehörige Titel.
Gigi war ein äußerst erfolgreiches Model und ist inzwischen Inhaberin einer Agentur, mit der sie gern eigene Wege gehen möchte. Ihre Freunde sind ihre zweite Familie und so wagt sie sich ins eiskalte Aspen um Grumpy McGrump aus seiner Höhle zu locken. Dabei treffen zwei starke und eigenwillige Charaktere aufeinander, die aber durchaus noch voneinander lernen können.
Kingston ist ein Einsiedler und immer brutal ehrlich, was ihm nicht unbedingt viele Freunde einbringt. Ich mag das aber und die knisternden Funken zwischen ihm und Gigi könnten ganz ohne Zündhölzer den Kamin entfachen.
Die Autorin schafft es mal wieder spielend, ernste und wichtige Themen mit einer romantischen Lovestory zu verbinden, so dass beides nicht zu kurz kommt und die Handlung eine unglaubliche Tiefe erreicht. Authentisch und ehrlich werden bestimmte Ansichten hinterfragt und die Individualität eines jeden gefeiert.

Mein Fazit:
Ich gebe eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Fesselnde Fortsetzung

A Monsoon Rising
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„A Monsoon Rising“ von Thea Guanzon ist der zweite Band ihrer packenden Fantasy Trilogie The Hurricane Wars.
Die arrangierte Heirat zwischen Talasyn und Alaric ist zwar nur eine politische Allianz, die ...

„A Monsoon Rising“ von Thea Guanzon ist der zweite Band ihrer packenden Fantasy Trilogie The Hurricane Wars.
Die arrangierte Heirat zwischen Talasyn und Alaric ist zwar nur eine politische Allianz, die den Krieg zwischen ihren Völkern beenden soll, aber nach und nach entwickeln beide immer mehr echte Gefühle für ihren eigentlichen Erzfeind. Das ist umso schwieriger, da sowohl das Nachtimperium als auch Talasyn und ihre Verbündeten insgeheim ganz andere Pläne schmieden, sobald die drohende Gefahr des Weltenverschlingers gebannt ist. Während Talasyn und Alaric also die Konditionen ihrer erzwungenen Ehe ausloten, werden im Hintergrund eifrig Intrigen geschmiedet, die das definitive Aus für jegliche Zuneigung bedeuten würden. Für die anstehende tödliche Bedrohung müssen sie sich aber aufeinander verlassen können, denn sonst riskieren sie das Leben unzähliger Menschen, die ihnen am Herzen liegen.

Da die Wartezeit zwischen den einzelnen Teilen doch ein wenig lang ist, musste ich vor dem Lesen erstmal einen Blick in den Vorgängerband werfen, damit ich der Handlung richtig folgen konnte. Das ging aber relativ schnell, denn die Erinnerungen an die fesselnde Story sind immer noch präsent. Thea Guanzon setzt nahtlos an den Auftakt an und im Gegensatz zu manch anderer Reihe, ist dieser mittlere Band durchgehend spannend und kein Füllmaterial vor dem Finale. Eher im Gegenteil, denn die wichtige und auch komplizierte Entwicklung der Beziehung von Talasyn und Alaraic steht hier eindeutig im Fokus. In ihre immer vertrauter werdende Dynamik spielen unzählige Faktoren mit hinein, die sie selbst nur wenig beeinflussen können. Umso schöner sind die Momente, die die beiden nur für sich in ihrer kleinen Blase haben, und die für mich persönlich echte Highlights waren. Ihre wachsende Vertrautheit und die unbestreitbare Anziehung kämpfen gegen Ängste, Unsicherheiten und Misstrauen.
Die finsteren Pläne von Alarics Vater und die ursprüngliche Mission von Talasyn stehen sich gegenüber und es könnte beide alles kosten, was sie sich aufgebaut haben. Der richtig böse Cliffhanger am Schluss kommt völlig überraschend und löst noch einmal tausend neue Fragezeichen aus, auf deren Beantwortung wir leider wieder erst eine ganze Weile warten müssen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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