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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein fesselndes Abenteuer im historischen London

Joshua Jackelby
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Joshua Jackelby entführt die Leser ins London des 19. Jahrhunderts – eine düstere, aber auch faszinierende Welt. Josh und seine Freunde sind Straßenkinder, die zusammen ein spannendes Abenteuer erleben. ...

Joshua Jackelby entführt die Leser ins London des 19. Jahrhunderts – eine düstere, aber auch faszinierende Welt. Josh und seine Freunde sind Straßenkinder, die zusammen ein spannendes Abenteuer erleben. Das liebevoll gestaltete Cover passt perfekt zur Stimmung des Buches und macht neugierig auf die Geschichte.

In dem Buch werden einige schwierige Themen angesprochen. Das Leben auf der Straße ist nicht einfach und die Lebensumstände werden hier auch nicht beschönigt. So erfährt man, wo die Kinder schlafen, dass sie auch mal hungern müssen oder von anderen Straßengangs verprügelt werden. Auch das Thema Sklaverei wird angesprochen. Daher empfehle ich, das Buch mit Kindern gemeinsam zu lesen, um aufkommende Fragen besprechen zu können.

Besonders schön finde ich den starken Zusammenhalt der Freundesgruppe. Die Charaktere sind lebendig und gut ausgearbeitet – jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Die Geschichte ist spannend erzählt und durch den angenehmen Schreibstil kann man sich richtig gut in das damalige London hineinversetzen. Man fiebert mit den Kindern mit und hofft auf ein gutes Ende.

Ein gelungener Abenteuerroman in einem realistisch dargestellten historischen Setting – mit Herz, Tiefgang und ein spannenden Geschichte.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Spionage mit viel Humor, Herz und Liebe

Never Trust Your Fake Husband
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„Never Trust Your Fake Husband“ ist ein kurzweiliger, witziger und spannender Roman von Ally Carter. Dabei geht es um eine Frau, die ihr Gedächtnis verliert und mitten im winterlichen Paris von einem Mann ...

„Never Trust Your Fake Husband“ ist ein kurzweiliger, witziger und spannender Roman von Ally Carter. Dabei geht es um eine Frau, die ihr Gedächtnis verliert und mitten im winterlichen Paris von einem Mann gefunden wird. Doch kaum hat man sich an die Situation gewöhnt, geht es auch schon weiter und die beiden werden von gefährlichen Personen verfolgt, die sie umbringen möchten. Dabei kommt es zu einer wilden Verfolgungsjagd nicht nur durch Paris.

Ich finde den Schreibstil von Ally Carter klasse. Die Perspektiven des Buches wechseln durchgehend in kurzen Abschnitten zwischen ihm und ihr hin und her. Der Leser weiß daher auch nicht mehr als der jeweilige Charakter. So konnte ich es kaum aus der Hand legen, da ich erfahren wollte was die andere Perspektive denkt, aber auch wie es überhaupt zu der ganzen Situation kam. Wer ist die Frau? Ist der Mann wirklich ein Agent? Wer ist hinter ihnen her?

Ich mochte beide Perspektiven. Sie versucht das Beste aus der Lage zu machen, hat oft sarkastische Gedanken und ist taff. Ich fand es klasse, dass sie sich nicht unterkriegen lässt und selber handelt und nicht nur ihn alles machen lässt. Er ist am Anfang sehr geheimnisvoll und kommt etwas kühl rüber. Aber mit der Zeit erfährt man mehr von seiner Hintergrundgeschichte und man schließt ihn sehr schnell ins Herz.

Die Beiden meistern zusammen viele verrückte und spannende Situationen. Ally schafft es, dass man dabei das Gelesene genau vor Augen hat und sich alles bildlich vorstellen kann. Fast schon wie in einem Film. Natürlich kommen sich die Beiden auch näher. Doch gut fand ich, dass das nicht die Haupthandlung in dem Buch war, sondern eher nebenher passiert.

Fazit: Wer ein Buch lesen möchte um vom Alltag abzuschalten ist bei diesem genau richtig. Es ist von allem etwas dabei: Spannung, Humor und Liebe.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Abwechslungsreiche Fantasygeschichte mit Göttern und Mythen

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Aftermyth ist der Auftaktband einer Jugendfantasyreihe. Wir begleiten darin Penelope „Ellie“ Weaver in ihr erstes Schuljahr an der Anaximander-Akademie. Die Schülerinnen und Schüler werden jeweils einer ...

Aftermyth ist der Auftaktband einer Jugendfantasyreihe. Wir begleiten darin Penelope „Ellie“ Weaver in ihr erstes Schuljahr an der Anaximander-Akademie. Die Schülerinnen und Schüler werden jeweils einer griechischen Gottheit zugeteilt und müssen verschiedene Aufgaben bestehen. Ellie freut sich sehr auf die Schule und hat einen klaren Plan. Doch wie so oft läuft nicht alles wie erwartet. Stattdessen erlebt sie überraschende Abenteuer, findet neue Freundschaften und wächst über sich hinaus.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es macht neugierig auf den Inhalt, ohne zu viel zu verraten. Die Elemente darauf haben alle eine Bedeutung und die Symbole tauchen im Buch wieder auf. Auch der Farbschnitt passt hervorragend dazu und macht das Buch zu einem echten Blickfang.

Ellie ist eine starke Hauptfigur. Sie ist dreizehn Jahre alt, weiß was sie will und kennt ihre Stärken und Schwächen. Zu Beginn lässt sie sich noch stark von der Meinung anderer beeinflussen, doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter und verändert ihren Blickwinkelt. Sie erkennt, dass nicht alles nach Plan laufen muss und auch unvorhergesehenen Dinge schön sein können.

Die Welt, die in dem Roman erschaffen wird, hat viel Potential. Die Schule ist sehr spannend mit den verschiedenen Häusern der Götter und all ihren fantasievollen Eigenheiten. Es gibt viele lustige und liebevolle Details. Wer hätte nicht gerne einen Süßigkeitenraum? Ein Abenteuer folgt auf das nächste, wodurch das Buch sehr kurzweilig ist.

Allerdings hätte ich mir manchmal mehr Hintergrundwissen gewünscht, etwa über die Welt außerhalb der Schule. Ich hätte auch gerne ausführliche Beschreibung der Unterrichtsfächer und des Schulalltags gehabt. Zudem wäre ein kleines Glossar zu den griechischen Göttern und Gebäuden gerade für jüngere Leser hilfreich. Nicht jeder ist in der griechischen Mythologie bewandert und kann mit den Begriffen etwas anfangen.

Insgesamt ein schöner Jungendroman mit vielen fantasievollen und überraschenden Elementen sowie einer sympathischen Hauptfigur.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Starkes Setting

Eisnebel
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Auf dem Cover des Romans sieht man ein luxuriöses Anwesen inmitten einer idyllischen Berglandschaft zu sehen. Genau dorthin reist Conner mit seiner Verlobte Theo, um sie seiner Familie vorzustellen. Erzählt ...

Auf dem Cover des Romans sieht man ein luxuriöses Anwesen inmitten einer idyllischen Berglandschaft zu sehen. Genau dorthin reist Conner mit seiner Verlobte Theo, um sie seiner Familie vorzustellen. Erzählt wird der Roman aus Theos Perspektive, und schnell wird deutlich, dass sie viele Geheimnisse mit sich trägt und eine merkwürdige Verbindung zu diesem Ort hat.

Besonders gelungen finde ich das Setting. Eigentlich stellt man sich einen Ort umgeben von Bergen und Schnee wie einen schönen Urlaubsort vor, doch hier schlägt diese Erwartung ins komplette Gegenteil um. Durch die völlige Isolation von der Außenwelt schafft die Autorin eine durchgehend beklemmende Atmosphäre.

Es war spannend, gemeinsam mit Theo, das Rätsel um ihre Herkunft zu entschlüsseln. Immer wieder tauschen Bruchstücke aus ihrer Kindheit auf. Als Leser kann man so mit rätseln und eigene Vermutungen anstellen.

Am Ende gibt es einige überraschende Wendungen. Gerade wenn man denkt, nun ergebe alles Sinn, kommt eine neue Komponente hinzu, die den Verlauf der Ereignisse erneut verändert. Das sorgt einerseits für Spannung, erfordert andererseits aber auch aufmerksames Lesen, um nichts zu verpassen.

Insgesamt ist der Roman ein gelungener Thriller mit einem starken Setting, einer höchst dysfunktionalen Familie und vielen unerwarteten Wendungen.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Entdecke dich selbst

Glimmer
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In diesem Selbsthilfebuch geht es darum, sogenannte „Glimmer“, das Gegenteil von Triggern, im eigenen Leben zu erkennen und bewusst zu nutzen. Vorgestellt werden verschiedene Glimmer, wobei nicht nur erklärt ...

In diesem Selbsthilfebuch geht es darum, sogenannte „Glimmer“, das Gegenteil von Triggern, im eigenen Leben zu erkennen und bewusst zu nutzen. Vorgestellt werden verschiedene Glimmer, wobei nicht nur erklärt wird, was dabei im Körper passiert, sondern auch viele anschauliche Beispiele gegeben werden. Diese sind in Form kleiner Geschichten verpackt, die zeigen, wie verschiedene Menschen mithilfe von Glimmern positive Veränderungen in ihrem Leben erreicht haben. Durch diesen Aufbau lässt sich das Buch sehr angenehm und flüssig lesen und wirkt nicht trocken.

In jedem Kapitel gibt es außerdem Übungen, die man selbst ausprobieren kann. Diese regen zur Selbstreflexion an und lenken den Blick auf Dinge, denen man im Alltag oft wenig Aufmerksamkeit schenkt. Zum Beispiel geht es darum, welche Geräusche man als angenehm empfindet, mit welchem Lied man besondere Momente verbindet oder welchen Menschen man gerne einmal ein Kompliment machen möchte.

Nicht alle vorgestellten Glimmer haben mich persönlich gleichermaßen angesprochen. Einige fand ich hilfreicher als andere. Trotzdem war es insgesamt interessant, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das Buch bietet gute Ansätze, um sich selbst und das eigene Handeln bewusster wahrzunehmen, und regt zur Selbstreflexion an.

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