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Veröffentlicht am 04.07.2025

Ein Japaner in Hamburg

Inspektor Takeda und der tödliche Ruhm
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Dies ist mittlerweile der achte Teil rund um Inspektor Takeda und seine hamburger Kollegin Claudia Harms. Ich habe alle Teile gehört und konnte so sehr gut die schwierigen persönlichen Beziehungen zwischen ...

Dies ist mittlerweile der achte Teil rund um Inspektor Takeda und seine hamburger Kollegin Claudia Harms. Ich habe alle Teile gehört und konnte so sehr gut die schwierigen persönlichen Beziehungen zwischen den beiden miterleben. Man kann aber auch jeden Teil für sich hören, da zumindest die Fälle jedes Mal abgeschlossen sind.

Die Handlung ist wie immer clever konstruiert und voller unerwarteter Wendungen, die die Spannung konstant hochhalten. Henrik Siebold versteht es meisterhaft, eine packende Kriminalgeschichte mit tiefgründigen Einblicken in die japanische Kultur zu verbinden. Man lernt so viel über die Bräuche, die Denkweise und die Eigenheiten Japans, ohne dass es sich jemals belehrend anfühlt. Das ist wirklich beeindruckend, zum Teil aber auch etwas langatmig.

Inspektor Takeda ist ein faszinierender Protagonist – komplex, nachdenklich und mit einer sympathischen Art, die ihn sofort ins Herz schließen lässt. Seine Ermittlungen sind akribisch und lassen keine Langeweile aufkommen. Auch die Nebencharaktere sind lebendig und tragen maßgeblich zur Atmosphäre bei.

Die Stimme des Sprechers, der zum Glück seit Anfang an vorliest, ist angenehm, nuanciert und verleiht jedem Charakter eine eigene Persönlichkeit. Man taucht förmlich in die Geschichte ein und fühlt sich, als wäre man mitten drin im Geschehen. Die japanischen Namen und Begriffe werden für mein Hörverständnis perfekt ausgesprochen, was das Hörerlebnis noch authentischer macht.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Humorvolle Liebesgeschichte

Der Feind in meinem Beet
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Hat man im Garten fast immer mal Probleme mit dem Nachbarn, der vielleicht zuviel Unkraut wachsen lässt, muss hier die Protagonistin Maren plötzlich ihren Noch-Ehemann Lars als neuen Nachbarn ertragen. ...

Hat man im Garten fast immer mal Probleme mit dem Nachbarn, der vielleicht zuviel Unkraut wachsen lässt, muss hier die Protagonistin Maren plötzlich ihren Noch-Ehemann Lars als neuen Nachbarn ertragen. Käthe Lachmann gelingt es, aus einem scheinbar alltäglichen Gartennachbarn-Konflikt eine unterhaltsame Geschichte zu machen, indem sie die Erzählung mit viel Humor, Herzlichkeit und einer warmherzigen Perspektive versieht. Sie zeichnet ihre Figuren so, dass ihre Gegensätze nicht nur Konflikte, sondern auch komische und berührende Momente erzeugen, die mich beim Lesen gefesselt haben. Dabei verbindet sie geschickt kleine Alltagskonflikte mit einer tiefergehenden, empathischen Familiengeschichte, die Themen wie Verzeihen und zwischenmenschliches Verständnis aufgreift. Der leichte und fröhliche Erzählstil macht die Geschichte lebendig und kurzweilig, sodass der Konflikt im Garten zum Ausgangspunkt für eine liebenswerte und amüsante Erzählung wird. Ein schöner, leichter Sommerroman, bei dem ich viel schmunzeln musste.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Bisher der schwächste Teil...

Vor der Stille
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Dies ist der dritte Teil der beliebten Reihe um das Ermittlerduo Hanna Will und Jan de Bruyn. Die Ermittlungen in einem Mordfall führen das Duo in eine Welt, die geprägt ist von Prostitution und sozialen ...

Dies ist der dritte Teil der beliebten Reihe um das Ermittlerduo Hanna Will und Jan de Bruyn. Die Ermittlungen in einem Mordfall führen das Duo in eine Welt, die geprägt ist von Prostitution und sozialen Ungerechtigkeiten. Wieder einmal müssen die beiden mit einem ihnen fremden Team kooperieren, was nicht so einfach ist, wie man es aus den vorherigen Fällen vielleicht schon kennt. Allerdings nimmt die Beziehung zwischen Hanna und Jan zum Teil zu viel Raum ein und die eigentliche Ermittlungsarbeit kommt etwas zu kurz. Dennoch überzeugt der Roman durch eine gut durchdachte Handlung und überraschende Wendungen. Was mir besonders gefallen hat, ist dass Hanna Will und Jan de Bruyn sich von Buch zu Buch weiterentwickeln und an Tiefe gewinnen. Ihre Beziehung zueinander ist glaubwürdig dargestellt und bereichert die Geschichte.

"Vor der Stille" ist ein gelungener Krimi, der sowohl Fans der Reihe als auch neue Leser ansprechen dürfte (obwohl ich empfehlen würde, die beiden vorherigen Teile zuerst zu lesen). Die Autorin versteht es, eine spannende Geschichte zu erzählen und dabei gleichzeitig wichtige soziale Themen anzusprechen. Auch wenn man sich manchmal mehr Fokus auf die Ermittlungsarbeit wünschen könnte, bietet das Buch ein unterhaltsames Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Eine fesselnde Zeitreise mit dem ältesten Kreuzfahrtschiff der Welt

Fernwehland
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Kati Naumann entführt uns in ihrem historischen Roman "Fernwehland" auf eine unvergessliche Reise. Das Hörbuch, gelesen von Kaja Sesterhenn, macht dieses Erlebnis noch intensiver. Die Geschichte spielt ...

Kati Naumann entführt uns in ihrem historischen Roman "Fernwehland" auf eine unvergessliche Reise. Das Hörbuch, gelesen von Kaja Sesterhenn, macht dieses Erlebnis noch intensiver. Die Geschichte spielt auf der "Astoria", einem legendären Kreuzfahrtschiff, das sowohl in der DDR-Zeit als auch in der Gegenwart eine Rolle spielt. Wir begleiten die Stewardess Simone und den Matrosen Henri, die auf diesem Schiff eine bewegte Vergangenheit verbindet. Dazu stößt noch die Schwedin Frieda, die damals schon bei der Taufe des Schiffes dabei war und die junge Elli, die ganz allein auf Reisen ist.

Die Autorin verwebt geschickt die Schicksale der Figuren mit der Geschichte des Schiffes und der politischen Ereignisse. Dabei entsteht ein atmosphärisch dichtes Bild einer vergangenen Zeit, in der das Reisen noch etwas Besonderes war. Man erfährt viel über das Leben an Bord eines solchen Schiffes und über die politischen Verhältnisse in der DDR. Zum Teil gibt es allerdings Begriffe, mit denen ich gar nichts anfangen kann (u. a. ging es dabei um einen Tisch und eine Wand).

Einziger Kritikpunkt ist, dass die Geschichte manchmal etwas langsam erzählt wird. Aber gerade diese Langsamkeit trägt wiederum dazu bei, die Atmosphäre und die Stimmung des Romans einzufangen. Wahrscheinlich geht das Buch jemandem mit Ostdeutschen Wurzeln noch mehr zu Herzen, aber alles in allem fand ich es gut erzählt.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Emotionale Fortsetzung

Loreley - Fluss der Zeit
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Bevor man dieses Buch liest, sollte man unbedingt den ersten Teil "Die Frauen am Fluss" lesen. Die Geschichte baut aufeinander auf, wer also die Vergangenheit nicht kennt, wird es sehr schwer haben, die ...

Bevor man dieses Buch liest, sollte man unbedingt den ersten Teil "Die Frauen am Fluss" lesen. Die Geschichte baut aufeinander auf, wer also die Vergangenheit nicht kennt, wird es sehr schwer haben, die Geschichte zu verstehen.

Lissi, die Tochter von Julie und Johann ist inzwischen zu einer wunderschönen jungen Frau herangewachsen, der die Mutter aber weiterhin fehlt. Zudem wird sie auch noch von ihrer Jugendliebe Manuel getrennt, der zur Ausbildung nach London geht.

Dieser zweite Teil ist eher Liebesroman als historischer Roman. Gab es im ersten Teil noch viele Informationen zur Rheinbegradigung, blieben dieses Mal die historischen Fakten aus. Trotzdem habe ich die Geschichte gerne gelesen, vor allem, da sich endlich die losen Fäden aus Teil 1 verknüpft haben. Es war ja immer noch unklar, wer Julies Mutter und vor allem der Vater ist. Nun ist alles geklärt.

Das Buch war sehr flüssig zu lesen und ich konnte gut mit den meisten Charakteren mitfühlen. Wer also gerne historische (Liebes)Romane liest, ist hier gut aufgehoben.

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