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Veröffentlicht am 25.08.2025

Tödliche Marillen

Tödliche Marillenzeit
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Die Marillenernte hier in der Wachau ist schon wieder vorüber. Dabei wollte ich doch pünktlich dazu meine Meinung zu Beate Maxians zweiten Regionalkrimi mit der ehemaligen Ermittlerin Lou Konrad, der genau ...

Die Marillenernte hier in der Wachau ist schon wieder vorüber. Dabei wollte ich doch pünktlich dazu meine Meinung zu Beate Maxians zweiten Regionalkrimi mit der ehemaligen Ermittlerin Lou Konrad, der genau zu diesem Zeitpunkt spielt, veröffentlichen. Wie auch immer - nun kommt die Rezension doch etwas später....
Die Marillenernte ist neben der Weinlese die betriebsamste Zeit in der Region. Die Wachauer Marille ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung und die Obstsorte ist äußerst beliebt. Auch Lou Konrad benötigt täglich für ihr Delikatessengeschäft die saftigen Früchte. Bei Marillenbäuerin Marta hat sie bereits ihre Ware vorbestellt und will diese nur mehr abholen, als sie ihre Freundin tot im Garten findet. Die Einwohner von Marienkirchen sind geschockt, denn Marta war allseits sehr beliebt und niemand kann sich vorstellen, dass der Mörder oder die Mörderin aus dem Ort kommt. Trotzdem wurden in letzter Zeit einige Tonnen Marillen aus Martas Garten gestohlen. Ist der Dieb auch der Mörder?
Der erste Verdacht fällt auf Martas Exmann Rainer, den auch Lous ehemalige Vorgesetzte Verena Badinger vom LKA in Sankt Pölten ins Visier nimmt. Natürlich kann auch Lou nicht still sitzen und beginnt sich in Marienkirchen umzuhören. Immer mit dabei ist ihr Berner Sennenhund Michelin.
Neben Martas Exmann gibt es bald noch einige weitere Verdächtige und bald gerät auch Lou mehr und mehr ins Visier des LKAs......

Der Krimi liest sich wieder wunderbar leicht und kurzweilig. Die Charaktere sind sehr lebendig und bis hin zum kleinsten Nebencharakter sehr authentisch beschrieben. Sie alle haben Ecken und Kanten und sind mehr oder weniger liebenswert. Der Dorftratsch lebt und die ersten Verdächtigen sind schnell gefunden. Vieles wird sehr detailliert erzählt und oftmals auch wiederholt, was etwas Spannung rausnimmt.
Die Kulinarik kommt nicht zu kurz und mit Sternekoch Fabio, der eindeutig Lous Herz erobert hat, kommt noch etwas "gehobene Küche" und etwas Herzklopfen dazu. Mit dabei wieder viel Lokalkolorit und Humor.
Die großartigen Landschaftsbeschreibungen erzeugen Urlaubsflair. Ich bin froh, dass ich nicht weit weg von dieser Region wohne, wo andere Urlaub machen.
Bald erscheint der dritte Teil, der natürlich wieder gelesen wird!

Fazit:
Ein kulinarischer Regionalkrimi, der unsere schöne Wachau ins Rampenlicht stellt. Diesmal sind wir zur Ernte der süßen Marillen im fiktiven Marienkirchen unterwegs. Kurzweilig und mit viel Lokalkolorit - perfekt für einen lauschigen Tag auf der Terrasse und einem Glaserl "Grüner Veltliner" aus der Wachau..

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Mehr Spannungsroman

Mittsommer
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Wir sind an der Küste von Dorset, wo am Sonnwendwochenende "The Manor", ein neues Luxushotel eröffnet werden soll. Es wird eine Wellness-Oase für die Reichen und Schönen. Die Bewohner der anliegenden Dörfer ...

Wir sind an der Küste von Dorset, wo am Sonnwendwochenende "The Manor", ein neues Luxushotel eröffnet werden soll. Es wird eine Wellness-Oase für die Reichen und Schönen. Die Bewohner der anliegenden Dörfer sind alles andere als erfreut darüber. Der nahe Wald soll für luxuriöse "Holzhütten" noch weiter abgeholzt werden, auf dem eine sehr mystische Stimmung liegt. Den Kindern wird von klein auf von den schwarzen Rabenvögeln erzählt, die darin hausen. Die Geschichte soll sie vom betreten des Waldes abhalten. Doch auch die Erwachsenen meiden den Wald. Bei der Eröffnungsfeier wird ausgelassen gefeiert, während einige Dorfbewohner die Party immer wieder gezielt stören. Die Katastrophe tritt ein und das neue Hotel brennt bis auf die Grundmauern ab. Am nächsten Morgen wird unterhalb der Klippen eine Tote mit einer schwarzen Feder in der Hand gefunden....

Wir erleben den Thriller aus der Sicht von fünf Protagonisten: Francesca, die sehr exzentrische Londoner Unternehmerin und nunmehrige Hotelbesitzerin und ihr Mann Owen, ein Stararchitekt; Partygast Bella, die ein Geheimnis verbirgt; der neunzehnjährige Kellner Eddie, der im Dorf wohnt und Detective Walker. Sie alle lassen uns teilhaben an ihren Erlebnissen während der Mittsommernacht. Zusätzlich gibt es noch Rückblenden in die Vergangenheit und Einblicke in ein Tagebuch aus dem Jahre 2010. Es erzählt über den Sommer von damals aus der Sicht eines Teenagers. Dabei spielen auch Francesca und ihre Brüder, sowie weitere Jugendliche aus dem Ort eine Rolle.

Der Plot ist komplex und Lucy Foley hat die Handlung sehr geschickt aufgebaut. Erst nach und nach fügen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen. Dabei kommt einiges ans Tageslicht, was wiederum ganz neuen Enthüllungen Raum gibt. Alle Figuren und Handlungsstränge hängen zusammen, aber man weiß lange Zeit nicht in welcher Form. Ein bisschen hat es mir trotzdem an Spannung gefehlt und es hat etwas gedauert, bis mich die Geschichte richtig gepackt hat.
Die einzelnen Charaktere sind vielschichtig. Niemand ist derjenige, der er zu sein scheint. Die oberflächlichen Reichen und Schönen, die sich als naturverbunden darstellen, habe ich genauso empfunden, wie sie beschrieben wurden. Die Atmosphäre war greifbar und das Setting perfekt gewählt.

Für mich kam der Teil um die Mystik der Raben und die heidnischen Bräuche und Traditionen etwas zu kurz, auch wenn ich normaler Weise in Thrillern nichts "Übernatürliches" mag. Trotzdem wird das Thema immer wieder aufgegriffen und war mir am Ende dann fast zu wenig bearbeitet. Die Auflösung war jedoch gelungen.

Als Thriller würde ich "Mittsommer" allerdings nicht wirklich einordnen. Spannungsroman passt da etwas besser.


Fazit:
Ein sehr interessantes Thema, welches Lucy Foley hier gewählt hat. Atmosphärisch top, aber sehr komplex und dennoch mit einigen Längen. Manche Dinge wirken etwas konstruiert. Trotz allem hat mich "Mittsommer" gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Das Smugglers Inn

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Von Katharina Herzog habe ich bereits ihre Romane unter ihren Namen Katrin Koppold gelesen, die sie zu Beginn ihrer Schriftstellerkarriere veröffentlicht hat. Mittlerweile sind einige Jahre ins Land gegangen.
Mit ...

Von Katharina Herzog habe ich bereits ihre Romane unter ihren Namen Katrin Koppold gelesen, die sie zu Beginn ihrer Schriftstellerkarriere veröffentlicht hat. Mittlerweile sind einige Jahre ins Land gegangen.
Mit "Eine Prise Liebe", dem Auftaktband der "A Taste of Cornwall" Reihe, sind wir wieder in Cornwall unterwegs.
Sophie Dubois lebt in London und ist eine sehr erfolgreiche Restaurantkritikerin, die als ehrliche und konstruktive Kritikerin bekannt ist. Doch bei der medienwirksamen Eröffnung des neuen Restaurants "Runaway" des Models Annabelle Scott, fällt ihre Kritik ziemlich vernichtend aus, was einen enormen Shitstorm zur Folge hat. Ihr Chef verordnet ihr eine "Auszeit" und schickt sie nach Cornwall. Ihre Aussage, dass sie an jedem Ort der Welt ein Sterne-Restaurant erfolgreich eröffnen könnte, soll Sophie seiner Meinung nun beweisen. Das "Smugglers Inn" in Port Haven sucht schon einige Zeit einen Nachfolger. Die Lage ist top, doch an der Übernahme sind einige Bedingungen geknüpft, die bisher niemand eingehen wollte. Sophie hat nicht wirklich eine Wahl und unterzeichnet den Vertrag, der nicht nur den Erwerb der etwas eigenwilligen Mitarbeiter, sondern auch des Wolfshundes des ehemaligen Besitzers beinhaltet. Ebenso ist keinerlei Veränderung der Inneneinrichtung erlaubt. Wenigstens der Koch scheint sein Handwerk zu verstehen.
Um ihre Spuren gekonnt zu verwischen ändert Sophie ihren Namen von Dubois auf Wilde um, dem Mädchennamen ihrer Mutter. Außerdem war ihr Vater Antoine Dubois, der vor einem Jahr verstorben ist, ein berühmter Starkoch, der auf der ganzen Welt nach Inspiration gesucht und die Familie verlassen hat, als Sophie noch ein Kleinkind war. Mit neuem Namen und neuer Inspiration geht Sophie ans Werk....

Mit dabei beim Umzug nach Cornwall sind Riley, die Tochter von Sophie, die mitten in der Pubertät steckt und diesen als persönlichen Angriff auf sich empfindet. Anders als ihre Enkelin sieht Tanya, die etwas exzentrische Mutter von Sophie ihr neues Leben in Cornwall. Nachdem sie wegen Anbau von Cannabis und den daraus gebackenen Keksen, die sie an ihre Mitbewohner in der Seniorenresidenz verteilt hat, rausgeflogen ist, freut sie sich auf eine Veränderung. Sie findet in Port Haven sehr schnell Anschluss. Ihre Figur ist sehr lebendig und sympathisch dargestellt, während Riley sich immer mehr zurückzieht. Erst als sie gestrandete Wale an der Küste findet und aktiv an deren Rettung mithilft, taut sie etwas auf.

Sophie hingegen verärgert relativ schnell die Einwohner von Port Haven und sieht ihren Plan aus dem "Smugglers Inn" ein Sternerestaurant zu machen und endlich ihre Kochshow zu bekommen, davonschwimmen. Als Städterin versteht sie deren Traditionsbewusstsein nicht und sieht nur ihre Neuerungen als positiv. Als jemand beginnt den Pub zu sabotieren, stehen auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter auf wackeligen Beinen...
Sophie erscheint vor allem zu Beginn nicht uneingeschränkt sympathisch, was sie auf jeden Fall authentischer macht. Mit der Zeit verändert sich ihr Fokus und sie stellt sich auch ihrem Trauma.

Die Geschichte spielt im wunderschönen Cornwall und sorgt für eine bildgewaltige Kulisse. Erzählt wird aus verschiedenen Sichten einzelner Charaktere, jedoch in 3. Person.
Katharina Herzog erzählt in ihrem gewohnt leichten und atmosphärischen Schreibstil eine nette Geschichte mit einem interessanten Plot. Jedoch macht sie meiner Meinung einfach zu viele Töpfe auf. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des Restaurants, allerdings fließen auch andere Themen ein, die mir schlussendlich fast zu viele wurden. Die im Klappentext angedeutete Love-Story bleibt eher ein Nebenschauplatz, was mich aber nicht gestört hat.
Obwohl der Roman eher leicht daherkommt und nicht allzu sehr in die Tiefe geht, vermittelt Katharina Herzog einige Botschaften, die sie uns näher bringt, wie "Wahre Stärke bedeutet, dass man auch Schwäche zeigen darf" oder dass man hinter die Fasse der Menschen schauen sollte.
Im Folgeband wird Annabelle Scott die zentrale Figur sein, über die wir mehr erfahren werden.

Fazit:
Wohlfühlroman mit einer wunderschönen Kulisse, der jedoch etwas zu sehr an der Oberfläche bleibt und keine wirklichen Überraschungen bereit hält.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Kommt nicht ganz an den ersten Teil heran

Dunkle Künste und ein Daiquiri
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Auch den zweiten Teil der Guild Codex Spellbound Reihe habe ich als Hörbuch gehört. Ich mag einfach die Sprecherin, der ich gerne folge.
Tori möchte weiterhin im Craw and Hammer arbeiten und wartet auf ...

Auch den zweiten Teil der Guild Codex Spellbound Reihe habe ich als Hörbuch gehört. Ich mag einfach die Sprecherin, der ich gerne folge.
Tori möchte weiterhin im Craw and Hammer arbeiten und wartet auf ihren Vertrag mit der Gilde, als ihre drei Freunde Aaron, Ezra und Kai den Auftrag erhalten einen Schwarzmagier auf die Spur zu kommen und ihn auszuliefern. Dieser entführt junge magische Begabte, die danach spurlos verschwunden bleiben. Tori bietet sich als Lockvogel an und soll undercover ermitteln. Sie möchte das zuletzt entführte Mädchen Nadine nach Hause holen. Doch sehr schnell erkennt sie, dass sie bereits dem abtrünnigen Mythiker ausgeliefert ist und ihre Freunde in großer Gefahr schweben. In der Welt des Schwarzmagiers lernt sie bald, dass dieser eigentlich ziemlich sexy und nicht ganz so böse ist, wie sie dachte. Dafür gibt es dunkle Künste und böse Hexen, die nach ihrem Leben trachten. Vor allem aber fragt sich Tori, wie sie wieder zurück in das Craw and Hammer und zu ihren drei Freunden kommt, denn die Parallelwelt, in der sie gelandet ist, hat keinen Weg zurück....

Auch diesmal fand ich die schlagfertige Tori richtig cool und mochte ihre impulsive Art. Warum mir dieser Band nicht so gut, wie der Vorgänger gefallen hat?
Ich bin kein richtiger Fantasyleser und deshalb gab es hier einige Elemente, die mir zu viel davon hatten, wie z. Bsp. das Auftauchen von Drachen. Außerdem gab es ein paar Augenroll-Momente, wenn Tori den sexy Schwarzmagier besser kennenlernt. Vermisst habe ich auch ihre drei Freunde, die in diesem Teil doch sehr lange abwesend sind.
Die Geschichte ist trotzdem wieder sehr humorvoll und locker-leicht erzählt. Das Ende ist actionreich, spannend und lässt wieder Spielraum für die Fortsetzung.

Fazit:
Kommt nicht ganz an den ersten Teil der Guild Codex Spellbound Reihe heran, aber unterhält wieder auf locker leichte Art und mit viel Humor.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Ein Neuanfang auf Mallorca?

Das Versprechen eines Sommertags
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Sommer, Sand und Meer...was passt besser zu diesem tropischen Juli als Romane, die in den beliebtesten Urlaubsländern der Österreicher, Schweizer und Deutschen spielen. Deshalb habe ich zum neuen Roman ...

Sommer, Sand und Meer...was passt besser zu diesem tropischen Juli als Romane, die in den beliebtesten Urlaubsländern der Österreicher, Schweizer und Deutschen spielen. Deshalb habe ich zum neuen Roman von Elena Sonnenberg aka Adriana Popescu gegriffen.

Die Eltern von Isabelle verbringen ihren Lebensabend in einer Finca auf Mallorca. Sie feiern in Kürze ihre Goldene Hochzeit und Isabelle, ihr Mann Stefan und die Kinder sind natürlich eingeladen. Allerdings steht die Ehe von Isabelle und Stefan nach 15 Jahren vor dem Aus. Aus Rücksicht auf die Eltern und ihre besonderen Feierlichkeiten wollen sie den Schein wahren, um das Fest nicht zu stören. Während Isabelle noch versucht heile Welt zu spielen, hat sich Stefan gefühlsmäßig bereits von seiner Frau entfernt. Das gemeinsame Immobilienbüro soll nach dem Sommer zwar weiter bestehen und beiden die Möglichkeit geben weiterzuarbeiten.
Isabelle war neben ihrem Beruf immer für die Familie da. Sie war Mutter, Partnerin und Tochter hat sich, wie so viele von uns, zu wenig um sich selbst gekümmert. Auf der Finca trifft sie auch auf Ben, den besten Freund ihres Bruders Daniel, der einen Sommer lang mehr für sie war. Bei einem gemeinsamen Roadtrip, bei dem Isabelle damals für ihren verletzten Bruder kurzfristig eingesprungen ist, sind sich Ben und sie näher gekommen. Doch nach dem Sommer ging er für ein Jahr nach Australien. Der Kontakt brach ab und dann lernte Isabelle Stefan kennen....

Hinter dem Namen Elena Sonnenberg steckt Adriana Popescu, von der ich bereits einige Bücher gelesen habe. Diesmal nimmt sie uns mit auf eine emotionale Reise voller Erinnerungen, zweiter Chancen und einem Abschied.
Die Charaktere sind authentisch und man erhält einen Einblick in die Gefühle und Gedanken der Figuren. Besonders mit Isabelle habe ich mitgelitten und ihre Zweifel gespürt. Alte Gefühle kommen hoch und bringen Isabelle in eine Zwickmühle.

Die Entwicklung der Charaktere ist gelungen und vor allem Isabelle bemerkt, wie viel sie bisher für andere zurücksteckt hat, während ihr kaum Anerkennung oder Respekt entgegen gebracht wurde.
Auch die anderen Charaktere und Nebenfiguren sind lebendig dargestellt, vielschichtig und haben schnell mein Herz berührt. Ihre Eltern sind mir besonders ans Herz gewachsen, die eine Liebe leben, die viele Jahre überdauert hat.
Das Setting auf Mallorca wird äußerst bildhaft und stimmungsvoll dargestellt. Da ich selbst bereits zwei Mal auf dieser schönen Insel war, habe ich doch einiges wiedererkannt.

Was mir gefehlt hat, war etwas mehr Tempo. Ich empfand es fast als zu ruhig und unspektakulär. Trotzdem mochte ich den Roman gerne, der nicht nur die Wohlfühlatmosphäre rüberbringt, sondern auch Tiefe hat und einige unbequeme Wahrheiten ans Tageslicht bringt. Die Geschichte lässt einem nachdenklich, aber auch hoffnungsvoll zurück.

Fazit:
Ein lebensnaher Roman, den es aber als Sommerlektüre etwas an Leichtigkeit fehlt. Das Setting versprüht hingegen das gewünschte Sommerfeeling und führt uns an die Nord-Ostküste von Mallorca. Es geht um alte Gefühle, eine Ehe, die vor dem Aus steht und einer Familie, die trotzdem nicht auseinander bricht.

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