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Veröffentlicht am 17.09.2025

Bewegende Familiengeschichte

Die Verlorene
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Während ihre Großmutter Änne nach einem schweren Sturz im Koma liegt, findet Laura ein geheimnisvolles Kästchen mit Briefen und Bildern aus Ännes Vergangenheit, was unerwartete Fragen aufwirft.
Lauras ...

Während ihre Großmutter Änne nach einem schweren Sturz im Koma liegt, findet Laura ein geheimnisvolles Kästchen mit Briefen und Bildern aus Ännes Vergangenheit, was unerwartete Fragen aufwirft.
Lauras Oma wacht nicht mehr aus dem Koma auf und kann Laura ihre drängenden Fragen nicht mehr beantworten. Kurz entschlossen reist Laura nach Ännes Beerdigung nach Schlesien um den ehemaligen Gutshof, Ännes Elternhaus, zu suchen.
Vielleicht findet sie jemanden in der Umgebung von Ännes Elternhaus, der Licht ins Dunkel ihrer Familiengeschichte bringen kann.


Das ist mein erstes Buch von Miriam Georg und ich stelle fest, dass mich ihr Schreibstil sofort gefesselt hat. Schon im Prolog kommt eine Stimmung rüber, die mich sehr berührt hat und gleich in die Geschichte zog.
Ännes Tochter und Enkelin, Ellen und Laura, so unterschiedlich sie auch sind, werden gut beschrieben, bleiben aber im Laufe der Geschichte etwas blass.
Wir erleben ein ganzes Meer von Gefühlen, Vorfreude, Freude, Enttäuschung, Verlorenheit. Miriam Georg gelingt es, alle Gefühle herauszuarbeiten und mit einer interessanten vergangenen Geschichte zu verknüpfen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass beide Erzählstränge auch unterschiedliche Gefühlsebenen haben. Die Vergangenheit in Schlesien ist sehr gefühlvoll beschrieben, die Landschaft, Karl, Luise und Änne kann man so eingehend betrachten, dass man das Gefühl hat unter ihnen zu leben. Die Gegenwart ist voller unterdrückter oder sogar schon vergrabener Gefühle, dass es mir manchmal kalt den Rücken runterläuft.
Manche Zufälle, die Laura den Weg zum Pappelhof weisen, scheinen mir etwas weit hergeholt. Das Nachwort der Autorin lässt mich aber erahnen, dass das wirkliche Leben oft sensationelle Wendung aufzeigen kann.
Miriam Georg zeigt uns die verzweifelte Situation, mit der Menschen nicht nur in Schlesien zurechtkommen mussten. Die Kriegsgräuel waren fast unvorstellbar, nicht nur für die Soldaten, sondern auch für die Zivilbevölkerung.
Mehr zum Inhalt möchte ich gar nicht schreiben, um nicht zu spoilern. Nur so viel, dieser Familienroman ist äußerst lesenswert und er lässt den Leser lange nicht los.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Solider Krimi

Nach dem Leben
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Helmut Gepken, 75 Jahre alt, wird mit einer Überdosis Insulin getötet. Hauptkommissarin Hanna Will und Kriminalpsychologe Jan de Bruyn werden aus Damme angefordert.
Die mit den Beamten vor Ort gebildete ...

Helmut Gepken, 75 Jahre alt, wird mit einer Überdosis Insulin getötet. Hauptkommissarin Hanna Will und Kriminalpsychologe Jan de Bruyn werden aus Damme angefordert.
Die mit den Beamten vor Ort gebildete Soko findet keine Ermittlungsansätze. Helmut Gepken lebte seit seiner Scheidung zurückgezogen und hatte kaum Kontakte nach außen.
Eine mögliche Spur führt Hanna in die dunkle Vergangenheit deutscher Geschichte. Sie versucht aus dem gebrochenen Vater/Sohn-Verhältnis irgendwelche Rückschlüsse auf ein Tatmotiv zu finden.


Ich liebe die Krimireihe um Hauptkommissarin Hanna Will und Kriminalpsychologe Jan de Bruyn. Das ist jetzt der vierte Band dieser Reihe und es macht mir besonderen Spaß die Entwicklung dieser beiden unterschiedlichen Charaktere zu verfolgen. Das jetzige Liebespaar konnte und wollte anfänglich nicht miteinander arbeiten. Die langsame Entwicklung einer Partnerschaft ist von Anna Johannsen sehr behutsam erarbeitet worden und ist daher auch nie kitschig gewesen. Hanna und Jan sind ein eher gegensätzliches Paar und hinterfragen immer wieder in Gedanken und auch Diskussionen die Kontinuität ihrer beruflichen und privaten Partnerschaft.
Das hält sie aber nicht von ihren Ermittlungen ab. Sie bestärken, unterstützen und bremsen sich zuweilen, um das Optimum aus ihrer unterschiedlichen Arbeitsweise zu erzielen. Diskussionen und harte Auseinandersetzungen sind dabei nicht ausgeschlossen.
In vorliegendem Fall verbeißt sich Hanna regelrecht in ihrer Theorie, dass das Motiv für das Verbrechen in der Vergangenheit liegt, während der Rest der Soko anderen Spuren nachgeht.
Anna Johannsen bildet die aufwendige und manchmal hürdenreiche Polizeiarbeit realistisch ab. Die akribische Spurensuche der Mediziner, Techniker und Polizeibeamten wird nachvollziehbar aufgezeichnet.
Die einzelnen Protagonisten werden sehr genau beobachtet und beschrieben. Emotionswechsel während eines Verhörs werden so genau vom Kriminalpsychologen gelesen, dass man das Gefühl hat, danebenzustehen.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Fesselnder und spannender geht's nicht

Schwüre, die wir brechen
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In brütender Sommerhitze werden Svea Karhuu und Jon Nordh zum Fundort einer verstörend zugerichteten Leiche in einem Kanal der Malmöer Innenstadt gerufen.
Die männliche Leiche liegt in einem alten Kahn. ...

In brütender Sommerhitze werden Svea Karhuu und Jon Nordh zum Fundort einer verstörend zugerichteten Leiche in einem Kanal der Malmöer Innenstadt gerufen.
Die männliche Leiche liegt in einem alten Kahn. Sein Kopf wurde durch den Kopf eines Krokodils ersetzt. Kurze Zeit später wird ein zweiter Leichnam mit ausgetauschten Kopf aufgefunden. Sein gesamter Körper ist mit Hieroglyphen bedeckt.
Die immer größer werdende Soko um Karhuu und Nordh ist ratlos, versucht die Identität der Leichen festzustellen, um anschließend Zusammenhänge zwischen den beiden Morden zu finden. Eine True-Crime-Podcasterin, die in dem Fall verwickelt ist, macht ihnen das Leben schwer.

Wieder ein spannender und fesselnder Krimi aus der Voosen/Danielsson-Feder!
Die beiden Ermittler dieser neuen Krimireihe sind hervorragend inszeniert. Es ist bereits das zweite Buch dieser Reihe. Der Leser lernt Svea Karhuu und Jon Nordh immer besser kennen. Ich habe sie mittlerweile fest in mein Herz geschlossen. Mit Intuition (Bauchgefühl), Erfahrung, Neugier und vorbehaltloser Kombinationsgabe lösen sie gemeinsam mit ihrem Team jeden Fall. Ihre privaten Probleme, eigentlich schon Fälle, ziehen sich allerdings über mehrere Bücher. In jedem Buch kommen sie einer Lösung näher.
Jon, frisch verwitwet, vermutet hinter dem vermeintlichen Verkehrsunfall, bei dem seine Partner und Freund gemeinsam mit Jons Frau verunglückt ist, ein Verbrechen.
Svea hadert mit ihrer Strafversetzung nach Malmö nach einem missglückten Under-Cover-Einsatz.
Der Fall mit Tierköpfen auf Männerleichen und nicht entzifferbaren Hieroglyphen empfand ich anfangs etwas weit hergeholt, aber den beiden Autoren gelingt es, diese mystischen Komponenten mit realen politischen Themen zu verknüpfen. Die mit kursiver Schrift gedruckten Einschübe unterstützen nach und nach zum Verständnis.
Ich traue mich nicht, mehr zum Inhalt preiszugeben, um nicht zu viel zu spoilern.
Auf jeden Fall war es für mich ein Muss, das Buch zu lesen. Es ist ein lesenswertes Buch. Ich fiebere dem nächsten Buch im Sommer 2026 entgegen.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Was für ein Thriller‼️

Das geheime Zeichen
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Viola träumt von einer Künstlerkarriere. Leider kann sie von ihren Bildern nicht ihr Leben finanzieren. Zufällig trifft sie eine alte Schulfreundin. Sie ermöglicht ihr Zugang zu einem elitären Club, der ...


Viola träumt von einer Künstlerkarriere. Leider kann sie von ihren Bildern nicht ihr Leben finanzieren. Zufällig trifft sie eine alte Schulfreundin. Sie ermöglicht ihr Zugang zu einem elitären Club, der ihr die nötigen Kontakte bietet. Aber mit Eintritt in diesen Club unterliegt sie strengen Regeln, denen sie mit der Zeit nicht mehr entsprechen will.
In einem dreißig Jahre alten Haus wird das Skelett einer jungen Frau entdeckt. Um ihren Hals trägt sie eine Kette mit einem seltsamen Symbol.
Ein Fall für Evelyn Holm.

Dieser Thriller hat mir zwischenzeitlich den Atem genommen. Er ist spannend, Gänsehaut bringend und fabriziert so manchen Schweißtropfen auf meine Stirn.
Saskia Calden treibt zwei Erzählstränge erbarmungslos durch die Kapitel. Die Kapitel sind kurz und knackig. Der Leser pendelt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aufgebracht lesen wir über Viola, wissen dadurch mehr als Evelyn Holm und sehen fatale Fallen, in die Evelyn reintappt oder reintappen könnte.
Aufgrund des geheimen Zeichens sucht Evelyn auch den Mörder ihrer Eltern, der dieses Zeichen am Handgelenk eintätowiert hatte.
Hatte ihr Vater oder ihre Tante Mia etwas mit diesem ominösen Club zu tun?
Finden Sie es heraus!
Das ist ein Thriller, den man gelesen haben muss! Gänsehaut, Überraschung, Entsetzen, Unglaube und immer wieder ein Fünkchen Hoffnung wurden uns serviert.
Übrigens ist dies der dritte Thriller mit Evelyn Holm als Ermittlerin. Ich werde mit Sicherheit die ersten beiden Bände auch lesen.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Spannender Trilogie Auftakt

Der Trailer
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Hauptkommissarin Frieda Stahnke, suspendiert, frustriert, wird durch eine Podcast Anfrage auf den alten Vermisstenfall von Lisa Martin aufmerksam.
Lisa Martin verschwand vor 14 Jahren während eines Urlaubs ...

Hauptkommissarin Frieda Stahnke, suspendiert, frustriert, wird durch eine Podcast Anfrage auf den alten Vermisstenfall von Lisa Martin aufmerksam.
Lisa Martin verschwand vor 14 Jahren während eines Urlaubs in Belgien, genauer gesagt, in ihren letzten Urlaubstagen im Camp Donkerbloem, einem Campingplatz in den Ardennen.
Frieda kannte Lisa aus ihrer Jugend und will den Fall endlich lösen.
Der schmierige Barbesitzer Wout Meertens könnte ihr dabei helfen.


Mit Spannung erwartet – nicht enttäuscht worden!
Der Auftakt zu seiner Thriller Trilogie Donkerbloem ist Linus Geschke wirklich gut gelungen. Auf Seite sieben beginnt der Spannungsaufbau. Der Spannungsbogen vibriert mal unterschwellig, mal treibt er dem Leser Schweiß ins Gesicht und in die Hände, mal schauert eine Gänsehaut über den Rücken, mal bleibt einem die Luft weg. Nur ab und zu gönnt Linus Geschke dem Leser ein Pause zum Durchatmen.
Gleich zu Anfang fällt mir seine differenzierte und punktuelle Sprache auf. Ich lese sehr viele Krimis und Thriller. Meist fallen sie durch einfache Sprache auf. Man kann sie schnell lesen und wenn die Spannung gut aufgebaut ist, bin ich am Ende auch zufrieden. Bei Autoren mit komplizierte Sprache, die dann auch gerne die Umgebung, die Situation und die Stimmung genauestens beschreiben, gefällt mir der Schreibstil anfänglich sehr gut, aber er langweilt mich ziemlich schnell. Linus Geschke hat meiner Meinung nach die richtige Mischung. Als Journalist hat er einen umfangreichen Sprachschatz, nutzt ihn für Beschreibungen verschiedener Situationen, treibt aber die Handlung und Spannung immer weiter voran. Nach Beendigung eines Geschke Thrillers habe ich immer das Gefühl ein spannendes und gutes Buch gelesen zu haben.
Zur Story möchte ich gar nicht viel sagen, um nicht zu spoilern. Die einzelnen Protagonisten sind gut beschrieben und aufgebaut. Alle machen im Thriller eine Veränderung durch, die gut nachvollziehbar ist. Manchmal weiß man aber nicht, ob man sie lieben oder lieber links liegen lassen soll, da sie zu Weilen unverbesserlich scheinen.
Cover und Farbschnitt sind echte Hingucker. Besonderer Gag ist, dass der Trailer erst nach Erscheinen aller drei Teile vervollständigt wird.
Aber auf jeden Fall will ich wissen, wie es weitergeht, das am liebsten sofort und nicht erst in einigen Monaten.

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