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Veröffentlicht am 09.02.2026

Zwei Lebensrealitäten

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
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Ein gemeinsamer Urlaub unter Freunden, was soll da schon schiefgehen?
Doch könnten die beiden Paare nicht unterschiedlicher sein.
Eva und Felix mit ihren zwei Kindern und einem Leben im Luxus, wobei nicht ...

Ein gemeinsamer Urlaub unter Freunden, was soll da schon schiefgehen?
Doch könnten die beiden Paare nicht unterschiedlicher sein.
Eva und Felix mit ihren zwei Kindern und einem Leben im Luxus, wobei nicht alles Gold ist was glänzt.
Linn und Matze mit ihrem unerfülltem Kinderwunsch und unterschiedlicher Meinung, inwiefern diese vier Menschen tatsächlich Freunde sind.

Kinderwunsch ist ein sehr sensibles und intimes Thema.
Viele Paare leiden darunter, wenn es einfach nicht funktionieren will, egal was sie tun.
Die Ursachen sind zwar verschieden, der Schmerz jedoch ist gleich.
Linn und Matze sind ebenfalls davon betroffen.
Zwar soll nach dem Urlaub die IVF Behandlung starten, aber trotzdem haben sie dadurch keine Garantie.
Man begleitet vor allem Linns Gedanken zu diesem Thema und spürt ihre Hilflosigkeit.
"Sie will doch einfach nur das es klappt!"
Die Behandlung fordert aber auch einen Tribut, den sie nicht beschönigt.

Mit Eva bekommt man dann das komplette Gegenteil und dadurch entstehen viele interessante Gespräche und Gedanken, aber auch Konflikte.
Sie und Felix hatten nie Probleme mit dem Kinder kriegen.
Gerade Felix betont das wiederholt, denn von Empathie hat er noch nie etwas gehört.
Dennoch führt Eva deswegen kein Leben im Dauerglück.
Sie ist ausgelaugt und am Ende ihrer Kräfte, muss sie sich doch um zwei kleine Kinder kümmern, während ihr Mann dabei keine Hilfe ist und es auch nicht als seine Verantwortung betrachtet.
"Du schaffst das schon, Bubu."
Der Umgang mit dem Thema hat mir persönlich gefallen und so weit ich das beurteilen kann, war es auch sehr authentisch beschrieben.

Die beiden Frauen entwickeln eine spannende Beziehung.
Sie bewundern sich gegenseitig für die Dinge, für die sie sich selbst verurteilen.
Finden den Körper der jeweils anderen schön, ihren eigenen aber nicht oder nicht mehr.
Sie entwickeln ein Verständnis füreinander, obwohl man im ersten Moment denken könnte, dass das was sie unterscheidet einen Keil zwischen sie treiben oder Spannungen erzeugen könnte.
Linn und Eva sehen einander ohne Einschränkungen und können die Personen sein, die sie brauchen.
Manchmal auch mit rauem Ton, aber meist immer mit guter Absicht.

Mit der Zeit entwickelt die Handlung einen leicht schrägen Touch.
Ich konnte die Charaktere nicht mehr einschätzen und die Situation in der sie sich befunden haben war unübersichtlich.
Dadurch fiel es mir schwer das Ende einzuordnen, ich fühlte mich damit etwas allein gelassen und überfordert.
Auf der anderen Seite lässt es dadurch Raum für eine Interpretationen, eine eigentlich spannende Möglichkeit.
Insgesamt habe ich das Buch aber gerne gelesen und mochte die angesprochenen Themen sehr gerne.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Ein verstörendes Verbrechen

Gerächt sein sollst du
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Kristinestad, ein kleiner Küstenort in Finnland, ist eigentlich ein ruhiger und sicherer Ort, bis eines Tages eine Leiche im Meer gefunden wird.
Es handelt sich um den erst siebzehnjährigen Jungen Jonas.
Sein ...

Kristinestad, ein kleiner Küstenort in Finnland, ist eigentlich ein ruhiger und sicherer Ort, bis eines Tages eine Leiche im Meer gefunden wird.
Es handelt sich um den erst siebzehnjährigen Jungen Jonas.
Sein Tod wirft viele Fragen auf.
War es Selbstmord?
Oder steckt hinter seinem Tod ein Verbrechen.
Und was hat er vor seinem Tod zuletzt getan?
Kriminalkommissar Mats Bergholm und seine Kollegen gehen dem auf die Spur, aber auch seine ehemalige Jugendliebe Eevi Manner, die mittlerweile eine erfolgreiche Journalistin ist, versucht mehr über die Umstände herauszufinden.

Gerächt sein sollst du war mein erster finnischer Krimi und überhaupt mein erstes Buch mit einem finnischen Setting.
Kristinestad ist ein süßer kleiner Ort, in dem jeder jeden kennt, und der einige schöne Ecken vorzuweisen hat.
Ich konnte mir das Städtchen bildlich vorstellen, weil es toll beschrieben worden ist.
Zwar mussten die Bewohner im Laufe des Buches ziemlich leiden, aber dennoch ist klar, wie friedlich dieser Ort zuvor war.

Der behandelte Fall war alles andere als vorhersehbar und wurde von den Taten viel verstörender, als ich es zu Beginn erwartet habe.
Dabei wurden Themen angesprochen, die leider noch viel zu häufig ein Teil dieser Welt sind und über die mehr geredet werden muss, daher fand ich die Repräsentation wichtig, auch wenn es nicht immer einfach zu lesen war.

Was mir leider nicht ganz so gut gefallen hat, waren die Charaktere, die für mich bis zum Schluss eher oberflächlich geblieben sind.
Mats war mir häufig zu emotionslos und in anderen Situationen, in denen er vor Emotionen übersprudelte, kamen mir seine Handlungen widersprüchlich vor und passten so gar nicht zu seinem vorherigem Verhalten.
Eevi war da schon wesentlich nahbarer, aber auch von ihr hätte ich gerne noch mehr erfahren.
Ein großes Thema war ihr unerfüllter Kinderwunsch und ich fand es toll, dass das angesprochen worden ist, aber sehr viel mehr hat man über sie auch nicht erfahren können.
Ich hatte auch mit einer engeren Zusammenarbeit der beiden gerechnet, was dann am Ende anders war als gedacht.

Insgesamt hat mir das Buch gefallen, auch wenn mich der Krimi-Anteil sehr viel mehr abholen konnte, als der persönliche Teil der Protagonisten.
Wovon ich im Nachhinein abraten würde ist, vor dem Lesen den Klappentext zu lesen, da dieser schon ein paar spätere Elemente beinhaltet.
Zwar wird man dadurch nicht wirklich gespoilert, aber es nimmt ein paar Überraschungsmomente vorweg.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Lebe, Liebe, Lache!

My Dearest Enemy. The Heygate Girls
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Amabel ist mit John verlobt, dem Sohn einer adligen Familie mit einem hohen Ansehen. Bald soll die Hochzeit stattfinden und was eigentlich ein fröhlicher Anlass wäre, ist für Amabel nur schwer zu ertragen. ...

Amabel ist mit John verlobt, dem Sohn einer adligen Familie mit einem hohen Ansehen. Bald soll die Hochzeit stattfinden und was eigentlich ein fröhlicher Anlass wäre, ist für Amabel nur schwer zu ertragen. Nicht nur zeigt John ihr ständig die kalte Schulter, sie ist noch dazu nicht an einer Ehe mit einem Mann interessiert. Die Gefühle bleiben komplett aus. Bis Amabel auf Harriett trifft, Johns Cousine und beste Freundin. Harriett ist laut und auffällig und kennt Johns Geheimnis, das Amabel unbedingt erfahren will. Noch dazu beginnt sie ihre Nähe immer mehr zu genießen...

Amabel kannte man bereits aus "My Dearest Lovers", da sie die beste Freundin von Lucie ist. Nun war Amabel selbst die Protagonistin und man hatte die Chance, sie noch näher kennenzulernen. Schon in Band eins war klar, dass sie mit ihrer Verlobung nicht glücklich ist und das aus mehreren Gründen. Doch ein entscheidender Grund ist auch, dass sie sich zu Männern nicht hingezogen fühlt, sondern zu Frauen, dies zu der Zeit allerdings als Sünde galt. Sie möchte ihre Adoptiveltern nicht enttäuschen und versucht verzweifelt sich mit der Situation zu arrangieren, aber das schafft sie nur schwer. Als dann Harriett auftaucht, die ein ganz gegensätzliches Leben führt und offen zu ihrer Liebe zu Frauen steht, merkt Amabel schnell, dass da etwas zwischen ihnen ist und es bringt sie dazu alles zu hinterfragen.

In historischen Büchern oder Liebesgeschichten kommt es nicht sehr oft vor, dass gleichgeschlechtliche Liebe zum Thema gemacht wird. Noch seltener besteht das Paar einer historischen Liebesgeschichte aus zwei Frauen oder zwei Männern. Deswegen fand ich es wirklich toll, dass das Thema in diesem Buch seinen Platz gefunden hat, um auch zu zeigen, dass es so auch gehen kann.

Der Aufbau der Geschichte hat mir gefallen, auch wenn es zum Ende hin vielleicht eine kleine Schippe zu viel Aufregung gab, nachdem man eigentlich dachte, es wäre alles geklärt. Zumal das Verhalten etwas widersprüchlich zu vorherigen Aussagen war. Trotzdem mochte ich das Ende. Was mir über das ganze Buch hinweg gefallen hat, waren die Gespräche zwischen den Charakteren, die oft sehr tiefgründig und bedacht waren.

Fazit: Ein guter zweiter Band und Abschluss der Dilogie, das Lesen hat viel Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Ein Sommer in New York

Summer in the City
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Elle ist seit einigen Jahren eine gefragte Drehbuchautorin, auch wenn sie anonym arbeitet. Für ihr neustes Drehbuch reist sie nach New York da dies der geplante Drehort der Geschichte sein soll.
Allerdings ...

Elle ist seit einigen Jahren eine gefragte Drehbuchautorin, auch wenn sie anonym arbeitet. Für ihr neustes Drehbuch reist sie nach New York da dies der geplante Drehort der Geschichte sein soll.
Allerdings fährt sie nur höchst widerwillig dorthin, weil ihr diese Stadt eigentlich sehr verhasst ist.
Als sie dann auch noch auf Parker trifft, mit dem sie bereits zwei Jahre zuvor eine unangenehme Begegnung hatte, würde sie am liebsten sofort wieder abreisen.
Doch sie muss ihr Drehbuch schreiben und der Ortswechsel soll ihr dabei helfen, ihre Schreibblockade zu durchbrechen und plötzlich hat Parker einen Plan.
Er hilft ihr die Blockade zu überwinden, dafür spielt sie seine Fake Freundin in der Öffentlichkeit.
Denn Parker ist nicht irgendwer, er ist ein berühmter Tech-Milliardär, der kurz davor steht den Deal seines Lebens abzuschließen.

Bisher kannte ich nur die Fantasy Bücher der Autorin und ich war gespannt, wie sie im Romance Genre schreiben würde.
Der Einstieg war zuerst etwas schwierig, aber nach den ersten zwei, drei Kapiteln habe ich in die Geschichte gefunden und mich auch an den Schreibstil gewöhnen können, der manchmal etwas hektisch erschien.
Das Buch spielt in New York, im Sommer. Mir hat das Setting gut gefallen und man hatte auch wirklich die Chance etwas von der Stadt zu erleben, da Elle und Parker dort viel unterwegs waren. Manchmal hat es sich wie eine kleine Stadtführung angefühlt, eine die nie langweilig wird.

Elle und Parker waren zwei sehr unterschiedliche Charaktere, dadurch gab es oft auch erhebliche Meinungsverschiedenheiten.
Während Elle alles hasst was mit Geld zu tun hat, schwimmt Parker praktisch darin. Das war ein Punkt, der immer wieder zum Konflikt geworden ist.
Je mehr Zeit die beiden miteinander verbracht haben, desto mehr lernten sie den jeweils anderen zu verstehen, trotzdem blieb es ein angespanntes Thema.
Aber natürlich gab es auch schöne Momente und auch Dinge, die sie gemeinsam hatten und die sie näher zusammengebracht haben.

Die ersten dreihundert Seiten konnten mich wirklich begeistern und ich habe die Geschichte sehr genossen. Mir hat das Timing gefallen und auch die Kommunikation der beiden.
Jedoch war davon zuletzt wenig zu erkennen.
Alles wirkte hektisch, als hätte die Autorin eine Liste an Dingen gehabt, die sie noch auf den letzten hundert Seiten abarbeiten musste, dadurch ist viel Tiefe verloren gegangen.
Manche Entwicklungen haben für mich keinen Sinn ergeben und haben meiner Meinung nach auch gar nicht zum Buch gepasst und die Kommunikation, die ich vorher so toll fand, war plötzlich nicht mehr da.
Es hat so gewirkt, als wäre jede persönliche Entwicklung, die Elle und Parker durchgemacht haben, plötzlich ausradiert worden.
Ich wurde immer unzufriedener und dadurch hat mich das Ende auch nicht mehr richtig mitreißen können, was ich sehr schade fand.

Aufgrund dieser Entwicklung hat sich meine Bewertung ebenfalls verändert, sodass ich für die ersten 75% locker vier bis viereinhalb Sterne gegeben hätte, aber nach den letzten 25% nur noch dreieinhalb Sterne geben kann.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Ein gefährliches Labyrinth

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
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Sie wacht auf, ohne jegliche Erinnerungen und ohne zu wissen, wo sie sich befindet.
Nur ein Daemon namens Daesra ist bei ihr, der sie ohne jeden Zweifel hasst.
Was hat das alles zu bedeuten?
Und warum ...

Sie wacht auf, ohne jegliche Erinnerungen und ohne zu wissen, wo sie sich befindet.
Nur ein Daemon namens Daesra ist bei ihr, der sie ohne jeden Zweifel hasst.
Was hat das alles zu bedeuten?
Und warum muss sie durch dieses Labyrinth gehen, das viel zu gefährlich erscheint?
Ist das alles ein ausgeklügelter Plan?

Meine Gefühle zu diesem Buch sind gemischt, aber es konnte mich definitiv unterhalten.
Die Stimmung ist von Anfang an düster und geheimnisvoll.
Ebenso wie die Protagonistin selbst, weiß man nicht wirklich was vor sich geht und ob man dem Daemon an ihrer Seite vertrauen kann oder nicht.
Um mehr Antworten zu bekommen, muss man mit Sadaré zusammen den Weg durchs Labyrinth durchschreiten und währenddessen sollte man viel Geduld haben, denn so schnell gibt es keine Erklärungen.
Nach und nach bekommt man einzelne Bruchstücke des großen Ganzen.
Einerseits bleibt man dadurch am Ball, um endlich mehr zu erfahren, anderseits hat das meine Nerven auch manchmal strapaziert.
Das Ende konnte aber vieles davon wieder wett machen, da ich mit einigen Wendungen gar nicht gerechnet hatte und mich diese durchaus überzeugen konnten.
Für Band zwei sehe ich daher viel Potenzial.

Die Lovestory ist ganz klar Geschmackssache und wird wahrscheinlich nicht jedem gefallen.
Wer sich hier viel Romantik erhofft, der wird definitiv enttäuscht werden.

Fazit: Ein außergewöhnliches Fantasybuch mit vielen neuen Elementen, das wahrscheinlich nicht jeden Geschmack treffen wird, aber durchaus einen Blick wert ist.

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