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Veröffentlicht am 08.01.2018

Vorhersehbar

Woman in Cabin 10
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Journalistin Lo tritt beruflich die Jungfernfahrt eines exklusiven, kleinen Luxuskreuzers an. Das Ambiente ist atemberaubend und der Abend mit den 10 weiteren Gästen sehr feuchtfröhlich. Nachts erwacht ...

Journalistin Lo tritt beruflich die Jungfernfahrt eines exklusiven, kleinen Luxuskreuzers an. Das Ambiente ist atemberaubend und der Abend mit den 10 weiteren Gästen sehr feuchtfröhlich. Nachts erwacht Lo aus dem Schlaf, sie hat nebenan den Schrei einer Frau gehört, darauf ein lautes Platschen, als würde jemand über Bord gegangen sein. In Sorge um die Frau aus Kabine 10, mit der sie am Tage noch kurz sprach, mobilisiert sie die Crew, doch niemand will etwas von der Frau wissen, schließlich sollte Kabine 10 gar nicht belegt gewesen sein.

Der Klappentext konnte mich auch als Thrillerverweigerin total überzeugen. Ich musste das Buch einfach lesen. Der Beginn der Geschichte bereitete mir schon Gänsehaut. Lo ist nachts daheim, als sie einen Einbrecher in ihrer Wohnung findet. Dieser kann mit ihrer Tasche fliehen. Zurück bleibt eine traumatisierte junge Frau, die kurz vor ihrem ersten, richtig wichtigen Auftrag unter Schlafstörungen und Panikattacken leidet.

Die Autorin will hier mit uns spielen, indem sie die Glaubwürdigkeit ihrer Protagonistin in Frage stellt. Hat Lo sich alles auf dem Schiff nur eingebildet? War es der Alkohol, lag es am Schlafmangel?
Für mich gab es zu keiner Zeit Zweifel, an dem was Lo gesehen hat. Es wäre einfach eine sehr schwache Auflöung gewesen, wenn alles nur ein Hirngespinst gewesen wäre.
Für mich stand auch fest, dass mit dem Verschwinden der Frau aus Kabine 10 nur einer der anderen Gäste etwas zu tun haben könnte. Das gehörte für mich einfach zu den Voraussetzungen der Handlung dazu. So erinnerte sie mich an eine Konstellation, wie sie auch Agatha Christie wählen würde. Das hat sich die Autorin eigentlich sehr clever überlegt.
Wie sie allerdings ihre Figuren betrachtet und beschreibt, war für mich jedoch sehr früh klar, wohin die Reise gehen würde. Eine Richtung wurde einfach zu oft unterschwellig erwähnt, außerdem wurden die Figuren dahinter viel stärker ausgeleutet als die anderen Gäste. Viele Reisende blieben viel zu blass, eine richtige Möglichkeit hatten nur die wahren Täter und das war mir sehr früh klar.

Ich war daher nicht überrascht als die Auflösung 100 Seiten vor Schluss erfolgte. Dennoch hatte ich noch einen großen Knall erwartet, der den Bestsellerstatus des Thrillers gerechtfertigt hätte. Dieser blieb leider aus und die Geschenisse plätscherten bis zum Ende vor sich hin.

Nachdem sich das Buch bis zur Auflösung wirklich zügig und spannend las, war ich vom Ende eher enttäuscht. Ich hatte mir mehr Cleverness und Geschick von der Autorin erwartet. Das Setting, die Geschehnisse und Figurenkonstellationen versprachen viel Potenzial, doch dieses fiel in sich zusammen.

"Woman in Cabin 10" von Ruth Ware sprach mich als Nicht-Thrillerleserin absolut an. Leider war meinem ungeübten Thrillerverstand sehr schnell klar wohin die Reise gehen würde. Daher endete eine vielversprechende Geschichte sehr schnell, sehr vorhersehbar!

Veröffentlicht am 28.12.2017

Langatmig!

Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch
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Nalia ist als Dschinn ihrem Meister Malek ausgeliefert. Zwei Wünsche hat sie ihm schon gewehrt, doch der letzte Wunsch will ihm nicht über die Lippen kommen, dabei will Nalia nichts anderes als ihre Freiheit, ...

Nalia ist als Dschinn ihrem Meister Malek ausgeliefert. Zwei Wünsche hat sie ihm schon gewehrt, doch der letzte Wunsch will ihm nicht über die Lippen kommen, dabei will Nalia nichts anderes als ihre Freiheit, um ihren Bruder aus dem Land der Dschinn aus der Sklaverei zu befreien. Da trifft sie den Anführer der Aufständischen Raif, der ihr helfen könnte, nur hegt Raif eine Abneigung gegen Nalias Volk.

Vorn im Buch ist eine Karte zum Land der Dschin abgedruckt, die allerdings für den Verlauf der Geschichte nicht wichtig wird. Ich hätte mir gewünscht, dass man die Begriffserklärungen zu Beginn der Geschichte gestellt hätte, dann wäre mir dies nicht viel zu spät aufgefallen.

Ich muss gestehen, dass ich mich sehr schwer damit tat, in die Handlung bzw. den Weltenentwurf von Heather Demetrios zurecht zu finden. Sie erklärt leider sehr wenig zu den Dschinn, ihren Gruppen und dem Land aus dem sie stammen. Dafür lässt sie sehr viele exotisch (und sperrig) klingende Begriffe einfließen, die einfach den Lesefluss störten. Das ist so schade, denn Nalia hat viel Potenzial.

Mir gefiel die Protagonistin wirklich gut. Mich kümmerte ihr Schicksal. Sie ist seit 3 Jahren die Dschinn vom mysteriösen Malek und dieser beginnt Gefühle für Nalia aufzubauen. Doch diese plant nur ihre Flucht und muss Malek dabei ihre "Flasche" aka "Wunderlampe" abnehmen. Mir gefiel der Handlungsstrang mit Malek. Ich finde seine Figur sehr spannend.
Hinter Nalia steckt auch noch mehr. Sie ist die Thronerbin des Dschinnlands, doch wirklich eine Rolle spielte dies im Buch nicht. Nalia ergibt sich zwar sehr oft in Rückblenden, doch diese störten mich massiv, sie hielten die Handlung auf und ich überblätterte sie am Ende nur noch.

Leider gibt es im Buch ein Liebesdreieck. Das muss nicht immer schlimm sein, doch wenn es sich so gestaltet, wie hier, ist es das schon. Raif taucht auf der Bildfläche auf, beide sehen sich im Laufe der Handlung kaum, dennoch geht es wahnsinnig schnell zwischen ihnen, dass ich ihre Gefühle füreinander überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Eine andere Auflösung des Dreiecks hätte ich viel spannender gefunden.

Die Geschichte hatte einen Bösewicht, der mir Gänsehaut bereitete. Das hat die Autorin wirklich gut hinbekommen. Der Hauptteil der Geschichte dreht sich auch um ihn, bis es zum Showdown kommt. Danach wird es nach ein paar Handlungstiefs etwas spannender. Das Buch endet offen, sodass man wirklich den nächsten Teil lesen müsste. Ich werde wohl darauf verzichten.

"Nalia. Tochter der Elemente - der Jadedolch" besitzt eine tolle Idee, deren Umsetzung Heather Demetrios für mich nicht zufriedenstellend geschafft hat. Mich konnten weder die Lovestory noch die Handlung so wirklich überzeugen, dafür gab es zu viele langatmige Passagen, die meinen Lesefluss ganz schön einschränkten. Ich habe mich viel länger mit den 470 Seiten aufgehalten, als ich jemals gedacht hätte.

Veröffentlicht am 04.04.2017

Ausbaufähig!

Dark Mafia Prince
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Aleksio und Viktor sind auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder. Beide fanden sich selbst erst Jahre nach der Ermordung ihrer Eltern wieder. Sie schwören Rache und so kidnappen sie Mira und deren ...

Aleksio und Viktor sind auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder. Beide fanden sich selbst erst Jahre nach der Ermordung ihrer Eltern wieder. Sie schwören Rache und so kidnappen sie Mira und deren Vater aus einer rivalisierenden Mafiafamilie. Doch als Aleksio seine Freundin aus Kindheitstagen wiedersieht, kann er sie nur vor seinen skrupellosen Plänen beschützen.

Mich sprach der Schreibstil auf den ersten Seiten direkt an. Annika Martin wechselt die Perspektiven zwischen Mira, Aleksio und dessen Bruder Viktor. Mir gefiel gut, dass wir einen Einblick in Aleksios Kopf bekamen. Doch schnell war klar, dass der dunkle Mafia Prinz eigentlich ganz zahm ist. Besonders als er Mira begegnet. Mir gefiel die anfängliche Energie zwischen den beiden. Es knistert zunächst gewaltig, was mich gut unterhalten konnte. Leider beginnt die Handlung im Mittelteil stark zu stagnieren. Zwischen den Protagonisten entwickeln sich die Gefühle nicht weiter. Beide bleiben in meinen Augen sehr blass, was ich wirklich schade fand, sodass mich ihre Liebesgeschichte leider nicht überzeugen konnte.

Die Rahmenhandlung um den Mord an Aleksios Eltern und die Verwicklung von Miras Vater bargen nicht viel Spannung und Überraschungen. Ich hätte mir auch hierfür mehr versprochen. Es ist schwer auszumachen, worauf die Autorin ihren Hauptfokus legte. Ich schätze es ist die Suche nach dem dritten verschollenen Bruder, welche aktuell das meißte Potenzial birgt. Allerdings ist dies im ersten Teil noch nicht abgeschlossen und wird sich über die komplette Trilogie erstrecken.

So bleibt der Reihenstart "Dark Mafia Prince" eher schwach in meiner Erinnerung. Die Geschichte hat Potenzial, doch leider konnte die Autorin dieses nicht voll ausschöpfen, da weder ihre Lovestory, noch ihr Spannungspart mich so richtig gut unterhalten konnten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schade, zwischen Keith und Callie wäre mehr drin gewesen.

Finding Back to Us
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Hinter dem wundervollen Cover versteckt sich folgende Geschichte: Callie ist in ihren Stiefbruder Keith verknallt, als ein Familiendrama sich ereignet. Keith steuert den Wagen als Callies Vater bei einem ...

Hinter dem wundervollen Cover versteckt sich folgende Geschichte: Callie ist in ihren Stiefbruder Keith verknallt, als ein Familiendrama sich ereignet. Keith steuert den Wagen als Callies Vater bei einem Unfall ums Leben kommt. Keith verschwindet und taucht nach 7 Jahren plötzlich wieder zuhause auf. Callies Gefühle liegen blank. Sie trauert noch um ihren Vater, doch ist die Anziehung zu Keith groß wie nie zuvor und dann sind da auch noch die Bedenken: Darf sie ihren Stiefbruder lieben?

Ich habe das Gefühl nach den Vampiren, dominanten Chefs und Rockstars sind nun die Stiefbrüder "das nächste große Ding". Da ich den moralischen Gradwandel ganz reizvoll fand und mir die angedeutete Familiendramatik in "Was auch immer geschieht" sehr zusagte, habe ich mich auf das Ebook sehr gefreut.

Dass sich hinter Bianca Iosivoni eine deutsche Autorin verbirgt, war mir vorm Lesen gar nicht bewusst. Ich finde es sehr spannend, dass LYX vermehrt deutsche Autorinnen ins neue Verlagsprogramm aufnimmt.
Ein wenig schade finde ich, dass die Autorin die Handlung in den Südstaaten der USA spielen lässt, denn man merkt, dass sie noch nie dort war. Genauso gut hätte "Was auch immer geschieht" in Deutschland, Großbritannien oder Australien spielen können. Ich finde, dass Boots und schwüle Luft allein noch kein Louisiana-Feeling machen.
Dabei begann das Buch wirklich gut. Der erste Eindruck von Callie gefiel mir sehr. Sie ist eine sympathische und gefühlvolle Protagonistin, die nicht auf den Kopf gefallen ist und sich mit ihrer Schwester unterhaltsame Wortgefechte lieferte. Beim ersten Wiedersehen mit Keith vibriert die Luft, doch leider hielt der Zustand nicht bis zum Ende an. Beide sind 21 und 22 Jahre alt, doch liest sich das Buch nicht wie ein typischer New Adult-Roman, in dem es auch schon mal heißer hergehen kann. Das Knistern vermisst man hier ein wenig. Bis auf eine Szene las es sich wie ein Jugendroman. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin uns nicht nur erzählt, das Keith Callie morgens auf nicht jugendfreie Art weckte, sondern, dass sie uns dabei sein lässt.

Ähnlich harmlos entwickelt sich auch die große Konfliktsituation mit Keith und dessen Autounfall, der Callies Vater das Leben kostete. Callie hat daran sehr zu knabbern, doch die ganze Konfliktsituation würde nicht bestehen, wenn jemand zuvor erzählt hätte, was geschah. Somit ist der Konflikt eigentlich gar nicht existent, wenn man die Situation richtig aufgeklärt hätte. Die Auflösung fand ich somit nicht zufriedenstellend, möchte aber nicht weiter spoilern.

Genauso harmlos entpuppt sich auch das Stiefgeschwister-Ding. Callie und Keith haben nur für kurze Zeit zusammengelebt, bevor Keith nach dem Unfall verschwand. Somit konnten sie keine geschwisterliche Bindung aufbauen. Der eigentliche Tabubruch ist nicht vorhanden und auch ihre Familie geht sehr cool mit der Sache um. Aus beiden Situationen hätten man ruhig mehr Dramatik herausschlagen können.

So plätscherte die Handlung vor sich hin. Ich hätte mir mehr Knistern, Herzschmerz und Atmosphäre gewünscht.
So ist es auch kein gutes Zeichen für mich, dass ich für das Ebook mehr als zwei Wochen brauchte. Die Geschichte konnte mich leider nicht komplett fesseln.So ist das Ende auch recht offen geblieben. Schade finde ich, dass sämtliche Charaktere jetzt noch einen Entwichlungsspielraum besitzen. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Figurenkonstellationen, welche sich im Laufe des Buches andeuteten auch zuende erzählt worden wären. So bleibt man auf dem trockenen sitzen und fragt sich, was eigentlich aus Callies Schwester und ihren beiden besten Freunden wird.

"Was auch immer geschieht" war ganz sicher nicht schlecht, aber man hätte mehr aus der Geschichte und den Charakteren herausholen können. Es besitzt seine schönen Momente und unterhaltsamen Szenen, doch die Längen und ungenutzten Chancen überwiegen leider.

  • Einzelne Kategorien
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Handlung
  • Cover
Veröffentlicht am 12.07.2026

Erwartungen weit verfehlt

Crown of War and Shadow
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Sorrel ist eine Ausgestoßene in ihrem eigenen Dorf. Jeder braucht ihre heilenden Fähigkeiten doch gemieden wird sie trotzdem für ihre vermummte Erscheinung. Sorrel hat ein großes Geheimnis: mit einem Blick ...

Sorrel ist eine Ausgestoßene in ihrem eigenen Dorf. Jeder braucht ihre heilenden Fähigkeiten doch gemieden wird sie trotzdem für ihre vermummte Erscheinung. Sorrel hat ein großes Geheimnis: mit einem Blick in die Augen der Menschen kann Sorrel deren Tod sehen und spürt ihn auch selbst. Dieses Risiko will sie niemals eingehen. Dann häufen sich Morde in ihrem Dorf, ein Dämon soll sein Unwesen treiben. Sorrel muss gehen bevor die Dorfbewohner sie verdächtigen. Auf ihrer Reise begleitet sie ein Söldner, den Sorrel für seinen Schutz bezahlen muss, aber nicht das nötige Geld dafür hat…

Das Buch ist mir sooft bei Instagram über den Weg gelaufen und wurde so dermaßen gelobt, dass ich echt neugierig war und meine Erwartungen auch demensprechend hoch.

Der Einstieg in das Buch gefiel mir noch richtig gut. Wir lernen Sorrel und ihre lebensunwürdigen Umstände kennen. Sie arbeitet in einem Gasthaus und hilft nebenbei den Kranken und Verletzten des Dorfes. Sie ist total aufopfernd und kümmert sich fürsorglich, ohne etwas zurückzubekommen. Es war schon hart zu sehen, in welche Umständen sie da gerät und wie einsam sie ist. Das Buch beginnt auch sehr traumatisierend und brutal. Das war erstmal nichts für schwächere Nerven. Sorrel bleibt lange ein Mysterium, zu dem sich sehr langsam die ersten Geheimnisse lüften.

Ebenso mysteriös ist auch Merc. Er tauchte plötzlich auf und versprach die Rettung für Sorrel zu sein. Er ist stark, aber man sieht ihm auch ein hartes Leben an. Wir wissen kaum etwas zu seiner Vergangenheit, ahnen aber, dass er ein mächtiges Päckchen zu tragen hat.

Zwischen beiden breitete sich sofort eine sexuelle Spannung auf, die immer wieder mit Blicken und Andeutungen gefüttert wurde. Allerdings erreichte mich diese nicht. Ich habe nicht verstanden, wie die beiden in solch einer Situation daran denken konnten und darüber sprechen konnten, während sie auf der Flucht waren oder von irgendwelchen Wesen Gefahr liefen getötet zu werden. Bis zum Ende ist ihre Verbindung sehr toxisch und einfach nicht nachvollziehbar für mich gewesen. Die Spiceszenen waren strange und entstanden immer wieder (es sind nur 2) aus den falschen Motivationen. Aus Insta Lust wurde Insta Love und das hat mich überhaupt nicht überzeugt.

Das Worldbuilding ist speziell, wir haben eine Fantasywelt mit mittelalterlichem Komfort und Kleidung, dafür aber mit Schusswaffen. Es gibt normale Tiere, aber auch Lebewesen wie Dämonen oder erdachte Geschöpfe, die allerdings kaum beschrieben wurden und einfach nur einen neuen komplizierten Namen bekamen. Ich fragte mich, hätten die beiden der Einfachheit halber nicht von einem Krokodil angegriffen werden können. Darunter hätte man sich wenigstens etwas vorstellen können. So kämpfte der Protagonist in meinem Kopf mit einem körperlosen Wort.

Auch der Schreibstil ist speziell und es gibt immer wieder Redenwendung oder Logikfehler, die den Lesefluss immens störten. War dies der Übersetzung geschuldet? Jedenfalls erkannte ich J.R. War weder im Schreibstil noch in ihren Figuren wieder. Ich habe ihre Black Dagger Reihe lange verfolgt und da liegen einfach Welten dazwischen.

Ich kämpfte mich durch die 620 Seiten. Die Geschichte machte mir einfach keinen Spaß. Ich fühlte die Figuren nicht und mich nervten die ganzen Sidequests, die sich immer mit ganz viel Zufall wie von selbst auflösten. Im letzten Drittel las ich einfach nur noch quer, um das Buch endlich zu beenden. Und mir entging dabei auch nichts wichtiges, wie ich dank der Leserunde nachverfolgen konnte. Das war schon eine herbe Enttäuschung. Das Buch endet dann auch noch mit einer Überraschung, sehr überhastet, doch relativ abgeschlossen. Ich werde daher die Reihe auf keinen Fall weiter verfolgen. Dafür ist mir meine Lesezeit einfach viel zu schade und jetzt freue ich mich auf ein Buch, das mir hoffentlich wieder mehr Spaß machen wird.

„A Crown of War and Shadows“ von J.R. Ward war nach all dem Lob eine unglaubliche Enttäuschung für mich. Ich quälte mich durch eine Geschichte, die mich in vielen Teilen nicht überzeugen konnte. Da hatte ich von der Autorin echt anderes erwartet!

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