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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2018

Erlebte Geschichte

Wenn Martha tanzt
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Als Jenenser-Kind mit Großeltern, die in Weimar leben, und Eltern die an eben dieser Uni studiert haben, bin ich natürlich mit den Geschichten über die Bauhaus-Universität groß geworden. Und Geschichten ...

Als Jenenser-Kind mit Großeltern, die in Weimar leben, und Eltern die an eben dieser Uni studiert haben, bin ich natürlich mit den Geschichten über die Bauhaus-Universität groß geworden. Und Geschichten über die Heimat faszinieren mich ja sowieso. Also kam ich an "Wenn Martha tanzt" praktisch gar nicht vorbei.

Und meine Erwartungen wurden auch voll erfüllt. Das Buch spielt zwar nur zu einem Teil in Thüringen und es macht auch mehr die Personen hinter der Institution zum Thema als den Ort an sich, aber es fühlt sich trotzdem wie ein Stück Heimat an.

Heimat, die in den 1930er Jahren einiges erlebt hat. Einen Wandel, der über ganz Europa hinweggefegt ist.

Tom Saller erzählt auf unglaublich knappe, nichtsdestotrotz intensive Art, wie seine Hauptfigur den Aufstieg der Nationalsozialisten und den Krieg, aber auch eine unheimlich kreative Welt im Bauhaus erlebt hat. Da die Geschichte auf einem (fiktiven) wiederentdeckten Tagebuch basiert, sind auch die Kapitel extrem knapp und aus kurzen Sätzen oder Wortgruppen bestehend aufgebaut. Die Informationen wirken geballt, aber teilweise auch lückenhaft. Das lässt dem Leser viel Spielraum für Interpretationen, aber auch, um die Bilder im Kopf lebendig werden zu lassen.

Der Schreibstil ist teilweise sehr bildhaft, voller Metaphern und an manchen Stellen fast poetisch.

Fazit:
Eine Geschichte, die man sicherlich schon öfter gelesen hat, wenn auch nie in dieser Form. Eindringlich, emotional und unbedingt lesenswert!

Veröffentlicht am 27.05.2018

Klasse Unterhaltung

Die drei Opale 1: Über das tiefe Meer
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Das Buchcover deutet ja schon darauf hin, dass das Buch eher auf Kinder und Jugendliche als Publikum abzielt. Aber auch ich als fast 30-Jährige fühle mich bestens unterhalten, wenn ich mit Maus zusammen ...

Das Buchcover deutet ja schon darauf hin, dass das Buch eher auf Kinder und Jugendliche als Publikum abzielt. Aber auch ich als fast 30-Jährige fühle mich bestens unterhalten, wenn ich mit Maus zusammen die wildesten Abenteuer erlebe.

Maus ist fast 13 Jahre alt und soll eines Tages als Kaiptänin das Schiff ihrer Oma übernehmen. Doch neben Terrodylen, Magiern und intrigierenden Crewmitgliedern stellen sich ihr viele Hindernisse in den Weg. Und nebenbei muss sie sich um ihren kleinen Bruder kümmern und die drei Opale finden, um die ganze Welt zu retten!

Das Buch ist in einem angenehm einfachen, leichten Schreibstil gehalten, der wahrscheinlich das jüngere Publikum schonen soll, das Lesen so aber auch zu einem entspannten Erlebnis macht- das richtige Buch, um den Sonntag lesend auf dem Sofa zu verbringen.

Und dabei ist die Geschichte auch noch so spannend, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Der Stoff ist frisch, hat ein paar gute, neue Ideen und fügt sich so erfreulicherweise mal nicht in Schema F ein, sondern überrascht den Leser mit seinen Wendungen.

Fazit:
Das Buch ist zwar leider "nur" Band 1 einer Trilogie, aber ich kann es jetzt schon kaum erwarten, bis die Geschichte von Maus, Sperling, Krähe, Tau und Donnerblitz weitergeht!

Veröffentlicht am 21.03.2018

Mythologie trifft auf jugendliche Rebellion

Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen
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Seit diesem Wochenende bin ich eindeutig "Team Diana"!!!

Das Buch hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Aber was braucht man auch mehr als Action, Drama, die erste zarte Liebe, jugendliche Rebellion ...

Seit diesem Wochenende bin ich eindeutig "Team Diana"!!!

Das Buch hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Aber was braucht man auch mehr als Action, Drama, die erste zarte Liebe, jugendliche Rebellion und der Suche nach dem Platz im Leben und dann lernt man auch noch ganz viel unnützes Wissen über die griechische Mythologie- das Überraschungspaket Wonder Woman ist geschnürt!

Der Roman umfasst stolze 440 Seiten, hat damit aber auch genug Platz, um seinen Figuren Tiefgang zu verleihen. Man lernt Diana und ihre neuen Bekannten in allen Lebenslagen kennen und versteht so, was hinter ihrem Alter Ego steckt bzw wie sie zu der Frau werden konnte, die man aus Comics und Filmen schon kennt.

Es wird die Geschichte der jungen Diana erzählt, die ihren Platz in der Gemeinschaft der Amazonen noch nicht gefunden hat und mit ihrem Schicksal hadert.

Wer jetzt allerdings denkt "Och nee, schon wieder ein Jugendroman!" sollte dem Buch allerdings noch eine Chance geben: Ja, es geht um Jugendliche. Aber die Geschichte besticht durch unerwartete Wendungen, interessante Hintergrundinfos und eine erfrischende Mischung aus Historie, Wissenschaft und Fantasie. Außerdem lässt sie auch noch genug Raum für Gefühle, ohne dabei in klischeehafte Lovestory-Bahnen dahin zu dümpeln.

Fazit:
Ein unterhaltsames Buch, dass einen nachdenklich und gleichzeitig adrenalingeladen zurücklässt!

Veröffentlicht am 08.01.2018

Würdiger Abschluss

Bourbon Lies
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Wer einmal mit dieser Reihe angefangen hat, wird dieses Ende um keinen Preis verpassen wollen!

Zum Inhalt muss ja nicht viel gesagt werden: Alle, in den vorherigen zwei Bänden gewobenen Handlungsstränge ...

Wer einmal mit dieser Reihe angefangen hat, wird dieses Ende um keinen Preis verpassen wollen!

Zum Inhalt muss ja nicht viel gesagt werden: Alle, in den vorherigen zwei Bänden gewobenen Handlungsstränge werden hier passend miteinander verknüpft. Für jede offene Frage scheint J. R. Ward eine passende, alle zufriedenstellende Antwort gefunden zu haben.

Der Leser hat genug Zeit, um sich in aller Ruhe von den mittlerweile lieb gewonnenen Figuren zu verabschieden.

Obwohl man gerne noch unzählige Bücher über Lane, Gin und Edward lesen würde, denke ich, dass die Autorin mit diesen drei Bänden genau das richtige Maß gefunden hat, frei nach dem Motto:
"Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist!"

Fazit:
Mir bleibt nichts anderes übrig, als mit allen anderen Lesern in ein und dasselbe Horn zu stoßen: "Bourbon Lies" ist einfach großartig und 100%-ig lesenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erotik
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 08.01.2018

Wer war es dann?

Crimson Lake
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Die alles entscheidende Frage in jeder Hinsicht:"Wer war es dann?"

"Crimson Lake", der Auftakt dieser spannenden Reihe, erzählt die Geschichte von Ted Conkaffey und Amanda Pharell, die als Privatdetektiv-Duo ...

Die alles entscheidende Frage in jeder Hinsicht:"Wer war es dann?"

"Crimson Lake", der Auftakt dieser spannenden Reihe, erzählt die Geschichte von Ted Conkaffey und Amanda Pharell, die als Privatdetektiv-Duo den Fall des verschwundenen Star-Autors Jeff aufklären wollen.

Dieser Fall an sich wäre schon spannend genug, um ein ganzes Buch erfolgreich allein zu bestreiten. Was braucht man mehr als ein geheimes Doppelleben, gefräßige Reptilien und intolerante Mitmenschen?!

Gesteigert wird die Unterhaltung aber noch dadurch, dass sowohl Ted als auch Amanda unrechtmäßig Verbrechen beschuldigt wurden. Beide setzen im Laufe des Romans alles daran, den Fall ihres Partners aufzulösen.
Diese Rahmenhandlung lässt natürlich zum Schluss genug Fragen offen, um ein Folgebuch notwendig zu machen. Trotz allem schlägt man das Buch nach der letzten Seite vollkommen zufrieden zu.

Aber sind wir mal ehrlich, Ted und Amanda sind der Kitt, der dieses Buch zusammen und den Leser bei der Stange hält! Ich habe selten zwei so sympatische, wenn auch nicht stereotype Charaktere kennengelernt wie diese beiden. Ich meine, sie ziehen einen ja eh schon durch ihre Vorgeschichte auf ihre Seite. Aber Candice Fox schafft es außerdem, den beiden so viel Tiefe zu verleihen, ohne dass die Spannung dabei auf der Strecke bleibt.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Buch, dessen Fortsetzung ich kaum erwarten kann.