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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2026

ein solider Auftakt mit starken Momenten, aber auch Schwächen

A City of Flames
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Rina Vasquez’ A City of Flames bietet eine faszinierende Grundidee: Eine junge Frau, die Rache für den Tod ihres Vaters an Drachen sucht, tritt einer Eliteeinheit bei und muss bald lernen, dass nicht alles ...

Rina Vasquez’ A City of Flames bietet eine faszinierende Grundidee: Eine junge Frau, die Rache für den Tod ihres Vaters an Drachen sucht, tritt einer Eliteeinheit bei und muss bald lernen, dass nicht alles so schwarz‑weiß ist, wie es zunächst scheint. Die Prämisse mit Drachen, Venatoren und magischen Kreaturen ist spannend und hat großes Potenzial – und an einigen Stellen zahlt sich das auch aus. Trotz dieser starken Ausgangsidee konnte mich das Hörbuch leider nicht durchgehend fesseln. Die ersten zwei Drittel ziehen sich für mich merklich: Es fiel mir oft schwer, wirklich gebannt zuzuhören, und ich habe mich mehrmals dabei ertappt, dass ich nicht voll im Geschehen drin war. Gerade im mittleren Teil fehlte mir der richtige „Page Turner“-Effekt, sodass die Spannung erst spät richtig zündete. Für mich blieb das Tempo teils zu gleichmäßig und die Erzählung zu behäbig, was mich als Hörbuch weniger mitgerissen hat – vielleicht wäre es im gedruckten Buch als Leser (der selbst vorblättern kann) etwas leichter gewesen, sich tiefer hineinfallen zu lassen. Teilweise waren auch Figuren und Handlungen für mich etwas zu oberflächlich und Reaktionen, vor allem die von Nara, teils unüberlegt oder für mich nicht nachvollziehbar - der Funke wollte irgendwie nicht hunderprozentig rüberspringen.
Das (Hör-)Buch ist ein solider Auftakt mit starken Momenten, aber auch klaren Schwächen in der Spannungskurve.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Zwischen Unterdrückung, Magie und zarter Hoffnung

Rose in Chains
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Ich habe das Buch wegen des „Dramione“-Hypes gekauft und war dementsprechend neugierig – und mit hohen Erwartungen gestartet. Teilweise wurden diese erfüllt: Die Story ist spannend, wendungsreich und mit ...

Ich habe das Buch wegen des „Dramione“-Hypes gekauft und war dementsprechend neugierig – und mit hohen Erwartungen gestartet. Teilweise wurden diese erfüllt: Die Story ist spannend, wendungsreich und mit einem faszinierenden Magiekonzept versehen. Wer düstere, konfliktreiche Fantasy mit einer Prise Romantik mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.
Briony lebt in einer Welt, in der Frauen wenig gelten und sich strengen gesellschaftlichen Regeln beugen müssen. Zwischen familiären Erwartungen, Schulalltag und gefährlichen Geheimnissen kämpft sie um Freiheit – und begegnet dabei Toven, einem Jungen, der ihre Überzeugungen ins Wanken bringt.

Die Art, wie Briony in der Schule behandelt wird und was ihr Vater von ihr verlangt, hat mich stellenweise wirklich wütend gemacht. Diese ständige Unterdrückung und das „Frauen müssen sich fügen“-Denken waren schwer zu ertragen – gleichzeitig aber erschreckend realistisch dargestellt. Die Haltung der Jungs: einfach ekelhaft.

Umso spannender fand ich Brionys Entwicklung und die Beziehung zu Toven. Zwischen Misstrauen, Loyalität und unausgesprochenen Gefühlen entsteht eine fesselnde Dynamik, die das Buch trägt. Auch das Magiesystem ist kreativ und gut durchdacht.

Kleine Kritikpunkte: Einige Rechtschreibfehler haben mich kurz aus dem Lesefluss gebracht. Außerdem ging es stellenweise brutaler zu, als ich es nach dem Hype erwartet hatte – Liebe und Romantik standen eher im Hintergrund.

Insgesamt eine mitreißende, manchmal schwer verdauliche Geschichte über Stärke, Unterdrückung und Selbstfindung.
⭐️ 3,5 von 5 Sternen – Tendenz nach oben für Atmosphäre und Spannung, nach unten für die Brutalität und den fehlenden Romantikfokus.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Ein Thriller zwischen Spannung und Atempausen

Garden Girls
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„Garden Girls“ ist ein Thriller, der mit seiner packenden Erzählweise und den wechselnden Perspektiven sowohl fasziniert als auch herausfordert. Besonders hervorzuheben ist die Erzählstruktur: Durch den ...

„Garden Girls“ ist ein Thriller, der mit seiner packenden Erzählweise und den wechselnden Perspektiven sowohl fasziniert als auch herausfordert. Besonders hervorzuheben ist die Erzählstruktur: Durch den Perspektivwechsel bekommt man Einblicke in verschiedene Figuren, ihre Vergangenheit, ihre Beweggründe und Pläne – auch in die des Künstlers, die der Handlung eine außergewöhnliche Tiefe verleiht. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant gestaltet, wobei Ty mit seiner bewegten Vergangenheit besonders im Gedächtnis bleibt, aber auch herausfordernd ist.

Der Spannungsbogen gestaltet sich abwechslungsreich: Immer wieder gibt es mitreißende Kapitel, die zum Miträtseln einladen und die Nerven strapazieren. Gleichzeitig finden sich aber auch Passagen, die zäh wirken und den Lesefluss bremsen. Dieses Auf und Ab kann dazu führen, dass man zwischendurch kleine Pausen braucht, bevor man weiterliest. Der Schreibstil ist insgesamt spannend, aber bisweilen etwas überladen, was die Lektüre anstrengender machen kann.

Ab etwas mehr als der Mitte gewinnt der Roman deutlich an Fahrt. Unerwartete Wendungen und neue Informationen treiben die Handlung voran und steigern die Spannung bis zum Schluss, sodass das Finale noch einmal alles gibt und den Leser fesselt. Trotz kleiner Schwächen in Tempo und Sprachstil überzeugt „Garden Girls“ durch interessante Figuren, ein cleveres Rätselspiel und eine Geschichte, die zum Mitdenken anregt.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

eine ereignisreiche Entwicklung

Die Spiegelreisende 2 - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast
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Nachdem mich der erste Teil leider nicht wirklich überzeugen oder catchen konnte, kann ich glücklicherweise sagen, dass dies beim zweiten Teil nicht der Fall war. Zwar war auch hier der Anfang wieder etwas ...

Nachdem mich der erste Teil leider nicht wirklich überzeugen oder catchen konnte, kann ich glücklicherweise sagen, dass dies beim zweiten Teil nicht der Fall war. Zwar war auch hier der Anfang wieder etwas zäh, aber danach wurde es definitiv besser. Endlich kam die Handlung ins Rollen, und zwar so richtig. Mit den Verschwinden der Leute und Ophelias Ermittlungen war für mich endlich Action da. Ich habe mitgerätselt, mitgefiebert und auch etwas mehr "Nähe" zu den Charakteren entwickelt. Endlich wurde nicht mehr alles verheimlicht, sondern es kamen Stück für Stück neue Geheimnisse ans Licht, die die Handlung sehr bereichert haben. Die ganzen Rätsel um die Verlobung, die Vermissten, Faruk und Thorn haben sich langsam offenbart und teils entschlüsselt. Das hat mir sehr gut gefallen, dass ich die Seiten wirklich teils verschlungen habe. Vor allem das Ende ist sehr gelungen. Jetzt muss natürlich auch der 3. Teil her.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Von gehasst zu geliebt zu gehasst

Academy of Blood and Fangs 2: Schattenkuss
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Ich habe den zweiten Teil direkt nach Beenden des ersten gelesen.
Es geht direkt weiter mit der Handlung. Durch den Umstand, dass Reyva nun auch ein Vampir isst, hat die Handlung eine ganz neue Richtung ...

Ich habe den zweiten Teil direkt nach Beenden des ersten gelesen.
Es geht direkt weiter mit der Handlung. Durch den Umstand, dass Reyva nun auch ein Vampir isst, hat die Handlung eine ganz neue Richtung eingeschlagen. Nun ist sie nicht mehr Teil der Academy und Phileas hasst sie wieder. Ich fand es sehr interessant, mitzuverfolgen, wie Reyva mit ihrem neuen Schicksal umgeht, dass sie sich nicht einfach aufgibt bzw. dem Vampir-Dasein hingibt, sondern ihren eigenen Weg sucht und findet. Sie bleibt sich selbst treu, entwickelt sich aber auch weiter. Ich finde, die Charakterentwicklung (nicht nur Reyvas) sind im zweiten Band sehr gelungen und sorgen für eine abwechslungsreiche und spannende Handlung. Hinzu kommen die neuen Charaktere, die mir sehr viel Freude bereitet haben. Das Highlight ist natürlich der androhende Kampf der Vampire gegen die Jäger. Ich finde, dass es der Autorin gut gelungen ist, die Handlung spannend auf diesen Höhepunkt hinzugestalten und immer wieder kleine Überraschungen und Wendungen eingebaut hat. Insgesamt ist eine runde Geschichte und ein gutes Ende der Dilogie, auch wenn es mir persönlich etwas zu kurz gefasst ist, nach all dem, was geschehen ist.

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