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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2025

Achtung Gefahr

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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In diesem neuen Abenteuer gerät der Regenbogenfisch in große Gefahr: Ein riesiges Schleppnetz fällt über ihn und seine Freunde – plötzlich ist ihre Welt nicht mehr sicher. Aber anstatt aufzugeben, ...

In diesem neuen Abenteuer gerät der Regenbogenfisch in große Gefahr: Ein riesiges Schleppnetz fällt über ihn und seine Freunde – plötzlich ist ihre Welt nicht mehr sicher. Aber anstatt aufzugeben, zeigt der Regenbogenfisch Stärke und Einfallsreichtum. Er hat eine kluge Idee, die ihm und den Meeresbewohnern hilft, wieder in Sicherheit zu gelangen. Es ist toll zu sehen, wie alle zusammenhalten und sich gegenseitig helfen.
Doch hinter der bunten Welt steckt eine wichtige Botschaft: Umweltschutz und Zusammenhalt. Das Buch macht kindgerecht sichtbar, wie Menschen die Natur bedrohen – zum Beispiel mit Fischerei – und wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen.
„Der Regenbogenfisch in Gefahr“ ist ein spannendes und gefühlvolles Bilderbuch für Kinder ab etwa 4 Jahren. Es verbindet atemberaubende Illustrationen mit einer Geschichte über Mut, Freundschaft, Zusammenhalt und den Schutz unserer Ozeane – einfach in der Sprache, stark in der Wirkung. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich auch: Der Einstieg war zu abrupt, es hätte 1-2 Seiten mehr Einleitung gut vertragen, vor allem für die kleineren Kinder.

Veröffentlicht am 06.07.2025

Vergänglichkeit von menschlichen Beziehungen

Die Geschichte des Klangs
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Ben Shattucks "Die Geschichte des Klangs" ist eine tief berührende Novelle, die sich mit der Vergänglichkeit von Klang, Erinnerung und menschlicher Verbindung auseinandersetzt.
Inmitten der Wirren ...

Ben Shattucks "Die Geschichte des Klangs" ist eine tief berührende Novelle, die sich mit der Vergänglichkeit von Klang, Erinnerung und menschlicher Verbindung auseinandersetzt.
Inmitten der Wirren des Ersten Weltkriegs begibt sich der junge Amerikaner Lionel auf eine ungewöhnliche Mission: Er soll in Europa die Stimmen, Lieder und Geräusche verschiedener Kulturen aufzeichnen – um sie vor dem Verstummen im Krieg zu bewahren.
Die Geschichte entfaltet sich wie ein musikalisches Stück: sanft beginnend, mit wechselnden Tempo durchzogen.

Das Buch wirft viele Fragen auf: Was bleibt von uns, wenn unsere Stimmen verstummen? Wie bewahrt man Kultur – durch Worte, durch Klang, durch Erinnerung? Und vielleicht die wichtigste: Was bedeutet es, wirklich zuzuhören?

Das Buch bleibt einem noch lange in Gedanken, es hat großen Tiefgang.
Von mir gibt es eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 20.06.2025

experimentelle Erzählform

Shark Heart
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Wren und Lewis haben geheiratet, doch wenige Wochen später erhält Lewis eine ungewöhnliche Diagnose: Er verwandelt sich langsam in einen Großen Weißen Hai und wird kaum ein Jahr als Mensch überleben. ...

Wren und Lewis haben geheiratet, doch wenige Wochen später erhält Lewis eine ungewöhnliche Diagnose: Er verwandelt sich langsam in einen Großen Weißen Hai und wird kaum ein Jahr als Mensch überleben. Während seine körperliche Metamorphose fortschreitet, muss Wren zu einer fürsorglichen Gefährtin werden, die sich mit dieser schmerzlichen Veränderung auseinandersetzt.

Besonders hervorgehoben wird die emotionale Wucht: Liebe, Trauer, Pflege, die Verarbeitung isolierender Krankheit – alles eingefangen mit filigraner Beobachtung von zwischenmenschlicher Nähe.
Shark Heart ist ein poetisches, mutiges Debüt, das durch seine ungewöhnliche Prämisse – den langsamen Verfall in einen Hai – eine emotionale Wucht entfaltet.
Von mir gibt es eine Empfehlung, insbesondere für Personen, welche an experimentelle Erzählformen Interesse haben.

Veröffentlicht am 03.06.2025

Humorvoll und tiefgründig

Der Duft des Wals
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„Der Duft des Wals“ von Paul Ruban ist ein humorvoller und zugleich nachdenklicher Roman. Diese Mischung macht das Buch in meinen Augen auch sehr besonders und ansprechend.

Es geht um Judith ...

„Der Duft des Wals“ von Paul Ruban ist ein humorvoller und zugleich nachdenklicher Roman. Diese Mischung macht das Buch in meinen Augen auch sehr besonders und ansprechend.

Es geht um Judith und Hugo, eine Paar, das in einem luxuriösen All-Inclusive-Resort in Mexiko versucht, die Ehe zu retten. Doch ein toter Wal, der an den Strand gespült wird und einen unangenehmen Geruch verbreitet, trübt das Paradies. Der tote Wal wird dabei zum geschickt gewählten Symbol für das Unausgesprochene und Unbeachtete, das dennoch allgegenwärtig ist.

Im Verlauf des Buches - vor allem in der zweiten Hälfte gibt es dann doch auch die ein oder andere sehr absurde Situation, das hat mir weniger gefallen - dafür auch ein Stern Abzug.

Ich habe mich durchgängig gut unterhalten gefühlt - sehr kurzweilig zu lesen, und daher kann ich das Buch auch gut weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 02.06.2025

emotional tiefgründig

Durch das Raue zu den Sternen
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Christopher Kloebles Roman „Durch das Raue zu den Sternen“ ist eine feinfühlige Erzählung über Verlust, Familie und die Frage nach der eigenen Herkunft/Identität.

Besonders gefällt mir, dass ...

Christopher Kloebles Roman „Durch das Raue zu den Sternen“ ist eine feinfühlige Erzählung über Verlust, Familie und die Frage nach der eigenen Herkunft/Identität.

Besonders gefällt mir, dass die Hauptfigur Arkadia sehr detailliert skizziert ist, mit Ecken und Kanten und als sehr liebevolle Figur erscheint. Man schließt sie einfach ins Herz und kann gar nicht anders. Die Geschichte beginnt, wie sie 13 Jahre alt war. Sie träumt davon, im Knabenchor mitzusingen und hofft auf die Rückkehr ihrer Mutter - das stellt ihren Vater vor eine Zerreißprobe. Arkadia will unbedingt eine berühmte Sängerin werden.

Was es mit der Mutter auf sich hatte, erfährt man erst recht zum Schluss. Diese rückblickenden Schilderungen haben mir nicht so zugesagt. Ich finde, es wurde einiges an Potential für das Buch liegen gelassen.

Eine sehr außergewöhnliche Idee für das Buch, gut gewählt. Der sehr sensible Schreibstil passt hervorragend zum Inhalt.