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Veröffentlicht am 12.08.2025

Ein bewegende Familiengeschichte zwischen zwei Kulturen

Aylas Lachen
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Der Roman "Aylas Lachen" von Lenz Koppelstätter erscheint bei Rowohlt Polaris.

Viele unbeschwerte heiße Sommer verbrachte Ayla in ihrer Kindheit bei Großvater Mesut in seiner Heimat Anatolien, wo er ihr ...

Der Roman "Aylas Lachen" von Lenz Koppelstätter erscheint bei Rowohlt Polaris.

Viele unbeschwerte heiße Sommer verbrachte Ayla in ihrer Kindheit bei Großvater Mesut in seiner Heimat Anatolien, wo er ihr unter dem Feigenbaum im Garten seine abenteuerlichen Geschichten erzählte. Ihre Mutter Hava verließ Anatolien in jungen Jahren und zog nach Deutschland, doch sie wurde dort nicht glücklich, auch nicht in ihrer Ehe. Sie wollte einen anderen Mann heiraten, aber ihr Vater ließ das nicht zu, das hat sie ihm nie verziehen.

Viele Jahre später, Hava ist inzwischen geschieden, fahren Ayla und ihr Bruder Yasin mit ihrer Mutter in das kleine Dorf in den Bergen Anatoliens, denn Hava möchte endlich ihre große Liebe wiedersehen. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, als Mesut von der weiten Welt träumte und Hava von ihrer persönlichen Freiheit.

Koppelstätter beschreibt eine türkisch-deutsche Familiengeschichte, die von Heimat, Tradition, Familie, Zusammenhalt und unerfüllter Liebe erzählt. Für Ayla ist Anatolien ein Ort der Freude, denn dort erlebt sie schöne Sommertage und die wundersamen Geschichten von Großvater Mesut lassen sie in eine ungewöhnliche Welt eintauchen, die sie aus Deutschland nicht kennt. Ihre Eltern leben in einer lieblosen Beziehung, was Ayla nicht verstehen kann. Viele Jahre später gesteht ihr Hava, dass sie ihre große Liebe nicht heiraten durfte und deshalb nach Deutschland zog. Und auch Mesut hatte Träume, die im wahren Leben keinen Platz haben.

In dieser Geschichte erfahren wir von den Traditionen und türkischen Lebensbildern, die Mesuts Alltag seit jeher bestimmen und die er aus Gewohnheit und Zwängen der Tradition nicht überwinden kann. Unter diesen Zwängen leidet auch Hava, sie wünscht sich ein selbstbestimmtes Leben und hofft, es in Deutschland leben zu können. Sie wird in ihrer Ehe nicht glücklich. Ihre Tochter Ayla erkennt die Probleme ihrer Eltern zuerst nicht, kann sich aber mit den Umständen arrangieren und findet in Deutschland nicht nur Heimat, sondern auch ihren persönlichen Weg. Sie erfährt von ihrer Mutter, dass Frauen und Mädchen nicht in der Öffentlichkeit lachen und auffallen sollen. Das kann sie nicht verstehen und möchte es auch nicht so ausleben.

Der Roman zeigt die Probleme von Menschen auf, die ihre Heimat verlassen und sich in Deutschland zurecht finden müssen. Die unterschiedlichen Erlebnisse zeigen den Alltag, es gibt gute und schlechte Erfahrungen, die das Ankommen oder die Ausgegrenztheit in der Fremde beschreiben. Ayla kann sich schnell anpassen, sie findet Freunde und ihren eigenen Weg, studiert und erfährt erst jetzt, was ihre Mutter für Träume hatte als sie noch jung war. Lenz Koppelstätter erzählt sehr leichtfüßig und mit bildhaften Beschreibungen, durch die man sich die einzelnen Schauplätze und Begebenheiten gut vorstellen kann. Ich konnte mich gut in die einzelnen Figuren hinein denken und habe ihre unterschiedlichen Lebenswege bewegt miterlebt. Man erkennt die Unterschiede der Kulturkreise und hat drei Generationen im Blick, die auf unterschiedliche Weise ihr Leben gestalten.


Eine interessante, bewegende Geschichte, die den Blick in zwei Kulturen öffnet und den Wunsch nach Freiheit und eigener Selbstbestimmung verdeutlicht.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Ein sehr atmosphärischer und berührender Roman

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
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Im Gutkind Verlag erscheint der Auftaktband Wo die Moltebeeren leuchten aus der Norrland Saga von Ulrika Lagerlöf.

1938, Nordschweden: Um die finanzielle Situation ihrer Familie aufzubessern, wird die ...

Im Gutkind Verlag erscheint der Auftaktband Wo die Moltebeeren leuchten aus der Norrland Saga von Ulrika Lagerlöf.

1938, Nordschweden: Um die finanzielle Situation ihrer Familie aufzubessern, wird die siebzehnjährige Siv Engström als Köchin in ein Holzfällerlager im Wald vermittelt. Für mehrere Monate wird sie nun inmitten der Natur mit zehn Männern in einer einfachen Hütte leben. Die Arbeit ist hart, doch Siv findet sich schnell in ihre neue Rolle ein und fühlt in der Natur ihre eigene Freiheit. Dort trifft sie auf Nila, einen jungen Sámi und entdeckt ihre großen Gefühle.

2022 Djupsele: Eva Wallman wird als PR-Beraterin und studierte Forstwirtin nach Djupsele geschickt, wo sie einige Jahre ihrer Kindheit verbrachte. Sie soll die Gegner der Abholzung beruhigen, hinterfragt aber ihren Auftrag und versteht auch die Gegner, die die Wälder schützen wollen. Schnell wird sie von ihren Erinnerungen eingeholt, die Natur nimmt sie gefangen und das Wiedersehen mit ihrer Jugendliebe Mattias lässt vergangene Gefühle hochkommen. Kann Eva ihre Arbeit im Sinne ihres Auftraggebers erfüllen?

Dieser wunderbar erzählte Roman hat mich mit den Natur-Beschreibungen, den unterschiedlichen Schicksalen und dem Problem der Abholzung der Wälder in den Gebieten der Waldsámi gepackt und komplett mitgerissen.

Die Autorin füllt die Geschichte mit landschaftlicher Schönheit und mit emotionaler Tiefe und erzählt in zwei Zeitebenen. Sie spielt mit der Beziehung der beiden Protagonistinnen Eva und Siv, die beide ihren persönlichen Lebensweg suchen und familiär verbunden sind. Ich konnte mich wunderbar in Sivs Lage hineinversetzen, die ihren Traum Lehrerin zu werden aufgeben musste. Es war ein intensives Erlebnis, sie bei ihren Aufgaben und beim Verweilen in der Natur zu begleiten und die berührenden Momente mitzuerleben als ihre Gefühle für Nila erwachen. Aber auch Evas berufliche Aufgabe und ihre Zweifel konnten mich fesseln. Beide Figuren kamen mir ganz nah und dabei habe ich einiges über die Forstwirtschaft erfahren.

Das Leben in den dichten, nordschwedischen Wäldern mit Mooren und Seen und den orangefarbenen Moltebeeren war urwüchsig und in den 30er Jahre beschwerlich. Es gab keinen Strom, die Winter waren eisig und hart und für die junge Siv muss es ungewohnt gewesen sein, allein in der Wildnis mit zehn Männern zu leben. Als sie die Liebe entdeckt, wird sie vor weitere Probleme gestellt, den Ehen zwischen Sámi und Schweden sind verpönt.

Die Waldsámi ziehen schon seit Generationen mit ihren Rentierherden durch die Wälder und regulieren damit die Waldvegetation. Die Tiere fressen Pflanzen rund um die Bäume und halten damit die Vegetation niedrig, die Bäume können ungehindert wachsen. Doch die Sámi wurden verdrängt, denn die Abholzung nahm ihren Tieren die Weidefläche, die sie benötigen.

Die schwedischen Holzunternehmen haben jedoch andere Interessen, die Abholzung verspricht Gewinn und das Land gehört dem Staat bzw. privaten Grundbesitzern. Mit diesen Argumenten soll Eva die Aktivisten zum Rückzug bewegen. Doch ihre eigenen Wurzeln werden ihr in der Natur wieder bewusst und so kommen ihr Zweifel an ihrer Aufgabe.

Beide Zeitebenen habe ich gerne begleitet und es war schön zu sehen, wie sich beide Geschichten immer mehr miteinander verknüpfen und ein großes Ganzes ergeben.
Ein ganz großartiges Buch, das mich intensiv miterleben ließ, was Tradition und vermeintlicher Fortschritt ausmachen.

Zum Glück gibt es eine Fortsetzung - "Wo das Feuerkraut blüht".

Ein atmosphärischer und berührender Roman über Herkunft und speziell über das Leben der Sámi!

Veröffentlicht am 02.08.2025

Mitreißender Roman über die Warnung vor dem stummen Frühling

In uns der Ozean
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Im List Verlag erscheint Theresia Graws Roman In uns der Ozean.

Die Biologin Rachel Carson ist fasziniert von Wissenschaft und Forschung, muss aber 1929 aus finanziellen Gründen ihre Promotion abbrechen, ...

Im List Verlag erscheint Theresia Graws Roman In uns der Ozean.

Die Biologin Rachel Carson ist fasziniert von Wissenschaft und Forschung, muss aber 1929 aus finanziellen Gründen ihre Promotion abbrechen, nachdem ihre Familie alles verloren hat. Sie nimmt einen Job fürs Radio an und schreibt Geschichten über Tiere und Pflanzen, die bei den Zuhörern sehr beliebt sind. Sie beobachtet die Natur und liebt Vögel, am Vogelsterben erkennt sie einen kausalen Zusammenhang mit DDT, das damals als Wundermittel zur Insektenbekämpfung bedenkenlos über Felder, Wälder und Siedlungen versprüht wurde. Entrüstet nimmt sie den Kampf gegen die Chemielobby auf und schreibt ihr Buch "Der stumme Frühling". Darin macht sie auf die drohende Gefahr der Chemikalie DDT aufmerksam und stellt sich mutig gegen öffentliche Anfeindungen.
In ihrem literarischen Porträt verarbeitet Theresia Graw das Wirken der Umweltpionierin Rachel Carson im Kampf gegen die Anwendung von DDT und bringt uns ihr Leben auf anschauliche und mitreißende Weise näher.

Die Biologin Rachel Carson war mit bisher unbekannt, doch beim Lesen des Romans habe ich mit ihr mitgefiebert und bin stolz auf ihr Engagement für die Umwelt. Nachdem Rachel bei ihren biologischen Beobachtungen einen Zusammenhang zwischen Vogelsterben und Pestizidausbringung vermutete, forschte sie weiter und engagierte sich im Kampf gegen DDT und setzte sich mutig für die Umwelt ein. Ihr Buchprojekt war ihr ein persönliches Anliegen und bewirkte das Verbot von DDT.

Mit dem spannenden Umweltthema liest sich der Roman sehr fesselnd und ich habe Rachel für ihre Beharrlichkeit und ihre aufopfernde Arbeit im Kampf gegen die Chemilobby bewundert. Als unverheiratete Frau wurde ihr wenig Achtung entgegengebracht und ihre Erkenntnisse häufig mit Gegenargumenten entkräftet. Theresia Graw ist es gelungen, einen packenden Roman aufgrund von wahren Begebenheiten zu schreiben, der mit Naturbeschreibungen und dem Leben dieser wissenschaftlich versierten, interessanten Frau zu unterhalten weiß. Dabei wird auch ein feministische Ansatz sichtbar, denn Frauen mussten sich lange gegen Diskriminierung wehren und für ihre Träume kämpfen. Gerade in der Forschung war es für Frauen schwer, sich durchzusetzen und anerkannt zu werden.
Rachel bekam Halt und Unterstützung von ihrer Freundin Dorothy, beide führen eine Liebesbeziehung, die zu damaliger Zeit verboten war.
Was mir besonders gut an diesem großartigen Buch gefallen hat, sind die in die Romanhandlung eingestreuten Sachthemen, die für Tiefgang sorgen und das Umweltbewusstsein ansprechen.

Ein mitreißender Roman über eine interessante Frau und Ökologin im Kampf für die Natur. Rachel Carson hat uns allen einen großen Dienst erwiesen und Theresia Graw sei Dank für diesen tollen Roman!

Veröffentlicht am 06.07.2025

Ein echtes Lesevergnügen!

Schöner sterben auf Sylt
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Die Krimödie "Schöner sterben auf Sylt" von Tatjana Kruse erscheint im Insel Verlag.

Sommer auf Sylt, es zieht ein Sturmtief auf, kein Wetter, um sich am Strand wohlzufühlen! Doch das stört einen ...

Die Krimödie "Schöner sterben auf Sylt" von Tatjana Kruse erscheint im Insel Verlag.

Sommer auf Sylt, es zieht ein Sturmtief auf, kein Wetter, um sich am Strand wohlzufühlen! Doch das stört einen gewissen Herrn Garstig nicht. Der Multimillionär mehrerer Entsorgungsfirmen für Sonder- und Gefahrmüll reist nicht zum Sonnenbaden auf die Insel, er möchte sich lieber in seinem Reetdachhaus mit seiner Geliebten vergnügen und Golf spielen. Doch daraus wird nichts! Zunächst behindern Klimakleber die Ankommenden am Sylt-Shuttle und dann findet sich Garstig schneller als gedacht im Wasser wieder. Von dem tosenden Wasser bekommt er aber nicht mehr viel mit!

Der gewohnte Humor von Tatjana Kruse sorgt auch dieses Mal wieder für viele amüsante Szenen, weshalb sie von mir inoffiziell den Titel der Krimödien-Queen verliehen bekommt.Es ist immer wieder ein Vergnügen, wie sie Mord, Spannung und Unterhaltung mischt und dabei ihren scharfsinnigen Tonfall mit pointierter und humoristischer Art zum Besten gibt.

In "Schöner sterben auf Sylt" ist der Titel Programm und ich habe mich mal wieder wunderbar amüsiert. Die Erzählweise führt locker und lebendig durch die Handlung und Tatjana Kruse stellt ein aktuelles Themen unserer Zeit in den Fokus. Es geht um Umweltsünder, aufgeregte Klima-Aktivisten wirbeln durch die Handlung und es gibt originelle Figuren, die ein wenig überspitzt dargestellt werden, weshalb sie um so besser im Gedächtnis haften bleiben und für abwechslungsreiche Szenen sorgen.

Gewohnt schwarzhumorig, kriminalistisch gut umgesetzt und es erwischt den reichen, gewissenlosen Umweltbösewicht, der sich als Egomane und notorischer Fremdgänger erweist! Passt...! Da bleibt das Mitleid auf der Strecke, der Mord muss aber dennoch aufgelöst werden. In diesem Fall übernimmt das die Kripo, zusätzlich auf eigene Faust der sympathische Frederick, der mit seinem ausgefallenen Kleidungsstil schon für Aufsehen sorgt. Er verliebt sich in Mia, die Schwester einer verdächtigen Aktivistin und hat ein besonderes Anliegen, seiner Angebeteten zu imponieren und ihre Schwester von allen Verdächtigungen zu entlasten. Das klappt nicht so perfekt wie gedacht, doch der Eindruck bleibt und das ist es für ihn am Ende, was zählt.

"Schöner sterben auf Sylt" ist ein herrlich amüsantes Lesevergnügen durch den skurrilen Humor und der gut ausgeklügelte Krimi ist für mich eines der besten Bücher der Autorin!

Veröffentlicht am 06.07.2025

Einfach nur großartig, eines der besten Bücher Ingrid Nolls!

Die Häupter meiner Lieben
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Im Diogenes Verlag erschien 1994 Ingrid Nolls Roman Die Häupter meiner Lieben.

Das Glück in Majas Kindheit endet als ihr Vater die Familie verlässt. Von ihrer lieblosen Mutter und ihrem älteren Bruder ...

Im Diogenes Verlag erschien 1994 Ingrid Nolls Roman Die Häupter meiner Lieben.

Das Glück in Majas Kindheit endet als ihr Vater die Familie verlässt. Von ihrer lieblosen Mutter und ihrem älteren Bruder wird sie schikaniert, sie haben Geldsorgen und Maja läuft als graue Maus durchs Leben. Sie wird von ihren Mitschülern als Elefantin betitelt, ihr graues Cape ist ihr Markenzeichen. Das ändert sich als sie mit sechzehn Jahren Cora kennenlernt, gewiefte Tochter aus gutem Hause. Sie werden unzertrennlich, verbringen ihre Zeit miteinander und Maja nimmt Cora mit auf ihre Beutezüge, bei denen sie sich das beschafft/klaut, was ihr ihre Mutter nicht ermöglichen kann.

Als großer Fan von Ingrid Noll habe ich mir vorgenommen, alle ihre Bücher zu lesen und nach der Lektüre von "Die Häupter meiner Lieben", einem ihrer frühen Werke kann ich sagen, es ist einer ihrer besten Romane!

Die Freundinnen machen die ersten Männerbekanntschaften, müssen nach manchen Erfahrungen die Verehrer mit viel Einfallsreichtum in die Flucht schlagen und lange Zeit steht ihre Frauenfreundschaft über allem und jedem. Irgendwann nehmen die Probleme zu und sie müssen zu härteren Mitteln greifen. Die gemeinsamen Erlebnisse schweißen die Frauen zusammen. Als Maja eine Familie gründet, lebt Cora in Florenz bei einem reichen älteren Mann in seiner Villa. Maja hat schnell genug hat vom Einerlei mit Mann und Kind und reist Cora hinterher. Nun wird das Leben für beide wieder schön, es gibt aber noch einige Störenfriede wie der reiche Mann und Majas alkoholkranken Vater, der an ihrem Wohlstand teilhaben will.

Schon auf der ersten Seite musste ich laut lachen! Und dann entwickelt die Geschichte einen fesselnden Sog, dem ich mich vor lauter krimineller Energie nicht entziehen konnte, denn was die beiden jungen Frauen miteinander erleben und wie sie handeln, ist alles andere als harmlos.

Neben den atmosphärischen Beschreibungen des Lebens in der toskanischen Villa sorgen herrlich schräge Aktionen der Protagonistinnen für Abwechslung und Schreckmomente und durch den schwarzen Humor unterhält die Geschichte perfekt bis zur letzten Seite. Woher Ingrid Noll diese ganzen bösartigen Ideen nimmt, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Stets sind ihre Täterinnen vermeintlich harmlose Frauen, die sich ihrer kriminellen Schuld scheinbar gar nicht bewusst sind und ihre männlichen Opfer gehen reihenweise dem weiblichen Charme auf den Leim. Was aber am meisten verwundert, ist die kluge Art und Weise, wie hier Frauen morden und nicht einmal von der Polizei verdächtigt werden. Das perfekte Verbrechen ist für Ingrid Noll kein Problem!

Ein großartiges und herrlich amüsantes Lesevergnügen durch den bitterbösen Humor und für mich eines der besten Bücher der Autorin!