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Veröffentlicht am 11.07.2025

Perfekte Fortsetzung

Was am Ufer lauert
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Die Journalistin Gianna Pitti soll sich am Ostufer mit einem Informanten treffen. Jedoch scheint er nicht am Treffpunkt erschienen zu sein. Da entdeckt Gianna eine Frauenleiche im Wasser, ein Auto fährt ...

Die Journalistin Gianna Pitti soll sich am Ostufer mit einem Informanten treffen. Jedoch scheint er nicht am Treffpunkt erschienen zu sein. Da entdeckt Gianna eine Frauenleiche im Wasser, ein Auto fährt weg. Bei der Leiche entdeckt Gianna eine CD-ROM-Hülle, auf deren Hülle "Churchills Geheimnis" steht. Gemeinsam mit ihrem Vater Arnaldo, Onkel Francesco und der Chefredakteurin Elvira versucht sie nun herauszufinden, was es mit der Toten und der Hülle auf sich hat.

Lenz Koppelstätter schließt mit dem Krimi "Was am Ufer lauert" nahtlos an den Vorgänger "Was der See birgt" an, weshalb ich sehr empfehlen würde, die Bücher in Reihenfolge zu lesen. Ich selbst hatte das Vergnügen, beide Bücher direkt hintereinander lesen zu können, was ein besonderes Highlight war. So ging der Lesefluss nahtlos weiter und ich hatte das Gefühl, ein einziges Buch zu lesen. Auch in diesem Band findet man sich inmitten einer wunderbaren Landschaft wieder, bekommt Urlaubsfeeling und sieht alles bildhaft vor sich. Hier stößt man auf italienische Begriffe, die das Feeling verstärken. Die Region, Land und Leute sind einfach herrlich beschrieben und kommen authentisch daher. Der Spannungsbogen steigert sich im Laufe der Handlung zusehends und wird durch plötzliche Wendungen und falschen Fährten immer höher geschraubt. Lenz Koppelstätter arbeitet hier mit verschiedenen Erzählperspektiven, die zusätzlich Spannung bringen und zum immer mehr lesen animieren. Im Buch befindet sich ein Fußballrätsel, dessen Lösungen zum Glück am Buchende abgedruckt sind (ich hatte keine Lösung gewußt). Nach der Auflösung findet sich ein traditionelles Rezept für Kekse, was sich sehr vielversprechend anhört.

Ich mag diese Serie unheimlich gern und freue mich schon auf einen neuen Fall für Gianna Pitti!

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Prima Auftakt

Was der See birgt
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Als im Hafen von Riva ein Toter aus dem Wasser gezogen wird, in dessen Rachen ein goldener Anhänger in Form eines Fisches steckt, mischt sich die Polizeireporterin Gianna Pitti unter die Ermittler. Sie ...

Als im Hafen von Riva ein Toter aus dem Wasser gezogen wird, in dessen Rachen ein goldener Anhänger in Form eines Fisches steckt, mischt sich die Polizeireporterin Gianna Pitti unter die Ermittler. Sie stellt fest, daß sie das Opfer kannte und eine der Letzten war, die das Opfer lebend gesehen hat. Mit Unterstützung von Onkel Francesco und Chefredakteurin Elvira beginnt sie ihre Recherchen. Diese führen sie in die alte Villa des Schriftstellers Gabriele D'Annunzio, nach Verona und in die Tiefen der italienischen Geschichte.

Lenz Koppelstätter hat mit Gianna Pitti eine neue Ermittlerin an den Start gebracht. "Was der See birgt" ist der Auftakt zu ihrer Serie. Die Handlung wird hier aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Dies bringt Abwechslung in die Ansichten, man erfährt dadurch viel mehr und bekommt ein besseres Gespür für die Geschehnisse. Mit Gianna trifft man auf eine kompetente Frau, die weiß, was sie will und ihr Ding durchzieht. Sie hatte meine Sympathien sofort. Mein eigentlicher Liebling in diesem Buch war jedoch Onkel Francesco. Er ist eine wahre Persönlichkeit mit Strahlkraft. Lenz Koppelstätter hat hier einen sehr spannenden Fall konstruiert, der total ans Buch fesselt. Dabei läßt er hier auch gehörig Lokalkolorit einfließen, so daß man die Region vor Augen hat und sich alles gut vorstellen kann. Humorvoll sind die Beschreibungen der Touristen, die hier mit einem Augenzwinkern auch mal aufs Korn genommen werden.

Wer einen spannenden, leicht lesbaren Krimi mit Humor und Regionalität sucht, ist hier bestens aufgehoben!

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Chaotischer Spaß

Horror-Date
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Raphael, tödlich an Borreliose erkrankt, hat sich bei der Dating-Plattform "The Walking Dead" angemeldet, um sich ein letztes Mal zu verlieben. "The Walking Dead" richtet sich an Menschen, deren Lebenszeit ...

Raphael, tödlich an Borreliose erkrankt, hat sich bei der Dating-Plattform "The Walking Dead" angemeldet, um sich ein letztes Mal zu verlieben. "The Walking Dead" richtet sich an Menschen, deren Lebenszeit nur noch kurz währt. Er findet dort Nala. Jedoch geht es ihm vor dem ersten Date zu schlecht, um sie zu treffen. Er schickt seinen kerngesunden, besten Freund Julius. Dieser geht unvorbereitet zum Date - und schlittert von einer Katastrophe in die nächste.

"Horror-Date" ist der dritte "Keinthriller" von Sebastian Fitzek. Wieder einmal zeigt er, daß er auch humorvoll schreiben kann. Diese Geschichte ist trotz des ernsten Themas vollgepackt mit schwarzem Humor, dem man sich nicht entziehen kann. Zugegeben, manchmal kommt das Buch ein wenig übertrieben daher - aber das macht für mich den Reiz dabei aus. Die Charaktere gewinnt man hier sehr schnell lieb, nur bei Raphael hatte ich immer wieder das Gefühl, daß er Spaß daran hatte, Julius in die Fallen laufen zu lassen. Das gab, trotz seiner Krankheit, Minuspunkte. Julius und Nala dagegen sind von Beginn an Sympathieträger und ich hätte Julius sehr gern aus den Katastrophen gerettet. Dabei hatte es schon etwas komisches, wie er sich immer bemühte, sich und sein Leben aus der Katastrophe ziehen zu wollen und sich dadurch nur immer mehr hinein ritt. Er schlingert wirklich von einem Schlamassel ins nächste. Sebastian Fitzek schreibt hier sehr locker und leicht, schafft es, gute Stimmung zu verbreiten und den ernsten Hintergrund hinter diesem Buch streckenweise vergessen zu lassen. Bei diesem Buch kann man lachen und weinen, denn es herrscht nicht nur Sonnenschein. Zum Ende hin ziehen dunkle Wolken auf, die betroffen machen.

Ich mag dieses Buch unheimlich gern und empfehle es gern weiter!

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Großartig

Die Krone der Meere
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Lübeck 1593: Nachdem der junge Arjen erfahren hat, daß sein eigentlicher Vater in Amsterdam lebt, macht er sich auf die Reise dorthin, um ihn zu suchen. Im Laufe der Jahre wird er geachtetes Mitglied der ...

Lübeck 1593: Nachdem der junge Arjen erfahren hat, daß sein eigentlicher Vater in Amsterdam lebt, macht er sich auf die Reise dorthin, um ihn zu suchen. Im Laufe der Jahre wird er geachtetes Mitglied der Amsterdamer Kaufmannsgilde. Als er sich in Marianna verliebt, setzt er alles aufs Spiel, denn Marianna ist einem anderen Mann versprochen worden. Zur gleichen Zeit werden in Lübeck der Kaufmann Theodor Drenkhan und seine Frau Katharina ermordet. Ihr Sohn Thilo konnte dem Mörder entkommen und irrt allein durch die Nacht. Das Straßenkind Agnes nimmt ihn mit und sorgt für sein Überleben. Weil Thilo den Mörder seiner Eltern gesehen hat, fliehen sie nach Hamburg. Die Zeit vergeht und Thilo arbeitet hart, um dem Elend als Straßenkind zu entkommen. Irgendwann schafft er es, bei dem Kaufmann Cornelis van Waalenbusch eine Anstellung zu bekommen und Agnes geht mit ihm. Doch die Vergangenheit holt sie bald ein.

Wer dieses gewaltige Buch von Johanna Dorn in den Händen hält, ist sofort beeindruckt "Die Krone der Meere" ist sehr umfangreich, aber die Seiten gehen so sehr unter die Haut, daß man die Zeit gar nicht mehr wahrnimmt. Am Anfang waren die Namen der vielen Personen etwas verwirrend, deshalb war ich sehr dankbar für das Personenregister auf den ersten Seiten. Doch dann hat mich die Leselust gepackt. Mit jeder Seite wird der Leser tiefer in die Handlung hineingezogen. Man leidet mit den Menschen, denn auch die reichen Leute - besonders die Frauen - sind nicht wirklich frei. Der Schreibstil von Johanna Dorn sorgt dafür, daß die Personen zum Leben erweckt werden und dem Leser vertraut erscheinen. Dieses Buch ist ein großartiger Roman aus einer längst vergangenen Zeit!

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Diese Serie wird mir fehlen

Der Weg der Frauen
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Auch im Jahr 1912 kommt es im Pensionat an der Mosel zu einigen Turbulenzen. Pauline muß erfahren, daß ihre Schülerin Sophie sie arglistig getäuscht hat, um das Pensionat verlassen zu können. Jetzt sitzt ...

Auch im Jahr 1912 kommt es im Pensionat an der Mosel zu einigen Turbulenzen. Pauline muß erfahren, daß ihre Schülerin Sophie sie arglistig getäuscht hat, um das Pensionat verlassen zu können. Jetzt sitzt Sophie in Metz im Gefängnis, weil sie für Frauenrechte demonstriert hat. Das schadet natürlich dem Ruf von Paulines Schule ganz enorm. Als Sophie dann in die Obhut ihrer Eltern gegeben wird und nach kurzer Zeit ins Pensionat zurückkehrt, ist sie sehr verändert. Pauline sucht nach einer Erklärung dafür und was sie herausfindet, ist ungeheuerlich. Dann kommt auch noch Paulines ehemaliger Verlobter nach Diedenhofen und ist fest entschlossen, Pauline endlich zu seiner Frau zu nehmen. Die ist zunächst geschmeichelt, doch als ihr Vertrauter Erich von Pliesnitz sich deshalb rar macht, muß sie eine Entscheidung treffen.

"Das Pensionat an der Mosel" wird mir fehlen, denn mit dem Roman "Der Weg der Frauen" ist diese Serie beendet. In diesem Buch spürt man schon ein leises Aufbegehren der jungen Frauen. Sie wollen mehr Rechte und ein selbständigeres Leben führen. Die Autorin Marie Pierre beschreibt dies sehr feinfühlig. Die jungen Mädchen werden von ihr ganz unterschiedlich dargestellt. Jede von ihnen hat eigene Talente und Vorstellungen von ihrem zukünftigen Leben. Deshalb wirken die Mädchen so realistisch. Alle drei Bücher vom Pensionat an der Mosel haben mir großen Spaß bereitet. Es war ein Vergnügen, die Charaktere auf ihren Wegen zu begleiten. Ich bin gespannt, was Marie Pierre, oder Maria W. Peter, als nächstes einfällt. Ich wäre gern dabei!

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