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Veröffentlicht am 28.07.2025

Ein tolles Buch

Sprache und Sein
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Ein Stereotyp ist wie ein Panzer. Doch er beschützt nicht diejenigen, die ihn tragen, sondern die Ignoranz der Außenstehenden. Stereotype sind Panzer der Ignoranz, die die Ignorierten zu tragen haben. ...

Ein Stereotyp ist wie ein Panzer. Doch er beschützt nicht diejenigen, die ihn tragen, sondern die Ignoranz der Außenstehenden. Stereotype sind Panzer der Ignoranz, die die Ignorierten zu tragen haben. Sie wiegen schwer, sie belasten die Träger*innen und zwingen sie in schwachen, menschlichen Momenten in die Knie" s. 69

Kübra Gümüşay (@kuebrag ) hat mit "Sprache und Sein" ein beeindruckendes, manchmal schmerzhaftes und wachrüttelndes Buch verfasst.

Wie beeinflusst Sprache wie wir Unterschiede wahrnehmen, wie manifestiert sich Rassimus und unterdrückung in unserem Sprachgebrauch und welche Schritte und Methoden braucht es um unsere Sprache und somit auch unser Denken zu verändern.

Mal wissenschaftlich, mal sehr persönlich erkundet sie die Möglichkeiten die unsere Sprache uns eröffnet aber auch die Grenzen ebendieser.
Wie können wir eine Pluralistische Welt schaffen in der alle Erfahrungen und Lebensrealitäten valide sind?

"Wie aber würde sich unsere Wahrnehmung dieser Gesellschaft verändern, wenn wir sie ausschließlich mit dem Blick eines von Armut bedrohten Menschen betrachten und beschreiben würden? Wie würden sich unsere Geschichten über uns selbst verändern und infolgedessen unsere Gesellschaft selbst?" S.161

Was Kübra Gümüşay auf diesen knapp 200 Seiten auszudrücken vermag ist absolut unglaublich, kraftvoll und zum umdenken anregend.


Ein Buch das beim Erscheinen nicht umsonst große Beachtung erfahren hat und nach wie vor absolut empfehlenswert ist. Ich hoffe dieses großartige Buch erreicht noch einige Köpfe und Herzen mehr.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Ein großartiges Buch

Zami
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[TW: Rassismus, Sexismus, Suizid, Drogen, Depression]

"Ich habe mich oft gefragt, warum sich für mich stets die Außenposition richtig anfühlt, warum mir Extreme, obwohl sie schwierig und manchmal schmerzhaft ...

[TW: Rassismus, Sexismus, Suizid, Drogen, Depression]

"Ich habe mich oft gefragt, warum sich für mich stets die Außenposition richtig anfühlt, warum mir Extreme, obwohl sie schwierig und manchmal schmerzhaft sind, immer mehr behagen als ein Plan, der entlang einer geraden Linie durch die unerschütterliche Mitte verläuft." S. 23

Dieses Zitat habe ich als Einstieg gewählt weil es hervorragend zu meinem Eindruck des Buches passt und ich selbst dieses Gefühl auch bestens kenne.

Audre Lorde erzählt in diesem Buch die Geschichte einer Selbstfindung unter widrigen Umständen.

"Ich wurde Schwarz, auf die selbe Weise wie sich mein Verlangen nach Leben, nach Bestätigung, nach Liebe, nach Teilhabe entwickelte. [....] s. 93

Wie fühlt es sich an in einer Welt zu leben in der man sich nicht willkommen fühlt? Wie findet man sich selbst wenn alles was man ist abgelehnt wird? Was macht es mit einem Menschen immer an den Rand gedrängt zu werden? Wie beeinflusst all dieser Schmerz und der Hass dem wir begegnen unsere eigene Liebesfähigkeit?

Audrey Lorde schriebt hier aus der Perspektive einer mehrfach marginalisierten Person die versucht sich allen Widerständen zum Trotz einen Weg zu ebnen. Immer wieder spürt man Zorn, Schmerz aber auch Trotz und Kampfeswillen. Immer kommt der drang durch einen Weg zu finden und sich nicht der Resignation zu ergeben. Ihre Geschichte ist voll von Liebe, Verlust, Tragik, Verzweiflung aber auch Zuversicht, Gestaltungswillen und Liebe.

Audre Lorde schreibt sowohl poetisch als auch sehr schonungslos und das geschriebene lässt erahnen welch scharfsinniger Geist in ihr steckte. Ihre Fähigkeit kritisch zu hinterfragen, zu kämpfen wenn ihr etwas wichtig war und sich auch der Sanftheit voll zu ergeben hat mir während dem Lesen unheimlich imponiert. Mit größter Authentizität erzählt sie hier ihre Geschichte. Ein wirklich sehr authentisches, tolles Buch einer beeindruckenden Autorin.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Ein sehr gelungener Roman

Aspergers Schüler
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[CN: Nationalsozialismus, Asperger, Folter, Mord, Eugenik]

Der Name Hans Asperger zählt wohl zu den meistumstrittenen der Medizingeschichte.

Ihm widmet sich @beatemaly alias Laura Baldini in diesem ...

[CN: Nationalsozialismus, Asperger, Folter, Mord, Eugenik]

Der Name Hans Asperger zählt wohl zu den meistumstrittenen der Medizingeschichte.

Ihm widmet sich @beatemaly alias Laura Baldini in diesem sehr gut recherchierten, sehr berührenden und äußerst interessanten Roman.

Als die Protagonistin Sarah für ihre Recherchen zu Dr Aspergers Arbeit nach Wien kommt will sie unbedingt beweisen das Asperger ein fähiger Arzt war der sich ausschließlich für das Wohl seiner Patienten interessierte.

Doch dann stößt sie auf Aufzeichnungen die alles auf den Kopf stellen und aus den Fugen geraten lassen. Auch Privat hat Sarah bald mit so einigen Verwirrungen zu kämpfen und beginnt auch durch die bekanntschaft mit einem jungen Journalisten sehr vieles im Persönlichen zu hinterfragen.

Doch mit dem was sie noch alles erfahren wird hatte sie wohl niemals gerechnet.

Dieser Roman hat mich sofort gefesselt und immer wieder habe ich historische Fakten zum Thema Asperger, Autismus und Spiegelgrund gesucht. Das Buch bringt einen auf jeden Fall zum Nachdenken und da auch ich im Rahmen meiner Arbeit im Kindergarten immer wieder Kontakt zu Kindern im Spektrum habe interessiert mich dieses Thema sehr. Besonders in Hinblick auf Dr Aspergers zweifelhaften Ruf, die Geschichte des Autsimsus und den Zeitgeist in dem die Nazis versuchten alles was von der zweifelhaften, vermeintlichen Norm abwich zu beseitigen ist dieser Roman sehr schokierend und teilweise fast nicht auszuhalten aufgrund der Schilderungen die man liest.

Ich finde man merkt das die Autorin sich mit dem Thema gut auskennt, da sie selbst mit Kindern im Spektrum Arbeitet. Das hat man während dem Lesen finde ich immer wieder gemerkt.

Für mich ein wirklich außergewöhnlich gut gelungenes, sehr wichtiges Buch.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Sehr authentisch

Peace, Moms
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In diesem Buch geht es um echte, ungefilterte Erfahrungen.

Wer ein Buch nach dem Motto Elternsein ist die natürlichste Sache der Welt und alles ist voll mit Sternchen,Blümchen und Regenböhen erwartet ...

In diesem Buch geht es um echte, ungefilterte Erfahrungen.

Wer ein Buch nach dem Motto Elternsein ist die natürlichste Sache der Welt und alles ist voll mit Sternchen,Blümchen und Regenböhen erwartet wird wohl enttäuscht werden.

Mit viel Authentizität, Ehrlichkeit und Wirz erzählt Evelyn Weigert hier von ihren Erfahrungen als Mutter. Wie hat sie sich verändert, welche Erwartungen hatte sie in der Schwangerschaft und welche Hoffnungen. Was wurde davon wahr und was nicht?

Sehr authentisch erzählt sie von den Ups and Downs der Elternschaft und warum sie für sie trotz allem die krasseste Sache der Welt ist. Ein wirklich ehrliches, ungeschäntes Buch das in meinen Augen absolut gelungen ist und dabei helfen kann Erwartungen und Druck junger Eltern eventuell etwas zu verringern und für mehr Freude und weniger Perfektionismus zu sorgen.

Ich werde es bestimmt der ein oder anderen frischgebackenen Mutter mal ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Ein sehr wichtiges Buch

Me and White Supremacy – Warum kritisches Weißsein mit dir selbst anfängt
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Rasse ist eine gesellschaftliche Erfindung, doch deshalb ist sie noch lange kein Fantasieprodukt, denn sie hat ganz reale Konsequenzen für BIPoC, die mit der weißen Überlegenheit leben müssen." (S 47) ...

Rasse ist eine gesellschaftliche Erfindung, doch deshalb ist sie noch lange kein Fantasieprodukt, denn sie hat ganz reale Konsequenzen für BIPoC, die mit der weißen Überlegenheit leben müssen." (S 47) schreibt Leyla Saad am Anfang ihres Buches.

"Leider erklärt die Philosophie der Farbenblindheit nicht, warum es weiterhin Rassismus gibt, wenn es doch keine Rassisten mehr gibt." (S.96)
Oder etwas später im Buch

"Weißsein aus dem Zentrum zu entfernen bedeutet nur, dass Weißsein nicht mehr die Norm ist, es bedeutet zu lernen, offener zu leben und andere einzuschließen"
S.155

"Me and White supremacy" ist mir in den vergangenen Jahren immer wieder begegnet und immer wieder dachte ich mir ich muss es unbedingt einmal lesen.

Nun habe ich genau das getan und es keine einzige Sekunde bereut. Immer wieder wird der Lesende auf die eigene Sozialisierung hingewiesen und ist eingeladen bzw dazu aufgefordert gut hinzuschauen und zu reflektieren. Besonders die Reflexionsfragen am Ende der einzelnen Kapitel fand ich sehr toll da sie einen dazu bringen sich selbst kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren inwiefern man sich mit der eigenen Sozialisierung auseinandergesetzt hat.

Layla F. Saad hat hier ein tolles Buch geschrieben das ausgezeichnet als Einstieg in die antirassistische Arbeit ebenso eignet wie als Vertiefung für alljene die sich schon länger antirasistisch betätigen oder sich weiterbilden möchten.
Ganz nach dem #checkyourprivilege
wird man immer wieder mal mehr mal weniger dezent darauf hingewiesen das es zwar vielleicht bequem ist seine Privilegien unhinterfragt zu genießen, doch echte Gerechtigkeit sieht anders aus. Daher sind wir alle dazu eingeladen diese Privilegien regelmäßig zu hinterfragen und sie uns bewusst zu machen. Das Buch ist eine perfekte Mischung aus Arbeitsbuch, Sachbuch und Leitfaden.

Angefangen hat alles mit einer Instagram Challenge, entstanden ist ein großartiges Buch das ich jedem nur sehr ans Herz legen kann und von dem ich mir wünsche das es noch sehr viele Köpfe und Herzen erreichen wird.

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