Bücher wie dieses sind doch immer wieder aufs Neue einfach herzerwärmend. Es ist diese Kombination aus supersüßen Zeichnungen, liebevollen Reimen, die auf so einfache Weise so spielerisch Wissen vermitteln, ...
Bücher wie dieses sind doch immer wieder aufs Neue einfach herzerwärmend. Es ist diese Kombination aus supersüßen Zeichnungen, liebevollen Reimen, die auf so einfache Weise so spielerisch Wissen vermitteln, und der Möglichkeit zur Interaktion. Im Falle dieses Buches in Form von Spüren. Ob Lama oder Katze, Kleinkinder können in Berührung kommen mit den Tieren. Ich bewundere immer wieder, mit was für einem großen Herzen und so viel Talent Menschen den kleinsten Erdenbewohnern mit Leichtigkeit so viel Gutes tun können. Das ist für mich immer wieder aufs Neue der Zauber von Büchern. Sie verbinden Welten. Sie verbinden Menschen. Sie verbinden Mensch und Tier. Noch dazu finde ich die Gestaltung dieses Buches besonders zauberhaft. Die Zeichnungen sind so schön. Es macht selbst als Erwachsene Spaß, sich dieses Buch immer und immer wieder anzuschauen.
Ich bin begeistert von diesem Buch, von der ersten bis zur letzten Seite. Es hat alles, was ein gutes Buch benötigt: Tiefe, Weite und die Möglichkeit, sich das Gelesene bildlich vorzustellen. Dabei ist ...
Ich bin begeistert von diesem Buch, von der ersten bis zur letzten Seite. Es hat alles, was ein gutes Buch benötigt: Tiefe, Weite und die Möglichkeit, sich das Gelesene bildlich vorzustellen. Dabei ist Weite besonders passend, denn in diesem Buch geht es vornehmlich um den Blick aus dem Fenster in die Welt und damit auch weit über den Tellerrand hinaus.
„Schauplätze der Weltliteratur“ ist kein Roman, es ist eine Vielzahl von Romanen. Der Leser erfährt eine literarische Welt voll bekannter und auch unbekannter Titel, lernt die Autoren kennen und vor allem das Setting, das Land hinter der Geschichte. Was hat den Autor oder die Autorin bewegt, sein oder ihr Werk genau so zu verfassen? Welche Einflüsse von Land, Menschen, Herkunft und Gefühl haben sich in den Zeilen für die Nachwelt bewahrt? Es ist äußerst spannend und aufschlussreich, dies als Leser zu erfahren. Man wird mitgenommen auf eine Weltreise, mit einem Finger auf der Landkarte, mit dem anderen auf der Buchzeile. Dies schafft einen völlig neuen Zugang. Jeder hat eine Vorstellung von Paris oder von Amerika – ob zutreffend oder nicht. Aber was war die Vorstellung der Autoren, ihre Bücher so zu schreiben oder an diesen bestimmten Ort zu setzen? Der Leser erhält hier einen einzigartigen Einblick in die Werkschaffung und nicht nur in das fertige Produkt.
Das Buch an sich ist reich bebildert und strotzt nur so von Fotografien, Landkarten und zeitgenössischen Gemälden. Damit lockert sich der Sachtext, der seinerseits von Buchzitaten oder biografischen Angaben zu den Autoren durchbrochen ist, nochmals auf. Es macht Spaß, sich von Kapitel zu Kapitel in eine neue Themenwelt und Umgebung zu vertiefen, die man bislang nur aus Zeilen kannte. Die Herausgeber haben zielsicher und authentisch diejenigen Werke der Weltliteratur herausgegriffen, bei denen sich die Diversität von Ort und Geschichte besonders gut widerspiegelt.
Manche Geschichten, insbesondere die Klassiker, lernt man als Leser noch mal neu kennen, manche entdeckt man zum ersten Mal. Gerade neuzeitliche Werke wie „Schiffsmeldungen“ oder fernöstliche Autoren machen Lust darauf, in Buchhandlungen gezielt nach Büchern zu suchen, die diese landschaftliche Perspektive bieten. Denn ein Buch ist auch immer die Quintessenz aus den Umständen, in denen es geschaffen wurde – räumlich, gesellschaftlich, emotional, menschlich.
Mich hat besonders überzeugt, dass die Autoren, die in dieses Buch aufgenommen wurden, eine mir bislang unbekannte Nahbarkeit erhalten haben, völlig abseits von reinen Biografien oder klassischen Sachbüchern. Dieses Buch lässt den Leser eindrucksvoll erfahren, wie die Autoren zu ihrer Geschichte gelangt sind. Es inspiriert hoffentlich viele Leser dazu, ein Buch zu lesen und dann weiterzureisen, in dem Buch, mit dem Buch und aus dem Buch heraus.
Fazit:
Ein gutes Buch ist die Summe seiner Teile und noch viel mehr, denn der Autor filtert durch sein Schreiben seine inneren und äußeren Erlebnisse. Lasst uns diesen Effekt umdrehen und zu den Ursprüngen reisen – denn Geschichten finden sich überall.
Es kommt so sanft daher, das neue Buch von Clara Maria Bagus, doch wie schon die beiden anderen Romane der Autorin ist auch dieser so vollgepackt mit Emotion, mit Erleben, mit Spüren und Durchfühlen, dass ...
Es kommt so sanft daher, das neue Buch von Clara Maria Bagus, doch wie schon die beiden anderen Romane der Autorin ist auch dieser so vollgepackt mit Emotion, mit Erleben, mit Spüren und Durchfühlen, dass es fast wie Magie wirkt, dass sie es geschafft hat, all das Erzählte auf nicht viel mehr als vierhundert Seiten zu bannen. In keinster Weise konnte ich auch nur erahnen, welche Geschichte in diesem Buch erzählt wird. Und das ist gut so. Manchmal reicht der Autorinnen-Name, um vom Lesenwollen zu überzeugen.
"Die Unvollkommenheit des Glücks" erzählt von dem, was uns im Kern ausmacht. Der Roman trifft seine Leser da, wo es unangenehm wird, wo es schmerzt, wo es nur schwer auszuhalten ist. Wo Menschlichkeit gefragt ist und keinen Platz für Zweifel lässt. Das Erzählte berührt und bewegt tief. Weil es so aktuell ist, dass man ihm nicht ausweichen kann. Es geht uns alle an. Das Leid, die Schwere, das Schreckliche, aber genauso der Mut, die Hoffnung, die Tatkraft, die Veränderung. So ist der Roman am Ende nicht nur ein Abbild unserer tiefen Abgründe, sondern auch eine Erinnerung daran, dass Mut und Menschsein belohnt werden. Dass das Leben mehr ist als die Kategorien, in die unser Verstand es einzuordnen versucht.
Mein Wunsch nach Tiefgründigkeit, Berührtwerden und Innehalten beim Lesen schöner Sätze wurde erfüllt. Der Roman hat gehalten, was der Autorinnen-Name auf dem Cover versprochen hat. Es ist das feine Gespür für den Facettenreichtum ihrer Figuren, das ihr Erzähltes so besonders macht und es so intensiv Wirkung entfalten lässt.
Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Ich habe bislang noch keinen Roman der Autorin gelesen und eigentlich interessieren mich historische Romane auch nicht so sehr. Doch dieser hatte mich aufgrund ...
Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Ich habe bislang noch keinen Roman der Autorin gelesen und eigentlich interessieren mich historische Romane auch nicht so sehr. Doch dieser hatte mich aufgrund seiner besonderen Erzählweise und der Authentizität, mit der die Autorin vom Paris des 19. Jahrhunderts berichtet, schnell in seinen Bann gezogen. Die verschiedenen Frauenschicksale, mit denen die Leser konfrontiert werden, haben mich sehr berührt. Es war spannend und interessant, so vieles über das Künstlerleben in Paris kennenzulernen. Die Autorin hat die Vergangenheit durch ihren feinen Erzählstil lebendig werden lassen und ich war sehr fasziniert von den unterschiedlichen Leben, von denen sie berichtet. Es ist eine Epoche einer Stadt, von der ich kaum etwas wusste, und es hat großen Spaß gemacht, mithilfe dieser Geschichte eine Zeitreise zu unternehmen.
"Acht (un)geplante Tage mit dir" habe ich als sehr besonderes Buch wahrgenommen und erlebt. Vor allem die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten war etwas ganz anderes, als man es aus anderen Jugendbüchern ...
"Acht (un)geplante Tage mit dir" habe ich als sehr besonderes Buch wahrgenommen und erlebt. Vor allem die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten war etwas ganz anderes, als man es aus anderen Jugendbüchern kennt. Sie waren beide einfach so herrlich normal und haben sich darin erkannt und unterstützt, anstatt sich permanent zu triggern, herauszufordern oder zur Weiterentwicklung anzutreiben. Jeder durfte so sein, wie er ist, und war genau so gut genug. Das war einfach wunderbar zu lesen.
Auch New York als Handlungsort wurde so besonders beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, wirklich dort gewesen zu sein. Seite an Seite bin ich mit den Charakteren durch die Stadt gelaufen und habe sie aus unterschiedlichsten Perspektiven wahrnehmen dürfen. Die Autorin hat eine ganz besondere Beobachtungsgabe bewiesen und ihre Figuren Ecken und Gegenden erkunden lassen, die nicht unbedingt in den Reiseführern vorgeschlagen werden. Ein ganz besonderes Sightseeing, das ich so auch noch in keinem Buch erleben durfte.
Dazu ist die Geschichte sehr angenehm und kurzweilig erzählt. Die Figuren und ihr Innenleben werden nachvollziehbar beschrieben. Die Handlung wirkt nicht erzwungen, nicht konstruiert, sondern so, als hätte sie genau so in der Realität stattfinden können. Es gab kein unnötiges Drama, keine überzogenen Längen. Alles hat sich sehr stimmig gelesen und angefühlt.
So wird mir "Acht (un)geplante Tage mit dir" als sehr besonders in Erinnerung bleiben und ich werde nach weiteren Büchern der Autorin Ausschau halten.