„Pizza, Pasta, Tod” ist der 1. Teil der Gardasee-Reihe „Sirmione & Mord“.
Die Geschwister Niels und Sofia haben eine Villa und ein Restaurant am Gardasee geerbt. Für sie ist klar, dass sie alles verkaufen ...
„Pizza, Pasta, Tod” ist der 1. Teil der Gardasee-Reihe „Sirmione & Mord“.
Die Geschwister Niels und Sofia haben eine Villa und ein Restaurant am Gardasee geerbt. Für sie ist klar, dass sie alles verkaufen wollen, da sie beide einen Neuanfang in ihrem Leben brauchen. Doch als sie in Sirmione ankommen, ändert sich alles. Begrüßt werden sie in der Villa von der Haushälterin Francesca, Niels besonders euphorisch von Al Bano. Dagegen werden sie im Restaurant, besonders vom Küchenchef Paolo, verhaltener empfangen. Als dieser kurz danach ermordet wird und es noch zu weiteren Zwischenfällen kommt, gerät Niels schnell in den Fokus der Ermittlungen. Diese werden vom Onkel der Geschwister geleitet. Er kann seiner Schwester immer noch nicht verzeihen, dass sie vor vielen Jahren der Liebe wegen Italien verlassen hat und nun erbt er nicht einmal etwas. Diesen Hass projiziert er nun auf Niels und Sofia. Da sie deshalb das Schlimmste befürchten, nehmen sie die Sache selbst in die Hand und gehen den Dingen auf die Spur. Nebenbei ergeben sich neue Freundschaften oder auch mehr.
Es ist ein wunderbarer Urlaubskrimi. Land, Leute und die kulinarischen Köstlichkeiten sind liebevoll und schmackhaft beschrieben, die Charaktere authentisch dargestellt. Niels, Sofia, Francesca sowie Al Bano habe ich sofort ins Herz geschlossen. Die Geschwister haben ein sehr gutes und liebevolles Verhältnis und harmonieren auch mit den anderen. Zusammen mit den beiden Söhnen der Haushälterin sind sie wie eine große glückliche Familie.
Aber natürlich gibt es nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Der Mord muss aufgeklärt werden und es gibt doch noch einige böse Menschen in ihrem Umfeld, die gefunden werden müssen.
Es ist eine gut konstruierte Geschichte mit Spannung, Humor und Gefühlen und ich hatte unterhaltsame Lesestunden. Ich freue mich auf weitere Abenteuer mit Niels und Sofia.
Das Cover ist toll und vor allem darf Al Bano nicht fehlen.
Um einer Suspendierung in London zu entgehen, hat Detective Inspector Iain Wallace den Posten des Polizeichefs bzw. Dorfpolizisten in seiner alten Heimatstadt Dunlay angenommen und damit die Nachfolge ...
Um einer Suspendierung in London zu entgehen, hat Detective Inspector Iain Wallace den Posten des Polizeichefs bzw. Dorfpolizisten in seiner alten Heimatstadt Dunlay angenommen und damit die Nachfolge seines Großvaters. Er langweilt sich zu Tode und freut sich, als eine Leiche gefunden wird. Der Tote ist der Schafzüchter Alistair McNab. Iains scharfsinnige und krimibegeisterte Großmutter Trudy taucht am Tatort auf und bietet ihm ganz selbstverständlich ihre Hilfe an. Zu allem Übel wird Iain von seinem Vorgesetzten befohlen, die Mordermittlung allein zu übernehmen. Also beginnt er, nur mit seinem Police Constable Parker und Police Sergeant Lamb die Ermittlungen, wobei Lamb keine große Hilfe ist, da er Iain nicht ausstehen kann. Verdächtige kristallisieren sich heraus, als Iain von dem Refugium der Naturschützer gegen die Schafzüchter erfährt, über das in der Stadtversammlung abgestimmt werden soll. Iain ist sich auch nicht sicher, welche Rolle der selbstverliebte Bürgermeister dabei Sweeny spielt. Nach einer Eskalation zwischen den beiden Parteien gibt es einen weiteren Toten.
Obwohl Iain als Kind viel Zeit bei seinen Großeltern in Dunlay verbracht hat, fühlt er sich nun wie in einer anderen Welt. Die Einheimischen nehmen einige Dinge einfach als normal hin, über die Ian einfach nur entsetzt ist. Es fällt ihm schwer, sich einzuleben und als Polizeichef respektiert zu werden. Bis auf seinen jungen Police Constable Parker kann er sich nicht einmal auf seine eigenen Kollegen verlassen.
Seine Großmutter Trudy ist eine sympathische und agile alte Dame, die sich für Vieles interessiert. Da sie die Leute im Ort kennt, kann sie Einiges an Informationen beitragen, hat aber auch ihre Geheimnisse, von denen nicht einmal ihre beiden Freundinnen wissen. Isobel ist die Vorsitzende des Naturschutzbundes und sehr aktiv und rigoros. Agatha, Trudys weitere Freundin ist eine gutmütige Frau, die gern isst und sich in gefühlt allen Wohltätigkeitsvereinen der Stadt engagiert. Zusammen haben sie den Krimi-Club gebildet und gehen ihren eigenen Ermittlungen nach.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist eher ein ruhiger Krimi, trotzdem mit Spannung und Humor zu genießen. Auch die schottische Landschaft und die Eigenarten der Bewohner werden sehr authentisch beschrieben. Der Schreibstil ist angenehm und auch das Cover gefällt mir. Ich gehe davon aus, dass es einen weiteren Teil geben wird, da noch nicht alles aufgeklärt wurde, was Iain betrifft. Darauf freue ich mich schon.
„Das heimliche Zimmer“ ist der 10. Teil der Laura-Kern-Reihe.
In einer alten U-Bahn-Station wird ein toter Teenager gefunden, der brutal ermordet wurde. Schnell gerät ein Mitschüler in Verdacht, mit dem ...
„Das heimliche Zimmer“ ist der 10. Teil der Laura-Kern-Reihe.
In einer alten U-Bahn-Station wird ein toter Teenager gefunden, der brutal ermordet wurde. Schnell gerät ein Mitschüler in Verdacht, mit dem er sich kurz vorher gestritten hat. Doch so einfach ist es nicht, denn der Verdächtige hat Erinnerungslücken. Er gehört zu einer Gruppe von Schülern, die andere schikanieren und selbst vor ihrer Lehrerin nicht zurückschrecken, da sie sie angeblich zu streng benotet und ihnen damit die Zukunft verbaut.
Dann gibt es weitere Tote aus dem Umfeld der Schüler und wieder steht er unter Verdacht. Für Laura und ihren Kollegen Max wird es zu einem Wettlauf gegen die Zeit, denn sie wissen nicht, ob und wann weitere Morde geschehen werden. Bei ihren Ermittlungen kommen sie so einigen Geheimnissen auf die Spur und weitere Verdächtige kristallisieren sich heraus.
Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Kapitel aus der Sicht des Mörders. Dabei hatte ich natürlich auch immer einen bestimmten Menschen in Verdacht.
In diesem Buch lernt man viele verschiedene Personen kennen, die alle ihre eigenen kleineren und größeren Probleme haben und sehr authentisch beschrieben sind. Laura und Max sind den Stammlesern bereits sehr gut bekannt. Aber auch deren Privatleben ist nicht sorgenfrei. Max’ Frau Hannah drängt auf eine Paartherapie, da sie mit Allem Probleme zu haben scheint, angefangen von Laura als Max’ Partnerin bis zu seinen Arbeitszeiten. Sie ist mir nicht besonders sympathisch. Laura liebt immer noch Taylor. Der hat eine neue, sexy Partnerin bekommen, auf die Laura nicht eifersüchtig sein will.
Die Autorin schafft es meisterhaft, eine spannende Atmosphäre zu erzeugen, die von Geheimnissen und unerwarteten Wendungen geprägt ist. Immer wieder gibt es neue Spuren und Verdächtige. Das Ende war trotzdem überraschend, und die Motive der Morde waren sehr traurig.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
„Der Totengräber und die Pratermorde“ ist der 4. Fall für Leopold von Herzfeldt.
Die Handlung spielt im Jahr 1896 in Wien. Leopold wurde inzwischen zum Oberkommissar befördert und auch in Julias Leben ...
„Der Totengräber und die Pratermorde“ ist der 4. Fall für Leopold von Herzfeldt.
Die Handlung spielt im Jahr 1896 in Wien. Leopold wurde inzwischen zum Oberkommissar befördert und auch in Julias Leben hat sich einiges verändert. Sie wohnt mit ihrer Tochter Sisi in einem eigenen Zimmer einer Mietskaserne, arbeitet als Fotografin beim Neuen Wiener Journal, weil sie die Gräuel als Polizeifotografin nicht mehr ertragen hat, und hat sich von Leopold getrennt. Aber eigentlich möchte sie Reporterin werden, spannende und gesellschaftskritische Berichte schreiben. Als in der Stadt der berühmte Magier Charles Banton gastiert und einen neuen Trick verkündete, soll Julia darüber berichten. Doch der Trick der zersägten Jungfrau misslingt und die Assistentin des Magiers stirbt. Nach dem ersten Schock nutzt Julia ihre Chance, um hinter die Bühne zu kommen und mehr zu erfahren. Natürlich trifft sie dort auch auf Leopold, der in dem Fall ermittelt. Die Spur führt in den berühmten Wiener Prater, wo der Große Bellini seine Zauberkunst im Ronacher Theater anbietet. Doch sein Geschäft läuft nicht mehr gut, das Theater steht kurz vor dem Aus. Schnell gerät er in Verdacht, seinen Konkurrenten aus dem Weg geschafft zu haben. Julia scheint Leopold immer einen Schritt voraus zu sein. Nach ihrem großartigen Artikel über die zersägte Jungfrau soll sie weitere Informationen beschaffen. Als sie sich im Prater umhört, kommt ihr das Gerücht von mehreren verschwundenen Mädchen zu Ohren. Sie will unbedingt auch dieser Spur nachgehen und begibt nicht nur sich in große Gefahr.
Natürlich darf auch der Totengräber Augustin Rothmayer nicht fehlen. Für sein neues Buch forscht er gerade an seinen Leichen zu Verwesungsprozessen und anderen biologischen Abläufen nach dem Tod. Von Leopold wird er gebeten, sich im Prater etwas umzuhören, da er sich dort besser auskennt. So geht auch Rothmayer auf Spurensuche. Nebenbei muss er sich um sein Lehrmädchen und Ziehtochter Anna kümmern, die inzwischen 15 Jahre alt und etwas schwierig geworden ist. Außerdem gibt es Gerüchte zu bestechlichen Bestattern, dem er nachgehen will. Also – viel zu tun für alle.
Neben der Aufklärung der Fälle spielt auch der Fortschritt eine große Rolle. Im Polizeirevier werden Schreibmaschinen eingeführt, die von den Älteren verpönt werden, Leopold befasst sich mit der Daktyloskopie, Wien wird nach und nach elektrifiziert, die ersten Autos fahren bzw. rasen durch die Stadt und das neumodische Fußballspiel ist bei den Kindern und Jugendlichen sehr beliebt geworden.
Die Charaktere sind wieder sehr gut und authentisch ausgearbeitet. Leopold ist ein echter Piefke aus Preußen, der in Wien immer noch belächelt wird. Er kommt aus reichem Haus, ist immer erstklassig gekleidet und kann sich benehmen, wirkt dadurch auch immer etwas arrogant. Er versteht immer noch nicht wirklich, warum Julia sich von ihm getrennt hat. Diese ist eine selbstständige, unabhängige Frau, die sich neben ihrem aufreibenden Job um ihre kleine gehörlose Tochter Sisi kümmern muss, was nicht immer einfach ist. Rothmayer ist der immer grantig wirkende Totengräber, der sich auf dem Friedhof und bei seinen Forschungen am Wohlsten fühlt. Er hat aber auch ein weiches Herz, was er kaum zeigt. Auch hat er schon einige wissenschaftliche Bücher geschrieben und arbeitet nun an seinem neuesten Werk. Seine Anna ist ein intelligentes Mädchen, was sich ins Fußballspielen stürzt und dabei großes Talent zeigt. Sie weiß sich gegenüber den Jungs zu wehren und lässt sich nicht unterkriegen. Auch die anderen Charaktere sind zeitgemäß gut beschrieben.
Ebenso werden politische Themen im Buch angesprochen. Herzfeldt hat jüdische Wurzeln und auch sein Vorgesetzter ist Jude. Sie erfahren viel Hass und Beleidigungen, auch aus den eigenen Reihen. Außerdem sollen noch der österreichische und der deutsche Kaiser nach Wien kommen, was viele Polizeikräfte zur Bewachung bindet, da Ausschreitungen der Anarchisten zu befürchten sind.
Der Schreibstil ist rasant und spannend, oft auch mit wienerischem Dialekt, was ich sehr charmant finde. Die historischen und menschlichen Gegebenheiten der damaligen Zeit sind gut eingefangen und vorstellbar. Auf der vorderen Umschlagseite des Buches findet sich eine Karte von Wien aus dem Jahr 1896 sowie ein Personenverzeichnis. Am Ende gibt es noch ein Glossar.
Das Buch war wieder großartig, spannend und authentisch.
„Der Tote im Pool“ ist der 1. Teil für den Grand-Canaria-Mordclub.
Nach seiner Scheidung wandert Kriminalhauptkommissar Markus Fischer nach Gran Canaria aus, wo im schnell das Glück einen millionenschweren ...
„Der Tote im Pool“ ist der 1. Teil für den Grand-Canaria-Mordclub.
Nach seiner Scheidung wandert Kriminalhauptkommissar Markus Fischer nach Gran Canaria aus, wo im schnell das Glück einen millionenschweren Lottogewinn beschert. Nun wohnt mit netten deutschen Nachbarn, die ebenfalls Auswanderer sind, in einer Bungalowanlage und will demnächst eine Tapas-Bar im Nachbarort eröffnen. Er fühlt sich sehr wohl. Bis er am Morgen nach dem Vertragsabschluss für die Bar eine Leiche im Pool der Anlage findet. Die einheimische Polizei schießt sich gleich auf einen Verdächtigen ein und nimmt ihn fest. Für sie ist der Fall damit erledigt. Doch Fischer und seine Freunde glauben nicht daran und beginnen selbst zu ermitteln. Der Tote war Inhaber einer deutschen Bäckereikette, sodass sie erste Anhaltspunkte haben. Nach und nach kommen sie nicht nur einigen Geheimnissen auf die Spur, sondern geraten auch selbst in Gefahr.
Markus‘ drei Freunde sind sehr unterschiedliche Personen. Petra ist eine verwitwete Rentnerin und betätigt sich als Privatdetektivin, Marianne ist fast Rentnerin, eine sehr korrekte, ruhige und ernste Person. Andreas ist der Jüngste von ihnen und arbeitet als Bademeister. Er ist ein lustiger Kerl, hat immer einen lockeren Spruch parat und überschätzt ständig seine Wirkung auf Frauen. Von ihnen weiß keiner, dass Markus beider Kripo war und auch bei anderen offenbaren sich im Zuge der Ermittlungen Eigenschaften, die nicht zu erwarten waren.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war ein schöner Urlaubs-Sommer-Krimi mit vielen schönen Landschaftsbeschreibungen und auch die kulinarischen Genüsse kamen nicht zu kurz, für die Markus sorgte. Durch Andreas gab es auch eine gesunde Brise Humor. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, auch mit einigen spanischen Redewendungen und Ausdrücken, die aber übersetzt wurden. Außerdem findet man am Schluss des Buches einige Rezepte der im Buch beschriebenen Gerichte.
Am Ende wurden nicht alle Geheimnisse gelüftet und ich freue mich sehr auf den nächsten Teil.
Auch das Cover deutet auf Urlaubsstimmung hin und gefällt mir ebenfalls sehr.