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Veröffentlicht am 16.11.2025

Spannend, atmosphärisch und wieder eine sehr gute Mischung aus Fall und Privatleben

Lügennebel
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Die ersten drei Teile der Polarkreis-Krimi-Reihe von Viveca Sten habe ich jeweils in sehr kurzer Zeit ausgelesen. Alle fand ich sehr gut und auch auf diesen vierten Teil „Lügennebel“ war ich wieder sehr ...

Die ersten drei Teile der Polarkreis-Krimi-Reihe von Viveca Sten habe ich jeweils in sehr kurzer Zeit ausgelesen. Alle fand ich sehr gut und auch auf diesen vierten Teil „Lügennebel“ war ich wieder sehr gespannt. Er wurde sogar wieder NetGalley als Rezensionsexemplar angeboten. Ich freute mich natürlich riesig, dass meine Anfrage dort erfolgreich war, denn ansonsten hätte ich, aufgrund meines längst überzogenen Bücherbudgets für dieses Jahr, mit dem Lesen noch eine ganze Weile länger warten müssen.

Hanna Ahlander, die inzwischen in Åre heimisch und verwurzelt ist, hat seit dem letzten Mordfall eine Beziehung zu einem damaligen Zeugen. Sie fühlt sich in der Gesellschaft des deutlich älteren Mannes zwar sichtlich wohl, ist sich jedoch nicht hundertprozentig sicher, ob sie die unerwiderten Gefühle für ihren Kollegen Daniel Lindskog bereits überwunden hat und scheute sich daher bislang, ihre neue Beziehung öffentlich zu machen. Gerade als sie mit ihrem Freund in einem luxuriösen Kurzurlaub ist, passiert zuhause etwas, was sie veranlasst, diesen vorzeitig abzubrechen.

In einem luxuriösen Ferienhaus ist eine Gruppe befreundeter Studenten eingetroffen, die in Åre eine Woche lang Ski fahren möchte. Am ersten Abend fließt der Alkohol in Strömen, es werden aber auch illegale Drogen konsumiert. Am nächsten Morgen ist die 19-jährige Fanny zunächst verschwunden und wird kurze Zeit später fast nackt im Schnee auf dem Grundstück tot gefunden. Hannas Team steht am Anfang der Ermittlung vor der großen Frage: Unfall oder Mord? Und bereits bevor das geklärt ist, geschieht auf dem gleichen Grundstück ein anderes Verbrechen…

Wieder einmal hat mich der flüssige Schreibstil der Autorin von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich habe das Buch innerhalb von wenigen Tagen ausgelesen. Längen empfand ich beim Lesen nicht, dafür jedoch einmal mehr eine permanent vorhandene atmosphärische Grundspannung. Diese wurde durch abwechselnde Handlungsstränge aus verschiedenen Perspektiven erzeugt. Bei einigen davon war für mich als Leserin lange Zeit unklar, wie sie sich ins Gesamtbild einordnen könnten. Andere zielten auf das Privatleben der Ermittler ab und zeigten auf, wie sich dieses weiterentwickelt.

Ich persönlich mag es sehr, wenn ich von Ermittlern auch Privates erfahre und empfinde das in Krimis oder Thrillern immer als Auflockerung. Die Menschen, die hinter der Ermittlung stehen, werden mir dadurch sympathisch und ich kann deutlich besser mit ihnen mitfiebern, als wenn ich sie nur auf dienstlicher Ebene kennenlerne. Hanna, Daniel und Anton, als Hauptfiguren der Reihe, habe ich wirklich ins Herz geschlossen. Natürlich darf der Fall an sich auch keinesfalls zu kurz kommen. Das tut er jedoch nicht und die Autorin hat, meiner Meinung nach, auch in diesem Buch wieder genau die richtige Mischung gefunden.

Die Ermittlungen wirkten auf mich wieder sehr realistisch. Ich konnte lange Zeit gut miträtseln, wer denn nun der Täter ist und Kandidaten dafür gab es etliche. Trotzdem wurde ich kurz vor dem Ende, als es die Autorin endlich preisgab, davon wieder komplett überrascht, weil ich diese Person dafür überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Und, obwohl der Fall auch in diesem Buch wieder abgeschlossen ist, gab es im Privatleben der Ermittler wieder sehr interessante Entwicklungen, die nach einer Fortsetzung schreien. In Originalsprache gibt es davon sogar schon zwei.

Ich hoffe nun wieder einmal, dass die deutsche Übersetzung des nächsten Buches nicht so lange auf sich warten lässt, denn ich möchte es auf jedem Fall auch wieder lesen. Insgesamt hat mir auch dieses Buch wieder sehr gut gefallen und ich kann es definitiv weiterempfehlen. Neueinsteigern rate ich allerdings dazu, die Reihe mit dem ersten Buch – Kalt und Still - zu beginnen und in der richtigen Reihenfolge weiterzulesen, um einen Informationsvorsprung und damit eine leichte Spannungsminderung beim späteren Lesen der Vorgänger zu vermeiden.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Shakespeares Komödie modernisiert und romantisch eingekürzt

Was ihr wollt - die Graphic Novel nach William Shakespeare
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Ich liebe Graphic Novells und als ich bei NetGalley die Chance bekam, diese hier als PDF am Rechner lesen und anzuschauen zu können, nahm ich diese sehr gern wahr.

Die Zwillingsgeschwister Viola und Sebastian ...

Ich liebe Graphic Novells und als ich bei NetGalley die Chance bekam, diese hier als PDF am Rechner lesen und anzuschauen zu können, nahm ich diese sehr gern wahr.

Die Zwillingsgeschwister Viola und Sebastian erleiden in Illyrien einen Schiffbruch. Viola, die verzweifelt nach Sebastian sucht, weiß nicht, wie sie allein und mittellos in dem fremden Land überleben soll. Da ihr zugetragen wurde, dass der Herrscher von Illyrien – Herzog Orsino – nur männliche Arbeitskräfte einstellt, verkleidet sie sich als Mann und bekommt tatsächlich eine Anstellung.

Der Herzog findet den jungen Cesario sogar sehr sympathisch und vertraut ihm seine Herzensangelegenheit an. Er hofft durch die Vermittlung des jungen Dienstboten, seine Chancen bei Gräfin Olivia verbessern zu können, in die er glaubt unsterblich verliebt zu sein. Doch Olivia verliebt sich stattdessen in den verkleideten Chesario, während sich Viola immer mehr zu Orsino hingezogen fühlt. Als dann auch noch der ebenfalls überlebende Sebastian auftaucht und für Cesario gehalten wird, ist das Liebeschaos perfekt…

In dieser Graphic Novell wird die Komödie des bedeutendsten Schriftstellers der englischen Sprache kurz, aber dennoch verständlich zusammengefasst, in Bildern und Worten nacherzählt. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf den Charakteren und den Verwicklungen in den Lovestorys. Dabei wurde die Sprache modernisiert und ein bisschen an die Jetztzeit angepasst. Die ausdrucksstarken Zeichnungen passen sehr gut zur Geschichte. Sie drücken die Gefühle und Stimmungen der handelnden Charaktere hervorragend.

Auch die eher minimalistisch dargestellten Örtlichkeiten und Landschaften empfinde ich als gelungen. Sehr gut gefiel mir, dass Orsino bereits Gefühle für Cesario entwickelte, als er noch gar nicht wusste, dass es sich dabei um Viola handelt und er dafür in keiner Form irgendwelche falschen Schamgefühle entwickelt. Er verliebt sich in den Menschen und nicht in das Geschlecht. Und das ist glücklicherweise heutzutage normal, zumindest bei den Menschen mit denen ich mich umgebe.

Mir gefällt diese Grafik Novell insgesamt sehr und ich kann mir gut vorstellen, dass sie auch ein junges Lesepublikum (zu dem ich mich nun wirklich nicht mehr zählen kann, auch wenn ich im Herzen durchaus jung geblieben bin) begeistern wird.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Gefällt mir ebenso gut wie die Spellbound-Reihe, ich freu mich schon auf die Fortsetzung

Ein Cookie für den Dämon
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Bereits die inzwischen in deutscher Übersetzung erschienenen ersten vier Teile der im englischen Original bereits aus acht Teilen bestehenden Urbanfantasy-Reihe „The Guild Codex: Spellbound“ begeisterten ...

Bereits die inzwischen in deutscher Übersetzung erschienenen ersten vier Teile der im englischen Original bereits aus acht Teilen bestehenden Urbanfantasy-Reihe „The Guild Codex: Spellbound“ begeisterten mich. Daher war es für mich auch nahezu ein Muss diesen ersten Teil der im Original (bislang?) vierteiligen Spinoff-Reihe „The Guild Codex: Demonized“ in deutscher Übersetzung zu lesen. Ich durfte das für NetGalley sogar bereits vor dem offiziellen Erscheinungstermin.

Die 20-jährige Robin Page war bislang eine stille Magierin. So wusste sie zwar, dass Magie existiert und kannte auch einige theoretische Grundlagen, hielt sich in der Praxis jedoch immer an das ihr von den Eltern von klein auf eingeimpfte Motto: „Halte Dich von Magie fern, dann wird sie sich auch von Dir fernhalten“. Doch nun sind ihre Eltern seit 6 Monaten tot und sie musste, weil Onkel Jack ihr als Testamentsvollstrecker bislang das Erbe vorenthält, in dessen Haus ziehen.

Dort fühlt sich die junge Frau, die sich besonders in der Welt der Bücher wohlfühlt und sich mit sozialen Interaktionen eher schwertut, aber überhaupt nicht wohl. Sie wird von der Familie des Onkels regelrecht geschnitten und bereits am zweiten Tag wurde ihr das Betreten der von ihr zufällig entdeckten Bibliothek im Keller untersagt. Zeitgleich erfuhr sie jedoch, dass ihr Onkel ein Dämonenbeschwörer ist und sich der Beschwörungskreis ausgerechnet dort unten befindet.

Da sie von Natur aus neugierig ist, schleicht sie sich dennoch heimlich in den verbotenen Raum und liest sich dort sogar erste Grundlagen über Dämonen an. Durch einen Zufall bemerkt sie dabei, dass der im Kreis gefangene Dämon ihre selbstgebackenen Cookies mag, kommt mit ihm ins Gespräch und möchte ihm helfen. Das bleibt allerdings nicht lange unentdeckt und als die Situation eskaliert, schließt sie mit Zylas, dem Dämon, einen verzweifelten und für sie definitiv nicht ungefährlichen Pakt…

Zeitlich ist die Handlung von „Ein Cookie für den Dämon“ parallel zum vierten Teil der Spellbound Reihe angesiedelt. Allerdings spielen die mir daraus bekannten Figuren lange Zeit keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Wie bereits in der Hauptreihe wird auch hier die Geschichte von nur einer Person – Robin - in der ersten Person erzählt. Diese beeindruckte mich zwar nicht wegen einer besonders taffen Art, wie es Tori in der Spellbound Reihe gleich am Anfang tat, war mir jedoch aufgrund ihrer Vorgeschichte und ihres sehr mitfühlenden Wesens ebenfalls sofort sympathisch. Aber auch Zylas mit seiner sarkastischen und unberechenbaren Art mochte ich sehr gern.

Der Schreibstil war für mich genauso flüssig und temporeich, wie ich es von der Spellbound Reihe bereits gewohnt bin. Da ich deren vierten Teil aber bereits gelesen hatte, erlebte ich hier einige Szenen daraus aus einer komplett anderen Perspektive. Das beeinträchtigte die Spannung jedoch überhaupt nicht, sondern trug höchstens dazu bei, dass sich mein Gesamtbild davon vervollständigte. Gut gefiel mir auch hier wieder, dass die Geschichte komplett ohne Bettszenen auskam. Insgesamt war auch sie für mich wieder eine sehr interessante Mischung aus Magie, menschlichen Gefühlen, Vertrauen und Verrat, spannenden Kampfszenen sowie einem guten Schuss Humor.

Dieser erste Teil der Demonized Reihe kann sicher auch gelesen werden, wenn man die bereits erschienenen Teile der Spellbound Reihe noch nicht kennt. Ich denke aber, dass das dann ein etwas anderes Lesen ist, als bei Jemandem, der die Grundstrukturen dieser urbanen Fantasywelt bereits kennt und (so wie ich) liebt. Auserzählt ist die Geschichte um Robin und ihren Dämon am Ende des Buches definitiv noch nicht und ich bin bereits sehr gespannt, wie es mit ihnen weitergeht. Auf der Verlagsseite habe ich gerade gesehen, dass der zweite Teil mit dem Titel „Süßes oder Böses“ am 12. Februar 2026 erscheinen soll. Ich freue mich schon darauf. Vorher werde ich mir jedoch den Mitte Oktober dieses Jahres erscheinenden fünften Teil der Spellbound Reihe reinziehen.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Spannender und gefühlsintensiver Beginn einer interessanten Familiengeschichte

Wintertöchter
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Im letzten NetGalley Adventskalender fand ich die gesamte Wintertöchter-Trilogie der mit bislang unbekannten Autorin Mignon Kleinbek. Obwohl ich das Rezensionsexemplar bestellt hatte, weil mich die Inhaltsangabe ...

Im letzten NetGalley Adventskalender fand ich die gesamte Wintertöchter-Trilogie der mit bislang unbekannten Autorin Mignon Kleinbek. Obwohl ich das Rezensionsexemplar bestellt hatte, weil mich die Inhaltsangabe reizte, dauerte es eine ganze Weile, bis ich mit der Lektüre begann. Der erste Teil „Die Gabe“ fesselte mich dann aber so sehr, dass ich ihn innerhalb von 24 Stunden ausgelesen hatte.

Im Jahr 2004 schreibt die inzwischen 64-jährige Anna ihre Geschichte nieder. Geboren wurde sie in der Dreikönigsnacht im Jahre 1940 unter dramatischen Umständen. In der gleichen Nacht starb ihr Vater. Schon kurz nach ihrer Geburt weiß Annas Mutter Marie, dass das Mädchen die Gabe der Frauen der Familie geerbt hat. Doch das sollte außerhalb der Familie besser niemand erfahren. Da Annas Begabung auch ausgesprochen stark ist und sie erst lernen muss, wie sie damit umgehen kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, lebt Marie mit dem Mädchen zusammen ein arbeitsreiches, karges, aber dennoch recht glückliches Leben auf ihrer einsamen Alm. Trotzdem erleben auch sie während des Krieges ganz schreckliche Dinge hautnah mit.

Als der Krieg vorbei ist, entwickelt sich Anna zu einem fröhlichen, unbeschwerten und überaus wissbegierigen Kind. Doch immer wieder geschehen aufgrund ihrer Gabe Dinge, die sie zurückwerfen. Allerdings wird sie von ihrer Mutter gut behütet und von ihrer Tante Barbara so gut es geht im Umgang mit der Gabe unterrichtet. Auf einmal scheint es sogar, dass Annas großer Traum, wahr werden könnte. Doch dann heiratet ihre Mutter wieder und als der Stiefvater seinen wahren Charakter offenbart, nimmt ihr Leben doch wieder einen ganz anderen Verlauf…

Leicht und flüssig konnte ich diesen ersten Teil der Wintertöchter-Trilogie lesen. Erzählt wird die Geschichte in einer der damaligen Zeit angepassten schönen, einfachen und trotzdem sehr bildhaften Sprache, abwechselnd in der dritten Person aus verschiedenen Perspektiven und in der ersten Person aus der Perspektive von Anna. Letzteres ist das, was Anna niederschreibt und im E-Book immer kursiv dargestellt. Beide Erzählweisen ergänzen sich hervorragend und es dauerte hier überhaupt nicht lange, bis ich von der Geschichte gefangen war.

Die Hauptfiguren Marie, Barbara und Anna sind zwar vom Wesen her komplett unterschiedlich, hatten jedoch alle drei in kurzer Zeit mein Herz erobert. Es gab jedoch auch noch etliche weitere Charaktere, die ich sehr mochte. Aber eben auch welche, die ich, je besser ich sie kennenlernte, immer mehr verachtete. Aufgrund der bildhaften Beschreibungen konnte ich mir sowohl die Personen, als auch die Örtlichkeiten richtig gut vorstellen. Längen empfand ich nie. Das Kopfkino war von Anfang bis Ende vorhanden und auch den etwas mysteriösen Teil um die Gabe von Anna mochte ich sehr.

So litt oder freute ich mich in vielen Situationen mit den mir sympathischen Figuren, trauerte, wenn sie sich von Jemandem verabschieden mussten, den ich mochte und war regelrecht wütend auf Unsympathen, wenn diese mit schlimmen Dingen einfach durchkamen. Das Lesen dieses Buches war für mich ein spannendes und ständiges Wechselbad der Gefühle, das sich für mich sehr authentisch anfühlte. Und obwohl ich nach diesem ersten Teil eigentlich erst einmal ein anderes Buch lesen wollte, entschied ich mich nach der letzten Seite um und begann mit dem zweiten Teil „Die Kinder“ sofort.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Fesselnd und brandaktuell

Echokammer
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In Norwegen stehen die Parlamentswahlen bevor. Christina Nielsen, die stellvertretende Vorsitzende der Arbeiterpartei möchte Justizministerin werden und hat sich für den Wahlkampf den Polizeijuristen, ...

In Norwegen stehen die Parlamentswahlen bevor. Christina Nielsen, die stellvertretende Vorsitzende der Arbeiterpartei möchte Justizministerin werden und hat sich für den Wahlkampf den Polizeijuristen, Jens Meidell, ins Boot geholt. Schnell stellt er fest, dass Christina nicht die Patriotin ist, für die er sie hielt und, dass ihr jedes Mittel recht ist, um zu gewinnen. Nicht mal vor einer Annäherung zum rechten Rand schreckt sie dabei zurück. Aber auch Jens hat ein dunkles Geheimnis und gerät dadurch zunehmend unter Druck.

Gleichzeitig gelangen rechtsextreme Terroristen in den Besitz des hochgiftigen biologischen Kampfstoffes Rizin und stellen der Regierung ein Ultimatum. Die Ermittlerin Liselott Benjamin und der Terrorexperte Martin Tong arbeiten mit Hochdruck daran, die angedrohten Anschläge zu verhindern. Wird es ihnen gelingen die Terroristen zu stoppen und damit die Demokratie zu schützen?

Echokammer ist der spannende Auftakt einer neuen Reihe des norwegischen Autors Ingar Johnsrud. Obwohl dieser auch schon andere Thriller geschrieben hat, die ins Deutsche übersetzt wurden, war es mein erster Lesekontakt mit ihm. Ich bin mir nach dem Lesen dieses Buches jedoch ziemlich sicher, dass es nicht der letzte bleiben wird. Den Schreibstil empfand ich als flüssig und temporeich. Die Sprache einfach, verständlich und dennoch sehr bildhaft.

Kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven und interessant herausgearbeitete Charaktere sorgten dafür, dass ich nie Längen empfand. Für mich war das ein überaus fesselnder Politthriller mit einer brandaktuellen Thematik, die leider nicht wirklich weit von der Realität entfernt ist. Die Parallelen zur politischen Situation im eigenen Land sind erschreckend und diese ließen mir nicht nur einmal einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Von mir gibt es eine hundertprozentige Leseempfehlung für alle Thrillerfans, denen der Erhalt der Demokratie am Herzen liegt.

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