Zwischen Genie und zu viel des Guten 🥺
When The Moon HatchedIch hatte mich sehr auf "When the Moon Hatched" gefreut, aber leider muss ich sagen: Viele Dinge, die mich am Anfang total begeistert haben, sind im Laufe des Buches für mich persönlich ins Negative gekippt. ...
Ich hatte mich sehr auf "When the Moon Hatched" gefreut, aber leider muss ich sagen: Viele Dinge, die mich am Anfang total begeistert haben, sind im Laufe des Buches für mich persönlich ins Negative gekippt. Trotzdem hat es mich gut unterhalten und deswegen vergebe ich 3,5 von 5 Sternen! ⭐⭐⭐✨ Ich würde das Buch aber nur ausgewählten Personen empfehlen, da ich glaube, dass es viele Leser auch verlieren könnte.
Starten wir mit dem Schreibstil. Am Anfang fand ich den sehr blumigen, detaillierten Stil der Autorin super! Das passte besonders gut, wenn die vielen neuen, übernatürlichen Wesen und die Welt beschrieben wurden – das hat mich total an Phantastische Tierwesen erinnert! 🐾 Hier war Detailreichtum genau richtig. Leider wurde es irgendwann schwierig, weil gefühlt jeder Satz mit Adjektiven, Metaphern und Vergleichen aufgebläht wurde. Es war einfach zu viel. Trotzdem muss ich sagen, dass ich dank des flüssigen Stils relativ schnell durch die Seiten gekommen bin.
Ein ähnliches Problem hatte ich mit der Hauptfigur Raeve. Am Anfang war sie total Bad Ass! Mutig, meinungsstark, aber nicht overpowerd. Leider hat diese starke Persönlichkeit im Laufe der Geschichte immer mehr nachgelassen, was ich total schade fand. 😔
Die Geschichte selbst hatte für mich eine unpassende Mitte (Was war das bitte bei den Dschungelkriegern?😂). Das erste Drittel und das letzte Drittel waren stark, aber der Mittelteil wirkte oft, als wären Szenen einfach ins Buch gedrückt worden. Sie gaben wenig Mehrwert und wirkten eher irritierend.
Was ich aber weiterhin sehr gerne mochte, waren die fantastischen Wesen. Das Glossar war super hilfreich und die Kreativität der Autorin hat mich begeistert. 🤩
Die Beziehung zwischen Kaan und Raeve habe ich leider nicht richtig gespürt. Zum Ende hin wurde es etwas besser, aber eine tiefere, spürbare Verbundenheit konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.
Dafür gab es ein paar Nebencharaktere, die mich total gepackt haben, allen voran Grihm und Veya, Kaans Schwester – für mich fast die besten Charaktere im Buch! Auch der König der Aasgeier war spannend. Ich hoffe sehr, dass diese Figuren im zweiten Teil mehr Raum bekommen.
Ein letzter Kritikpunkt: Für die Dicke des Buches blieben einige wichtige Dinge zu wenig erklärt. Zum Beispiel verstehe ich nicht, warum die Drachen sich den Fae unterordnen. Es wird von "Bezauberung" gesprochen, aber ich konnte mir einfach nichts darunter vorstellen. (Vielleicht habe ich es auch überlesen, falls da jemand mehr weiß, klärt mich bitte auf! 😂🙏)
Trotz der Kritikpunkte bin ich recht sicher, dass ich den zweiten Teil lesen werde, um zu sehen, wie die Geschichte weitergeht!